"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Samstag, 8. September 2012

[Rezension] Der unsichtbare Wink (Emily Jenkins)


Emily Jenkins: Der unsichtbare Wink 

Durch die Buchbotschafter wurde ich auf dieses Kinderbuch aufmerksam und schließlich auch zum Testlesen eingeladen.
Jenes Anfang September 2012 im CARLSEN Verlag erschienen Buch ist eine goldig ausgestaltete Geschichte, die einen unsichtbaren Freund ins rechte Licht rückt. Eine Freundschaft, die im Leben vieler Kinder eine Rolle spielt. 
Wenn wir einmal genau nachdenken, fällt uns vielleicht auch wieder ein, früher einmal einen solch besonderen Kameraden gehabt zu haben.


~ Rezension ~

Ich sehe was, was du nicht siehst.

Die Sommerferien verbringt Hank in der Eisdiele seiner Familie, die Der große runde Kürbis heißt. Am liebsten beobachtet er die Kunden und versucht deren Vorlieben für bestimmte Eissorten zu erraten. Doch eines Tages geschieht etwas äußerst Sonderbares. Hank begegnet einem flauschigen Wesen, das zwar sprechen kann, allerdings absolut unsichtbar ist.
Dieses Wesen stellt sich als Bandapat vor, der Wink heiße. Hank weiß nicht, was er davon halten soll. Zum einen traut er seinen Sinnen nicht und ist völlig erstaunt; zum anderen glaubt er von Herzen, Wink wäre genau der Freund, der ihm beistehen könnte, um dem fiesen Bruno einen Denkzettel zu erteilen.

Derunsichtbare Wink ist ein Kinderbuch, in dem die Thematik des unsichtbaren Freundes auf verständnisvolle, unterhaltsame und sehr treffend illustrierte Weise (Zeichnungen von Joelle Tourlonias) beschrieben wird. Schließlich ist dies ein Phänomen, das eine Vielzahl von Kindern lebhaft bewegt und begleitet.
Die von Emily Jenkins liebevoll geschaffenen Figuren eröffnen dem jungen Leser eine Welt, mit der er sich durchaus identifizieren kann. Kindliche Fantasien, Interessen und auch Sorgen werden Ernst genommen. Die Autorin beweist sowohl Fingerspitzengefühl als auch Witz.
Der Ich-Erzähler Hank Wolowitz berichtet von Freud und Leid des Viertklässlerseins. Dabei wird das Vertrauen, das er in seinen unsichtbaren Freund setzt, besonders unterstrichen. Einen wahren Freund an der Seite – sichtbar oder nicht – zu haben, wirkt Wunder.

Das Buch greift bildlich beschreibend eine ganz besondere Freundschaft auf. Des Weiteren werden auf sensible und lehrreiche Art Themen wie gewaltfreie Konfliktlösungen, Anerkennung anderer Meinungen und Mobbing dargelegt. Eine Mischung, die trotz des komplexen Kerns altersgerecht verpackt wird.

Insgesamt eine Geschichte, die, wie ich finde, unbedingt zum gemeinsamen (Vor-) Lesen innerhalb der Familie empfohlen ist. Fantasie und Vertrauen würden somit gefördert und gestärkt werden.

F★ZITFantasievoll. Überraschend. Bestärkend.


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