"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Samstag, 15. Juli 2017

Wenn die Pausenglocke läutet...

Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer. Ovid

Manchmal ist es Zeit für eine Pause. Eine kreative Schaffenspause sozusagen. Von dem, was wir von Herzen gern tun. Einfach, um einmal wieder neue Blickwinkel zu entdecken und Ideen zu kreieren.

Aus diesem Grund habe ich mich alles andere als leichtfertig dazu entschlossen, auch wenn es zugegebenermaßen etwas ziemlich seltsam sein wird, mit dem Bloggen/Rezensieren etwas kürzer zu treten. Das soll nicht heißen, dass ich weniger lesen werde oder aufhöre, meine Begeisterung dafür zu teilen. Ganz und gar nicht! Schließlich gibt es genügend soziale Netzwerke, die wie gemacht dafür sind. (Es ist eben "nur" ein wenig so, als würde die Lieblingsband eine Pause vom gemeinschaftlichen Wirken einlegen, sodass die einzelnen Künstler auf Solopfaden wandeln können...) 

Pause Button on Google Android 7.1

Doch natürlich kann und möchte ich nicht auf den Pause-Knopf drücken, ohne euch allen für die bisher fulminant gefüllte Zeit als Buchblogger DANKE zu sagen. Creativity First hat mir bis zum heutigen Tag unzählige tolle Stunden als Bücherwurm, (Test-)Leser und Rezensent beschert, ungeahnt wundervolle Türen geöffnet und so viele herzliche Bekanntschaften und Freundschaften geschenkt, die unvergessen und gepflegt bleiben. Eine unangefochtene Bereicherung. In diesem Sinne, ihr Lieben: Wir lesen uns!

Great books help you understand, and they help you feel understood. 
— John Green


Donnerstag, 19. März 2015

[Schreibzeugkiste] Buchblog: Kompetenzlieferung frei Haus?!

Buchblogger blühen auf, wann immer sie über ihre Leidenschaft, das Lesen, berichten. Einfallsreich, vielseitig und engagiert widmen sie sich der Ausgestaltung ihrer Beiträge. Ihr Blog ist die Bühne, auf der sie tanzen können, wie es ihnen beliebt. 

Was zumeist als kleine Idee à la "Ich teile einfach mal meine Passion für Literatur" beginnt, nimmt schon bald einen nicht zu unterschätzenden, aber gern gegebenen Teil der Freizeit eines Buchbloggers ein. Denn wer mag schon halbe Sachen? Durch viel Liebe zum Detail, pfiffige Stilblüten und erfrischende Kollaborationen entstehen vielerorts Literaturblogs, die Potential haben, Leserscharen und gleichgesinnte Bücherwürmer zu begeistern.

Buchblog: Sprungbrett unterschätzter Kompetenzen?

Es ist unbestreitbar: Das Bloggen kann Türen öffnen. Klar, natürlich nicht immer die "Vom Hobbyschreiber zum ernst genommenen Profiblogger"-Pforte. Im Gegenteil, die wenigsten Blogger können wohl von der Arbeit, die sie in ihr virtuelles Reich stecken, ihren Broterwerb bestreiten. Aber das Bloggersein kann auch an anderer und vielleicht auf den ersten Blick eher indirekten Stelle eine echte Bereicherung sein. 
Die Aussagen "Ich bin (Buch-) Blogger" oder "Mein Interesse gilt dem Bloggen" werten beispielsweise einen Lebenslauf tatsächlich ungemein auf. Und werden als solche Bereicherung erkannt. So meine eigene positive Erfahrung. Denn die meisten Blogger zeichnen sich durch eine Vielzahl an Eigenschaften und Fähigkeiten aus, die in (professioneller) Zusammenarbeit und in der Berufswelt sehr geschätzt werden. Sie sind in häufigen Fällen wohl couragiert und innovativ, kreativ und diszipliniert, wortgewandt und verantwortungsbewusst. Um nur an der Oberfläche zu kratzen. 

Ein großes Plus, das in jüngerer Vergangenheit auch für — auf die Sparte der Buchblogger bezogen — Verlage und Autoren immer vielversprechender geworden ist. Eine Einladung zur Zusammenarbeit sozusagen. Die Stimmen der Blogger werden geschätzt. Weil sie eben unverfälscht, individuell und zumeist auch merklich kompetent daherkommen. Eine Entwicklung, die ich persönlich mag. Denn jenes gegenseitig entgegengebrachte Vertrauen und das wechselseitig ausgewogene Geben ist ein schöner Zug.

Dass ein Blog, wenn er denn qualitativ ansprechend geführt wird, nicht mal eben schnell nebenbei aus dem Boden zu stampfen und zu betreuen ist, sollte im Grunde jedem bewusst sein. Diese Wahrnehmung wird durch die Tatsache gestützt, dass Blogger immer öfter gezielt in die (Marketing-) Arbeit der Buchbranche integriert werden. In den meisten Fällen zwar (noch) unentgeltlich, aber oft zumindest mit dem Vorteil des großzügigen Netzwerkens ausgestattet.

Als Underdog durch die Hintertür zum Prestige?

Natürlich, es wäre schon ein sehr willkommener Gedanke, mit dem, was man liebt — sprich mit dem Bloggen — den Lebensunterhalt zu bestreiten. Der eine oder andere Vlogger (Videoblogger auf YouTube) dient hier vielleicht als Vorbild. Doch bei der Dichte an Bloggern in einer Nische, die bisher noch nicht die Popularität von Food- oder Lifestyleblogs erreicht hat, nicht zwangsläufig ein Leichtes. Alles andere als das. 
Dennoch sollte man als engagierter Buchblogger keinesfalls verzagen! Denn unsere Daseinsberechtigung bestätigt sich täglich. Nicht ohne Grund gehören Plattformen für Blogger (wie das Bloggerportal von Random House), journalistische Messeakkreditierungen für unsere Zunft oder auch die Möglichkeit, als gefragte Kolumnisten für Online- und Printmedien zu schreiben, zu wertgebenden Zugpferden.

Es ist auch nicht immer leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Gerade weil das Medium Blog so einfach zu bedienen scheint. Aber, wie bereits gesagt, nur weil sich ein Blog binnen zehn Minuten anlegen lässt, heißt das nicht, dass eine kontinuierliche Pflege dessen ein lockerer Pausenfüller ist. Umso schöner und bestätigender ist es daher, wenn Autoren, Verlage, Zeitungen & Co. einen Blick dafür entwickeln, welche Blogger "das Zeug dazu haben", mitunter eben über die Grenzen des Bloggens hinaus zu scheinen. Ein Rückenwind, der wertvoll und möglicherweise ein weiterer Schritt in eine auf den verschiedenen Ebenen rentable Richtung ist. Bis dahin kann ich nur empfehlen, den eigenen Blog — ganz gleich wie klein oder groß er sein mag — mit Herz und Seele, Expertise und Originalität zu füllen und ihn an den richtigen Stellen, eben auch im Lebenslauf, hervorzuheben. Nachteilig kann dies keinesfalls sein. 

Der persönlich definierte Erfolg stellt sich dann auf die eine oder andere (unverhoffte) Weise bestimmt ein. "Wenn nicht heute, dann beim nächsten Mal" — um abschließend Biathlet Erik Lesser zu zitieren, der dies in einem Interview zur möglichen WM-Goldmedaille der Herrenstaffel 2015 im finnischen Kontiolahti meinte. (P.S.: Der WM-Titel folgte keine Stunde später.)


Dienstag, 30. Dezember 2014

[Jahresrückblick] 2•0•1•4 en bloc

Mit dem vor der Tür stehenden Jahreswechsel wird es schleunigst einmal Zeit, auf mein Buchblogjahr 2014 zurückzusehen, oder? 
Genau das möchte ich an dieser Stelle auch tun, weil ich denke, dass es nie verkehrt sein kann, schöne Erinnerungen noch einmal lebendig werden zu lassen.

Selbstredend, die zurückliegenden 12 Blogmonate hatten so manches in petto für mich, dem ich entweder schon mit eifriger Vorfreude entgegengefiebert hatte oder von dem ich nie gedacht hätte, dass ich Teil solch toller und mich positiv einnehmender Projekte hätte werden können.

Da ich in der komfortablen Lage bin, die Wahl der Qual gehabt zu haben, kann ich natürlich nur einige der Highlights anschneiden. Ansonsten würde es den Rahmen womöglich sprengen und wie säßen nächstes Jahr noch an diesem einen Blogpost ...

Besonders gefreut habe ich mich beispielsweise auf sehr bereichernde und unterhaltsame Weise in die Arbeit der beiden Autorinnen Adriana Popescu (Carrie Price) und Anne Freytag (Ally Taylor und auch Anne Sonntag) involviert zu sein. Zwei quirlige und herzlich-verschrobene Persönlichkeiten, die nicht ohne Grund von ihren Lesern mit Jubel, Trubel, Heiterkeit überall empfangen werden, wo sie aufschlagen. Die Lieblingsgefühle-Blogtour war daher ebenso ein Vergnügen wie das Verfassen der Pressestimmen zu den "Make it count"-Romanen und das leibhaftige Treffen mit den beiden auf der diesjährigen LoveLetter Convention in Berlin.

Apropos Adriana Popescu. Habe ich es als Pressestimme doch tatsächlich auf den Buchrücken ihrer italienischen Version von Lieblingsmomente, Stanotte il cielo ci appartiene, geschafft. Wie krass ist das denn bitte??? Schon ziemlich. Und eine echte Ehre obendrein.

Außerdem durfte ich im Verlaufe des Jahres mehrfach erleben, wie freundschaftlich es zwischen Bloggern, die als Menschen auf gleicher Wellenlänge agieren, zugehen kann. Ob Urlaubspost (im abgestempelten Briefumschlag), Überraschungspäckchen oder beständig enthusiastische Worte der Bestärkung — all das gab's reichlich von verschiedenen Seiten und ich bin mehr als dankbar dafür. Besonders möchte ich stellvertretend als prädikat-wertvoll-verdienende Wegbegleiter Katha, Ellen und Bröselchen anführen. Und auch Hannah über den virtuellen Weg gelaufen zu sein, ist eine stete Freude.
Überhaupt ist es irgendwie erstaunlich (und dann auch irgendwie doch so gar nicht), in welche kleinen und großen Netzwerke, freundschaftliche Verbundenheiten und tolle Begegnungen wir durchs Bloggen hineinwachsen. Autoren und Verlage, gleichgesinnte Bücherwürmer und Blogger, Fans und Follower — ein Miteinander, das Spaß macht. Danke euch allen!

Okay, wie es sich für einen Jahresrückblick auf einem Buchblog gehört, kann ich euch natürlich nicht ins neue Jahr schicken, ohne ein paar meiner absoluten Buchhighlights noch einmal ins rechte Licht zu rücken. Ihr wisst ja, wie das so ist, nicht wahr? Lange Rede, kurzer Sinn, hier nun in loser Reihenfolge einige Buchperlen meines Schmuckkästchens (samt Verlinkung zu den jeweiligen Rezensionen)

Adriana Popescu: Lieblingsgefühle
Mit diesem Roman verbindet mich einiges mehr als das "reine Lesen". Vielmehr repräsentiert er so etwas wie das Ticket zu einer Reise, die in vielerlei Hinsicht über ein Heute-Gelesen-und-morgen-Weiterempfohlen hinauswirkt.

Anne Freytag: Renate Hoffmann
Ein Roman, der zwar nicht "mainstream" sein mag, mich dafür umso mehr begeistert hat. Wenn ich sage, dieses Buch ist wie für mich gemacht, dann stimmt das zu 434%. Eine "Andersartigkeit", die ich liebe.

Derek Hough: Taking The Lead — Lessons From A Life In Motion
Jeder hat so Bücher, die ihn lange Zeit begleiten. Dieses hier hat sich im Nu zu einem meiner ewigen und wohl gehüteten Buchschätze gemausert. Ein inhaltliches Schwergewicht, das mit keiner größeren Persönlichkeit in jedem einzelnen Kapitel daherkommen könnte.

Ellen DeGeneres: Seriously ... I'm Kidding
Humor, Liebe zum Leben und filigrane Skurrilität vom Feinsten. Ein Buch, dessen enormer Unterhaltungswert mehr als lebhaft zwischen den Zeilen herumtollt. Für mich Lektüre exakt nach meinem Geschmack.

Huntley Fitzpatrick: Mein Sommer nebenan
Ein Jugendbuch, dessen gesamtes Erscheinungsbild und Wirkungsgefüge mich nachdrücklich angesprochen hat. Tatsächlich wurde ich als Leser von der vielschichtigen Welt der Figuren förmlich absorbiert.

Rachel Cohn & David Levithan: Dash & Lily's Book of Dares
Eines jener Jugendbücher, dessen Protagonisten mich ab der ersten Seite sofort um den Finger gewickelt haben. Beinahe zu schön, um wahr zu sein, doch schlicht und ergreifend eine Hommage an die Freundschaft.

Shawn Johnson: Winning Balance
Ein Buch voller lebensbejahender Botschaften und reflektierter Episoden aus dem Leben einer Hochleistungssportlerin. Der lebendige Erzählstil sorgte dafür, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen konnte und wollte.


Des Weiteren fällt die Verfilmung von John Greens Das Schicksal ist ein mieser Verräter ebenso in meine Highlight-Rubrik. 
Als ich im letzten Jahr den Roman gelesen habe, war ich schon mehr als begeistert und berührt. Die Geschichte jetzt in bewegten Bildern zu erleben, war noch einmal ein ziemlich besonderes und emotional nachdrückliches Erlebnis. Dass die verfilmte Adaption eines Romans ein völlig anderes Medium ist als das Original zwischen zwei Buchdeckeln, dessen bin ich mir immer bewusst. Daher vergleiche ich beides auch nie wirklich bis ins kleinste Detail, weil ich eben weiß, dass die Prioritäten und Möglichkeiten der Umsetzung vollkommen verschieden sind. An diesem Beispiel nun allerdings zu sehen, mit welch formidablen Fingerspitzengefühl der Romanvorlage schauspielerisches Leben eingehaucht worden ist, ist phänomenal. Ein großer Pluspunkt, und der Film rückte schnurstracks in die Gruppe meiner Lieblingsfilme. Jetzt nicht wirklich die Überraschung. 


Ach ja, Musik durfte in diesem Jahr selbstverständlich auch nicht fehlen! Demzufolge bin ich wahrlich dankbar für so manche unvergessen bleibenden Konzertabende, aber auch für all die Künstler, die mich mit ihrer Musik abseits der Bühne zu begeistern wussten. Einige der Lieder, die aus verschiedenen Gründen und dank eines kontinuierlichen Dauerhörens auf meinem "Mixtape 2014" keinesfalls fehlen dürften, sind Folgende:


Unbreakable von Nick Howard


I Want Crazy von Hunter Hayes


Wake Me Up In Nashville von Sam Palladio


Thinking Out Loud von Ed Sheeran


Ohne zurück zu sehen von Tim Bendzko



Und auch das Interagieren auf Twitter sorgte bei mir manches Mal für Staunen. Besonders als ich dort ein paar favorisierte Tweets und Retweets von Persönlichkeiten/Künstlern (Nick Howard, Shawn Johnsons Body Department, Sam Palladio, Michael Kessler, Monique Coleman, Bec Lavelle, Clare Bowen, Amy Purdy, Hannah Trigwell), die in meinem Verständnis durchaus namhaft sind und Inspiration liefern, entdeckte. Hach ja, die unbegrenzten Möglichkeiten der sozialen Medien ...





Ich hoffe, ihr hattet 
(auf allen Ebenen eures Wirken) ein ähnlich grenzenlos bereicherndes Jahr 2014. Literarische Highlights natürlich inklusive. Für welches Buch oder Leseerlebnis seid ihr besonders dankbar? Da gibt es doch bestimmt das eine oder andere zu nennen ...


Hier noch eines meines Lieblingszitate: 

"Every time you say, "I can't do that," "I don't have what it takes," "It's too late," or "I'm not good enough," you're keeping yourself from living your truth." 

— Derek Hough

In diesem Sinne: Lasst euer Jahr nun ganz nach eurem Geschmack ausklingen! Wir lesen uns dann 2015 wieder. Es würde mich riesig freuen, wenn ihr dann noch immer neugierig auf Neues und die (schreibend ausgelebte) Kreativität liebend mit von der Partie wärt. 

Bis dahin: Macht's gut und feiert einen bunten, gesunden und vielversprechenden Jahreswechsel!!!


Donnerstag, 25. September 2014

[Schreibzeugkiste] Klein, aber (möglicherweise doch) richtig oho.

Die Welt der (Buch-) Blogger ist groß. Um nicht zu sagen RIESIG. Damit geht eine immense Auswahl für uns Blogleser einher. Logisch. Ein "Kurz mal stöbern" ist nicht selten nur in der Theorie machbar. Denn herrlich bunte und interessant und/oder witzig und/oder inspirierend und/oder einladend ... (die Reihe ist beliebig fortzusetzen) geschriebene Beiträge locken. Und fesseln!

Es gibt viele, viele Blogs. Ein gehöriger Teil davon besticht durch eine Persönlichkeit, die einlädt, doch ein Weilchen (eventuell gar als Abonnent) zu verweilen. Einige jener Blogs haben sich zu Recht bereits einen echten Namen gemacht, denn sie überzeugen sowohl durch Expertise als auch durch Unterhaltungswert. Andere dieser gelungenen Blogs haben vielleicht weniger sich offensiv bekennende Abonnenten und noch keine vierstellige Followerzahl in sozialen Netzwerken und können dennoch begeistern.

Ich selbst verfolge das Wirken von Bloggern beider Kategorien. Denn ich höre schließlich auch mit großer Freude Musik von Künstlern, die (hierzulande bzw. in meinem persönlichen Umfeld) weniger angesagt sind. Oder ich lese mit Vergnügen Bücher von kleineren Autoren. Klein(er) nicht zwangläufig auf die Körpergröße bezogen, sondern im Sinne von "weniger bekannt", versteht sich.

Weshalb ich das heute derart explizit betone? Weil ich finde, dass es nicht verkehrt sein kann, auf die Qualität, Beständigkeit und Aussagekraft der Blogs hinzuweisen, die auf den ersten Blick nicht in der Hitliste erscheinen. Dieser Gedanke soll keinesfalls die tolle Arbeit der "Großen" reduzieren. Sie sind — ganz gleich, welcher Branche angehörig — unsere Leuchttürme. Was ich sagen möchte, ist, dass es in jedem Metier gute, sehr gute und weniger gute Beispiele gibt. Weniger Leser, Fans und Follower zu haben, ist nicht zwangsläufig der Indikator für die Klasse geleisteter Arbeit.

Musiker, die in Bars und Clubs anstatt in Stadien spielen, oder Autoren, die sich selbst verlegen, oder Blogger ohne einen Twitter-Account und große Gewinnspelankündigungen sind nicht automatisch weniger talentiert als ihre Kollegen. Nur eben weniger bekannt. Aber andererseits kann der Status "Geheimtipp" doch auch etwas Schönes haben.

Ich persönlich achte nicht großartig auf die bestehende Fangemeinde eines Bloggers, Sängers, Schriftstellers. Die Hauptsache für mich ist, dass ich mich angesprochen fühle. Wenn ich einer von ganz vielen Fans bin, dann ist das in Ordnung. Wenn ich einer von wenigeren Fans bin, dann ist nicht minder okay.

Es wird sie immer und überall geben: Die Guten, die wirklich etwas auf dem Kasten haben und die dafür wertgeschätzt werden. Die halb so Guten, denen das durchaus bewusst ist, die aber dennoch mit dabei sind. Die Unterschätzten, die von Insiderkreisen Anerkennung erfahren. Die Überbewerteten, die es wissen, sich zu positionieren. Letztlich ist das Ganze auch stets eine Geschmacksfrage und liegt im Auge des Betrachters ...

Lange Rede, kurzer Sinn: Dass der erste Blick auf die Fanzahlen im Allgemeinen weniger ausschlaggebend dafür sein sollte, ob wir als Anhänger bleiben oder doch lieber weiterziehen, ist die Quintessenz, auf die ich hinweisen möchte. Wir sollten einzig auf unser Bauchgefühl hören. Denn, ja, auch die "Kleinen" können manches Mal ziemlich oho sein.


Montag, 4. August 2014

[Schreibzeugkiste] Der Krabbelgruppe entwachsen?!

Sieh sich das einer an, mit einem kleinen Blick auf den Kalender offenbart sich Folgendes: 2 Jahre Creativity First sind (so gut wie) um. Donnerwetter. Das heißt, es liegen bereits hunderte Tage und Beiräge sowie zahlreiche Ideen gebloggter Lese- und Schreibfreude hinter mir und euch. 

Ich könnte nun mit ein paar Statistiken aufwarten. (Ich mag Statistiken im Allgemeinen überaus. Aber möchte sie an dieser Stelle doch lieber außen vorlassen, da ich das Zwischenmenschliche, um das es mir geht, nicht in eine Reihe Zahlen oder eine nett anzuschauende Graphik packen möchte.)
Ich könnte jetzt vieles Großartiges anmerken. Ihr wisst schon, in etwa so, wie in den Danksagungen bei Preisverleihungen. Doch vermutlich würde es mir dann ähnlich ergehen wie den Rednern dort. Zeit und Raum sind zu knapp gesteckt für langatmige Ausführungen. Ich würde einen Großteil der herzlichen Menschen, die mir stets zur Blogger-Seite stehen, aus Versehen glatt unerwähnt lassen. Und spätestens nach dem fünften "Danke. Hey, das ist toll" würde deutlich, wie es wirklich um meinen Wortschatz steht.

Aus diesem Grund möchte ich ein einziges großes DANKESCHÖN an euch alle — Teil- oder Vollzeitleser und Abonnenten, Blog-Kollegen und Freunde, Fürsprecher und Motivationscoaches, Autoren und Verlage — richten! Wenn ihr euch zu mindestens einer dieser Kategorie zugehörig fühlt, seid genau ihr gemeint. Mich als kleinen Krümel der Bloggersphäre in eurem Kreise zu wissen, ist etwas sehr Schönes.


Als kleines mit Zuckerguss verziertes Häppchen zum Anlass des Posts habe ich dann noch das hier für euch: 

"My great kiwi adventure has begun on the 1st April when I flew from Berlin (Germany) with several stopovers to Auckland (New Zealand).
After almost 30 hours on a plane the feeling after my arrival in the ‘City of Sails’ was pretty special. And even my missing suitcase couldn’t really stop my happiness." [...]

Ihr wisst nicht, was das ist. Nun, das sind meine ersten öffentlich geteilten Zeilen als Blogger. Verfasst anno 2009. In Neuseeland. Weshalb ich ausgerechnet diese jetzt herausgekramt habe? 

Ziemlich einfach. 

Meine Zeit und Erlebnisse in Neuseeland haben mich geprägt und vieles bewirkt. Unter anderem haben sie mich zu einem Reiseblogger gemacht. Erstmalig habe ich "meine Geschichten" und Erlebnisse mit sprichwörtlich aller Welt geteilt ... und Resonanz darauf bekommen. Seit damals schon darf ich erfahren, wie viel Gemeinschaftssinn das Bloggen bringen kann. Einfach wunderbar.
Zum anderen fielen mir in jener Zeit reichlich Bücher in die Hände und es kam erstmals der Gedanke auf, ebenfalls über diese Passion zu bloggen. Zugegeben, ich ließ diesen Ansatz dann noch für ein geraumes Weilchen ruhen. Bis zum 5. August 2012. Seither heißt's nun eben auch Creativity First. Eine andere Reise, die in vielerlei Hinsicht mächtig allumfassend, bereichernd und facettenreich ist.


Montag, 21. Juli 2014

[Schreibzeugkiste] Das "Schwarze Loch" der Bloggersphäre

Für (Literatur-) Blogger und Autoren versteht es sich von selbst, gern und viel zu schreiben. Daher wird in häufigen Fällen nicht nur eifrig auf dem eigenen Blog gepostet oder am nächsten Manuskript getüftelt. Es wird gleichsam äußerst aktiv und engagiert über die sich bietende Vielfalt der sozialen Netzwerke mit Lesern, Fans und Followern kommuniziert. Das bringt Begeisterung!

Das ist Teil einer großen, beinahe schon ein wenig zelebrierten Digital-Native-Kultur, von der sich eben auch die bloggenden Zeitgenossen umgeben und eingenommen sehen. Es hat wirklich etwas faszinierend Praktisches (nahezu) in Echtzeit einem Gedankenaustausch nachkommen zu können. Nie gestaltete sich Kommunikation bequemer. Ein "Gefällt mir" auf einer Fanseite oder das Abo eines Blogs genügt, und schon erwarten einen wöchentlich, täglich oder gar stündlich Updates zu jeglichen Lieblingsthemen.

Doch kann es passieren, dass sich beispielsweise ein Blogger, dem das Schreiben, Posten und Vernetztsein für gewöhnlich viel Freude bereitet, plötzlich in Zugzwang gebracht sieht?

Durchaus.

Denn frische Posts auf allen Brettern, die die virtuelle Welt bedeuten, werden von den treuen Lesern förmlich erwartet. Erwartet im Sinne von "gewünscht". Im Laufe eines Bloggerjahres im Grunde kein Problem, denn es gibt genügend zu erzählen und demzufolge auch zu lesen, liken und teilen. Allerdings — und das soll tatsächlich vorkommen — verabschieden sich auch die eifrigsten Schreiberlinge gelegentlich in eine kleine oder gar mittelgroße Auszeit. So weit, so gut.

Jedoch kann das als erholsam ausgemalte "Willkommen im Off" auch schnell zur kritischen Größe eines Bloggers werden und damit die Regeneration erheblich stören. Weshalb? Weil sich das Leben abseits des WWW unerwartet anfühlen kann wie ein Schwarzes Loch: Zwei, drei Tage nichts gepostet, schon darin verschwunden. Schließlich gibt es eine Menge Blogs, die sich nicht nur als souveräne "Urlaubsvertretung" gut machen ... Die Vorhersage Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen würde dem einen oder anderen vielleicht noch schmecken, aber dieses fiese Schwarze Loch vor Augen. Welch Szenario! 

Dieses schlechte Gewissen, welches das vermeintliche Nichtstun verursacht, kann schon an einem Blogger nagen. Sollte es aber nicht! Denn trotz der gewissen Verantwortung des Leser gegenüber, spricht längst nichts gegen eine Auszeit, ein Durchatmen. Im Gegenteil. Selbst die angenehmsten Dinge unserer täglichen Beschäftigung dürfen ab und an durch andere schöne Dinge  sprich durch das echte Leben —  abgefangen werden. 
Außerdem kann eine kleine Distanz zu Blog, Social Media & Co. neuen Wind in Form frischer Ideen und Projekte bringen. Und diese sind in den meisten Fällen dann recht willkommene Souvenirs für die Leser. Von einem kleinen "Ich bin dann mal weg" hat demzufolge jeder etwas. So soll das sein.

Und wenn hierbei etwas im Schwarzen Loch verschwinden sollte, dann die Befürchtung des Leser- bzw. Fanschwunds, denke ich. Denn diejenigen unter den Lesern, die einem Blogger um dessen Beiträge und Originalität willen folgen und nicht wegen der reinen Frequenz an Posts, freuen sich immer über Nachschub — ob nach zwei Tagen oder zwei Wochen ... oder gar zwei Monaten. 

Denn, wenngleich das Kreative viel Spaß bereitet und sich sowohl Verfasser als auch Leser stets an neuen Einfällen erfreuen, zeichnet es sich vor allem durch Individualität aus. Im Umkehrschluss bedeutet dies, kreative Köpfe liefern eben keine Ware, bei der die Module in der Mentalität eines Fließbandmassenprodukts zusammengesetzt werden. Auszeit ist daher inklusive. Denn, wie gesagt, wir Blogger haben eine Verantwortung — ebenso uns selbst gegenüber.



Montag, 7. Juli 2014

[Schreibzeugkiste] Leserherzen gewinnen

* Nachfolgende Eindrücke basieren auf subjektiven Beobachtungen und gelten keinem expliziten Beispiel

Perspektive #1:

Leser gewinnen 

Aber natürlich. Jeder Blogger möchte, dass seine Zeilen möglichst auf (viele) wache Augen und offene Ohren treffen. Schließlich ist geteilte Freude nach wie vor doppelte Freude und der Austausch zwischen (Blog-) Autor und Leser ein essentieller Bestandteil der bestehenden Bloggerspähre. 
Doch wie gelingt es — neben erfrischenden Inhalten verpackt in lesenswerten Beiträgen, die mit einem hübschen Zuckerguss an Persönlichkeit abgerundet werden — Leser anzusprechen, zu überzeugen, sprich: für sich zu gewinnen?

Womit auch schon das Zauberwort, um das es sich heute einmal drehen soll, genannt worden wäre. Auf den ersten Blick wirkt es recht beiläufig. Auf den zweiten prangt es wie eine Leuchtreklame weit oben über allem: Gewinnen.

Perspektive #2:

Leser gewinnen

Denn wenn etwas die Blicke nahezu magnetisch auf sich zieht, dann ist es die Einladung zu einem Gewinnspiel. (Buchblog-) Leser gewinnen nämlich für ihr Leben gern. So ziemlich die meisten von uns gewinnen gern, oder? Ein unverbindliches Glücksspiel, bei dem am Ende ein neues Buch fürs heimische Bücherregal winkt, das doch schon viel zu lange und mit einem sehnlichen Ausrufezeichen versehen auf der eigenen Wunschliste steht, macht etwas her.

So weit, so gut. Denn gegen ein nettes kleines (oder etwas größeres), den Einfallsreichtum der Teilnehmer kitzelndes Gewinnspiel hat wohl niemand etwas einzuwenden. Ein Dankeschön an die Leser. Stets willkommen, keine Frage. Denn, wie bereits erwähnt, auch bei Verlosungen jeder Art wird beiderseitig für Freude gesorgt.


Doch dann gibt es dieses kleine schwergewichtige Aber, das mich immer wieder ins Grübeln bringt. Wer weiß? Vielleicht geht es dem einen oder anderen ganz ähnlich.

Dieses Aber bezieht sich auf ausgerichtete Gewinnspiele, die wie längst erwartete Sommerregengüsse auf uns (potentielle) Blogleser niederprasseln. Verlosungen, deren Intention in einer Wenn-dann-Schleife wurzelt. Ohne Zweifel, es ist legitim, Leser maßvoll und geschickt "zu ihrem Glück zu zwingen" und ihre Aufmerksamkeit und Gunst durch Gewinnspiele & Co. zu erobern. Vermutlich ist es sogar äußerst clever ... 

Für mich stellt sich dabei jedoch die kleine Frage nach der tatsächlichen und langfristigen Ambition des Lesers (alias Abonnenten). 
Wird mein Blog nun gemocht und gelesen, regelmäßig besucht, kommentiert und bestenfalls gar weiterempfohlen, weil ich Gewinnspiele zu meinem Aushängeschild mache? Oder weil meine geteilten Inhalte interessant, wissenswert, unterhaltsam (und gelegentlich mit der Aussicht auf einen Gewinn verziert) sind?

Jeder Blogger hat da eine eigene Devise. Diese sollte ihm zugestanden werden. Letzten Endes ist es mit Blogs wohl ähnlich wie mit Büchern, Filmen oder Musik. Die einen sprechen die Masse an. Die anderen sind für "Insider" gemacht. Weder das eine noch das andere sollte dabei allerdings automatisch auf Qualität und Herzblut im Fundament der Arbeit schließen lassen. Einzelfallbetrachtungen sind empfehlenswert.


Wenn Blogger nun also Leser gewinnen, weil Leser gern gewinnen, dann ist das in Ordnung. 

Nichtsdestotrotz bleibe ich einem Weg treu, der eben nur sehr gelegentlich Gewinnspiele einschließt. Mit ziemlicher Sicherheit schlage ich mit jener Entscheidung bewusst eine größere Reichweite und damit auch eine schnell wachsende Leserschar aus. Für die einen mag das verdammt unklug sein. Für mich ist es so etwas wie ein persönliches Credo, mit dem ich meine Vorsätze — als Blogger und ebenso als Leser — einfach nur unterstreiche. Wie gesagt: Jedem das Seine.


Mittwoch, 25. Juni 2014

[Schreibzeugkiste] Rezensionen gut und individuell abgeschmeckt

Als Buchblogger gehört das Schreiben von Rezensionen sozusagen zum "Kerngeschäft" des Auftritts. In diesen Buchbesprechungen geben wir Leser (Kritiker) eine subjektive Meinung zu einem Buch ab. Je nach Rahmen und Hintergrund geschieht das geprägt von unterschiedlichen Schwerpunkten und verschieden ausgefeilter Stilistik (= Eigenheit). 

Ich persönlich schreibe Buchrezensionen, weil es für mich einer der Wege ist, die Freude am Lesen zu teilen und vielleicht hin und wieder einen Stein des Anstoßes zu geben. Ein wenig Inspiration zu streuen, darauf liegt mein Fokus. 
Über die Zeit kristallisiert sich dabei natürlich eine Art eigener Stil heraus. Ich beispielsweise schreibe gern darüber, was zwischen den Zeilen steht (bzw. was ich glaube, dort entdeckt zu haben). Dabei vernachlässige ich, das ist mir bewusst, die Ansprüche des professionellen Journalismus'. Vielmehr kommt es mir darauf an, die emotionale Ebene ins Scheinwerferlicht zu stellen. Weshalb? Weil es genau das ist, was mich interessiert, wenn ich in Rezensionen stöbere. Weil es das ist, was mich als Leser eines Buches erreicht (oder auch nicht). Weil es das ist, was ich mit individuellen Argumenten begründen kann.

Rezensionen sollen (im besten Fall) natürlich als Empfehlung für potentielle Leser dienen. Dabei dürfen sie auch gern dem Autoren selbst ein Feedback geben. Denn es gibt wohl nicht Tolleres für einen Schriftsteller, als direkt und ohne Umwege Reaktionen seines Publikums zu erhalten! Dies soll natürlich nicht heißen, dass alles in ein rosaroten Tüll gehüllt werden muss, aber wenn mir etwas besonders gefallen hat, zögere ich nicht, das auch auszusprechen.

Ich mag die unterschiedlichen Stilistiken, in denen Rezensionen verfasst werden. Denn sich anhand von Richtlinien entlanghangeln zu müssen, sagt mir nicht wirklich zu. Orientierung ist gut und schön, aber in diesem Falle mag ich es lieber individuell und kreativ. Rezension ist demnach nicht gleich Rezension. Das ist gut. Das sollte man stets im Hinterkopf behalten.

Klar, ein generelles Statement wie Das Buch hat mir super gefallen ist nett. Es deutet eine Richtung an. Okay, in der Kürze liegt die Würze, doch an Stellen wie diesen könnte ich einen Nachschlag vertragen. Manchmal gibt es ihn, manchmal nicht.
Das Gegenteil sind wiederum Rezensionen, die einen überhäufen mit Details. Wieso bitte? In Ordnung, ich sagte, ich mag Begründungen, doch Spoiler en masse sind nicht unbedingt die feinfühligste Art, seine Meinung kundzutun. 

Das Patentrezept für die ideale Rezension gibt es (meines Erachtens nach) nicht. Glücklicherweise. Denn das macht das Ganze so spannend. Es gibt Bücher, die mir gefallen, und Bücher, die vielleicht nicht ganz meinen Nerv treffen. Gleiches gilt für Rezensionen. Eine Geschmackssache eben, die jedem zugestanden werden sollte.
Was sich mir hingegen weniger bis gar nicht erschließt, sind mehr als offensichtlich an den Haaren herbeigezogene Rundumschläge. Respekt der Arbeit anderer gegenüber sollte man erwarten können. Ich muss, wie gesagt, nicht in deren Fanlager wechseln, aber gelegentlich ist Schweigen vielleicht doch Gold ... 

Wie gesagt: Für mich gibt es kein Richtig oder Falsch beim Rezensieren. Höchstens ein Ansprechend oder ein Aha, okay. Ich weiß nicht, wie es euch geht? Aber ich mag es, wenn ich das Gefühl habe, sowohl das Buch als auch den Rezensenten nach dem Lesen der Buchbesprechung ein wenig "besser zu kennen".


Freitag, 30. Mai 2014

[Books on Demand] E-Short im Kurzporträt

Vielleicht wenig(er) verwunderlich: Das Ausschauhalten nach den verschiedenen Eventualitäten, die der Markt für Buchveröffentlichungen bereithält, ist etwas, wofür ich schon gern zu Fernglas, Lupe und Zoom greife. Dies nur als kurzes Vorwort zum folgenden Kurzporträt ...

Seit mehr als 10 Jahren gilt Books on Demand (BoD) in der Buchbranche als Ansprech- und Vertriebspartner für kreative Köpfe, die ihre Werke veröffentlichen möchten. Dabei sind der Fantasie und den Möglichkeiten kaum bis keine Grenzen gesetzt. Denn sowohl die nach wie vor beliebten Printexemplare als auch eBooks können über BoD an die Leserin und den Leser gebracht werden. Damit bietet sich, wie ich finde, eine Reihe von Optionen, die für Autoren — gerade auch als (angehende) Self-Publisher — durchaus einen Blick wert sein dürfte.

Des Weiteren ergänzt nun ein neues Produkt, das E-Short, den BoD-Service. Ein Angebot, das nicht nur Autoren, sondern auch Blogger wie dich und mich anspricht. Weshalb genau? Nun, hier ein paar einladende Gründe, die das E-Short für den einen oder anderen interessant machen könnten ...


© BoD


Was ist E-Short?

Das neue Produkt E-Short eignet sich optimal für Blogger wie uns, die ihre Inhalte über ihren Blog hinaus einfach, schnell und digital veröffentlichen wollen. So können nicht nur neue Leser erreicht werden, sondern auch Erlöse mit Blogartikeln erzielt werden.

Wie genau das geht? 

Mit BoD E-Short werden Inhalte als eBook veröffentlicht. Ob 80 Wörter oder 80 Seiten, ob Blogartikel, Artikelsammlung, Kurzgeschichte, Gedicht oder Essay  das Schreiben und Gestalten der Inhalte inklusive Cover im intuitiven easyEditor wird leicht gemacht. Mit einem Klick steht (d)ein eBook dann über alle relevanten Online-Shops wie Amazon, eBook.de und Co. zum Verkauf bereit  und zwar binnen 48 Stunden.

Die E-Short Vorteile auf einen Blick:

Erreiche mit Blogtexten oder bislang unveröffentlichten Inhalten neue Zielgruppen, die das spontane und mobile Lesen auf E-Readern, Tablets und Smartphones bevorzugen

Gestalte Inhalt, Cover und Verkaufspreis (auch 0€ möglich) nach eigenem Wunsch

Teste E-Short zum Einführungspreis von 0€, keine Mindestlaufzeit, keine laufenden Kosten


Wenn ihr nun meint, dieses Format ist wie für euch oder einen Schreiberling, den ihr kennt, gemacht, dann schaut vorbei, informiert euch ausführlich und probiert das E-Short doch vielleicht einfach einmal aus!


In diesem Sinne: 
Fröhliches und eifriges Entdecken und Empfehlen, Schreiben und Veröffentlichen!


Mit freundlicher Unterstützung von BoD


Montag, 26. Mai 2014

[Live-Erlebnis] Dort, wo Lieblingsmomente gesammelt werden ...



passend zum heiteren Frühsommerwetter hast du am 24./25. Mai 2014 nun inzwischen zum dritten Mal in Berlin stattgefunden. 

Ein Zusammentreffen, das erneut Autoren, Leser und Verleger von (primär) Liebesromanen zusammenbrachte. Viele schreibende Größen der Branche folgten auch in diesem Jahr deiner Einladung, die ein lockeres und persönliches Miteinander auf Augenhöhe versprach. Allen voran Leserlieblinge wie Abbi GlinesSamantha Young sowie Emily Bold.

Und ich mitten im Spektakel. Zugegeben, ich mag Romantik in Büchern absolut gern. Bin allerdings nicht der ultimativ-inbrünstigste Liebesromanleser, der nicht bis über beide Ohren in der Materie steckt. Das mag daran liegen, dass ich eine gewisse Subtilität bevorzuge, die manchmal eben besonders in Romanen mitschwingt, die keine expliziten Liebesgeschichten sind. Aber das ist nur mein individueller Geschmack. 
Nichtsdestotrotz gab es mehrere gute Gründe für mich, einmal persönlich vorbeizuschauen. Zwei der triftigsten waren zweifelsohne Adriana Popescu und Anne Freytag. Denn diese beiden gehören zu meinen Lieblingsautorinnen, was wohl mittlerweile ein ebenso offenes Geheimnis ist wie die New-Adult-Pseudonyme der zwei: Carrie Price und Ally Taylor.

Noch bevor du zu um 8 Uhr mit dem Einlass begonnen hast, hatte sich vor deinen Türen eine Warteschlange begeisterter Besucher(innen) gebildet. Was vielerorts kreischende Teenies bei den Konzerten ihrer Lieblingsboyband sind, waren hier mit reichlich Büchern zum Signieren, Kameras und unermüdlichem Elan ausgestattete Leser(innen) von Literatur, die Herz(schmerz) auszeichnet.  

Deine Vielzahl von Workshops, Panels, stilechten Blind Dates, Lesungen, Signierstunden, netten Meet & Greets und mit Schokoladenglasur verzierten Donuts erwarteten die Besucher. Kurzum: ein Schlaraffenland für jeden Bücherwurm, indem gleichfalls ein Romantiker steckt. 
Die Themenvielfalt der einzelnen Veranstaltungen bot einiges. Verlage gewährten Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen, Indie-Autoren sprachen übers Self-Publishing, Blogger wurden mit neuen Ideen ausgestattet. Außerdem standen die national und international beliebten Autorinnen plus Christoph Lode/Daniel Wolf als einziger männlicher Vertreter der schreibenden Zunft nicht nur gern Rede und Antwort, sondern auch Modell für unzählige Fotos. Ein wirklich angenehmes Miteinander.

Mein absolutes Highlight war, wie bereits angedeutet, das große Hallo mit Adriana Popescu und Anne Freytag. Wer bereits ihre Bücher und Blogeinträge gelesen hat und mag, kann sich wohl ein ungefähres Bild der beiden machen. Und ja, dieses entspricht so ziemlich der Realität. Denn Adriana und Anne sind nicht nur ultimativ redegewandt und unterhaltsam wenn sie schreiben, sondern auch wenn sie direkt vor einem stehen. Für mich zwei Autorinnen, deren bodenständige und aufgeschlossene Persönlichkeit einfach Freude bereitet. Ferner war es ein Vergnügen, das lebhafte Team Underdog einmal live in Aktion zu erleben. (Von Adrianas im Vorfeld befürchtetem Inkognito-Auftritt nicht der kleinste Hauch einer Spur. Im Gegenteil.)
Ähnlich bestechend übrigens auch Britta Sabbag, die sowohl erfrischend schreibt als auch völlig ungezwungen aus dem Nähkästchen ihres Schaffens und ihres Lebens plaudert. 

Insgesamt hast du also einmal mehr mit einem hochkarätig und mannigfaltig ausgestalteten Programm gelockt, das für gute Laune, Selfies en masse und fröhliche Gesichter, so weit der Campus der GLS Sprachenschule reichte, gesorgt hat — bei eifrigen Liebesromanlesern allemal.

Dir nun einen flirrenden Countdown für eine vierte Auflage der LoveLetter Convention im kommenden Jahr!

Resümierende Grüße an dich!


Mittwoch, 2. April 2014

[Rezension] Tatsächlich 13 (Heike Abidi)

Heike Abidi: Tatsächlich 13 

Quietschvergnügt und mit einem wunderbaren Quäntchen an Lebensweisheiten eines zukünftigen Teenagers versehen mutet das zweite Jugendbuch von Heike Abidi an. 
Cleverness, Chaos, Coolness  all dies erwartet die Leser, denn die Autorin hat einmal mehr im Schatzkästchen der literarischen Unterhaltung gestöbert und ist ziemlich offensichtlich fündig geworden.
Danke dem Verlag für das mir angebotene Rezensionsexemplar!

[Bildcover: Pink Verlag]


~ Rezension ~

Vorkehrungen, denen ins Auge geblickt werden muss!

Ein knappes Jahr bleibt Henriette. Ein knappes Jahr bis sie offiziell ein Teenager sein wird. Eine Lebensphase, die den großen Umbruch bringen soll. Doch Henriette kann diese Zeit nicht tatenlos verstreichen lassen, schließlich möchte sie der Teenagerzeit bestens vorbereitet entgegenblicken. Grund genug für Henriette, sich ambitionierte und vor allem fundierte Ziele zu setzen. Als angehende Wissenschaftsjournalistin schmiedet Henriette schnell einen Plan und beginnt über ihre Recherchen und Erkenntnisse zu bloggen. Denn es gibt dort draußen garantiert genügend gleichgesinnte Altersgenossinnen. Was Henriette auf den ersten Blick unter Kontrolle zu haben scheint, nimmt jedoch bald schon eine Wendung, die von dem Mädchen eine recht erwachsene Entscheidung fordert ...

In Tatsächlich 13 geht Heike Abidi auf gewohnt spritzige Art ein paar ziemlich brennenden Fragen und prägnanten Eigenheiten des Teenagerseins auf den Grund. Besonders Mädchen ab 11 Jahren werden am bunten Leben der Protagonistin ihre wahre Freude haben.

Mit ihrem Wissensdurst und ihrer Zielstrebigkeit möchte Hauptfigur Henriette noch einiges bewegen. Das Zeug dazu hätte sie. Wenn ihr nur nicht ihre chronische Schwärmerei für die Jungs ihrer Klasse, Klassenstufe, Schule einen Strich durch die Rechnung machen würde. Doch ein Leben ohne Tagträumereien wäre nur halb so schön ... Heike Abidi erweckt mit Henriette ein fröhliches, aufgewecktes Mädchen zum Leben, dessen Sicht der Dinge perfekt auf die Lebenslage eines (Bald-) Teenies abgestimmt ist.
Ferner kreierte die Autorin eine Reihe an Figuren, die herrlich erfrischend und zuweilen einfach nur herzlich schräg daherkommen. Damit schafft sie ein soziales Umfeld, das Realitätsnähe und Bilderbuchambiente gewitzt miteinander verknüpft.

Clever verpackt die Autorin die Phänomene der (drohenden) Pubertät in eine pfiffige Handlung, wobei die drollig geschilderten Anekdoten aus der Perspektive der Hauptfigur für köstliche Unterhaltung sorgen. Fragen und Nöten ganzer Generationen Heranwachsender formuliert Heike Abidi und liefert im nächsten Augenblick eine Bandbreite an Antworten. Ein entsprechendes Schlüsselelement bildet hierbei das allgegenwärtige, trendige Medium des Blogs. Geschickt mit Informationen gefüllt wird jene Plattform zu einer unverzichtbaren Komponente dieses Jugendbuchs.

Der locker-legere Stil der Autorin, der mit viel Wissenswertem den Rahmen aus amüsanten und allgemeingültigen Facetten bildet, spricht altersgruppengerecht an. Was mir besonders gefallen hat: Heike Abidi transportiert ihre Botschaften auf absoluter Augenhöhe ihres Leserpublikums.

Insgesamt ein possierliches Buch für und über eine Generation, die lernt, sich und die Welt um sie herum zu verstehen. Eine Geschichte mit rundum ausgeprägtem und vor allem familienkompatiblen Unterhaltungswert.

FZIT: Eifrig. Investigativ. Drollig.