"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Sonntag, 30. Juni 2013

Freitag, 28. Juni 2013

[Rezension] Wo kommst du denn her? (Peter Laufmann)

Peter Laufmann: Wo kommst du denn her?

Dieses Sachbuch für Kinder aus dem Hause Carlsen darf gut und gern als Reiseführer der etwas anderen Art gesehen werden. Viel Wissenswertes über die Flora und Fauna unserer Heimat wird vermittelt, wobei zugleich nicht minder tolle Aha-Erlebnisse generiert werden. Ein Buch, das ich jedem, der seinem Kind etwas Gutes tun möchte, nur empfehlen kann. Denn mit diesem Buch unterm Arm oder im Picknickkorb wird jeder ohnehin schon erlebnisreiche Aufenthalt im Freien noch ein Stückchen spannender.
Einen Dank möchte ich an dieser Stelle noch an den Verlag aussprechen, der mir jenes Rezensionsexemplar hat zukommen lassen.

Bildquelle: Carslen Verlag


~ Rezension ~

Wenn Waschbären ihre Wanderschuhe schnüren ...

Dass wir Deutsche zu den Reiseweltmeistern gehören ist keine großartige Neuigkeit. Doch gleichermaßen beliebt ist unser Heimatland als Reiseziel: vor allem für Tier- und Pflanzenarten, die nicht selten vom anderen Ende der Welt stammen. Denn genau unser eigenes eifriges Reisen bietet häufig die perfekte Gelegenheit für ein Tier oder eine Pflanze, um als "blinder Passagier" zu reisen und sich in Deutschland anzusiedeln. Ob im Wald, auf dem Feld oder im Wasser - überall lassen sich Arten aufspüren, die einen Reisepass in petto haben müssten. Dazu zählen beispielsweise der Waschbär, der Regenwurm oder die Blaubeere. Interessant, nicht wahr?

Bei Wo kommst du denn her? von Peter Laufmann handelt es sich um ein reich illustriertes Sachbuch, das Kindern ab acht Jahren und der gesamten Familie auf sehr anschaulichem Wege berichtet, wie kunterbunt und international sich die Artenvielfalt unserer (vermeintlich) einheimischen Pflanzen- und Tierwelt zusammensetzt.

Fundiertes und komprimiert wiedergegebenes Wissen wird interessant, abwechslungsreich und bildhaft vermittelt, sodass während des Lesens keinesfalls der Eindruck entsteht, belehrt zu werden. Vielmehr wird Neugier geweckt, selbst zum Entdecker zu werden und bewusst zu beobachten.

Das Gesamtpaket des Buches hat einen überaus positiven Eindruck bei mir hinterlassen, denn der lehrreich und zugleich illuster formulierte Text in Form überschaubarer Absätze wird durch eine Vielzahl treffend arrangierter Bilder aufgelockert. Historischer Kontext, wissenschaftliche Bezeichnungen oder auch skurrile Eigenheiten mancher Arten werden in einem kindgerechten Wortlaut verpackt.
Darüber hinaus werden die Kapitel in aller Regelmäßigkeit durch Notizseiten, die von den Kindern mit ganz eigenen wichtigen Erkenntnissen und Beobachtungen gefüllt werden können, sowie eine Sammelmappe für Anschauungsmaterial ergänzt.

Ein Buch, das Klein und Groß begeistern kann, denn die Melange aus Wissens- und Staunenswertem und der direkten Aufforderung, die eigene Umgebung einmal mit aufmerksameren Augen zu betrachten, überzeugt. Die Natur als Erlebnisort aufzuzeigen, der generationsübergreifend einlädt, sich selbst als Entdecker zu betätigen, gelingt auf beste Art und Weise.

FZIT: Informativ. Unterhaltsam. Inspirierend.


Donnerstag, 27. Juni 2013

[Buchpost] Be a star!

Das Phänomen sämtlicher Castingshows, in welchen Talente entdeckt werden und eine sorglose, glorreiche Zukunft im Rampenlicht schmackhaft gemacht wird, prägt nach wie vor unsere Fernsehlandschaft.
Mit Frida Superstar greift das Autorenduo Martina Sahler und Heiko Wolz exakt jene Thematik auf und packt sie in eine quirlige Geschichte für Leseratten ab 10 Jahren.

Auf eine musikalische Reise im handlichen Hardcoverformat werde ich mich dank des Carlsen Verlags sehr bald begeben und schauen, inwieweit das Leben Fridas tatsächlich ein Wunschkonzert sein kann.


Dienstag, 25. Juni 2013

[Buchpost] Ab auf Entdeckungstour!

Darüber, dass mich der Carlsen Verlag mit einem Exemplar zu Wo kommst du denn her? von Peter Laufmann bedacht hat, freue ich mich sehr. Denn dieses ab heute in diesem Format erhältliche Kinderbuch visiert das Lernen durch Lesen, Spielen und Entdecken wahrhaft gekonnt an. 

Kinder werden dazu angehalten gemeinsam mit ihren Eltern Wissen über die Artenvielfalt der Flora und Fauna in Deutschland zu generieren und dabei die eigene Beobachtungsgabe zu schärfen. In bin und bleibe gespannt!



Montag, 24. Juni 2013

[Rezension] Katzenalarm (E.Snyder)

E. Snyder: Katzenalarm – 4 Musketiere auf Freierspfoten 

Dass mich das neuste Werk aus der Feder von E. Snyder unbedingt interessieren würde, wusste ich sofort. Doch dass ich es derartig überraschend in Händen halten würde, damit hätte ich nie gerechnet. Ein großes DANKESCHÖN an dich, liebe E., für deine herzliche Postsendung!
Zu dem Roman selbst, der eine schöne andere Facette der Autorin aufgreift, kann ich ohne ein Zögern sagen, dass es ein flauschiges Vergnügen war, in dem ich zweifelsohne Potential sehe, es an anderer Stelle fortzusetzen. 


~ Rezension ~

Vier Fellbälle auf Abwegen

Mohrle, Pauline, Schoko und Brownie haben alles vollkommen im Griff, vor allem ihre geliebte Menschin Linda. Die vier selbsternannten Musketiere haben so ihre Reibereien miteinander, schließlich steht täglich aufs Neue das Buhlen um Lindas größte Gunst oder eine Extraportion Nervennahrung auf dem Programm. Doch als Linda den Hauch eines Gedanken äußert, sich eine fünfte Katze anschaffen zu wollen, werden die vier hellhörig und raufen sich zusammen. Gemeinsam wollen sie ihrer Linda Ablenkung in Gestalt eines verständnisvollen und tierlieben Lebenspartners verschaffen. Leichter gesagt als getan. Doch Mohrle hat einen vielversprechenden Plan und holt ihre drei Mitbewohner zu dessen Umsetzung ins Boot. Allerdings steuern die gewieften Vierbeiner dabei mitten in einen unvorhergesehnen Sturm.

Dass E.Snyder eine riesige Katzenliebhaberin ist, hat sie stets betont. Doch mit Katzenalarm – 4 Musketiere auf Freierspfoten – hat sie nun eine Liebeserklärung an ihre vier wuscheligen Mitbewohner in Stein gemeißelt.

Die eigenen Vierbeiner standen für die tierischen Protagonisten dieses dynamischen Romans Portrait. Eine Entscheidung, welche der Geschichte zusätzlich eine sehr besondere Persönlichkeit verleiht und eine tiefe Tierliebe spüren lässt.

Eine ausgefeilt wiedergegeben Beobachtungsgabe, drolliger Humor sowie die markanten Charaktere der vierbeinigen Hauptfiguren prägen den Fortlauf jener pfiffigen Erzählung, die mit viel Liebe zum Detail und einer fühlbaren Portion Wortwitz versehen die Perspektive einer Katze fokussiert. Das gewitzte nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander Können der vier Fellflausche entspricht meinem persönlichen Highlight des Buches.

Für mich ist E. Snyder die Katzenflüsterin der Herzen, denn nicht selten hatte ich während des Lesens das Gefühl, dass sie ­– mit einem Augenzwinkern – zielgenau den Nagel auf den Kopf trifft. Insbesondere die Konversation der Musketiere untereinander sorgt für Erheiterung, welche jeder Katzenbesitzer mit einem Kopfnicken bestätigen dürfte.

Ohne großartige Umschweife wird eine Mission, die ambitioniert angegangen wird und dabei zeitweise einen bittersüßen Beigeschmack hat, beleuchtet. Dabei wird eine herrliche Steilvorlage geliefert, um das Kopfkino der Leser gehörig in Gang zu setzen, denn ein unbeschwerter, reichlich bildhafter Zungenschlag sorgt sozusagen für die idealen Regieanweisungen.

Ein Roman, der ein Muss für jeden Katzenliebhaber und/oder Freund tierisch guter Unterhaltung eingebettet in eine mit Herz eingefangene Kulisse ist.

F★ZIT: Clever. Herzig. Possierlich.

 

Sonntag, 23. Juni 2013

[Sonntagsbrunch] Am 23. Juni 2013


Heute darf es ruhigen Gewissens einmal wild zugehen ...


 ~ eingefangen in den Calanques  (Frankreich) ~


Samstag, 22. Juni 2013

[Award] One Lovely Blog

Was für eine Überraschung! Die liebe Charlyne von Lieber Lesen, einem Blog mit viel Persönlichkeit, hat mich mit dem One Lovely Blog Award ausgezeichnet. ❤-lichen Dank für deine liebe Laudatio, die ich an dieser Stelle einfach einmal zitieren möchte, denn ich bin wahrhaft gerührt. Fühl dich umarmt!

"Ich möchte mich zum einen bedanken, dass du mir einen Einblick in die Welt des Bloggens, der Leserunden und der Leseexemplare gegeben hast. [...] Und dann bekommst du den Award, weil ich deinen Blog so unendlich toll finde! Deine Rezensionen sind einfach einzigartig und ich liebe die Art wie du schreibst. Wenn du Kurzgeschichten postest, fängst du mich mit der Geschichte ein."


Den Regeln entsprechend, die wie folgt lauten:

1) Denjenigen, der dich mit dem Award bedacht hat, verlinken
2) Das Award-Logo auf dem Blog dekorativ platzieren
3) Sieben Dinge über dich erzählen
4) Weitere Blogs nominieren

habe ich nachfolgende Dinge zu berichten:

1) Eine Motto, das wie für mich gemacht ist: 
"A balanced diet is a piece of chocolate in each hand."

2) Ich habe stetes Fernweh nach meinem zweiten Zuhause: Neuseeland!!!

3) Bin wohl einer der wenigen Nicht-Kiwis, die Marmite mögen. 
Verrückt, oder? ... Was soll's, ich stehe dazu.

4) Ich mag Ironie unheimlich gern.

5) Ja, meine Pippi-Langstrumpf-Haarfarbe ist echt.

6) Meine zweitliebste Zahl ist die 13.

7) Boogie-Woogie, Swing, Rock'n'Roll 
haben eine Eingänigkeit, die mich in allen Facetten packt.



Nun ist es mir eine Herzensangelegenheit den One Lovely Blog Award zu verleihen an:

Danke fürs stete Liefern von Blogposts, die eine herzliche persönliche Note tragen!

Sandra von Büchernische
Danke für deine Buchbegeisterung, die von Herzen kommt und Funken sprüht!

Steffi von Beauty Books
Danke für die sympathische Erfrischung, die du in meine Blogger-Welt bringst!



Freitag, 21. Juni 2013

[Blogtour] Ankündigung: Auf nach Welwenia!

Trommelwirbel bitte, 

denn 

hiermit darf ich etwas wahrhaft Wunderbares, etwas wunderschön Tintenblaues ankündigen: 


  Die beliebte Kinderbuchautorin Iris Deitermann lädt zu ihrer ersten Blogtour ein!!! ❀ 


Ihr unglaublich tolles Kinderbuch Der Tintenschnüffler und die Weltenweber hat das Potential zu verzaubern und dabei Lebensweisheiten treffend, kindgerecht und motivierend an das Leserpublikum heranzutragen. Nicht nur mich begeisterte dieses Kunstwerk, sondern ebenso zahlreiche andere junge und junggebliebene Leser und Blogger. 

Um euch nun ein mohnblumenrotes Wiedersehen mit Tintonius, Primelchen & Co. beziehungsweise ein erstes kornblumenblaues Treffen mit den Bewohnern Welwenias zu ermöglichen, hat die Autorin fünf Blogger an Bord geholt, die gemeinsam mit ihr zu einer fantastischen und fantasievollen Reise der besonderen Art einladen. Ist das nicht großartig??? 

Eure Gastgeber für die vom 05.07 bis zum 16.07.2013 stattfinden Blogtour sind in chronologischer Reihenfolge: 





Ich bin unglaublich stolz, Teil dieser fabelhaften Tour sein zu dürfen und kann versichern, dass euch, liebe kleine und große Buch-und/oder-Blog-Leser, ein paar sehr besondere Erlebnisse für die gesamte Familie sowie ein paar glanzvolle Aufgaben und Überraschungen erwarten werden. 

Im Anschluss an unsere Blogtour werden gemeinsam von der Autorin, den gastgebenden Bloggerinnen und den Bewohnern Welwenias wird unter den Teilnehmern, die ALLE Tagesaufgaben gelöst haben, jeweils ein einzelner Tagesgewinner gekürt. Darüber hinaus wird aus diesen Teilnehmern ein Hauptgewinner auserkoren. Eure Beiträge zu den Aufgaben schickt dafür bitte bis einschließlich zum 22.07.2013 an Iris Deitermann - I.Deitermann@gmx.net - persönlich.

Habt nur noch ein klein wenig Geduld, merkt euch den 05.07.2013 vor und sagt all euren Freunden Bescheid, denn an diesem Tag fällt der Startschuss zu unserer gemeinsamen Reise in das zauberhafte Reich der Weltenweber. Wir freuen uns auch euch!!!


Montag, 17. Juni 2013

[Rezension] Sahnehäubchen (Anne Hertz)

Anne Hertz: Sahnehäubchen 

Wer auf der Suche nach einer charmanten Geschichte gespickt mit herrlich chaotischen Anekdoten ist, der darf gut und gerne einen Löffel vom Sahnehäubchen nehmen. Für den einen oder anderen Lacher sorgt dieses Hörbuch definitiv. 
Für mich war's die ideale Unterhaltung für zwischendurch: Kein dramatischer Tiefgang, dafür umso eloquenter! 


~ Rezension ~

Esprit trifft Klischee

Das neue Jahr beginnt für Nina, die in einer PR-Agentur arbeitet, gleich mit einer herben Herausforderung. Zuerst muss sie sich anstelle ihrer Chefin Susanne mit diesem unverschämt lässigen Tom, einem Anwärter auf die Volontariatsstelle, herumschlagen und dann macht sie auch noch Bekanntschaft mit einem der größten Machos der Gegenwart: dem amerikanischen Schriftsteller Dwaine F. Bosworthist.
Da Nina offensichtlich momentan keine Glückssträhne hat, muss sie tatsächlich mit beiden Männern an der deutschlandweiten Vermarktung des reißerischen Bestsellers Ich kann sie alle haben arbeiten. Ein kühler Kopf ist nun gefragt, doch Nina erwartet so manch pikante Überraschung mit herbem Beigeschmack …

Süß und fluffig wie ein Baiser schmeckt dieser Roman (bzw. das Hörbuch dazu) von Anne Hertz. Die Autorin setzt gekonnt auf eine im Rezept ausdrücklich betonte Mischung aus geläufigen Klischees und innovativen Ideen. Dabei fallen Stilmittel  oder in diesem Falle besser: Zutaten  wie Witz, Übertreibung und Individualität besonders ins Gewicht.

Die Figuren überzeugen durch Facettenvielfalt und Originalität – vom Schaumschläger bis hin zur sympathisch überforderten Karrierefrau sind sie allesamt vertreten.
Kuriose und sehr amüsant ausgefeilte Ver- und Enthüllungen sowie die obligatorische Gefühlsachterbahn bilden das solide Fundament dieses Romans. Auch wenn mich während des Hörens bereits die eine oder andere Ahnung beschlich, so gelangt man als Leser/ Hörer durch regelmäßig geschlagene Haken stets auf neue Pfade.

Das Hörbuch wurde von Katrin Fröhlich eingelesen. Eine Stimme, die dem ganzen „Sahnehäubchen“, wie ich finde, die Kirsche aufsetzt. 
Frisch, frech und – ihrem Namen Ehre machend – fröhlich haucht die Sprecherin der Geschichte auf diesem Wege Leben ein, wobei die gesetzten Akzente perfekt zur Geltung kommen.

Alles in allem bietet Sahnehäubchen erwartungsgemäß eine illustre Unterhaltung inklusive einem Augenzwinkern auf die moderne Romantik.

F★ZITBekömmlich. Übermütig. Wendig.


Sonntag, 16. Juni 2013

[Sonntagsbrunch] Am 16. Juni 2013


Ein Tagesanbruch bietet stets neue Perspektiven.


~ eingefangen am Wegesrand (Deutschland) ~


Samstag, 15. Juni 2013

[Neu im Regal] In ein heiteres Blau getaucht ...

Nachdem das Hörbuch zu Hape Kerkelings Ich bin dann mal weg einen nachdrücklichen Eindruck bei mir hinterlassen hat, musste ich mir diese Erzählung nun endlich einmal auch im handfesten Hardcoverbuchformat zulegen. Gesagt, getan.

Darüber hinaus ergab es sich, dass mir Sie da oben, er da unten aus der Feder von Cordula Stratmann, einer vielseitigen Kabarettistin, die ich wirklich gern sehe und höre, in die Hände fiel. Gespannt bin ich nun allemal und erhoffe mir dabei ein vergnügliches Leseerlebnis.

Eines steht fest: Amüsant und originell dürfte es in beiden der oben genannten Fälle zugehen.


Freitag, 14. Juni 2013

100 (Jugend-) Bücher, die man gelesen haben sollte

Seit einiger Zeit unterhält eine dieser kunterbunten "Must-Read"-Listen, der ich mich nun ebenso wenig entziehen konnte,  uns Buchblogger. Dabei handelt es sich um die Empfehlung der 100 Jugendbücher, die man gelesen haben sollte. Da Jugendliteratur ein Genre ist, dem ich mich sehr zugetan fühle und ich es spannend und darüber hinaus sinnvoll finde, uns (heranwachsenden) Bücherwürmern auf diese Weise zu demonstrieren, wie vielseitig und unendlich die Welt der Literatur ist, konnte ich mich jener Aufzählung keinesfalls erwehren. Punkt. Ausrufezeichen!

Es folgen nun die unbedingt und dringendst zu lesenden Kandidaten [dabei entspricht die Reihenfolge von 1 bis 100 der allgemeinen Lesepriorität]. Dabei habe ich diejenigen, die ich bereits gelesen hab, mit einem hypnotisierend-zweifarbigen Herz - entsprechend dem Bann, in den sie mich gezogen haben - und jene, die ich in (naher) Zukunft noch für mich entdecken möchte, mit einem Schlüsselloch-Herzen - ich möchte sie sozusagen noch für mich erschließen - versehen. 



100 Jugendbücher, die man gelesen haben sollte:









Wie steht's um euch? Welches sind eure bisherigen Favoriten und welche Werke laden euch jetzt vielleicht erst recht ein, nun doch euer Bücherherz zu erobern?


Mittwoch, 12. Juni 2013

[Rezension] Abzählen (Tamta Melaschwili)

Tamta Melaschwili: Abzählen

Als mir seitens des Unionsverlages freundlicherweise angeboten wurde, dieses Buch zu lesen - vielen Dank dafür -, überlegte ich nicht lange. Denn ich war der Meinung, dass ein Roman mit derart viel Bewusstsein fürs reale Leben absolut einen bleibenden Eindruck hinterlassen könne. 
Mit dem Wissen im Hinterkopf, wie nah die Autorin selbst dem im Buch geschilderten Schicksal gekommen ist, wirken die Leseeindrücke umso intensiver. Das ist unbestreitbar!


~ Rezension ~

Furchtlos in der Zeit der Furcht

Es herrscht Krieg in Georgien. Hilflosigkeit, Resignation und Leid umgeben die Freundinnen Zknapi und Ninzo. Doch inmitten all des Elends trotzen die beiden Teenager mutig den Widrigkeiten, stehen für das Wohl ihrer Familien ein und riskieren dabei nicht wenig. Längst fühlen sich die Mädchen nicht mehr als Kinder. Umgeben von Mittelllosigkeit, Krankheit und eiskalten Waffen beweisen sie, dass Einfallsreichtum und Tapferkeit nicht nur den Männern vorbehalten ist. Teils gewieft, teils übermütig stellen sich Zknapi und Ninzo nicht nur dem traurigen Verdruss des Krieges, sondern gleichermaßen den ganz alltäglichen Konflikten des Erwachsenwerdens.

Für ihren intensiven Debütroman Abzählen wurde Tamta Melaschwili in ihrer Heimat mehrfach ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine bittersüße Geschichte, die von autobiographischen Erfahrungen geprägt wurde.

Die Autorin beweist Fingerspitzengefühl und gibt den filigranen Facetten einer vom Schicksal gebeutelten Gesellschaft zwei besondere Gesichter. Exemplarisch für das Kriegsleben unzähliger Familien wird die Geschichte der 13-jährigen Zknapi und Ninzo erzählt.
Als beste Freundinnen, die vieles verbindet und dennoch einiges unterscheidet, rebellieren die Protagonistinnen mit Kraft, (Galgen-) Humor und Gerissenheit gegen eine gesellschaftliche Tragik und kämpfen für das Wohl ihrer Liebsten. Dabei bleibt es nicht aus, dass jugendlicher Leichtsinn ihrem Einsatz Flügel verleiht.

Obgleich Tamta Melaschwili den Leser nur für drei Tage an die Seite der Charaktere holt, fächert sie eine Bandbreite an Emotionalität auf, die stets einem Balanceakt zwischen offenkundiger Brutalität und Überlebenskampf sowie dem Drang nach unbeschwertem Jugendlichsein entspricht. 
Ebenjene Jugendlichkeit wird vor allem auch in der unverblümt direkten Rhetorik aufgegriffen. Einzig der durchgehende, ohne Absätze versehene Blocktext sowie die bewusst nicht in Anführungszeichen gesetzte wörtliche Rede erleichtern den Einstieg in die Geschichte nicht unbedingt. Doch dann wiederum kann gesagt werden, dass dieses Stilmittel die schwere, undurchdringliche und alles andere als einfach zu ertragende Situation innerhalb des Romans reflektiert.

Die Präzision, mit der es die Autorin schafft, die haarscharfe Grenze zwischen Freud und Leid zu skizzieren und dabei eine Eindringlichkeit zu vermitteln, empfand ich als durchaus bemerkenswert. Der laute Appell an die Menschlichkeit schallt über die gellenden Sirenen des Krieges hinaus.

Die niedergeschriebene Stimme der Tamta Melaschwili ist eine, die es zu lesen gilt. Generationsübergreifend, publikumsnah und ehrlich werden wir Leser mit realen Konflikten konfrontiert, welche einer schnellen und nachdrücklichen Lösung bedürfen.


F★ZITMenschlich. Unerschrocken. Messerscharf.


Dienstag, 11. Juni 2013

[Rezension] Ghostbound - Love is Stronger than Death (C. M. Singer)

C. M. Singer: Ghostbound - Love is Stronger than Death

When I heard that one of my favourite books would also be translated into an Engish version I was delighted. When the author C. M. Singer herself asked me if I'd like to read Ghostbound as one of her beta readers I was completely thrilled. Wow, what an honour! Thank you so much!!!
This sort of "new reading experience" was a true joy (even though I felt a different responsibility compared to reading books that have already been published) because the author and her team did such a fabulous job to please the readers 
Apart from the touching plot the light-hearted language is a huge plus. Ghostbound is a book capturing dedication: Passion for writing. Passion for enchanting every single reader. Passion for life in general. Go for it!


~ Book Review ~

When two fates become one

Elizabeth Parker is an ambitious journalist working for the London Star which isn’t exactly the most reputable paper in town but at least a stepping stone to her career. Especially since her boss wants Elizabeth to write about the devastating teenage killings that have happened recently. But, instead of doing her researches as usual things take a more than surprising and incredible twist. 
Elizabeth is thunderstruck. She is a person who has never ever neither believed in life after death nor in the existence of ghosts until she meets Daniel Mason who is not only a dedicated and handsome detective but also the person she has fallen for head over heels. Unfortunately Daniel is killed before they come to know each other better – a catastrophe Elizabeth is struggling with. Until Daniel reappears as a ghost only the young woman can see, hear and actually feel. A very special but complicated relationship and murder investigation take their course …

Ghostbound – Love is Stronger than Death written by German author C.M. Singer is a book with a tremendous storyline combining an extraordinary romantic bond, elements of a detective novel and paranormal phenomena.

C. M. Singer has created an intense story full of wit and love, tragic and dark secrets. The reader can truly feel this certain buzz of magic between the lines.

The components that make this book utterly unputdownable are unique characters that are both loveable and/or wrapped in mystery, a plot riddled with lots of charming details, and the author’s magnificently figurative and catchy style of writing.

There is such a lively atmosphere perfectly noticeable while reading the book. That’s what I absolutely loved because C. M. Singer is a master of breathing life into her characters.
The dialogues are bubbling over with honest authenticity and gallows humour. Furthermore, the mix of spiritual kinship and elusiveness, determination and separation anxiety provides tension from page one to the end and beyond.

At a first glance Ghostbound seems to be a love story with a difference (which it is, no doubt). At a second glance the reader will recognise and, of course, cherish a wonderfully sparkling reading experience highlighting strong friendships, rogue intrigues, exceptional gifts, and the finding and loss of a kindred spirit.

A page turner that delivers a glorious overall package due to its succeeded combination of the best of different genres, sophisticated plotlines and loads of emotions. Reading this story is like going on a spectacular journey which makes your heart race before you lose it. Besides, you will possibly be left behind kind of broken-hearted afterwards too. In a nutshell: It’s an electrifying story which I wanted to last forever!


IMPRESSI★NEclectic. Vivid. Fanciful.

 

Montag, 10. Juni 2013

[Rezension] Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt (Ulrike Sterblich)

Ulrike Sterblich: Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt 

Die Jahre des geteilten Deutschlands bieten einfach reichhaltigen Stoff für gute Bücher. Die Variation an Eindrücken und Erinnerungen ist schließlich kaum einzugrenzen - im Gegenteil zum Leben in der früheren DDR bzw. dem in ihr liegenden West-Berlin. Nahezu jede Familie verbindet Emotionen und Geschichten mit der Ost-West-Trennung. Da ergänzt dieses Buch von Ulrike Sterblich dieses Repertoire sehr zutreffend.
Für mich war der Abstecher in die Vergangenheit an der Seite der jugendlichen Ulrike und ihrer Freunde eine (Lese-) Erfahrung der besonderen Art. Eine Erfahrung, deren Quintessenz es ist, dass es - egal, ob Ost oder West - wert ist, den Nostalgiegedanken durchaus aufrecht zu erhalten. Immerhin macht uns diese Vergangenheit ein Stück weit aus!


~ Rezension ~

Eine unterhaltsame Zeitreise ins längst vergangene Berlin

Ulrike Sterblich, Schriftstellerin und Rundfunkmoderatorin, verbrachte ihre Kindheit und Jugend vor der deutschen Wiedervereinigung in West-Berlin. Dort gab es – dem politischen Regime zum Trotz – eine Menge lebendiger, unvergesslich bunter und kurioser Eigenheiten zu erleben, die der Autorin in bester Erinnerung geblieben sind. Und ebendiese bringt Sterblich in diesem Werk auf den Punkt. Schildert sie in erfrischendem Stil unter anderem die illustren Nachmittage mit Freunden, das Abenteuer S-Bahn-Fahren und ihren Plan, als Austauschschülerin in die USA zu gehen.

Die Autorin katapultiert den Leser in eine Zeit der Gegensätze. Dabei vermischen sich wahre Begebenheiten mit flippiger Fantasie und ergeben einen unterhaltsamen Cocktail aus Historie, Charme und Nostalgie.

Der Leser darf sich einer Stadtführung der besonderen Art anschließen. Sind doch die einzelnen Kapitel überschrieben mit markanten Punkten und Sehenswürdigkeiten der Stadt und unterlegt mit einem Auszug aus dem Stadtplan. Des Weiteren begegnen einem Berliner Originale, die dem Esprit der Stadt und der wohl bekannten Berliner Mundart à la jottwede (j.w.d. = janz weit draußen) alle Ehre erweisen. Hinzu kommen die von der Autorin eingefügten interessanten und nicht selten witzigen Informationen und Fakten zur Stadt, ihrer Geschichte und ihren Menschen.

Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt – Eine Kindheit in Berlin (West) kann meines Erachtens nach als Ode an eine Stadt, die so heute nicht mehr existiert, verstanden werden. Mich haben sowohl die von der Ulrike Sterblich kreativ und ausführlich beschriebene Lebensfreude als auch der jugendliche Leichtsinn mancher Situation direkt erreicht. Die überspitzte Darstellung der einen oder anderen Begebenheit machte die Geschichte für mich nur noch spritziger. Allerdings hat es ein wenig gedauert, bis ich mich in den Schwung der Handlung eingefunden hatte, was zumeist der geballten Anhäufung von Straßennamen, S-Bahn-Linien und sehenswerten Haltepunkten geschuldet war.

Wer gern einmal in die eigene Vergangenheit abhauchen möchte oder ein Berlin, welches er in dieser Art nie wahrgenommen hat, kennen lernen möchte, der kann guten Gewissens zu diesem Erfahrungsbericht inklusive Augenzwinkerns greifen. Ohne die Widrigkeiten des geteilten Deutschlands infrage zu stellen, entführt Ulrike Sterblich auf unbeschwerte Weise in das turbulente (Jugend-) Leben West-Berlins.

F★ZITÜbermütig. Gewandt. Historisch.


Sonntag, 9. Juni 2013

[Sonntagsbrunch] Am 09. Juni 2013


Das perfekte Eckchen für eine ruhige Rast


~ eingefangen fernab des Trubels (Neuseeland) ~


Sonntag, 2. Juni 2013

[Sonntagsbrunch] Am 02. Juni 2013


Es grünt und blüht - eine eindeutigere Einladung, den Tag zu genießen, gibt es kaum.


~ eingefangen im Frühlingsgarten (Deutschland) ~


Samstag, 1. Juni 2013

[Buchpost] Vierbeiner schlagen Alarm

Da staunte ich nicht schlecht, denn eine unglaublich famose Überraschung erreichte mich jetzt per Post: 

Die zielstrebige und beliebte Autorin E.Snyder [wer kennt ihr fantasievolles Debüt Die Chroniken der Seelenträger: Der Wächter nicht?] hat mir doch wahrhaftig ihr neustes Buch zukommen lassen, für dessen Geschichte ihre eigenen vier kleinen Vierbeiner Vorbild für die tierischen Hauptrollen standen.

Nun herrscht also auch bei mir Katzenalarm und ich bin nach wie vor etwas baff, denn nie hätte ich damit gerechnet, dass ich so lieb mit einem entzückend signierten Exemplar von diesem druckfrischen Buch bedacht werden würde. Äußerst gelungen, liebe E.Snyder!