"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Dienstag, 20. Dezember 2016

[Neu im Regal] Nerdy Christmas everyone!

Solltet ihr ebenso große Freude an Weihnachts- geschichten haben wie ich, dann solltet ihr möglicherweise ganz dringlich euren Wunschzettel um Adriana Popescus Love, possibly erweitern, insofern noch nicht geschehen.

Denn, ja, lasst uns um den Tannenbaum tanzen, aller guten Dinge sind drei! Die Geschichte von Pippa und Lukas, die vor vier Jahren als E-Book-Überraschung begeisterte und dann 2014 vom Piper Verlag neu aufgelegt wurde, ist jetzt tatsächlich in der englischsprachigen Adaption (verwandelt von Ellen Dunne) erhältlich. Wenn das kein Paukenschlag *pa rum pum pum pum* ist?!

Als Pippa-Fan der ersten Stunde freue ich mich RIESIG. Pippa und Lukas/Luke haben auf ihrem Gepäckwagen einen unglaublich tollen Weg hinter sich und ich glaube, sie sind einfach bereit für die nächste Etappe. 

Auch wenn ich mich wiederholen mag (siehe Buchrücken), aber: "This book is simply as cheerful, bright and sweet as a Christmas cracker. Boom!"


❄ 🎄 ❄ 🎁 ❄ 




Dienstag, 2. August 2016

[Rezension] Paris, du und ich (Adriana Popescu)

Adriana Popescu: Paris, du und ich

Wenn es jemand schafft, Ernest Hemingway, One Direction und Yoda nahezu in einem Atem- oder, besser gesagt, Schriftzug hervorragend unterhaltsam und dabei doch tatsächlich logisch aneinanderzureihen, dann wohl (einzig) Adriana Popescu. Aber nicht nur ihr Hang zu köstlichen Vergleichen und Anekdoten weisen ihr neustes Buch als echtes Muss aus. 

Was Paris, du und ich für mich zu einem sehr besonderen Popescu-Roman macht, ist die Tatsache, dass er in erster Linie natürlich für Leser im Teenageralter geschrieben ist, aber dennoch auch — oder vielleicht gerade — Leser jenseits der Abiprüfungen und des Gap Years anspricht. Das Gefühl, sofort etwas für die Erfüllung der eigenen Wünsche, Visionen und Träume tun zu wollen, ensteht beim Lesen wie von selbst. Einmal ganz zu schweigen von der herzallerliebsten Ausgestaltung der Buchseiten. Aber blättert am besten selbst durch den hübschen Roman...

Unter uns, ich glaube ja, Adriana Popescus Superkraft besteht darin, Lieblingsbücher zu schreiben. Ich könnte dankbarer nicht sein, die Reise von Emma und Vincent von Beginn an begleitet haben zu dürfen. Chapeau!!! 


~ Rezension ~

Wenn das Leben bunte Socken trägt

Die sechzehnjährige Emma ist bis über beide Ohren in ihren Alain, den französischen Austauschschüler, verknallt. Wie galant er ist. Wie klassisch schick er sich gibt. Und dann erst noch der süße Akzent. Als Alain zurück nach Paris muss, plant Emma bereits das herzerwärmende Wiedersehen. Gesagt, getan. In den Herbstferien macht sie sich auf nach Paris, die Stadt der Liebe und der großen Schriftsteller. Dass sie dort dann allerdings statt Wolke Sieben ein Tränenmeer erwartet, droht die Ferien in einem Fiasko münden zu lassen. Hätte das Schicksal Emma da nicht plötzlich Vincent, den Junge mit dem schiefen Lächeln und dem aufgeweckten Humor, dem ausgefallenen Modegeschmack und der Käsephobie an die Seite gestellt. Doch warum legt sich immer wieder dieser dunkle, nachdenkliche Schatten über Vincents Augen, wenn er glaubt, dass Emma es nicht sieht? 

Mit Paris, du und ich teilt Autorin Adriana Popescu den nun zweiten Jugendroman mit ihren Lesern. Und, das sei vorab verraten, dabei handelt es sich um ein Buch, in das man sich zu Recht, wie ich finde, mit jeder Seite ein bisschen mehr verliebt.

Das Protagonistenduo, Emma Teichner und Vincent Elfer, verleiht dem Roman eine Dynamik, die dem ohnehin schon spannenden Paris eine Liebenswürdigkeit der Extraklasse schenkt — vergleichbar mit der Schokoglasur auf dem Éclair. Emma als Büchernerd mit einem großen Traum und Liebeskummer im Gepäck und Vincent als charmanter Witzbold mit der Lizenz zum Reiseführer par excellence ergänzen sich großartig. Gemeinsam erobern sie nicht nur Paris, sondern sehr gewiss auch Leserherzen im Sturm. 
Hinzu gesellt sich die Figur des Concierge Jean-Luc, der eine unglaublich wichtige Botschafterrolle einnimmt. Genau jene Figur macht, wie ich glaube, dieses Jugendbuch zu einem Juwel, das eben nicht nur Teenager anspricht. Jean-Luc ist es, der Emma und Vincent und letztlich uns Leser dazu anhält, dem eigenen Herzschlag zu folgen.

Adriana Popescu gelingt es abermals auf ihre ganz eigene charakteristische Weise, Akzente und Ausrufezeichen zu setzen, die aus dem Leben gegriffen sind. Sie vereint wie keine Zweite flotten Witz, pfiffige Originalität und bezaubernde Leichtigkeit mit nachhallender Tiefsinnigkeit. 
Ihre Charaktere bieten ungemeines Identifikationspotential. Die Kulisse des imposanten Paris wird mit einer Vertrautheit unterlegt, die fasziniert. Der Handlungsbogen wird verziert mit allerlei süßen und auch energischen Applikationen, die bemerkenswert sind. Was wäre das Buch zudem ohne die Persönlichkeit Adriana Popescus, die unaufdringlich, aber markant die einzelnen Kapitel formvollendet? Antwort: Es wäre vermutlich wie ein Macaron ohne Cremefüllung.

Es sind vor allem die vielen kleinen, unverhofften und zum Teil auch holprig anmutenden Pinselstriche, die das Kunstwerk Leben zu dem Bild machen, in das wir gern eintauchen. Diese Botschaft versteht die Autorin konsequent zu übermitteln. Rasch wird das Rendezvous mit Paris zu einer emotionalen Revue samt klopfender Herzen, tropfnassem Haar und "unverliebenswerten" Helden.

Die Geschichte von Emma und Vincent verdient einen Platz in jedem Bücherregal und Herzen. Denn es handelt sich dabei um einen wunderbaren Freund in Gestalt eines Romans. Dies hätten das Buch und seine Hauptfigur Vincent dann wohl gemeinsam: Sie gehören beide zu einer schützenswerten Art.

F★ZIT: Lebhaft. Inspirierend. Liebenswert. 


Dienstag, 29. Dezember 2015

[Jahresrückblick] 2•0•1•5 en bloc

2015 ~ Ein (Blog-)Jahr neigt sich dem Ende entgegen.

Viele spannende Buchseiten, herzliche Austausche und possierliche Überraschungsmomente durfte ich in diesem Jahr meinen persönlichen Erinnerungen hinzufügen. Und obgleich ich nicht immer in dem Umfang zum Lesen oder Bloggen kam, wie ich es vielleicht gewollt hätte, kann ich nicht sagen, dass es eintönig wurde. Im Gegenteil. Aus diesem Grund muss und möchte ich selbstverständlich ein kleines Best-of 2015 zusammenstellen. Möglicherweise findet ihr euch bzw. eure eigenen Highlights darin sogar hier und da wieder. Wer weiß?

Bevor ihr nun gleich stöbernder Weise Richtung 2016 aufbrecht, möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal für all EURE Besuche und Klicks und Worte bedanken, mit denen ihr mich in den zurückliegenden Monaten bedacht habt. Nichts davon ist bei der Hülle und Fülle an Buchliebhabern und Bloggern selbstverständlich. 

Ganz besondere Geschenke haben mir in diesem Jahr übrigens ebenfalls die großartigen Autorinnen Anne Freytag/Ally Taylor, Adriana Popescu/Carrie Price und C.M.Singer gemacht. Die drei haben mich einmal mehr auf wirklich nachdrückliche Weise Teil ihrer literarischen Reisen und Entwicklungen werden lassen. Schließlich erscheint man als Leser nicht alle Tage in den fertig lektorierten Ausgaben eines Buches vermerkt, oder? Fabulös!!!

In diesem Sinne D•A•N•K•E • S•C•H•Ö•N.

Rutscht fröhlich und beschwingt ins neue Jahr hinein!

Wir lesen uns. Ich freue mich darauf.


Und nun genug der schmückenden Worte. Hier eine kleine Zusammenstellung meiner Lieblingslektüre und anderweitiger Unterhaltungsmomente 2015, die mich nachdrücklich beeindruckt haben.

📚 Adriana Popescu: Ewig und eins
Wäre dieser Roman ein Wein aus Stuttgarter Anbaugebiet, würde es vermutlich heißen: "Ein gereifter Popescu vom Allerfeinsten". Mich konnte Adriana Popescu einmal mehr mit ihrer bewährten Mischung aus Lebenslust und Lebenskunst begeistern. 

📚 Adriana Popescu: Eine Sommer und vier Tage
Die Popescu'sche Zugabe in Form ihres ersten Jugendbuches gab es im Sommer 2015. Ein Debüt, das abenteuerlustig, charmant und voll süßer Raffinesse daherkommt. Paula und Lewis sind ein Duo, das seinen lesenden Weggefährten ein Stück jugendliche Unbeschwertheit schenkt.

📚 Amy Purdy: On My Own Two Feet
Dieses Buch ist (für mich) ein kontinuierlicher Quell der Inspiration. Die Lebensgeschichte Amy Purdys berührt, bleibt in Erinnerung und vermittelt Kraft. Kraft, das Positive, das Bereichernde, das Beeindruckende in all den kleinen und großen Dingen des Lebens zu sehen und zu spüren. Einer meiner absoluten und fortwährenden Buchschätze!

📚 Anna McPartlin: Die letzten Tage von Rabbit Hayes
Mit ihrem bittersüßen, feinsinnigen und zugleich lebensbejahenden Roman hat mich die Autorin vom Fleck weg überzeugt. Eine "Happy End ausgeschlossen"-Geschichte, die dennoch zu strahlen weiß. Herzensangelegenheiten überdauern eben alles!

📚 Derek Hough: Taking the Lead (Paperback)
Ein Déja-vu? Okay, ich gebe zu, Derek Houghs Erstlingswerk hatte bereits 2014 den Sprung in meinen Highlightsrückblick geschafft. Aber nicht als 2015 erschienenes Paperback. Dieses musste ich, so absurd es vielleicht erscheinen mag, ebenfalls haben. Doppelt hält schließlich besser und macht in dem konkreten Fall besonders glücklich. Außerdem gehört dieses Buch zu den meistgelesenen in meiner Sammlung. Eine nur allzu bestätigende "Entschuldigung", wie ich finde.

📚 J.K. Rowling & Jim Kay: Harry Potter and the Philosopher's Stone (#HarryPotterIllustrated)
Wie wundervoll ist bitte diese sagenhaft schön illustrierte Ausgabe des ersten Harry Potters?! Natürlich ein MUSS für alle Fans der Reihe. So eben auch für mich. Was soll ich sagen? Es war Buch-und-Bilderliebe auf den ersten Blick — und das ganz ohne Zaubertrank.

📚 Ella Woodward: Deliciously Ella
Ganz ehrlich, dieses Kochbuch ist von wertvollem Gehalt. Die Vielfalt an grandiosen Rezeptvariationen, die Foodbloggerin Ella Woodward aus einer (gesundheitlichen) Not heraus entwickelt hat, sind unwiderstehlich gut. Eine klare Empfehlung für kreative Geister der Küche. Eine Klasse für sich!

📚 Natasha Corrett & Vicki Edgson: Honestly Healthy
Ein Buch und dessen Grundkonzept, das mich 2015 in weiten Teilen begleitet hat. Mich begeistert vor allem die fundierte, eingängige und zugleich unaufdringliche Porträtierung der basischen Ernährung. Oftmals bedarf es gar nicht allzu einschneidender Veränderungen, um das Wohlfühlaroma noch mehr auszukosten.

🎧 Lewis Howes & Julianne Hough: Julianne Hough on Finding Your Passion and Following Your Purpose
Um es auf den Punkt zu bringen: Eines der besten Interviews, die ich 2015 (und überhaupt) je verfolgt habe. Ansteckend positiv und dabei tiefgründig und aufrichtig. Überaus gelungen und eine Freude für Freunde des guten Podcasts.

🎧 ✒  Überhaupt ist Lewis Howes' Podcastreihe The School of Greatness als Quelle der positiven Gedanken und Visionen sehr zu empfehlen. Mag ich wirklich sehr. Ebenso wie Jules, Julianne Houghs locker-leichte, kreative und belebende Website im Blogstil.

💃 Bindi Irwin & Derek Hough: Contemporary & Freestyle
Nun noch ein Wort als Tanzfan gesprochen: Die Energie, die das Duo Irwin/Hough (besser bekannt als Team Crikey) ausstrahlt, ist einfach unglaublich. Bindi Iriwin gehört zweifelsohne zu den Menschen, die wissen, was es heißt, das Leben mit all seinen Facetten anzunehmen und zu lieben. Ihre Präsenz ist Gold wert und absolut exemplarisch. Hinzu kommt ihr unnachahmlich großartiges und unermüdliches Engagement für den Tierschutz. Chapeau! 
Als der Teenager aus Down Under in diesem Jahr nun seine ersten Schritte auf dem Tanzparkett wagte, lag Verblüffung in der Luft. Der Contemporary aus Staffel 21 Dancing With The Stars, den Bindi mit ihrem Tanzpartner zauberte, wird wohl einer meiner ewigen Favoriten bleiben. Crikey! Nicht minder grandios dann einige Wochen später ihr Freestyle. (Um nur zwei Beispiele anzuführen.) Hier wurde nicht nur getanzt, sondern eine Geschichte, ein Lebensweg erzählt. Welch ansteckende Dynamik.


Contemporary ~ Bindi Irwin & Derek Hough



Freestyle ~ Bindi Iriwn & Derek Hough



♫♫ Hinter Alexander Jean verbirgt sich das Duo BC Jean und Mark Ballas, die gemeinsam Musik schreiben und diese mit ihren Fans teilen. Eine geniale Kollaboration mit ganz viel Stimme, Musikalität und Herz. Liebe auf den ersten Ton! 




♫♫ Revolverheld zeichneten 2015 ihr MTV Unplugged Konzert auf und brachten mit Du weißt nicht was du willst zum Ende des Jahres noch einmal ein Stück heraus, dessen Akustikinterpretation mich sofort überzeugt hat.




♫♫ Wenn ich schon einmal bei dem deutschsprachigen Liedgut bin, muss ich auch unbedingt Mark Forsters Bauch und Kopf als einen meiner deutlichen musikalischen Favoriten des Jahres hervorheben.




♫♫ Apropos Favorit, wenn es darum geht, (m)einen absoluten Liebling in Sachen Unterhaltung zu benennen, geht nichts über die US-Serie Nashville. Hier bringt nicht nur das Drehbuch reichlich Drama rund um das Musikbusiness mit sich, sondern darüber hinaus leisten die Darsteller gesanglich durchweg Großes. Begeisterung pur!





Auch Twitter wusste mich in diesem Jahr immer wieder vorzüglich zu unterhalten und vor allem echt zu überraschen. Ach ja, du liebe virtuelle Welt! 










Und jetzt: Konfetti für alle!!!



Dienstag, 1. September 2015

[Schreibzeugkiste] Roadmovie-Lektüre. Oder: Wohin des Weges?

Ein Gefühl von Unabhängigkeit mischt sich mit einem Hauch von Verwegenem und wird durch eine frische Brise Entdeckertum erst so richtig vorangetrieben.

Wer bereits einmal zu einem Roadtrip aufgebrochen ist (oder zumindest schon ausgiebig davon geträumt hat, dies zu tun/zu wagen), kennt dieses heitere Kribbeln, neugierige Flirren und ehrliche Lächeln auf den Lippen, wenn das Neue, das noch Unbekannte zu einer fabulösen Konstanten wird, die einen begleitet.

Für mich persönlich werden in diesem Zusammenhang immer sofort die Erinnerungen ans Trampen und "Road Tripping" in Neuseeland wach. Erlebnisse, die oft unvorhergesehen und dafür wahrscheinlich auch intensiver waren als manch anderer Moment.

Ansteckendes Reisefieber — eine willkommene Diagnose  

Glücklicherweise ist das Schreiben von einladenden Romanen im Roadmovie-Stil nun international echt angesagt. Irgendwie wenig verwunderlich. Schließlich ist das Weltenbummeln eine zeit- und grenzenlose Thematik, die immer wieder aufs Neue Spielraum für groß- und andersartige Geschichten bietet. Für mich, mit einem Faible für genau solche Lektüre, ist das also ein, wie sagt man so schön, gefundenes Fressen. Was folgt, ist eine kleine Auswahl an Romanen, die durchaus das Zeug zu einem waschechten Roadmovie hätten ...

Ob Britta Sabbag mit ihrem Stolperherz und Adriana Popescus Ein Sommer und vier Tage oder Amy & Roger's Epic Detour von Morgan Matson und Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem aus der Feder von Nina LaCour — was diese Bücher und all ihre Geschwister gemein haben, ist ihre raffinierte Art und Weise, ihre (jungen) Leser zum Träumen mit offenen Augen einzuladen. Sie mögen die unterschiedlichsten Charaktere, Lebensumstände und Settings fokussieren, doch ihre gemeinsame großartige Botschaft ist eindeutig: 

Lest ... träumt ... reist SELBST! 

Und ebenjenes Gefühl der angenehm offensiv unterschwelligen Aufforderung ist es, was ich an Büchern mit diesem Augenmerk so mag. Sie stiften — ungeachtet ihrer unterschiedlichen Handlungsstränge — geradezu an, die eigene Begeisterungsfähigkeit fürs Reisen, Entdecken, Erleben zu schüren. Immerhin lernt man bei einer solchen Unternehmung nicht nur Land und Leute, sondern vor allem auch sich selbst noch ein wenig mehr kennen. Umso lohnenswerter scheint es, sich in den VW-Bus, auf die Vespa oder in die Familienkutsche zu schwingen und, dem Herzschlag folgend, den Moment zu genießen.

Mit dieser Erkenntnis im Sinn kann ich als (reiselustiger) Leser nur all den Autoren herzlich danken, die ihre eigenen Vorstellungen vom oder Erinnerungen ans Auskosten einer persönlichen Reisefreiheit in eingängige Geschichten betten. Was gibt es Schöneres, als dass der eigene Roman zur Inspirationsquelle für den einen oder anderen Leser wird? Bitte immer wieder gern mehr davon.

In diesem Sinne: Rom, L.A. oder Marseille? Kanada, Australien oder Irland? Wohin darf die nächste (Lese-) Reise gehen?

Dienstag, 4. August 2015

[Rezension] Ein Sommer und vier Tage (Adriana Popescu)

Adriana Popescu: Ein Sommer und vier Tage 

Ganz zu Beginn muss ich anmerken, dass es sich bei diesem Roman um DAS BUCH handelt, dem ich in diesem Sommer am meisten entgegengefiebert habe. Es kommt wirklich nicht oft vor, dass ich hypereuphorisch Vorbestellungen ins Bücheruniversum verschicke. Doch Ausnahmen gibt es bekanntlich immer wieder.

Und? Was soll ich nun zu dieser Geschichte, in der Hermine Granger und Zac Efron gemeinsam und entschlossen wie zwei Gladiatoren ihrem ganz persönlichen Sommerglück Richtung Rom auf der Spur sind, sagen?

Es gibt wohl nur schwerlich eine enthusiastischere, warmherzigere Einladung, (endlich einmal wieder) selbst zu einer Lieblingsreise auszubrechen als dieses Sommerbuch.  

PERFETTO. Mille grazie, Adriana!!! 

🍦 + 🎧 +❤️ + 📷 + 🍕 + 💦 = per sempre.


~ Rezension ~

Einen Salto hinein ins Leben. Weil es dir gehört!

Als Lewis (mit W) in Paulas Leben tritt, stehen die beiden gerade am Bus, der sie nach Amalfi ins Sommercamp bringen soll. Für Paula die Gelegenheit, sich noch gewissenhafter aufs Abi vorzubereiten. Für Lewis der eher wenig verlockende letzte Strohhalm, seinen schulischen Leistungen Auftrieb zu verleihen. Auch wenn Amalfi einen Sommer in Italien verspricht, so jedoch keinen, der nach Abenteuer, Zitroneneis und Dolce Vita schmeckt. Was würde die stets planvolle Paula nun wohl tun, wenn sie sehr unvorbereitet die Chance bekäme, ihr strebsames Ich an einer norditalienischen Raststätte zurückzulassen und stattdessen mit dem umwerfend süßen und schlagfertigen Lewis durchzubrennen? Was hätte sie zu verlieren? Vermutlich ihr Herz. Doch darauf muss sie es jetzt einfach ankommen lassen.

Mit Ein Sommer und vier Tage beschreitet Adriana Popescu erstmals die Bühne der Jugendliteratur. Und dies tut sie, das lässt sich bei aller Bescheidenheit sagen, mit einer nachdrücklichen Imposanz, die zu Herzen geht.

Paula und Lewis ergänzen sich prächtig — nicht nur, weil der eine das W hat, das dem anderen "fehlt". Während Paula als liebes, unscheinbares Mädchen von nebenan mit großen Träumen im Gepäck daherkommt, geht Lewis gänzlich in der Rolle des charmanten Musikkenners und Abenteurers auf. Die zwei Teenager finden sich, ohne wirklich nacheinander gesucht zu haben. Aber gerade das macht ihre Verbundenheit derartig besonders: Sie ist zutiefst aufrichtig. Einfach, weil sie ohne Make-up und saloppe Machosprüche auskommt, um cool, mutig und originell zu sein.

Adriana Popescus Vorliebe für Geschichten, die dem Leben ein wenig mehr Herzklopfen, Feenstaub und Verrücktheit verleihen, kommt in diesem Jugendroman perfekt zur Geltung. Gemeinsam mit ihren zwei Protagonisten schickt sie die Leser auf einen Roadtrip Richtung Verona, Florenz und Rom, der die Welt um einen herum vergessen macht. Denn wer sich einmal zu Paula und Lewis gesellt hat, wird schnell merken, dass ihre Reise das sehr gewisse, unvergessliche Etwas hat. Die beiden werden zu Symbolfiguren, die — nicht nur Lesern im Teenageralter — vor Augen führen, was es bedeutet, sich ins Leben fallen zu lassen.

Als bekennender Fan des Popescu'schen Stils darf ich feststellen, dass die Autorin wieder einmal zur Höchstform aufgelaufen ist. Jugendliche Unbekümmertheit mischt sich mit poetischer Ernsthaftigkeit, wachsender Lebensweisheit und flirrender Verliebtheit. Der hohe Grad an liebevoll und lebhaft gezeichneter Detailschärfe geht Hand in Hand mit turbulenter Lebensfreude. Allein deshalb schmilzt die zu lesende Seitenzahl wie Gelato in der Sonne des Südens. Es liest sich allerliebst, wie den Wünschen und Träumen der Teenagerzeit mit großer Sympathie, einem Glitzern in den Augen und einem verschmitzten Lächeln Flügel verliehen werden.

An diesem Buch verzaubert (mich) das hübsch geschnürte Gesamtpaket: Mutige Momente, quietschvergnügte Stereotype, aufgeregt flatternde Schmetterlinge im Bauch, ungelüftete Geheimnisse, Bilderbuchkulisse. Jene Komponenten sind denkbar klassisch. Aber auf die genau richtige Zusammensetzung kommt es an — und diesbezüglich hat Adriana Popescu ihre und meine Lieblingsrezeptur gefunden. Damit tut sie es dem besten Gelatiere gleich. 

Ein Sommerbuch wie echte italienische Tortellini aus Bologna: ein kleines Kunstwerk. Ein Roman, der für ein bleibendes Lächeln sorgt. Ebenso wie die Erinnerung an die erste große Liebe.

Um es auf den Punkt zu bringen: Adriana Popescus Jugendbuchdebüt ist süß und kribbelnd wie eine gekühlte Cola; temperatmentvoll wie das Mittelmeer; hitverdächtig wie die Musik von One Direction. Jawohl. Daher am besten schnellstens selbst auf die Vespa schwingen und auf Reisen gehen!

F★ZIT: Lebenshungrig. Leuchtend. Liebenswert.


Dienstag, 28. Juli 2015

[Buchpost] Es geht auf Tour³

Lasst uns aufbrechen! Als offenkundiger Fan von Roadtrip-Lektüre freue ich mich nicht zu knapp über diese drei vielversprechenden Romane, die mich kürzlich erreichten:

Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem geschrieben von Nina LaCour und Driving Phil Clune aus der Feder von Susanne Fuß.

Ihres Zeichens zwei Bücher, die regelrecht dazu einladen, sich als Leser den Protagonisten anzuschließen und auf verrückte Reise zu gehen. Zu verlockend, um nicht den Rucksack zu packen, oder?

Und dann, ich muss es einfach einmal gesondert betonen, wäre da noch DAS BUCH, dessen Veröffentlichung ich bereits seit Monaten entgegengefiebert habe:

Adriana Popescus Debüt als Jugendbuchautorin mit Ein Sommer und vier Tage. 

Paula, Lewis, Italien erwartet uns. Lasst uns gehen ... also, fahren. SOFORT! Per favore. 


Dienstag, 16. Juni 2015

[Empfehlenswert] Gut belesen durch den Sommer

Hinein in die Freiluftlesesaison! Ob in der heimischen Hängematte in Garten, am Strand oder im Lieblingscafé um die Ecke, es lohnt sich immer, ein gutes Buch in greifbarer Nähe zu haben. 

Genussvoll durch den Lesesommer

Lektüre, mit der (auch) in diesem Sommer meines Erachtens nach nichts schiefgehen kann, ist die Folgende:

Ewig und eins von Adriana Popescu: Dieser Roman hat bereits jetzt einen Platz unter meinen persönlichen Favoriten des Jahres sicher. Er schenkt beim Lesen ein Stück emotionale Ewigkeit. Großes, zeitloses Lesevergnügen! Wie eine Zeitkapsel zwischen zwei Buchdeckeln.

Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin: Eine Geschichte, die ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge gelesen habe. Denn trotz des unvermeidbaren Endes strahlt dieser Roman Stärke und Positivität aus, die in Erinnerung bleiben. 

Honestly Healthy for Life von Natasha Corrett und Vicki Edgson: Dieses Kochbuch empfinde ich als absolute Bereicherung. Originelle, gesunde und äußerst abwechslungsreiche Rezeptideen sorgen einfach für herrliche Experimentierfreude. Sommerbrunch, Picknick und Barbecue können kommen.

Solltet ihr also noch nach einem quirligen bis tiefschichtigen, berührenden und dennoch humorvollen und/oder absolut köstlichem Schmankerl in Buchformat Ausschau halten, dann dürft ihr euch jetzt gern ein wenig inspiriert fühlen. 

In diesem Sinne: Habt einen phänomenal guten (Lese-) Sommer!

P.S.: Welches Buch könnt bzw. müsst ihr diesen Sommer einfach empfehlen?


Dienstag, 12. Mai 2015

[Rezension] Ewig und eins (Adriana Popescu)

Adriana Popescu: Ewig und eins 

Wie verrückt ist es, sich eine Freundschaft zu wünschen, die eine sehr lange Zeit, besser: ewig, hält? Kann eine einzige Entscheidung eine Freundschaft für immer in ein Vorher und ein Nachher spalten? Verblasst Vertrauen zueinander und die Sehnsucht nach der gemeinsamen Zeit, nur weil Ozeane und Jahre zwischen dem Gestern und dem Morgen liegen?

Ein Roman, der mich beim Lesen in ein ganz besonderes Gefühl gehüllt hat. Ich weiß gar nicht so recht, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen habe, dass beinahe im Seitentakt die Klaviatur der Emotionen derart ausspielt? Unumstößlichkeit und Zerbrechlichkeit liegen nur einen Herzschlag, nur ein Polaroid voneinander entfernt. Vorzüglich! (Und zwar gerade wegen des Tränenschleiers, der sich beim Lesen mal mehr, mal weniger lichtet.)

Danke dem Piper Verlag, der mich mit (m)einem Blogtour-Vorablesesexemplar bedacht hat! Und ein riesiges Dankeschön an Adriana! Dafür, dass ich beim Lesen der Danksagung abermals heftig blinzeln musste.

Cover: Piper Verlag


~ Rezension ~ 

Eine Zeitreise mit dem Ziel "Ewigkeit"

Ella hat ein mulmiges Gefühl. Nach sieben langen Jahren, in denen sie die Ella von früher hinter eine Tür aus Selbstzweifeln und zerbrochenen Träumen verbannt hat, macht sie sich auf den Weg zum Klassentreffen ihres Abijahrgangs. Seit Ella damals nach New York gegangen ist und eine folgenschwere Entscheidung getroffen hat, ist nichts mehr, wie es einmal war. Wie es sein sollte! Sie tanzt nicht mehr. Sie hat ihr herzliches Lachen verloren. Aber vor allem hat sie Ben und Jasper, ihre beiden besten Freunde, seither nicht mehr wiedergesehen. Ein ehrlicher Abschied blieb den dreien versagt. Nun kommt Ella — für eine letzte Nacht — in ihr geliebtes Stuttgart zurück, um endlich die Worte zu finden, für die es ihr damals an Mut fehlte. Doch dann kommt alles ziemlich anders. Wieder einmal. 

Mit ihrem Roman Ewig und eins schafft es Adriana Popescu einmal mehr, der Liebe zum Leben Flügel zu verleihen. Für eine Nacht entführt sie nach Stuttgart, wo der Leser an der Seite der drei besten Freunde von einst miterleben darf, wie Brücken gebaut, zum Einsturz gebracht und mit Graffiti verziert werden.

BenEllaJasper. Drei Freunde, die praktisch zu einer Einheit verschmolzen waren. Ben, der Beschützer. Ella mit ihrem Talent. Jasper, der Kindskopf. Sie ergänzten sich perfekt. Bis es zu einem Bruch kam, der die Einheit sprengte. Aber trotz getrennter Wege, bitterer Erkenntnisse und gebrochener Herzen blieb den dreien eine Gemeinsamkeit: die Erinnerung an eine Zeit, in der alles anders war. Alles ewig schien. Ein bittersüßes Grundempfinden, das Adriana Popescu auf berührendste Weise in die Geschichte ihrer Protagonisten einflicht. Denn ebenjene einzigartige Mischung aus Melancholie und Feuereifer, Vertrautheit und Distanz gibt dem Roman einen unvergesslichen Anstrich.

Die Autorin öffnet das knappe Zeitfenster von einer Nacht und was sich dahinter verbirgt, ist eine einzig große Freude. Denn nicht nur leuchten die Sterne einer einzigartigen Freundschaft für eine Handvoll Stunden noch einmal heller denn je. Nein, Adriana Popescu gelingt es, den Leser die eigene Welt mit anderem, mit klarerem Blick sehen zu lassen. Ein wirkliches Geschenk!
Ben, Ella und Jasper nehmen Stellvertreterrollen ein. Sie symbolisieren einerseits das, was die meisten von uns sind — in gewissen Mühlen verharrend. Und andererseits das, was wir vermutlich viel zu selten sind — intuitiv dem Wir-Sein zugewandt. Ein, wie ich finde, großartiger Fingerzeig, der in eine Geschichte voller Esprit, Wehmut und Hoffnung eingelassen ist.

Wie fühlt es sich an, nach einer verpassten Chance wieder auf die Beine zu kommen? Wie schmerzlich ist die Ungewissheit nach einem Abschied, der keiner war? Wie schwer wiegen Worte, die bis heute unausgesprochen geblieben sind? Fragen, die den Weg von Ella, Ben und Jasper wie Leitpfosten flankieren. Fragen, deren Antworten vielleicht in einer letzten Nacht voller gemeinsamer Erlebnisse liegen.

Gewohnt zielsicher findet Adriana Popescu Worte, die der Generalschlüssel zu vielen Herzen sein dürfte. Dabei bilden kleine und große Gesten, Nostalgiemomente und Herzensangelegenheiten sowie das Wiederhören von Thomas Pegram jene liegende Acht, die den Hauch vom Ewigen suggeriert.

Summa summarum ein mehr als authentischer Roman, der keine größere und intensivere Hommage an das zwischenmenschliche Band der Freundschaft sein könnte. Im Kapiteltakt wird der Trommelwirbel lauter und zugleich feinsinniger. Oftmals gibt es nichts Erfüllenderes, als die Rolle des besten Freundes innezuhaben. Manchmal nichts Schmerzhafteres.

F★ZIT: Beflügelnd. Echt. Jubilierend. 


Dienstag, 5. Mai 2015

[Blogtour] {Trefft Ella, Ben & Jasper!} Primaballerina Adriana Popescu?!

∞ Willkommen zu Tag 1 der wundervollen "Ewig und eins"-Blogtour! ∞



Auf Erinnerungen und Momente, die unvergessen bleiben!

Trefft Ben, Ella und Jasper und schließt sie in euer Herz!

∞

Vorab möchte ich euch sagen, welch unglaubliche Freude es ist, sich (abermals) mit einer absolut herzlichen Adriana Popescu, netten Bloggerkolleginnen und einem zuvorkommenden Piper Verlag "den Tourbus teilen zu dürfen" und EUCH hier und jetzt mit an Bord zu holen!

∞

"Ich habe es geliebt zu tanzen, und ich war auch gut darin."

Um eure ohnehin schon große Vorfreude auf Ewig und eins, das am 11. Mai 2015 offiziell erscheint, vielleicht noch ein bisschen anzufeuern oder eben, um die hibbelige Wartezeit zu überbrücken, möchte ich euch heute Ellas Liebe zum Ballett und Adrianas Begeisterungsfähigkeit fürs Tanzen näherbringen.



"Aus der kleinen Ella Klippenbach wird mal was ganz Großes! 
Die erobert die Herzen und Bühnen der Welt im Sturm!" 

Eines darf ich jetzt bereits verraten: Adriana Popescu ist es erneut gelungen, nicht nur eine tiefenscharfe Geschichte, sondern darüber hinaus echte, greifbare Atmosphäre zu kreieren. Und Ellas Lebenstraum, Profi-Balletttänzerin zu werden, trägt einen gehörigen Anteil daran. 


"Update »Ella Klippenbach«, die nicht als gefeierter Ballettstar aus New York vorbeischneit, um kurz mal etwas Feenstaub und Glamour zu verteilen."

Einen Rückblick auf die Ella von vor sieben Jahren gibt es jetzt. Ebenso klären wir, wie viel Ballerina tatsächlich in Adriana Popescu selbst steckt. Los geht's!

"Wenn er wüsste, wie gerne ich das wirklich machen würde. Einfach loszutanzen."

∞

Was ihre Mitschüler zu Ellas Talent und ihrer Liebe zum Ballett meinen, können wir gemeinsam mit den drei „Ewig und eins“-Protagonisten in der Abizeitung lesen, in der sie während ihrer Zeitreise in der Nacht ihres Klassentreffens stöbern. Doch Ella weiß gut vom Wesentlichen abzulenken: von ihren eigenen Gedanken. Fragen wir also eine, die es wissen muss – Adriana Popescu –, was Ella selbst damals unter ihr Foto geschrieben hat!


∞ Ella Klippenbach ∞

Prägendste Erinnerung: 
Die Tattoo-Aktion mit den Jungs. Für immer.

Accessoire meiner Wahl: 
Meine Ballettschuhe.

Vorbild: 
Ben und Jasper, weil sie die mutigsten und verrücktesten Menschen sind, die ich kenne.

Das möchte ich einmal voller Stolz sagen können: 
Wann immer Musik läuft, habe ich getanzt. Wenn auch nur in meinem Inneren.

∞

Liebe Adriana,

deine Begeisterung fürs Tanzparkett, für Hebefiguren und Freestyle-Showeinlagen hat nun auf ganz besondere Weise Eingang in deine schriftstellerische Arbeit gefunden. Eine Tatsache, die (sicher nicht nur mich) entzückt!!! Außerdem bietet jene „neue Seite“ von dir gleich eine super Steilvorlage für ein paar Fragen. Okay? … Okay.

Wie groß war die Herausforderung für dich, Ellas tänzerische Reise mit der richtigen Portion Authentizität auszustaffieren?

Das war gar nicht so einfach, weil es natürlich nicht mein Fachgebiet ist. Es reicht sicher nicht, einfach nur ein paar Mal Dirty Dancing gesehen zu haben. Wobei es bestimmt auch nicht schadet. ;-)
Im Ernst, ich habe das große Glück, einige tanzende Freunde in meinem Freundeskreis zu haben. Einer von ihnen ist sogar professioneller Balletttänzer in Oslo. Seine Karriere habe ich von klein auf mitverfolgen dürfen, da er an der John Cranko Schule in Stuttgart angefangen hat. Dazu natürlich jede Menge Recherche, was das Tanzen an sich angeht und das Vertrauen darauf, dass es mir gelingt, das Gefühl des Tanzens zu beschreiben. Was bringen schon die richtigen Fachbegriffe, wenn ich nicht beschreiben kann, was Ella dabei empfindet? Ob mir das allerdings gelungen ist, müssen die Leser entscheiden.

Was verbindest du selbst mit der künstlerischen Stilrichtung des Balletts? Ist vielleicht gar eine Primaballerina an dir verloren gegangen?

An mir ganz sicher nicht. Mehr als ein Auftritt in einer Aufführung von In 80 Tagen um die Welt im Alter von 12, habe ich nicht hingekriegt. Und das war Jazz Dance. Allerdings hat meine beste Freundin aus Schulzeiten damals nach dem Abi eine Tanzausbildung in New York begonnen – du siehst, Ella ist mir nicht ganz so fremd. Mich hat Ballett schon immer begeistert und es damals so nah mitzuerleben, war spannend und aufregend. Ich denke, dieser tanzende Teil von Ella ist sicherlich von damals inspiriert. Aber glaub mir, mich will niemand Ballett tanzen sehen. ;-)

Kannst du uns verraten, was dich an der äußerst hochkarätigen Konstellation „Ballettausbildung in New York“, die in deinem Buch eine wichtige Rolle einnimmt, besonders gereizt hat?

Das ist irgendwie eine Facette des american dreams. Man denke nur an Filme wie Fame. Wenn Menschen mit einem großen Traum nach New York kommen und dann um die Erfüllung des besagten Traumes kämpfen müssen, das ist ein echter Klassiker. Wie gesagt, meine beste Freundin hat eine Zeit in New York an einer renommierten Tanzschule studiert. Der Abschied von ihr nach dem Abi am Flughafen war ganz schrecklich, aber ich wusste ja, dass sie ihren Traum lebt. Ich war ziemlich stolz auf sie. Inzwischen tanzt sie zwar nicht mehr, lebt und arbeitet aber in New York. Träume, die in Erfüllung gehen. Ich stehe auf sowas.
Ella musste ihrer geliebten Heimat Stuttgart diesmal den Rücken kehren. Ich wollte, dass sie ihren Traum in einer anderen, fremden und viel größeren Stadt jagen muss. Nur so funktioniert das „nach Hause kommen“. Und ganz im Ernst, New York und Ballett, das gehört irgendwie zusammen wie Las Vegas und Siegfried & Roy. Oder Stuttgart und ich.

Noch etwas: Wovon hast du dich während des Kreierens der Kapitel mit Tanzeinlage besonders gern und gut inspirieren lassen?

Ich bin ein Fan von Tanzfilmen. Das war ich schon immer. Wenn ich in meinem Dirty Dancing Pullover meinen Kaffee aus meiner Dirty Dancing-Tasse trinke und dabei Time of my life im Hintergrund läuft, ist das kein Zufall. Mein Bruder und ich haben Footlose geliebt. Hinzu kommt ein gewisser Derek Hough, ein amerikanischer Profitänzer, dessen Biografie mich begeistert hat. Bei Dancing with the Stars hat er übrigens zusammen mit Jennifer Grey aus Dirty Dancing getanzt. Beim Schreiben der Tanzszenen habe ich versucht den Fokus auf das Gefühl, das Ella empfindet, zu legen. Was macht das Tanzen mit ihr? Was bedeutet es für sie? Dabei habe ich an mich und das Schreiben gedacht, an das Gefühl, das ich habe, wenn ich schreibe. Das galt es einzufangen und quasi für das Buch zu vertanzen. Denn das Gefühl etwas so sehr zu lieben, kennen wir alle. Egal, was unsere Leidenschaft sein mag: Tanzen, Fotografieren, Schreiben, Stricken, Surfen, Musik … das Gefühl ist uns allen vertraut.

Angenommen Ewig und eins würde es als Inszenierung auf die Showbühnen New Yorks schaffen, wie würdest du die Hauptrollen gern besetzt wissen?

Oh, wenn es ginge, würde ich Ella gerne mit Natalie Portman besetzen. Sie hat in Black Swan gezeigt, dass sie es kann. Außerdem finde ich sie großartigst! Ernsthaft, sie wäre perfekt dafür. Ben und Jasper tanzen ja zum Glück weniger, da wäre es dann leichter. In meinem Kopf gibt es zwei sehr spezielle Bilder zu den beiden, aber die bleiben lieber dort, nur für mich. Jeder Leser soll die Rollen selber besetzen, ich bin mir sicher, sie werden die richtige Wahl treffen.

In Ordnung, nach diesen Einblicken in deine Arbeit an Ewig und eins folgt nun noch ein kleiner Quickstep in Form dynamisch aneinander choreografierter Quickfacts für deine Leser und Fans. Bereit? … Licht aus, Spot an!

Liebster Tanzfilm aller Zeiten?

Dirty Dancing. Es geht gar nicht anders. Auch wenn es so viele, so tolle Filme gibt. Jeder wüsste, ich würde flunkern, wenn ich einen anderen Film nenne. Ich merke jetzt schon, Quickfacts werden bei mir etwas länger. Whooops.

Lieblingsmoment in eben diesem Film?

Okay. Es gibt einen. Im großen Finale tanzen Johnny und Baby, kurz bevor er von der Bühne springt, gibt er ihr einen Handkuss. Es mag für viele eine flüchtige Geste sein, doch für mich ist dieser Bruchteil der Szene mein Lieblingsmoment. Es ist eine sehr liebevolle und gleichzeitig respektvolle Geste. Als würde er ohne Worte sagen: Ich wusste, du kannst es. Ich liebe diese Stelle.

Tanz, den du unbedingt selbst gern lernen wollen würdest?

Quickstep. Ich liebe den Quickstep. Er ist so irre dynamisch und meistens so voller Lebensfreude und ich muss immer lächeln, wenn ich einen guten Quickstep sehe. Wobei ich auch ein großer Fan der Rumba bin. Ach, ich kann mich nicht entscheiden. Irgendwie finde ich auch den Tango ziemlich heiß! Was viele nicht wissen, ich beherrsche einen Tanz ziemlich gut. The drunk giraffe.

Welche deiner Stärken würde dir auf der Tanzfläche vermutlich zugute kommen?

Ich befürchte es wäre auch hier mein Humor. Denn ich bewege mich auf der Tanzfläche so, wie eine Kakerlake von das Licht angeht. Ich habe kein Rhythmusgefühle und beim Tanzen muss man ja auch ständig zählen. Bei meiner Rechenschwäche wäre ich aufgeschmissen. Im Ernst, bei mir hätte selbst Johnny gesagt: Put Baby in the corner.

Welche deiner Schwächen müsste dein Tanzpartner geschickt kaschieren?

Jede. Es bräuchte wirklich Derek Hough um das zu kaschieren. Ich bin unbeweglich, unrhythmisch, kann nicht in irgendeinem Takt klatschen oder zählen … ein Barhocker hat mehr Taktgefühl als ich. Jetzt sollte ich wohl sagen: Kauft das Buch, es lohnt sich trotzdem! ;-)

Lied, zu dem du immer und überall (Freestyle) tanzen kannst?

Aktuell ist es Down South von Jeremy Loops. Dabei kann ich einfach nicht still sitzen. Aber es gibt so viele. Denn wie immer gilt bei mir, nur weil ich nicht tanzen kann, bedeutet das nicht, dass ich es nicht trotzdem tue. Proud von Heather Smalls in der Remix Version. Dazu tanze ich auch im Sitzen. Und bei Smooth Criminal von Michael Jackson. Wer sich da nicht bewegt, hat wohl keine tanzenden Blutkörperchen und sollte schleunigst zum Arzt!

Du dürftest ein Ewig und eins All Star Team mit dir und fünf weiteren Mitgliedern deiner grenzenlos freien Wahl zusammenstellen. Wer wäre mit von der Partie?

Okay. Puh. Schwer.
Ich wähle meinen besten Freund Marco, weil er Tänzer ist und es mit ihm richtig Spaß machen würde.
Christian Polanc, weil er einfach ein fantastischer Tänzer ist und seine Choreografieren mich beeindrucken.
Derek Hough, weil er grandios ist, seine positive Einstellung zum Tanzen und zum Leben würde uns mitreißen. Außerdem will ich ihn mal tanzen sehen!
Matt Smith, weil seine drunk giraffe einfach unschlagbar ist. And he only came for the dancing.
Und Benedict Cumberbatch. Weil er 1) Benedict und 2) Cumberbatch ist.

Ein großes Dankeschön fürs Mitnehmen hinter die „Ewig und eins“-Kulissen. Neugieriger hättest du uns wohl kaum machen können.



∞ GEWINNE! ∞

Übrigens: Ihr könnt am Ende der Blogtour ein druckfrisches Exemplar von Ewig und eins sowie ein Adriana-Popescu-Buchpaket gewinnen. Kommt dafür einfach an den Merchandise-Stand und ... Nein, nein, ach was! Ins Getümmel braucht ihr euch dafür gar nicht zu werfen.


(Cover: Piper Verlag)

Hinterlasst einfach bis einschließlich zum 10.05.15 eure Antwort zu folgender Frage im Kommentarfeld unter diesem Beitrag und sichert euch damit die nicht zu verachtende Chance auf den Roman:


Wer inspiriert und ermutigt euch, 
stets an der Verwirklichung eurer Träume festzuhalten?


Kommentiert ihr einen Blogtourbeitrag, gibt es ein Los für euch. Kommentiert ihr beispielsweise jeden der fünf Beiträge der Tour, landet ihr mit fünf Chancen in der Endauslosung. Klingt doch gut, oder? Also, nichts wie los!



∞ EXTRA-GEWINN ∞

(Cover: Piper Verlag)


Ebenfalls habt ihr die Chance auf ein Buchpaket, bestehend aus Versehentlich verliebt, Lieblingsmomente, Lieblingsgefühle und Ewig und eins. Dieses Quartett möchtet ihr gewinnen? (Kann ich absolut verstehen.) Dafür solltet ihr uns diesen kleinen Abi-Steckbrief ausfüllen und bis einschließlich zum 10.05.15 einsenden:






∞


Um das Gesamtpaket an Vorfreude auf den neuen Popescu'schen Roman zu erleben, kann ich nur empfehlen, der kompletten Blogtour beizuwohnen. Es lohnt sich! Ganz bestimmt. Schaut vorbei!


morgen, am 06.05.15, bei Monika 

am 07.05.15 bei Hanna 

am 08.05.15 bei Sabrina 

am 09.05.15 bei Nicole 


Wir freuen uns auf euch!

∞

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH den beiden Gewinnern unserer Blogtour!

Ausgelost worden sind

DIANA BAARS für "Ewig und eins"

sowie 

BERENIKE WOY für das Buchpaket


Ebenso geht ein großes Dankeschön an jeden Einzelnen von euch, 
der die Tour zu einem Erlebnis gemacht hat!

∞


* Kleingedrucktes:

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die einen festen Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben und über 18 Jahre alt sind. Solltet ihr minderjährig sein, muss das Einverständnis der Erziehungsberechtigten gegeben sein. 
Rechtsweg, Barauszahlung des Gewinns und Haftung für den Postweg kann nicht übernommen werden. 

Je Teilnehmer wird ein Kommentar pro Blogtourbeitrag gewertet. D.h., es landen maximal fünf Kommentare (Lose) je Teilnehmer in der Endauslosung für den Gewinn des Romans.
Für die Teilnahme an der Verlosung des Buchpakets kann jeder Teilnehmer jeweils ein einziges Los einlösen. Dies geschieht mit einmaliger Einsendung des ausgefüllten Abi-Steckbriefs.
Das Gewinnspiel endet am 10. Mai um 23.59 Uhr. Die Gewinner werden im Laufe des 11. Mai von uns benachrichtigt und haben 48 Stunden Zeit, uns ihre Adresse mitzuteilen. Andernfalls müssen wir leider neu auslosen.