"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Samstag, 18. August 2012

[Rezension] Sommerhaus, jetzt (Oliver Geyer)


Oliver Geyer: Sommerhaus, jetzt 

Zu diesem amüsant gestalteten Erfahrungsbericht kam ich durch eine Leserunde auf LovelyBooks. Für mich gestaltete sich das Ganze besonders realistisch, da ich die beschriebene Szenerie Brandenburgs zum Teil genau vor der Haustür habe. 
Die Einladung auch einmal die Mission "Sommerhaus" zu starten, spricht Oliver Geyer allemal aus. Fröhlich und quietschbunt kann solch ein Unternehmen ablaufen. Auch wenn manche Plagegeister dem Weg zum Wochenendtraum gelegentlich eher holprig werden lassen. 


~ Rezension ~

Zwischen Glückseligkeiten und Tücken des Landlebens

13 Freunde aus Berlin fassen spontan den Entschluss, sich auf Dauer ein gemeinsames Wochenenddomizil in Brandenburg an Land zu ziehen. Man möchte hin und wieder dem Großstadtrummel entkommen und fasst schnell große Pläne.
Nach einer ersten Odyssee verschlägt es die Freunde in die Uckermark, einen grünen Landstrich im nördlichen Brandenburg. Nun gilt es aus 13 individuellen Vorstellungen ein einziges, den Wünschen gerecht werdendes Datschengrundstück à la Traumfabrik zu machen. Da muss die eine oder andere Hürde in Form von Farbeimern, Sickergruben oder Zimmerbelegung genommen werden. Kühle Köpfe sind gefragt, wenn wieder einmal die Nacht zum Tag gemacht wurde.

Oliver Geyer, freier Autor für Reportagen und Magazine, beschreibt mit Sommerhaus, jetzt auf ehrliche Weise (s)einen Traum vom Häuschen im Grünen. Die Geschichte basiert auf realen Begebenheiten, wurde jedoch durch Namensänderungen abgewandelt und durch fiktive Handlungsstränge ergänzt.
Das Buch liest sich, bis auf wenige Passagen, recht beschwingt. Aufgelockert wird die Geschichte durch wiedergegebene Dialoge und E-Mail-Kontakte. Was mir besonders auffiel, war die Wortgewandtheit, die auf den journalistischen Hintergrund des Autors mehr als deutlich hinweist. Auch wenn es anfangs leicht irritierend war, den Überblick über die Beteiligten zu behalten, so empfand ich die bildlichen Beschreibungen der Ereignisse als umso gelungener.
Insgesamt fühlte ich mich während des Lesens ein wenig in das Sommerhaus-Chaos katapultiert, welches mit Humor und Verve das Lebensgefühl der Freunde akzentuiert beschreibt.

F★ZIT: Dynamisch. Authentisch. Einladend. 


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