"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Mittwoch, 6. Februar 2013

[Schreibzeugkiste] Zeitreise zum "Urknall"

Nachdem ich beim letzten Mal auf einen Frage-Klassiker an Autoren eingegangen bin, möchte ich an dieser Stelle gleich den nächsten aus den Tiefen des Nähkästchen emporbefördern.

Dieses Mal soll sich alles um die Frage "Wie alles begann?", sprich "Seit wann brennst du fürs Schreiben?", drehen.

Viele (Hobby-) Autoren können sich an mindestens ein Erlebnis erinnern, das die Initialzündung gab, sich Stift und Papier zu greifen und den eigenen Ideen freien Lauf zu lassen.
Bei mir ist es so, dass dieses "Brennen fürs Schreiben" gar eine zweite Bedeutung hat. Denn am Anfang - ob es nun exakt der Anfang war, kann ich nicht betiteln, jedoch war es einer der überspringenden Funken - machte sozusagen ein brodelnder Hexenkessel auf offenem Feuer. Wie das?

 Hier nun das wohl bekannte, feine Zeit- und Traumreisen-Jingeling 


Es trug sich zu, dass ich von einer Schulfreundin damals zum Geburtstag eine Bibi-Blocksberg-Kassette - meine erste, aber gewiss nicht die letzte - geschenkt bekam. Seit diesem Tag lief dieses Hörspiel, Bibi Blocksberg und der Hexengeburtstag, in Dauerschleife, und damit meine ich DAUERschleife, und begeisterte mich. 
Ehrlich gesagt wundert es mich, dass a) das Band nach gefühlten 10.000 Durchgängen nicht anfing zu leiern und b) der Kassettenrekorder nicht anfing zu qualmen und somit in den Streik trat. Das nennt sich dann wohl Qualität.

Jedenfalls entflammte dieses Hörspiel gleich mehrere Leidenschaften meinerseits und spiegelt eine richtig tolle und nostalgische Kindheitserinnerung wider. 
Zum einen mag ich noch heute Hörspiele aller Art (nach Bibi folgten noch u.a. TKKG und Die Drei ???), ich bin absoluter Fan von Zaubershows und Illusionen (ist immerhin fast so perfekt wie das Eene Meene von Bibi) UND ich fing an, meine eigenen Geschichten zu schreiben. 

Mit gespitztem Bleistift machte ich mich frohen Mutes ans Werk selbst Bibi-Blocksberg-Abenteuer inklusive eigens entworfener Hexensprüchen sowie Geschichten von drolligen Zwergen zu schreiben. Das war was. Schulheft um Schulheft füllte ich damit. Bis ich dann eines Tages den Drang verspürte, etwas ausschweifender als im gepflegten Kurzgeschichtenstil zu schreiben ...

 Zeit- und Traumreisen-Jingeling-Ende 


Habt ihr auch solche wunderbaren Assoziationen, die am Anfang eines großen, wirklich verwurzelten Interesses/ Hobbys gestanden haben?

Hier hab ich einmal ein paar Erinnerungen von anderen, sehr viel populäreren Schreiberlingen herausgefischt. Denen erging es nämlich ähnlich:

Die Autorin Katrin Koppold schreibt auf ihrer Homepage: [...] "Mein Bruder bekam von mir zum Beispiel einmal ein Märchenbuch zu Weihnachten geschenkt und mit 14 habe ich eine Liebesgeschichte im Stil der damaligen Denise-Heftchen angefangen." [...]


Adriana Popescu, Autorin mit Hut und Herz, berichtet auf ihrer Homepage über ein ähnlich deutliches Phänomen: [...] "Während der Schulzeit wurden Stift und Papier meine ständigen Begleiter. Kurzgeschichten machten bald die Runde, gefolgt von längeren Erzählungen, schließlich kleine Romane, die erahnen ließen: der Weg führt in die kreative Richtung." [...]


Die Autorin Angela Planert hat Folgendes auf ihrer Website vermerkt: [...] "In Berlin geboren und aufgewachsen, schrieb ich meine ersten Geschichten zurzeit, als ich noch zur Grundschule ging. In der Oberschule fand ich unter den Mitschülern viele begeisterte Leser. Meine, vorerst, letzte Geschichte tippte ich mit 17 auf einer mechanischen Schreibmaschine." [...] 

Auch auf der Homepage de Autorin Ellen Dunne ist vermerkt: [...] "Mit 12 habe ich begonnen auch abseits der Schulbank Notizhefte mit Geschichten zu füllen. Für Irland und seine Geschichte interessiere ich mich seit den frühen 90ern." [...] 


Ihr seht, wir alle haben unsere Erinnerungen, die den Beginn einer eigenen Geschichte mit "Es war einmal ..." einleiten. Ist doch großartig!!!


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