"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Freitag, 9. August 2013

[Rezension] Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen (Rick Riordan)

Rick Riordan: Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen 

In Kürze erobert Percy Jackson bereits zum zweiten Mal die Kinoleinwände bei uns im Land. Grund genug, um sich seinen Erlebnissen zuvor nochmals schwarz auf weiß festgehalten zu widmen. Für diese Gelegenheit durch das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar gilt dem Carlsen Verlag mein Dank!
Mit Percy Jackson hat sein Autor definitiv einen Charakter geschaffen, der seinen Platz zurecht im Bücherolymp der (jungen) Leser gefunden hat, trumpft die Serie doch mit Vielseitigkeit, Spannung und Wissenswertem auf.

Bildquelle: Carlsen Verlag


~ Rezension ~

Entschlossene Heroen braucht die Welt

Der letzte Schultag ist eingeläutet und Percy kann es kaum mehr abwarten, in den Sommerferien ins Camp Half-Blood zurückzukehren. Doch schon allein die Tatsache, dass ihn ein übler Alptraum quälte, trübt Percys Enthusiasmus. Dann macht seine Mutter auch noch eine undurchsichtige Andeutung und zu guter Letzt muss sich Percy noch in der Schule gegen einen heftigen Angriff zur Wehr setzen. Als ihm gemeinsam mit Annabeth und Tyson, einem Waisen, dem er sich angenommen hat, die Flucht ins Camp gelingt, wartet dort ein heilloses Chaos auf ihn. Böse Mächte drohen Überhand zu gewinnen, Gift drängt Camp Half-Blood in die Enge und Percys bester Freund Grover scheint in lebensbedrohlicher Gefahr zu schweben. All dies lässt den jungen Halbgott eine folgenschwere Entscheidung treffen, denn ihm rinnt die Zeit durch die Finger. Der ungewisse Wettlauf gegen einen Feind, der hinterhältiger nicht sein könnte, beginnt.

Mit dem zweiten Band, Im Bann des Zyklopen, der beliebten Reihe um den Titelhelden Percy Jackson kreierte Rick Riordan ein temporeiches Abenteuer, das kaum Zeit zum Durchatmen gibt und insbesondere die jungen Leser in den beschriebenen Bann ziehen wird.

Als Leser fühlte ich mich unmittelbar in die Handlung katapultiert und ging an der Seite von Percy und seinen Freunden auf Reisen. Eine Tatsache, die das Lesen vor allem für das Zielpublikum sehr ansprechend machen dürfte. Der wenig umschnörkelte, nicht allzu tiefgründige und dafür umso zackigere Erzählstil des Autors passt, wie ich finde, äußerst gut zum Gesamtpaket des Buches.

Die Hauptfiguren werden gezeigt, wie sie wachsen - mit ihren Herausforderungen, Verantwortungen und Bestimmungen. Dennoch erhält Rick Riordan weiterhin eine Prise Unbedarftheit, Hitzköpfigkeit und Naivität. Eigenschaften, welche die Helden um einiges nahbarer machen.

Auch überzeugt die Art und Weise, mit der der Autor die Brücke zwischen den Mythen der Historie, Fantasyelementen sowie der realen Gegenwart schlägt. Dadurch entsteht ein komplexer Handlungsstrang, dessen Stärken im Facettenreichtum der gezeichneten Rollenbilder, in den Überraschungsmomenten und den (noch) nicht vollends gelüfteten Geheimnissen liegt. 
Um uns Lesern den Überblick zu gewähren, befindet sich am Ende der Geschichte ein Glossar, das die wichtigsten Gottheiten und Wesen des Olymps näher beschreibt. Eine Ergänzung, die ich für überaus bereichernd - auch über das Buch hinaus - erachte.

Akzente werden unverkennbar gesetzt: Diese liegen auf dem großen, nebulösen Abenteuer voller Hürden, die es zu überwinden gilt, und Kämpfe, denen sich gestellt werden muss. Darüber hinaus werden Werte wie Loyalität, Freundschaft und Bescheidenheit großgeschrieben. Eine Botschaft, die ich als Leser als sehr angenehm empfand. Hinzu kommt ein wahrer Cliffhanger, der ohne Frage für Neugier auf die Fortsetzung sorgt.

Als besonderes Feature beinhaltet diese Neuauflage, die mit Das Buch zum Film betitelt wurde und damit die Wartezeit bis zum Kinostart geschickt überbrücken soll, exklusive Filmbilder. 

Alles in allem eine Lektüre für Bücherwürmer, die Fantasy, Action und/oder Mythologie lieben. Sozusagen ein Kessel, der ordentlich brodelt und der in der Schmiede der Gottheiten für gehörig Dampf sorgt.

FZIT: Abenteuerlich. Flott. Pfiffig.


Kommentare:

  1. Hallo Kora,

    stimmt nette Geschichten, aber durch den/die Kinofilme kommt der/die Leser/in leicht vom Lesen ab...oder was meinst Du?

    Meinen Jungs geht es zumindest so..

    Schönen Sonntag und LG..Karin..

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    1. Hallo Karin,

      du magst in gewisser Weise bestimmt Recht haben und augenscheinlich hast du ebenjene Erfahrung bereits gemacht. Ich selbst erlebe vorzugsweise mindestens das Buch und als Ergänzung dann den Film. Das Gesamtpaket macht's (für mich).
      Vielleicht könnte es den Ehrgeiz deiner Jungs wecken, wenn sie zuerst lesen, anschließend den Film schauen und dann den Vergleich ziehen. Welche Buchszenen wurden besonders gekonnt umgesetzt? Was ist vollkommen anders? etc. Enttäuschungen, die entstehen könnten, weil Buch und Film eben "zu verschieden" sind, beuge ich persönlich vor, indem ich mir sehr bewusst mache, dass dies zwei völlig unterschiedliche Medien mit jeweils anderen Möglichkeiten der Inszenierung sind. Oder du lockst deine Kinder damit, dass ein Buch zum Film sowieso stets die komplette Geschichte enthält und das Bild (auf der Leinwand) abrundet. Wer also nur den Film sieht, kann nie in vollem Umfang in die Geschichte eintauchen. Wenn sie demnach von A bis Z "mitreden" wollen, dann her mit dem Buch!

      So weit, so gut. Fröhliches Reisen mit Percy Jackson euch!
      Liebe Grüße zurück

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Herzlichen Dank für deine Worte.