"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Freitag, 24. Mai 2013

[Rezension] The Apprentice (Tess Gerritsen)

Tess Gerritsen: The Apprentice 
[deutscher Titel: Der Meister]

"Rizzoli & Isles" ist eine der Fernsehserien, die mich seit geraumer Zeit sehr begeistern können. Daher konnte ich es mir selbstverständlich nicht entgehen lassen, eines der Bücher zu lesen, in denen die Serie ihre Wurzeln hat. 
Tess Gerritsen überzeugte bisher zahlreiche Leser weltweit ... und nun auch mich. Gegen einen handfesten Krimi habe ich gewiss nichts einzuwenden und dieser brachte das für mich passende Format zweifelsohne mit.


~ Rezension ~

Sichere das Schloss an deiner Tür – einmal, zweimal, dreimal!

Eine grauenvolle Mordserie an wohlhabenden Ehepaaren erschüttert Boston und veranlasst Detektive Jane Rizzoli und ihr Team zu einer Jagd, bei der ihnen der bestialische Täter allerdings stets einen Schritt voraus zu sein scheint. Nur allmählich setzt sich das Puzzle zusammen und sämtliche Details des Tathergangs weisen auf den seit einem Jahr inhaftierten Serienmörder Warren Hoyt hin. Ein Mann, der aufs Äußerste unberechenbar ist und dem Rizzoli selbst nur knapp als Opfer entkommen ist. Seither hat sie mit den psychischen Folgen dieses Übergriffs zu kämpfen und fühlt nun erneut, wie ihr die Rolle als Ermittlerin aus den Händen zu gleiten droht.

Tess Gerritsen, Autorin der beliebten Reihe um Jane Rizzoli und Maura Isles und bekannt für ihre spannungsgeladenen Krimis, gelang mit The Apprentice ein Werk, das Seite um Seite für wachsende Anspannung sorgt.

Nicht nur die brutalen Morde, deren detailreiche Schilderung auf umfangreiche Recherche seitens der Autorin schließen lassen, sondern auch die persönliche Nähe und Betroffenheit der Jane Rizzoli entfesseln eine beklemmende Atmosphäre, welche mich als Leser zu fassen bekam.

Wenngleich dieses Buch gewissermaßen eine Fortsetzung darstellt, so fällt es nicht schwer diesen Fall von Rizzoli & Isles separat zu beleuchten. Etwaig notwendige Informationen aus vorangegangener Entwicklung werden an den Leser herangetragen und in die neue Handlung eingeflochten.

Mich faszinierte vor allem die sich konsequent auf guten Niveau befindliche Spannung, deren Bogen durch geschickt eingestreute Wendungen und Entwicklungen stetig gehalten wurde. Die Zuspitzung des Showdows ließ sich in gewisser Weise erahnen, war allerdings nicht eindeutig absehbar. Eine Tatsache, die insbesondere der psychopathischen Haltung des Warren Hoyt zuzuschreiben war.

Des Weiteren empfand ich es als sehr ansprechend, dass Jane Rizzoli nicht nur als schlagfertiger weiblicher Detektive in einer Männerdomäne gezeigt wurde, sondern ebenfalls ihre nach Geborgenheit und Sicherheit aufbegehrende innere Stimme zu Wort kam.

Insgesamt ein Krimi, der, wie ich finde, die Grundzüge seines Genres vollkommen erfüllt und darüber hinaus durch die Persönlichkeit einer resoluten und zugleich empfindsamen Protagonistin überzeugt. Das Gefühl, die Falle könnte jeden Moment zuschnappen, schwingt – anfangs noch subtil, später unmissverständlich deutlich – zwischen den Zeilen immer mit. Ein Aspekt, der Thrillerlesern mit Leidenschaft umso mehr in die Karten spielen dürfte.

F★ZITBeängstigend. Persönlich. Drängend.


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