"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Dienstag, 29. Dezember 2015

[Jahresrückblick] 2•0•1•5 en bloc

2015 ~ Ein (Blog-)Jahr neigt sich dem Ende entgegen.

Viele spannende Buchseiten, herzliche Austausche und possierliche Überraschungsmomente durfte ich in diesem Jahr meinen persönlichen Erinnerungen hinzufügen. Und obgleich ich nicht immer in dem Umfang zum Lesen oder Bloggen kam, wie ich es vielleicht gewollt hätte, kann ich nicht sagen, dass es eintönig wurde. Im Gegenteil. Aus diesem Grund muss und möchte ich selbstverständlich ein kleines Best-of 2015 zusammenstellen. Möglicherweise findet ihr euch bzw. eure eigenen Highlights darin sogar hier und da wieder. Wer weiß?

Bevor ihr nun gleich stöbernder Weise Richtung 2016 aufbrecht, möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal für all EURE Besuche und Klicks und Worte bedanken, mit denen ihr mich in den zurückliegenden Monaten bedacht habt. Nichts davon ist bei der Hülle und Fülle an Buchliebhabern und Bloggern selbstverständlich. 

Ganz besondere Geschenke haben mir in diesem Jahr übrigens ebenfalls die großartigen Autorinnen Anne Freytag/Ally Taylor, Adriana Popescu/Carrie Price und C.M.Singer gemacht. Die drei haben mich einmal mehr auf wirklich nachdrückliche Weise Teil ihrer literarischen Reisen und Entwicklungen werden lassen. Schließlich erscheint man als Leser nicht alle Tage in den fertig lektorierten Ausgaben eines Buches vermerkt, oder? Fabulös!!!

In diesem Sinne D•A•N•K•E • S•C•H•Ö•N.

Rutscht fröhlich und beschwingt ins neue Jahr hinein!

Wir lesen uns. Ich freue mich darauf.


Und nun genug der schmückenden Worte. Hier eine kleine Zusammenstellung meiner Lieblingslektüre und anderweitiger Unterhaltungsmomente 2015, die mich nachdrücklich beeindruckt haben.

📚 Adriana Popescu: Ewig und eins
Wäre dieser Roman ein Wein aus Stuttgarter Anbaugebiet, würde es vermutlich heißen: "Ein gereifter Popescu vom Allerfeinsten". Mich konnte Adriana Popescu einmal mehr mit ihrer bewährten Mischung aus Lebenslust und Lebenskunst begeistern. 

📚 Adriana Popescu: Eine Sommer und vier Tage
Die Popescu'sche Zugabe in Form ihres ersten Jugendbuches gab es im Sommer 2015. Ein Debüt, das abenteuerlustig, charmant und voll süßer Raffinesse daherkommt. Paula und Lewis sind ein Duo, das seinen lesenden Weggefährten ein Stück jugendliche Unbeschwertheit schenkt.

📚 Amy Purdy: On My Own Two Feet
Dieses Buch ist (für mich) ein kontinuierlicher Quell der Inspiration. Die Lebensgeschichte Amy Purdys berührt, bleibt in Erinnerung und vermittelt Kraft. Kraft, das Positive, das Bereichernde, das Beeindruckende in all den kleinen und großen Dingen des Lebens zu sehen und zu spüren. Einer meiner absoluten und fortwährenden Buchschätze!

📚 Anna McPartlin: Die letzten Tage von Rabbit Hayes
Mit ihrem bittersüßen, feinsinnigen und zugleich lebensbejahenden Roman hat mich die Autorin vom Fleck weg überzeugt. Eine "Happy End ausgeschlossen"-Geschichte, die dennoch zu strahlen weiß. Herzensangelegenheiten überdauern eben alles!

📚 Derek Hough: Taking the Lead (Paperback)
Ein Déja-vu? Okay, ich gebe zu, Derek Houghs Erstlingswerk hatte bereits 2014 den Sprung in meinen Highlightsrückblick geschafft. Aber nicht als 2015 erschienenes Paperback. Dieses musste ich, so absurd es vielleicht erscheinen mag, ebenfalls haben. Doppelt hält schließlich besser und macht in dem konkreten Fall besonders glücklich. Außerdem gehört dieses Buch zu den meistgelesenen in meiner Sammlung. Eine nur allzu bestätigende "Entschuldigung", wie ich finde.

📚 J.K. Rowling & Jim Kay: Harry Potter and the Philosopher's Stone (#HarryPotterIllustrated)
Wie wundervoll ist bitte diese sagenhaft schön illustrierte Ausgabe des ersten Harry Potters?! Natürlich ein MUSS für alle Fans der Reihe. So eben auch für mich. Was soll ich sagen? Es war Buch-und-Bilderliebe auf den ersten Blick — und das ganz ohne Zaubertrank.

📚 Ella Woodward: Deliciously Ella
Ganz ehrlich, dieses Kochbuch ist von wertvollem Gehalt. Die Vielfalt an grandiosen Rezeptvariationen, die Foodbloggerin Ella Woodward aus einer (gesundheitlichen) Not heraus entwickelt hat, sind unwiderstehlich gut. Eine klare Empfehlung für kreative Geister der Küche. Eine Klasse für sich!

📚 Natasha Corrett & Vicki Edgson: Honestly Healthy
Ein Buch und dessen Grundkonzept, das mich 2015 in weiten Teilen begleitet hat. Mich begeistert vor allem die fundierte, eingängige und zugleich unaufdringliche Porträtierung der basischen Ernährung. Oftmals bedarf es gar nicht allzu einschneidender Veränderungen, um das Wohlfühlaroma noch mehr auszukosten.

🎧 Lewis Howes & Julianne Hough: Julianne Hough on Finding Your Passion and Following Your Purpose
Um es auf den Punkt zu bringen: Eines der besten Interviews, die ich 2015 (und überhaupt) je verfolgt habe. Ansteckend positiv und dabei tiefgründig und aufrichtig. Überaus gelungen und eine Freude für Freunde des guten Podcasts.

🎧 ✒  Überhaupt ist Lewis Howes' Podcastreihe The School of Greatness als Quelle der positiven Gedanken und Visionen sehr zu empfehlen. Mag ich wirklich sehr. Ebenso wie Jules, Julianne Houghs locker-leichte, kreative und belebende Website im Blogstil.

💃 Bindi Irwin & Derek Hough: Contemporary & Freestyle
Nun noch ein Wort als Tanzfan gesprochen: Die Energie, die das Duo Irwin/Hough (besser bekannt als Team Crikey) ausstrahlt, ist einfach unglaublich. Bindi Iriwin gehört zweifelsohne zu den Menschen, die wissen, was es heißt, das Leben mit all seinen Facetten anzunehmen und zu lieben. Ihre Präsenz ist Gold wert und absolut exemplarisch. Hinzu kommt ihr unnachahmlich großartiges und unermüdliches Engagement für den Tierschutz. Chapeau! 
Als der Teenager aus Down Under in diesem Jahr nun seine ersten Schritte auf dem Tanzparkett wagte, lag Verblüffung in der Luft. Der Contemporary aus Staffel 21 Dancing With The Stars, den Bindi mit ihrem Tanzpartner zauberte, wird wohl einer meiner ewigen Favoriten bleiben. Crikey! Nicht minder grandios dann einige Wochen später ihr Freestyle. (Um nur zwei Beispiele anzuführen.) Hier wurde nicht nur getanzt, sondern eine Geschichte, ein Lebensweg erzählt. Welch ansteckende Dynamik.


Contemporary ~ Bindi Irwin & Derek Hough



Freestyle ~ Bindi Iriwn & Derek Hough



♫♫ Hinter Alexander Jean verbirgt sich das Duo BC Jean und Mark Ballas, die gemeinsam Musik schreiben und diese mit ihren Fans teilen. Eine geniale Kollaboration mit ganz viel Stimme, Musikalität und Herz. Liebe auf den ersten Ton! 




♫♫ Revolverheld zeichneten 2015 ihr MTV Unplugged Konzert auf und brachten mit Du weißt nicht was du willst zum Ende des Jahres noch einmal ein Stück heraus, dessen Akustikinterpretation mich sofort überzeugt hat.




♫♫ Wenn ich schon einmal bei dem deutschsprachigen Liedgut bin, muss ich auch unbedingt Mark Forsters Bauch und Kopf als einen meiner deutlichen musikalischen Favoriten des Jahres hervorheben.




♫♫ Apropos Favorit, wenn es darum geht, (m)einen absoluten Liebling in Sachen Unterhaltung zu benennen, geht nichts über die US-Serie Nashville. Hier bringt nicht nur das Drehbuch reichlich Drama rund um das Musikbusiness mit sich, sondern darüber hinaus leisten die Darsteller gesanglich durchweg Großes. Begeisterung pur!





Auch Twitter wusste mich in diesem Jahr immer wieder vorzüglich zu unterhalten und vor allem echt zu überraschen. Ach ja, du liebe virtuelle Welt! 










Und jetzt: Konfetti für alle!!!



Dienstag, 30. Dezember 2014

[Jahresrückblick] 2•0•1•4 en bloc

Mit dem vor der Tür stehenden Jahreswechsel wird es schleunigst einmal Zeit, auf mein Buchblogjahr 2014 zurückzusehen, oder? 
Genau das möchte ich an dieser Stelle auch tun, weil ich denke, dass es nie verkehrt sein kann, schöne Erinnerungen noch einmal lebendig werden zu lassen.

Selbstredend, die zurückliegenden 12 Blogmonate hatten so manches in petto für mich, dem ich entweder schon mit eifriger Vorfreude entgegengefiebert hatte oder von dem ich nie gedacht hätte, dass ich Teil solch toller und mich positiv einnehmender Projekte hätte werden können.

Da ich in der komfortablen Lage bin, die Wahl der Qual gehabt zu haben, kann ich natürlich nur einige der Highlights anschneiden. Ansonsten würde es den Rahmen womöglich sprengen und wie säßen nächstes Jahr noch an diesem einen Blogpost ...

Besonders gefreut habe ich mich beispielsweise auf sehr bereichernde und unterhaltsame Weise in die Arbeit der beiden Autorinnen Adriana Popescu (Carrie Price) und Anne Freytag (Ally Taylor und auch Anne Sonntag) involviert zu sein. Zwei quirlige und herzlich-verschrobene Persönlichkeiten, die nicht ohne Grund von ihren Lesern mit Jubel, Trubel, Heiterkeit überall empfangen werden, wo sie aufschlagen. Die Lieblingsgefühle-Blogtour war daher ebenso ein Vergnügen wie das Verfassen der Pressestimmen zu den "Make it count"-Romanen und das leibhaftige Treffen mit den beiden auf der diesjährigen LoveLetter Convention in Berlin.

Apropos Adriana Popescu. Habe ich es als Pressestimme doch tatsächlich auf den Buchrücken ihrer italienischen Version von Lieblingsmomente, Stanotte il cielo ci appartiene, geschafft. Wie krass ist das denn bitte??? Schon ziemlich. Und eine echte Ehre obendrein.

Außerdem durfte ich im Verlaufe des Jahres mehrfach erleben, wie freundschaftlich es zwischen Bloggern, die als Menschen auf gleicher Wellenlänge agieren, zugehen kann. Ob Urlaubspost (im abgestempelten Briefumschlag), Überraschungspäckchen oder beständig enthusiastische Worte der Bestärkung — all das gab's reichlich von verschiedenen Seiten und ich bin mehr als dankbar dafür. Besonders möchte ich stellvertretend als prädikat-wertvoll-verdienende Wegbegleiter Katha, Ellen und Bröselchen anführen. Und auch Hannah über den virtuellen Weg gelaufen zu sein, ist eine stete Freude.
Überhaupt ist es irgendwie erstaunlich (und dann auch irgendwie doch so gar nicht), in welche kleinen und großen Netzwerke, freundschaftliche Verbundenheiten und tolle Begegnungen wir durchs Bloggen hineinwachsen. Autoren und Verlage, gleichgesinnte Bücherwürmer und Blogger, Fans und Follower — ein Miteinander, das Spaß macht. Danke euch allen!

Okay, wie es sich für einen Jahresrückblick auf einem Buchblog gehört, kann ich euch natürlich nicht ins neue Jahr schicken, ohne ein paar meiner absoluten Buchhighlights noch einmal ins rechte Licht zu rücken. Ihr wisst ja, wie das so ist, nicht wahr? Lange Rede, kurzer Sinn, hier nun in loser Reihenfolge einige Buchperlen meines Schmuckkästchens (samt Verlinkung zu den jeweiligen Rezensionen)

Adriana Popescu: Lieblingsgefühle
Mit diesem Roman verbindet mich einiges mehr als das "reine Lesen". Vielmehr repräsentiert er so etwas wie das Ticket zu einer Reise, die in vielerlei Hinsicht über ein Heute-Gelesen-und-morgen-Weiterempfohlen hinauswirkt.

Anne Freytag: Renate Hoffmann
Ein Roman, der zwar nicht "mainstream" sein mag, mich dafür umso mehr begeistert hat. Wenn ich sage, dieses Buch ist wie für mich gemacht, dann stimmt das zu 434%. Eine "Andersartigkeit", die ich liebe.

Derek Hough: Taking The Lead — Lessons From A Life In Motion
Jeder hat so Bücher, die ihn lange Zeit begleiten. Dieses hier hat sich im Nu zu einem meiner ewigen und wohl gehüteten Buchschätze gemausert. Ein inhaltliches Schwergewicht, das mit keiner größeren Persönlichkeit in jedem einzelnen Kapitel daherkommen könnte.

Ellen DeGeneres: Seriously ... I'm Kidding
Humor, Liebe zum Leben und filigrane Skurrilität vom Feinsten. Ein Buch, dessen enormer Unterhaltungswert mehr als lebhaft zwischen den Zeilen herumtollt. Für mich Lektüre exakt nach meinem Geschmack.

Huntley Fitzpatrick: Mein Sommer nebenan
Ein Jugendbuch, dessen gesamtes Erscheinungsbild und Wirkungsgefüge mich nachdrücklich angesprochen hat. Tatsächlich wurde ich als Leser von der vielschichtigen Welt der Figuren förmlich absorbiert.

Rachel Cohn & David Levithan: Dash & Lily's Book of Dares
Eines jener Jugendbücher, dessen Protagonisten mich ab der ersten Seite sofort um den Finger gewickelt haben. Beinahe zu schön, um wahr zu sein, doch schlicht und ergreifend eine Hommage an die Freundschaft.

Shawn Johnson: Winning Balance
Ein Buch voller lebensbejahender Botschaften und reflektierter Episoden aus dem Leben einer Hochleistungssportlerin. Der lebendige Erzählstil sorgte dafür, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen konnte und wollte.


Des Weiteren fällt die Verfilmung von John Greens Das Schicksal ist ein mieser Verräter ebenso in meine Highlight-Rubrik. 
Als ich im letzten Jahr den Roman gelesen habe, war ich schon mehr als begeistert und berührt. Die Geschichte jetzt in bewegten Bildern zu erleben, war noch einmal ein ziemlich besonderes und emotional nachdrückliches Erlebnis. Dass die verfilmte Adaption eines Romans ein völlig anderes Medium ist als das Original zwischen zwei Buchdeckeln, dessen bin ich mir immer bewusst. Daher vergleiche ich beides auch nie wirklich bis ins kleinste Detail, weil ich eben weiß, dass die Prioritäten und Möglichkeiten der Umsetzung vollkommen verschieden sind. An diesem Beispiel nun allerdings zu sehen, mit welch formidablen Fingerspitzengefühl der Romanvorlage schauspielerisches Leben eingehaucht worden ist, ist phänomenal. Ein großer Pluspunkt, und der Film rückte schnurstracks in die Gruppe meiner Lieblingsfilme. Jetzt nicht wirklich die Überraschung. 


Ach ja, Musik durfte in diesem Jahr selbstverständlich auch nicht fehlen! Demzufolge bin ich wahrlich dankbar für so manche unvergessen bleibenden Konzertabende, aber auch für all die Künstler, die mich mit ihrer Musik abseits der Bühne zu begeistern wussten. Einige der Lieder, die aus verschiedenen Gründen und dank eines kontinuierlichen Dauerhörens auf meinem "Mixtape 2014" keinesfalls fehlen dürften, sind Folgende:


Unbreakable von Nick Howard


I Want Crazy von Hunter Hayes


Wake Me Up In Nashville von Sam Palladio


Thinking Out Loud von Ed Sheeran


Ohne zurück zu sehen von Tim Bendzko



Und auch das Interagieren auf Twitter sorgte bei mir manches Mal für Staunen. Besonders als ich dort ein paar favorisierte Tweets und Retweets von Persönlichkeiten/Künstlern (Nick Howard, Shawn Johnsons Body Department, Sam Palladio, Michael Kessler, Monique Coleman, Bec Lavelle, Clare Bowen, Amy Purdy, Hannah Trigwell), die in meinem Verständnis durchaus namhaft sind und Inspiration liefern, entdeckte. Hach ja, die unbegrenzten Möglichkeiten der sozialen Medien ...





Ich hoffe, ihr hattet 
(auf allen Ebenen eures Wirken) ein ähnlich grenzenlos bereicherndes Jahr 2014. Literarische Highlights natürlich inklusive. Für welches Buch oder Leseerlebnis seid ihr besonders dankbar? Da gibt es doch bestimmt das eine oder andere zu nennen ...


Hier noch eines meines Lieblingszitate: 

"Every time you say, "I can't do that," "I don't have what it takes," "It's too late," or "I'm not good enough," you're keeping yourself from living your truth." 

— Derek Hough

In diesem Sinne: Lasst euer Jahr nun ganz nach eurem Geschmack ausklingen! Wir lesen uns dann 2015 wieder. Es würde mich riesig freuen, wenn ihr dann noch immer neugierig auf Neues und die (schreibend ausgelebte) Kreativität liebend mit von der Partie wärt. 

Bis dahin: Macht's gut und feiert einen bunten, gesunden und vielversprechenden Jahreswechsel!!!


Freitag, 15. August 2014

[Rezension] Taking the Lead (Derek Hough)

Derek Hough: Taking the Lead — Lessons from a Life in Motion 

Ich freue mich auf viele Bücher. Doch auf dieses habe ich mich zugegebenermaßen noch ein Quäntchen mehr gefreut. Weshalb? Weil ich über alle Maßen gespannt war, was Derek Hough, der ein im wahrsten Sinne des Wortes bewegtes Leben führt, zu erzählen hat.
Knapp 190 Seiten später kann ich feststellen, dass es sich hierbei in der Tat um ein Buch handelt, das mich noch lange begleiten wird. Denn es ist, über die persönlichen Anekdoten hinaus, randvoll an cleverer, inspirierender Neugier aufs Leben. Ich bin und bleibe begeistert!


~ Rezension ~

Wenn Motivation den Takt angibt.

Als viertes und sehr quirliges von fünf Kindern verbrachte Derek Hough in Utah die ersten zehn Jahre seines Lebens. Bewegungsdrang und Waghalsigkeit bestimmten nicht selten seine Unternehmungen und es dauerte nicht lang, bis er seine Schwestern ins Tanzstudio begleitete. (Dass er dort in Gesellschaft von vielen anderen Mädchen war, kam ihm nur allzu entgegen. Natürlich.) Schnell wurden Dereks Tanztalent entdeckt und seine Qualitäten als Entertainer gefördert. Doch dass hinter jener lustigen Fassade ein kleiner Junge ein tiefes Trauma zu verarbeiten hatte, über das er mit seinen Eltern erst Jahrzehnte später sprechen konnte, ahnte niemand. Als Derek als Elfjähriger die Chance auf eine Tanzausbildung in England bekam, zögerte er keine Minute. Nur seine Eltern mussten überzeugt werden, ihren Sohn ziehen zu lassen. Aus drei Monaten Austauschschülersein wurden nahezu zehn Jahre. Und aus dem aufgedrehten, disziplinierten, aber von schmerzhaftem  Mobbing verfolgten Jungen wurde einer der vielseitigsten Tänzer und Choreographen der Gegenwart, der 2013 mit einem Emmy in der Kategorie "Outstanding Choreography" ausgezeichnet wurde.

Kaum ein Titel könnte die Choreographie und Philosophie, nach der Derek Hough tanzt und lebt, bildlicher auf den Punkt bringen als Taking the Lead — Lessons from a Life in Motion. Zufriedenheit resultiert aus Selbstreflektion, so die Grundessenz des Buchs, das voller Botschaft und Unterhaltung steckt.

Derek Hough erzählt, und es fühlt sich an, als würde er die Leser dabei an die Hand nehmen, auf die Tanzfläche (des Lebens) führen und mit ihnen nicht nur seine Passion zum Tanzen teilen, sondern ihnen ein aufrichtiges Stück Lebensfreude schenken.

Wer den Tänzer und Choreographen aus dem TV-Format Dancing With The Stars kennt, wird rasch erkennen, dass sich seine positive und herzliche Präsenz nicht allein auf sein Wirken vor der Kamera beschränkt. Wem Derek Hough bisher noch über den Weg getanzt ist, wird durch dieses Buch nicht weniger zu begeistern sein können.

Es sind nicht nur die Episoden, die Derek Hough betrachtet. Es ist vielmehr die Art, mit der er diese zu erzählen weiß. Ehrlich, selbstkritisch und mit der für ihn bezeichnenden Portion Esprit und Bescheidenheit reflektiert er sich, sein Leben und die Lektionen, die er daraus gezogen hat. Damit avancieren seine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse von einem coolen Soloauftritt zu einer lebhaften Gruppenperformance. Eine ansteckende Dynamik, die ich als exemplarisch empfinde.

Der Autor lässt seine Rebellion als Scheidungskind, sein einstiges, anstrengendes Streben nach Perfektion sowie all die erlebte Ernüchterung dabei ebenso Revue passieren wie die Erfülltheit und das Glück, die ihm Adrenalinrausch und die Suche nach stets neuen Herausforderungen bringen.

Dass es Derek Hough längst nicht mehr darum geht, seine Schwächen zu kaschieren, verleiht sowohl ihm als Person als auch diesem Buch viel Sympathisches. Es entsteht das Gefühl, als würden Autor und Leser gemeinsam lernen, das Leben voller Zuversicht zu sehen. 

Neben den eigenen Blicken zurück und nach vorn sowie den Leading Lessons, welche kapitelweise Ansporn und Mut geben, kommen ebenfalls eine Reihe Weggefährten des Tänzers zu Wort. Darunter seine Schwester Julianne, seine "zweiten Eltern" und Tanzpartnerinnen wie Amy Purdy, Nicole Scherzinger und Jennifer Grey. Die Wertschätzung eines Mannes, dessen Disziplin, Talent und Bodenständigkeit beispielhaft sind, werden deutlich und klingen dabei keinesfalls wie flache Loblieder, sondern unterstreichen die Menschlichkeit eines Freundes.

Insgesamt ein Buch, dessen Stärke darin liegt, dass jedes einzelne Kapitel gefüllt ist mit Passion und Lebensfreude, Nahbarkeit und Demut. Ein Wegbegleiter, der sprichwörtlich animiert, sich an Pirouetten und Flickflacks heranzuwagen. Das, was Derek Hough als eine der größten Gaben nachgesagt wird, stellt er unter Beweis: Er berührt Menschen.

FZIT: Begeisternd. Ermutigend. Charmant.


Freitag, 8. August 2014

[Neu im Regal] Vom Perpetuum mobile in Tanzschuhen ...

Vor gar nicht allzu langer Zeit ging in Buchbloggerkreisen die Frage um, ob und inwiefern man selbst Neuerscheinungen nicht nur zeitnah nach dem Erscheinungstermin liest, sondern gar das eine oder andere Buch vorbestellt?

Bei aller Buchliebe gerade Letzterem komme ich äußerst selten (!) nach. So geduldig bin ich ... meist. Doch, ich gestehe, in diesem einen sehr speziellen Fall musste ich es machen. Ich konnte nicht anders.

Dieser sehr spezielle Fall trägt den Titel Taking the Lead — Lessons from a Life in Motion von Derek Hough.

Allein Autor und Titel sind für mich Grund genug, dieses Buch un-be-dingt lesen zu wollen!

Denn ich bin seit geraumer Zeit wirklich Fan von der außergewöhnlichen Persönlichkeit und der Arbeit und Lebenseinstellung Derek Houghs. Doch beinahe noch mehr als das Was mag ich das Wie hinter alledem. Ein Künstler, der exzellent ist, in dem was er macht, und ein erfrischender Sympathieträger, der seinen Sport — das Tanzen — um so vieles bereichert und wie ganz selbstverständlich die eigene Freude und Passion teilt. Darüber hinaus beeindrucken (mich) seine Bescheidenheit, Dankbarkeit und übers Tanzen hinaus gehende Talentvielfalt. Sollte ein Perpetuum mobile bei Gelegenheit mal personifiziert werden müssen, Derek Hough wäre eine Idealbesetzung.

Unter uns: Also eines der Bücher, deren Erscheinungstermin so in etwa mit Weihnachten auf einer Stufe steht, wenn ihr versteht, was ich meine. Denn, ich glaube, der Mann, der als 12-Jähriger allein mit seiner Schwester aus den USA nach Großbritannien ging und seinen Weg vom schüchternen Außenseiter zu einem der besten und beliebtesten Choreographen getanzt hat, hat viele spannende Geschichten zu erzählen ...