"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
Posts mit dem Label Harper Collins werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Harper Collins werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 27. Januar 2015

[Rezension] On My Own Two Feet (Amy Purdy)

Amy Purdy: On My Own Two Feet — From Losing My Legs to Learning the Dance of Life 

"I had a choice — and I chose to live." 

Mit diesem Bekenntnis begann für Amy Purdy ein zweites Leben. Ein Leben, das im Verlaufe der zurückliegenden Jahre eine Bereicherung für so viele andere Menschen  Freunde und Fremde gleichermaßen  geworden ist.

Dieses Buch gehört zu den wenigen, deren Veröffentlichung ich absolut und ohne Wenn und Aber entgegengefiebert habe. In der Sekunde, in der ich hörte, dass Amy Purdy eine Autobiografie schreiben würde, wusste ich sofort, dieses Werk MUSS ich lesen!

Amys Geschichte berührt allein, wenn man die Berichterstattung in den Medien verfolgt. Doch um einiges intensiver gestaltet sich jene Wahrnehmung beim Eintauchen in ihr Buch. Eine großartiges Vergnügen, das schwer Schlucken, breit Lächeln und von Herzen Gönnen und Wünschen lässt. GROSSGESCHRIEBENE LESEEMPFEHLUNG!


~ Rezension ~

Es ist an uns selbst, das Leben zu etwas Wunderbarem zu machen!

Im Alter von 19 Jahren war Amy Purdy kerngesund und mit sich im Reinen. Als Massagetherapeutin und Snowboarderin hatte sie viele Pläne, die nur darauf warteten, umgesetzt zu werden. Aber dann erkrankte sie von heute auf morgen an einer bakteriellen Meningitis und musste um ihr Leben kämpfen. Mit Einlieferung ins Krankenhaus wurde ihren Eltern mitgeteilt, dass Amy in diesem Zustand womöglich nur noch zwei Stunden blieben. Doch dank ihres unbändigen Willens und einer unerschütterlichen Dankbarkeit dem Leben gegenüber, überstand sie diese Krise, während der sie allerdings ihre beiden Beine, ihre Milz und eine gesunde Nierentätigkeit verlor. Mit ihren beiden Beinprothesen und einer Spenderniere ihres Vaters gelang Amy schließlich das (von den Ärzten) unmöglich Geglaubte: Sie fuhr wieder Snowboard. Inzwischen haben sich neben all den persönlichen Erfolgen, zu denen die Gründung der Non-Profit Organisation Adaptive Action Sports und ein gefragter Job als Motivationsrednerin zählen, auch die größten Triumphe eingestellt, die eine gesamte Nation bewegen: Amy Purdy gewann 2014 Bronze bei den Winter-Paralympics und wurde Zweitplatzierte bei Dancing With The Stars.

In ihrer Autobiografie On My Own Two Feet erzählt Snowboarderin und Philanthropin Amy Purdy (gemeinsam mit Michelle Burford) auf berührende und Mut machende Weise von ihrem Schicksal, mit dem sie nie zu hadern vermochte. Im Gegenteil, als es hart auf hart kam, beflügelte sie die Suche nach der Antwort auf folgende Frage: "If my life were a book, and I were the author, how would I want my story to go?" 

Es ist ein Leichtes, dass einem beim Lesen der Geschichte Amy Purdys die Superlative ausgehen. Wenig verwunderlich. Doch neben all den unbeschreiblichen Meilensteinen, die Amy Purdy in ihrem Leben bereits erfolgreich passiert hat, strahlt vor allem ihre bescheidene Persönlichkeit über allem. Sie hat nie danach gestrebt, zu einer Inspiration für Millionen von Menschen zu werden. Sie lebt einfach nach allen kreativen Regeln der Kunst und möchte damit zeigen, welche Steilhänge im Leben sich auf die eine oder andere Weise meistern lassen.

Jene gleichermaßen erfrischende wie beeindruckende Willensstärke ist schlichtweg ansteckend. In jedem einzelnen Kapitel des Buches schimmern Lebensmut und -freude hindurch. Selbst während der dunkelsten, schmerzhaftesten Stunden verlor Amy nie ihren selbst gesteckten Fokus — der Sinnhaftigkeit ihres Schicksals — aus dem Auge.

Das Buch ist ein Mosaik aus den einzelnen Lebensabschnitten und Träumen der Autorin. Dabei werden die Erinnerungen an ihre Kindheit in Las Vegas ebenso emporgehoben wie ihre Nahtoderfahrung während einer Not-OP und die zehrenden Monate nach ihrer Beinamputation oder auch Amys sehnlichster Wunsch, wieder auf dem Snowboard zu stehen. Gemeinsam mit ihrem Freund Daniel reiste sie später nicht nur um die Welt, sondern engagierte sich unermüdlich dafür, ihren geliebten Wintersport zu einer paralympischen Disziplin zu machen. 

So schmerzlich und erschütternd sich manche Episoden lesen, ebenso lebensbejahend, motivierend und, ja, inspirierend ist der Grundtenor dieses Buchs. Verletzlichkeit und Stärke bedingen einander. Amy verleiht, ganz ihrem Charakter entsprechend, ihrer Geschichte eine quicklebendige Portion (Galgen-) Humor und Aufrichtigkeit. Ein Authentizitätsfaktor, den ich gar nicht deutlich genug unterstreichen kann.

Rückschläge und Enttäuschungen teilt die Autorin gleichermaßen wie ihre innersten Glücksgfühle und Gedanken. Es fühlt sich beinahe an, als würde sie den Leser mit in den Schnee nach Sotschi oder auf die Tanzfläche zu Dancing With The Stars nehmen. 

Amy Purdys Buch ist ein Geschenk, das voller tiefster Hingabe und spürbarer Dankbarkeit, größtem Kämpferherzen und leuchtender Großzügigkeit steckt. Eine Hommage an das Leben und die Wahrnehmung und Ausschöpfung dessen  allen Unwegsamkeiten zum Trotz.

FZIT: Wegweisend. Ermutigend. Lebensbejahend.


Dienstag, 20. Januar 2015

[Neu im Regal] Nicht einfach ein Buch, sondern ein MUSS!

On My Own Two Feet von Amy Purdy ist, ich kann und möchte es gar nicht anders sagen, ein Buch, auf das ich seit Monaten über alle Maßen entgegengefiebert habe. Es ist sozusagen DAS BUCHDenn seit ich im vergangenen Jahr damit begonnen habe, die gleichermaßen unglaubliche wie phänomenal inspirierende Geschichte Amys zu verfolgen, bin ich großer Fan ihrer strahlenden und ebenso bescheidenen Persönlichkeit.

Amy Purdy, die weltweit einzige Snowboarderin mit zwei Beinprothesen, ist vielen Menschen seit den Paralympics 2014, bei denen sie Bronze gewann, ein Begriff. Doch spätestens seit sie drei Tage nach dem Triumph in Sotschi die ersten Schritte auf dem Tanzparkett der US-amerikanischen Fernsehsendung Dancing With The Stars wagte und sich bis ins Finale tanzte, gilt sie als eines der Vorbilder einer ganzen Nation. 
Vor 16 Jahren erkrankte Amy Purdy plötzlich an einer bakteriellen Meningitis. Binnen 24 Stunden sank ihre Überlebenschance auf weniger als 2%. Doch sie kämpfte sich dank einer beeindruckend positiven Lebenseinstellung und schierem Willen zurück und wuchs dabei über sich hinaus.

Wie sehr ich mich über die Tatsache, dass es dieses Buch in mein Bücherregal geschafft hat, freue, kann ich gar nicht richtig in die passenden Worte fassen. 

Das Leseerlebnis kann kommen! So viel vorab: Ich hab ein ziemlich gutes Gefühl!!!


Amy Purdys dritter Lauf bei den Paralympics 2014



Amy Purdy & Derek Hough bei Dancing With The Stars: Freestyle




Freitag, 15. August 2014

[Rezension] Taking the Lead (Derek Hough)

Derek Hough: Taking the Lead — Lessons from a Life in Motion 

Ich freue mich auf viele Bücher. Doch auf dieses habe ich mich zugegebenermaßen noch ein Quäntchen mehr gefreut. Weshalb? Weil ich über alle Maßen gespannt war, was Derek Hough, der ein im wahrsten Sinne des Wortes bewegtes Leben führt, zu erzählen hat.
Knapp 190 Seiten später kann ich feststellen, dass es sich hierbei in der Tat um ein Buch handelt, das mich noch lange begleiten wird. Denn es ist, über die persönlichen Anekdoten hinaus, randvoll an cleverer, inspirierender Neugier aufs Leben. Ich bin und bleibe begeistert!


~ Rezension ~

Wenn Motivation den Takt angibt.

Als viertes und sehr quirliges von fünf Kindern verbrachte Derek Hough in Utah die ersten zehn Jahre seines Lebens. Bewegungsdrang und Waghalsigkeit bestimmten nicht selten seine Unternehmungen und es dauerte nicht lang, bis er seine Schwestern ins Tanzstudio begleitete. (Dass er dort in Gesellschaft von vielen anderen Mädchen war, kam ihm nur allzu entgegen. Natürlich.) Schnell wurden Dereks Tanztalent entdeckt und seine Qualitäten als Entertainer gefördert. Doch dass hinter jener lustigen Fassade ein kleiner Junge ein tiefes Trauma zu verarbeiten hatte, über das er mit seinen Eltern erst Jahrzehnte später sprechen konnte, ahnte niemand. Als Derek als Elfjähriger die Chance auf eine Tanzausbildung in England bekam, zögerte er keine Minute. Nur seine Eltern mussten überzeugt werden, ihren Sohn ziehen zu lassen. Aus drei Monaten Austauschschülersein wurden nahezu zehn Jahre. Und aus dem aufgedrehten, disziplinierten, aber von schmerzhaftem  Mobbing verfolgten Jungen wurde einer der vielseitigsten Tänzer und Choreographen der Gegenwart, der 2013 mit einem Emmy in der Kategorie "Outstanding Choreography" ausgezeichnet wurde.

Kaum ein Titel könnte die Choreographie und Philosophie, nach der Derek Hough tanzt und lebt, bildlicher auf den Punkt bringen als Taking the Lead — Lessons from a Life in Motion. Zufriedenheit resultiert aus Selbstreflektion, so die Grundessenz des Buchs, das voller Botschaft und Unterhaltung steckt.

Derek Hough erzählt, und es fühlt sich an, als würde er die Leser dabei an die Hand nehmen, auf die Tanzfläche (des Lebens) führen und mit ihnen nicht nur seine Passion zum Tanzen teilen, sondern ihnen ein aufrichtiges Stück Lebensfreude schenken.

Wer den Tänzer und Choreographen aus dem TV-Format Dancing With The Stars kennt, wird rasch erkennen, dass sich seine positive und herzliche Präsenz nicht allein auf sein Wirken vor der Kamera beschränkt. Wem Derek Hough bisher noch über den Weg getanzt ist, wird durch dieses Buch nicht weniger zu begeistern sein können.

Es sind nicht nur die Episoden, die Derek Hough betrachtet. Es ist vielmehr die Art, mit der er diese zu erzählen weiß. Ehrlich, selbstkritisch und mit der für ihn bezeichnenden Portion Esprit und Bescheidenheit reflektiert er sich, sein Leben und die Lektionen, die er daraus gezogen hat. Damit avancieren seine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse von einem coolen Soloauftritt zu einer lebhaften Gruppenperformance. Eine ansteckende Dynamik, die ich als exemplarisch empfinde.

Der Autor lässt seine Rebellion als Scheidungskind, sein einstiges, anstrengendes Streben nach Perfektion sowie all die erlebte Ernüchterung dabei ebenso Revue passieren wie die Erfülltheit und das Glück, die ihm Adrenalinrausch und die Suche nach stets neuen Herausforderungen bringen.

Dass es Derek Hough längst nicht mehr darum geht, seine Schwächen zu kaschieren, verleiht sowohl ihm als Person als auch diesem Buch viel Sympathisches. Es entsteht das Gefühl, als würden Autor und Leser gemeinsam lernen, das Leben voller Zuversicht zu sehen. 

Neben den eigenen Blicken zurück und nach vorn sowie den Leading Lessons, welche kapitelweise Ansporn und Mut geben, kommen ebenfalls eine Reihe Weggefährten des Tänzers zu Wort. Darunter seine Schwester Julianne, seine "zweiten Eltern" und Tanzpartnerinnen wie Amy Purdy, Nicole Scherzinger und Jennifer Grey. Die Wertschätzung eines Mannes, dessen Disziplin, Talent und Bodenständigkeit beispielhaft sind, werden deutlich und klingen dabei keinesfalls wie flache Loblieder, sondern unterstreichen die Menschlichkeit eines Freundes.

Insgesamt ein Buch, dessen Stärke darin liegt, dass jedes einzelne Kapitel gefüllt ist mit Passion und Lebensfreude, Nahbarkeit und Demut. Ein Wegbegleiter, der sprichwörtlich animiert, sich an Pirouetten und Flickflacks heranzuwagen. Das, was Derek Hough als eine der größten Gaben nachgesagt wird, stellt er unter Beweis: Er berührt Menschen.

FZIT: Begeisternd. Ermutigend. Charmant.


Freitag, 8. August 2014

[Neu im Regal] Vom Perpetuum mobile in Tanzschuhen ...

Vor gar nicht allzu langer Zeit ging in Buchbloggerkreisen die Frage um, ob und inwiefern man selbst Neuerscheinungen nicht nur zeitnah nach dem Erscheinungstermin liest, sondern gar das eine oder andere Buch vorbestellt?

Bei aller Buchliebe gerade Letzterem komme ich äußerst selten (!) nach. So geduldig bin ich ... meist. Doch, ich gestehe, in diesem einen sehr speziellen Fall musste ich es machen. Ich konnte nicht anders.

Dieser sehr spezielle Fall trägt den Titel Taking the Lead — Lessons from a Life in Motion von Derek Hough.

Allein Autor und Titel sind für mich Grund genug, dieses Buch un-be-dingt lesen zu wollen!

Denn ich bin seit geraumer Zeit wirklich Fan von der außergewöhnlichen Persönlichkeit und der Arbeit und Lebenseinstellung Derek Houghs. Doch beinahe noch mehr als das Was mag ich das Wie hinter alledem. Ein Künstler, der exzellent ist, in dem was er macht, und ein erfrischender Sympathieträger, der seinen Sport — das Tanzen — um so vieles bereichert und wie ganz selbstverständlich die eigene Freude und Passion teilt. Darüber hinaus beeindrucken (mich) seine Bescheidenheit, Dankbarkeit und übers Tanzen hinaus gehende Talentvielfalt. Sollte ein Perpetuum mobile bei Gelegenheit mal personifiziert werden müssen, Derek Hough wäre eine Idealbesetzung.

Unter uns: Also eines der Bücher, deren Erscheinungstermin so in etwa mit Weihnachten auf einer Stufe steht, wenn ihr versteht, was ich meine. Denn, ich glaube, der Mann, der als 12-Jähriger allein mit seiner Schwester aus den USA nach Großbritannien ging und seinen Weg vom schüchternen Außenseiter zu einem der besten und beliebtesten Choreographen getanzt hat, hat viele spannende Geschichten zu erzählen ...


Montag, 3. September 2012

[Rezension] PS, I Love You (Cecelia Ahern)

Cecelia Ahern: PS, I love you 
[deutscher Titel: P.S. Ich liebe Dich]

Für hoffnungslose oder auch hoffnungsvolle Träumer (je nach entsprechender Sichtweise) ist dieses erste Buch der Irin Cecelia Ahern unumgänglich.
Ich bin durch eine Leseprobe neugierig darauf geworden und konnte es dann kaum abwarten, das Buch in Händen zu halten. Das liegt wohl auch daran, dass ich einen solch emotionalen Schreibstil einfach liebe und dann stets in den hoffenden, bangenden oder visionären Bann der Figuren gezogen werde. Das hat auch bei diesem Buch einwandfrei und ohne große Mühe geklappt. Ich wurde förmlich von den mitreißenden Sturzbächen der zwischen den Seiten rauschenden Emotionalität davongespült  ...

Cover: Harper Collins Publ. UK


~ Rezension ~

Für immer und ewig und darüber hinaus …

Nach dem Tod ihres geliebten Ehemanns Gerry versinkt Holly in hoffnungsloser Melancholie und Trauer. Das Leben scheint für die junge Witwe keinen Sinn mehr zu haben, bis sie eines Tages ein Päckchen erreicht, dessen Inhalt sie sich neu (er)finden lässt.
Gerry hat Holly vor seinem Tod zehn wunderbare Briefe, je einen für jeden noch folgenden Monat des Jahres, geschrieben, in denen er sie auffordert, an sich und eine hoffnungsvolle Zukunft zu glauben. Mit Hilfe ihrer Familie und Freunde entdeckt Holly wieder, was es bedeutet wirklich zu leben, auch wenn ihr die Wehmut über den Verlust Gerrys stets aufs Neue das Herz bricht. Was können zehn Briefe, die Holly zehn Mal herausfordern neues Glück zu finden, wirklich bewirken? Und wie geht das Leben dann ohne ein PS, I Love You weiter? Für Holly beginnt eine Reise zu sich selbst …

Cecelia Ahern gelang mit ihrem Debütroman ein Stück Literatur, das mittlerweile schon beinahe als Vorzeigebeispiel für herzerwärmende Liebesgeschichten zählen kann. Das klassische Happy End ist, das wird unvermittelt deutlich, unerreichbar. Doch wie gelingt es stattdessen und basierend auf dem Porträt einer trauernden Witwe, eine Geschichte zu erzählen, deren Mischung aus Lethargie und Energie zu einem Wegweiser wird, der über den Rahmen der Fiktion hinausreicht?

Holly wird als Protagonistin gezeichnet, die unterschiedlichste Facetten vereint. Ihr Schicksal symbolisiert einerseits die Gratwanderung am emotionalen Abgrund, anderseits schimmert es als warmer Hoffnungsträger. 
Die Route durch das durchwanderte Tal der Tränen wird dabei von den Briefen Gerrys maßgeblich vorgeben. Mit beeindruckendem Fingerspitzengefühl sorgen vor allem Gerrys Zeilen für das Leuchten und Lachen im Dunkeln.

PS, I Love You besticht durch hervorragend dargebotene Emotionen, welche die gesamte Bandbreite abdecken: Fassungslosigkeit und Zerbrechlichkeit, Glaube und Hoffnung, Freundschaft und Liebe. Vor allem mochte ich die bildhafte Sprache, durch welche die Charaktere sehr authentisch und lebensnah wirken. Die Achterbahn der Gefühle, welche die Figuren erleben, überträgt sich von Kapitel zu Kapitel ganz selbstverständlich auf den Leser an Hollys Seite.

Was für mich — über den hohen Grad an fulminanter Emotionalität hinaus   besonders erwähnenswert scheint, ist die Botschaft, die Cecelia Ahern in ihren Roman legt. Sie macht die wichtige Thematik der Trauerarbeit zu einer alles entscheidenden Komponente und weiß dabei stets den optimistischen Grundtenor zu halten. Die Balance zwischen überwältigender Traurigkeit und zurückgewonnenem Lebensmut empfinde ich ohne Frage als eine Stärke dieses Buches.

Insgesamt ein wahrer Herz-Schmerz-Roman, dessen Gefühlsbetonung in einer eigenen Liga spielt. Ein fiktiver Kontext, der dennoch nicht selten beängstigend real scheint und die Frage nach dem eigenen Was-wäre-wenn-Szenario sozusagen auf dem Silbertablett serviert.

F★ZIT: Schwebend. Zerschmetternd. Berührend.