"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Donnerstag, 22. Januar 2015

[Schreibzeugkiste] Ein Stück "Contemporary" zum Kosten

Wie ihr möglicherweise wisst, schreibe ich neben Buchbesprechungen, Reiseberichten und anderen Blogartikeln für mein Leben gern und ausschweifend ebenso fiktive Texte. Und da dies der Fall ist, dachte ich mir: Hey, weshalb diese Passion nicht in den ohnehin buchstabenlastigen Blog einbinden? Klingt plausibel, oder? Falls ihr also Lust habt, könnt ihr hier einen klitzekleinen Auszug aus einem romanähnlichen Werk (?) lesen, an dem ich momentan hinter den Kulissen tüftle.

Allzu viel möchte ich vorerst noch gar nicht verraten. Aber wie im Titel eventuell bereits andeutet, spielt das Tanzen und die Liebe zu dieser Lebenskunst eine nicht unwichtige Rolle im Fortgang der Handlung und damit im Leben von Protagonistin Rose.

Lasst mich ruhig wissen, was ihr meint! (Eintagsfliege? Fortsetzung? ...) Würde mich nämlich schon interessieren. Ganz gleich, wie euer erster Eindruck ausfällt: Danke schön fürs Zeitnehmen und Lesen meiner Zeilen. Das ist, so sehe ich es, bei all der Vielzahl entzückend kreativer Arbeiten, die uns tagtäglich umgeben, keine Selbstverständlichkeit.


~ Contemporary ~ 
© Kora Kutschbach

[...] "Wer brauchte Worte, wenn es all jene fließenden, ausdrucksvollen Bewegungen gab?
Sie hatte seit jeher diese Magie gefühlt, die entstand, wann immer sie Rhythmus, grenzenlose Kreativität und tiefe Emotion miteinander in Einklang bringen konnte. Man konnte es drehen und wenden, wie man wollte. Es war, als würde Rose sämtliche sie zurückhaltende Ketten sprengen und in eine andere Dimension – in ihre Welt – eintauchen. Was auf der Bühne leichtfüßig und verzaubernd aussah, setzte unheimliche Disziplin, Ausdauer und Schmerzunempfindlichkeit voraus.

Doch auch jene schweißtreibenden, für Blessuren und gedehnte Sprunggelenke sorgenden Stunden harten Trainings liebte Rose. Denn für sie vervollständigten erst diese atemlos machenden Einheiten das Mosaik. Sie konnte gar nicht genug davon bekommen, in die Feinheiten und Verrücktheiten des Möglichen einzutauchen. Wobei besonders das Kratzen am auf den ersten Blick Unmöglichen noch viel großartiger war. Dieses Außer-Rand-und-Band-Sein war purer Genuss. Nichts und niemand engte sie ein. Für ein paar Stunden gab es keine Barrieren, keine Limits, keine Bedenken. Jede Herausforderung war eine Köstlichkeit, und Rose griff ausgiebig zu – Nachschlag inklusive. 

Dann kam alles anders. Von jetzt auf gleich änderte sich das Leben brutal. Um sich selbst nicht zu verlieren, tat Rose das, was sie damals für das einzig Richtige hielt: Sie verschloss all die wundervollen Erinnerungen und Gefühle in einem Vakuum und sperrte sie weg. Ebenso wie ihre Tanzschuhe. So weh es tat."  [...] 


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