"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Freitag, 8. März 2013

[Rezension] Ziemlich krumme Dinger (C. J. Skuse)

C. J. Skuse: Ziemlich krumme Dinger

Wer Süßigkeiten ebenso sehr mag wie ich, dem wird dieses Buch prächtig gefallen. Die Geschichte ist einfach schräg und amüsiert, wenngleich ein kleiner Tenor an Ernsthaftigkeit mitschwingt. 
Ein Werk, das von Chicken House publiziert worden ist und das einer Wundertüte farben- und geschmacksfroher Geleebohnen gleicht, die jegliche Normalität für ein Weilchen zu lapidar erscheinen und daher ad acta legen lässt.


~ Rezension ~

Eine neue Generation von Superhelden

Die Argent-Zwillinge Paisley und Beau sind das Spektakel um ihre Personen gewohnt, schließlich ging ihr Schicksal vor zehn Jahren einer ganzen Nation zu Herzen. 
Mittlerweile haben die beiden grundverschiedenen Teenager jedoch eine andere Mission, bei der sie zu fragwürdigen, allerdings wirkungsvollen  Bandagen greifen: Sie wollen endlich ihren Dad finden, der im schrillen Las Vegas verweilt und der von der nach Ruhm und Reichtum strebenden Großmutter auf Distanz gehalten wird. Doch wenn sich Paisley einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, gibt es kein Wenn und Aber. Daher geraten sie und ihr Bruder schneller in einen Strudel "ziemlich krummer Dinger", die ungeahnte Konsequenzen nach sich ziehen, als ihnen lieb ist.

Mit diesem temporeichen, direkten und juvenil daherkommenden Roman erzählt C. J. Skuse eine Geschichte, die wohl das Lebensgefühl - gespickt von Freiheit, Selbstbestimmung, Übermut - der heranwachsenden Generation auf unterhaltsamste Weise transportiert.

Die abgedrehte und sich stetig zuspitzende Handlung wird vor allem durch die Lebendigkeit der beiden Protagonisten, die sich trotz oder eben wegen ihrer starken Persönlichkeitskontraste wunderbar ergänzen, getragen. 
Die Wunderzwillinge sind ein Phänomen, das zum Mitfiebern geradezu einlädt und perfekt in die Kulisse des überwältigenden Las Vegas' passt! Eine rauschende Achterbahn aus Überschwang und krimineller Energie, Spürsinn und sich verselbstständigender Ikonenmalerei brachte die Autorin mit diesem Werk zu Papier.

Die Charaktere, welche die Autorin erschuf, mochte ich vorrangig wegen ihrer überspitzen Darstellung, wobei die Rolle der boshaften Großmutter dem Ganzen die Krone aufsetzt. Virginia hat rein gar nichts mit einer knuddeligen Oma gemein.

Dass das Teenagersein nicht immer ein Zuckerschlecken ist, zeigt C. J. Skuse auf recht originelle Weise auf, wobei die Bezeichnung "Zuckerschlecken" in dem hiesigen süßwarenlastigen Kontext mit völlig neuen Nuancen versehen wird.

Ein rauer, schlagfertiger und laxer Sprachgebrauch und eine dem jungen Publikum adäquate Wortwahl verleihen der Geschichte, die im Wechsel aus den Perspektiven der Zwillinge wiedergegeben wird, die passende Tonalität. 

Obgleich Ziemlich krumme Dinger in erster Linie der locker-flockigen Unterhaltung dient, so vermittelt es dennoch die Botschaft, dass Zusammenhalt, Vertrauen und Zugehörigkeit wichtige Aspekte des sozialen Miteinanders sind und somit auch den Bedürfnissen entsprechen, nach deren Erfüllung die Heranwachsenden streben.

Mich überzeugte nicht nur der sprudelnde Einfallsreichtum der Autorin, sondern gleichermaßen das Zusammenspiel der schrägen Figuren eingebettet in eine Handlung, deren Entwicklung aufgrund diverser Knalleffekte ähnlich bunt erscheint wie eine Tüte M&M's.

FZIT: Quirlig. Schlagfertig. Effektvoll.

Donnerstag, 7. März 2013

[Rezension] Schuldig (Jodi Picoult)

Jodi Picoult: Schuldig 

Dieser Roman stellt die Werte und den Zusammenhalt einer Familie in den Mittelpunkt. Welche Grenzen darf man überschreiten, wenn man tiefe seelische und körperliche Verletzungen erfahren hat? 
Die Geschichte handelt von Eltern, die wie Löwen kämpfen; von Kindern, die brutal schnell erwachsen werden; von unleugbarer Herkunft; von Vertrauensmissbrauch und dem eisigen Weg der Vergebung; von dem Wunsch nur ein einziges Mal ein Superheld sein zu können. Ein Buch, das auf vielen Ebenen berührt.


~ Rezension ~

Und eine Frage stellt sich: Wer bin ich wirklich?

In der Familie Stone sind die Rollen klar verteilt: Laura ist die Karrierefrau, Trixie ist der heranwachsende Teenager und Daniel ist der allumsorgende Vater und Ehemann.
Doch so perfekt das Familienteam auf die Außenwelt wirkt, die Fassade bekommt Risse. Einzustürzen droht das gesamte Familiengerüst, als Trixies erste große Liebe in einem Alptraum gipfelt. Damit beginnt der Kampf gegen die Dämonen der Gegenwart. Allerdings muss sich Daniel gleichfalls den Geistern seiner bisher gewissenhaft versteckten Vergangenheit stellen – eine Zerreißprobe, bei der es um Leben und Tod geht.

Schuldig beschäftigt sich mit den dunklen Abgründen hinter einer harmonisch funktionierenden Familienfassade. Harmlos scheinende Lügen können das Gewissen ebenso belasten wie bewusst begangener Verrat.

Jodi Picoult kombiniert große Emotionen mit realen Gewissensfragen, wobei Selbstfindung, Selbstaufopferung und Selbstzerstörung zwangsläufig ineinander übergehen.
Die Charaktere vereinen menschliche Stärken und Schwächen und überschreiten dabei die eigenen Grenzen ebenso wie die moralische Integrität.

Picoult greift Elemente der Philosophie Vergils, die Lebensweise der Inuit in Alaska sowie das moderne Medium des Comics auf, um die Entscheidungen und Wege der einzelnen Charaktere auszugestalten. Eine Mischung, die insgesamt die Tiefgründigkeit des Buches bestärkt.

Der Übergang von bitterer Wirklichkeit und hoffnungsfroher Fiktion ist, besonders in Zeiten der Verzweiflung, fließend. Die Frage nach dem Licht am Ende des Tunnels bleibt.

Eine wortgewaltige und emotionale Geschichte führt dem Leser die Schlagkraft und endgültige Konsequenz menschlicher (Fehl-) Entscheidungen vor Augen. Ein Buch, das die Unerschütterlichkeit der Institution Familie sowohl eindrucksvoll bestätigt als auch schonungslos widerlegt.

F★ZITStark. Aufwühlend. Reflektierend.

 

Dienstag, 5. März 2013

[Buchpost] Geburtstagsüberraschung

Für eine mächtige Überraschung sorgte die liebe Katy von BookLover mit einem vor tausend Kleinigkeiten sprühenden Paket, das mich kürzlich zum Geburtstag erreichte. Ich traute meinen Augen kaum und kann mein Staunen noch immer schwierig in die passenden Worte kleiden! Was für eine Wucht! -LICHEN DANK!!! 

Mit von der Partie war natürlich auch ein Buch. Logisch, oder? Dabei handelte es sich um Die Mechanik der Liebe von Mathias Malzieu aus dem Hause Carl's Books
Eine Buch, dessen Original im Französischen beheimatet ist und dessen Covergestaltung und Klappentext mich schon geflissentlich in Vorfreude versetzen. Klingt es doch ganz nach einem "modernen Märchen", an dem ich großen Gefallen finden könnte.



Montag, 4. März 2013

[Rezension] Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest (D. Hoßfeld)

Dagmar Hoßfeld: Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest

Als Dagmar Hoßfeld freundlich bei mir anfragte, ob ich vielleicht daran interessiert sei, ihrem neusten Buch mehr als einen Blick aufs Cover, welches ich im Übrigen richtig hübsch finde, zu widmen, zögerte ich natürlich nicht lang. Denn die Autorin hatte mich bisher durch ihren direkten Stil, der von herzlichen Schnörkeln verziert ist, überzeugt. So sollte es auch dieses Mal kommen ... Connis neuste Anekdoten gleichen einer Perlenkette aus überschwänglichen Freuden, heiß begehrten Wünschen und tränenreichen Talfahrten. Sie bilden sozusagen ein modisches Accessoire, das den Großteil der Teenies von heute kleidet. Sehr gelungen! 
Vielen Dank noch einmal an Dagmar Hoßfeld für ein lebensfrohes Lesevergnügen!


~ Rezension ~

Freud und Leid auf dem chaotischen Weg zum Erwachsensein

Conni freut sich riesig. Sie konnte es kaum erwarten. Nun ist es so weit: Ihr 15. Geburtstag steht an. Ab jetzt weht ein ganz anderer Wind, so vermutet es Conni. Sie nimmt sich daher vor, sehr genau auf die feinen Unterschiede zu achten. Doch dass das Gefühl von Freiheit und Unbeschwertheit auch Seiten mit sich bringen kann, welche die quirlige Conni wie einen Schlag in die Magengrube treffen, darauf hätte sie gut und gern verzichten können. Glücklicherweise gibt es enge Freunde, ihren Schmusekater Mau und Haselnusskuchen mit Zimtglasur.

Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest aus der Feder der erfolgreichen Kinder- und Jugendbuchautorin Dagmar Hoßfeld ist ein quicklebendiges, humorvolles Buch, das sich zugleich den Wünschen und Nöten von Teenies annimmt.

Conni ist ein liebenswerter Charakter, der vielen Lesern nicht unbekannt ist. In diesem neusten Werk läuft sie mit einer Reihe aufgedrehter Freunde zur Höchstform auf, gilt es schließlich das Leben mit 15 vollends auszukosten. Dabei werden zwar Grenzen ausgetestet, aber die Vernunft wird nie gänzlich über Bord geworfen. Eine Tatsache, die meinem Empfinden nach in gelungener Balance zueinander steht.

Die Erlebnisse werden aus der Sicht der Conni Klawitter wiedergegeben und bestehen aus erfrischenden Anekdoten aus dem typischen Teenie-Leben einschließlich großer Partyplanungen, misslungener Referate und inniger Schwärmereien. Allerdings führt die Autorin ebenso vor Augen, dass das Leben allmählich nicht nur aus Rechten, sondern ebenso aus Pflichten und vorausschauenden Entscheidungen besteht.

Wenngleich der Grundtenor der Geschichte betont jugendlich daherkommt, so werden auch ernsthafte Gespräche geführt und wichtige Aspekte des Erwachsenwerdens angeschnitten. Dabei ergänzen sich die Rollen der Protagonisten sehr geschickt und spiegeln den Querschnitt eines uns allbekannten Freundeskreises wider.

Die sympathische Art der Conni, obgleich sie gelegentlich vom Sturm an Stimmungsschwankungen begleitet wurde, fiel mir angenehm auf. Sie kann durchaus als Charakter gesehen werden, der stellvertretend für viele Mädchen ihres Alters steht.

Besonders mochte ich die detailreichen Schilderungen der Autorin, die mir vor allem stets dann ein wohlwollendes Schmunzeln ins Gesicht zauberten, wann immer es ums Essen ging. Sogar Gemüse, worauf Teenies nicht zwangsläufig bevorzugt zurückgreifen, wurde mehr als beiläufig und knackfrisch schmackhaft gemacht. Achtet einmal drauf!

Dagmar Hoßfeld bringt mit dieser Lektüre ein Stück quietschfidele Jugendlichkeit in die Bücherregale, die einem verständnisvollen, charakteristische Eigenheiten einer ganzen Generation reflektierenden und äußerst unterhaltsamen Spiegel gleicht. Für Conni-Fans ein Muss, für jeden anderen Freund aufgeweckter Jugendliteratur eine absolute Empfehlung.

FZIT: Lebenshungrig. Gewitzt. Nachdenklich.


Sonntag, 3. März 2013

[Sonntagsbrunch] Am 03. März 2013


Mit einem solchen Kaleidoskop an Lichterglanz startet es sich doch glänzend in den Tag.


~ eingefangen in Nordbrandenburg (Deutschland) ~


Samstag, 2. März 2013

[Award] Best Blog

Wow, was für eine geniale Überraschung! Haben mir Elchi von der mit viel Herz und Orginalität geführten Elchi's World of Books UND Bücherwurm von Bücherwurms Buchblog, der seit Jahren mit großer Kontinuität geführt wird, doch tatsächlich den goldigen und auch ziemlich rosigen Best Blog Award verliehen. DANKE EUCH!



Dies ist eine Auszeichnung für Blogs mit (aktuell noch) unter 200 regelmäßigen Followern, die uns durch Vielfalt, Individualität und Inhalt nichtsdestotrotz überzeugen. Immerhin geht's hier mehr um Qualität und weniger um Quantität. Jeder Ausgezeichnete beantwortet bitte die Fragen, die inklusive sind, und kann dann selbst bis zu 20 Blogs, die ansprechen und begeistern, nominieren.


Gefragt wird:


1. Was magst du beim Kochen lieber: Nachtisch oder deftige Gerichte? 

Den NACHTISCH!!!

2. Was ist dir wichtiger bei einer Person: die Persönlichkeit oder die Erscheinung?

Eindeutig die Persönlichkeit, die dann die Gesamterscheinung zum Strahlen bringt.

3. Wann hast du den Blog gegründet?

Anfang August 2012

4. Welche Person hat dich bisher inspiriert, in dieser Welt mit etwas Neuem anzufangen?

Meine Familie und engsten Freunde sind seit jeher ein großer Motor für mich, der motiviert, inspiriert und ermutigt.

5. Verfolgst du viele Blogs?

> 60

6. Kochst du lieber selbst oder lässt du dich lieber bekochen?

Da ich selbst lieber backe, lasse ich mich im Gegenzug sehr gern bekochen.

7. Welches Buch liest du momentan?

Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest (Dagmar Hoßfeld), Ziemlich krumme Dinger (C. J. Skuse)

8. Welches Kleidungsstück hat bisher am längsten in deinem Schrank überlebt?

Die gute alte Jeans - was für eine treue Seele

9. Was ist dein Lieblingsrezept?

Lemon Cheesecake, Self-Saucing Chocolate Pudding, Apple Crumble

10. Welche Eigenschaften einer Person sind dir in einer Freundschaft wichtig?

Humor (schräg darf er ruhig sein), Ehrlichkeit, Vertrauen, Zuverlässigkeit, Geselligkeit, 

11. Was ist dein Lieblingsfilm?

Harry Potter (1 - 7), Das zehnte Königreich, Love Actually, Ziemlich beste Freunde, Wie durch ein Wunder



Nach einem sagenhaften Trommelwirbel folgen hier meine Nominierten:





Freitag, 1. März 2013

[Rezension] Wie du mir (Ellen Dunne)

Ellen Dunne: Wie du mir

Ein Roman, der seinen Weg im eBook-Format über die Autorin selbst zu mir gefunden hat. Eine Reise nach Irland, die wenig von malerischem Idyll und unendlich anmutender Freiheit an sich hat, sondern vielmehr beängstigend ungeschönt die Ecken und Kanten des Landes aufgreift. Der politische Kampf um Souveränität, das persönliche Bestreben nach Revanche sowie die eigene Selbstverwirklichung werden in diesem Debütroman der Autorin, der im Eire Verlag erschienen ist, anvisiert. Doch Vorsicht, eine falsche Entscheidung, ein unbeabsichtigtes Missgeschick und schon verlagert sich die Schussbahn und die nächste Kugel könnte für dich bestimmt sein ... Vielen Dank für dieses an Brisanz auflodernde Lesevergnügen, liebe Ellen!


~ Rezension ~

Belfast, Hauptstadt Nordirlands und Kulisse dramatischer paramilitärischer Kämpfe: Kriminalpolizist Will McCrea soll durch das IRA-Mitglied Dally Ferguson eliminiert werden. Doch der Anschlag verläuft alles andere als nach Plan und trifft stattdessen Wills Ehefrau Jenny tödlich. Nach der Schockstarre wird Will nur noch von dem Gedanken getrieben, Jennys unsinnigen Tod zu rächen. Doch trotz all seiner beruflichen Erfahrung ist der Grat zwischen Vergeltung und Recht schmal. Es gilt höchste Alarmbereitschaft!

Wie du mir, Ellen Dunnes erster Roman, gleicht einem echten Hochkaräter. Ein kraftvoller, dunkler Krimi, der den Balanceakt zwischen der schwierigen und hart umkämpften politischen Lage Irlands sowie den schmerzvollen Prozess der Trauer sehr gelungen vor Augen führt.

Eine bildhafte und ehrliche Erzählung schildert ungeschminkt die derbe und raue Seite des stets gegenwärtigen Kampf ums Überleben, wenn man zwischen die politischen Fronten gerät. 

Das von männlichen Protagonisten dominierte Ensemble an Figuren wird tiefgründig beleuchtet und der harsche Jargon der konfliktträchtigen Atmosphäre wirkt durchweg sehr authentisch. Dass Verrat keinesfalls geduldet wird und Brutalität in IRA-Kreisen an der Tagesordnung ist, veranschaulicht Ellen Dunne anhand ihrer fiktiv geschaffenen Handlung ohne die Augen vor der Wahrheit zu verschließen. Dass dabei gelegentlich ein Funken von Herzen kommende Emotion Eingang in die Handlung findet, hat mir richtig gut gefallen.

Aufgrund der Vielzahl an involvierten Figuren, deren Namensvielfalt und den verflochtenen Beziehungen zueinander ist es zu empfehlen, sich dem Buch mit großer Konzentration zu widmen. 

Was die Erzählpersepktive betrifft, so findet ein ausgeglichenes Wechselspiel zwischen der Polizei und den IRA-Kämpfern statt. Dadurch ergibt sich ein umfassender und energiegeladener Schlagabtausch, dessen Ausgang nicht abzusehen ist. Für mich als Leser blieb die Spannung somit bis zum letzten Kapitel bestehen.

Die detaillierte Recherche der Autorin, welche der ausgeklügelten und realitätsnahen Handlung zugrunde liegt, ist deutlich spürbar und verleiht dem Werk eine zusätzliche Wirksamkeit. Skrupellose Gewalt, fieberhaft angestrebte Vergeltung und Loyalität - Tatsachen, die an den Leser herangetragen werden und absorbieren.

Abschließend sei gesagt, dass es sich bei diesem Krimi um ein deftiges Stück Literatur handelt, welches nicht nebenbei, sondern mit kompletter Aufmerksamkeit gelesen werden sollte. Denn es entspricht keiner leichten Vorspeise oder einem fluffigen Dessert, sondern vielmehr typisch irischer Hausmannskost, die herzhaft abgeschmeckt ist.

FZIT: Temporeich. Ausgereift. Einschneidend.