"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Montag, 30. Dezember 2013

[Jahresrückblick] 2 0 1 3

Es lässt sich jetzt (selbst mit aller Fantasie) nicht mehr anders sagen als: "Das Jahr 2013 neigt sich zielsicher dem Ende entgegen." Der ideale Zeitpunkt also, für einen kleinen Jahresrückblick meinerseits. 

2013, ich darf es hier unterstreichen, war ein wahrlich tolles, vielseitiges und bereicherndes Buchbloggerjahr für meine Wenigkeit.

Dankbar bin ich in diesem Zusammenhang für all die schönen, neuen und zum Teil unerwarteten Möglichkeiten, welche die Tätigkeit als bloggender Bücherwurm für mich in petto hielt. 
Dazu gehören eine Vielzahl an Rezensionsexemplaren von Autoren und Verlagen, gleich mehrere Blogtouren zu Büchern, die ihr Publikum (mich eingeschlossen) entzückt haben, die Berufung zum Betaleser sowie großartige Interviews in Form des blogeigenen Kreativplauschs mit Adriana Popescu, C. M. Singer, Ellen Dunne, Katrin Koppold und Katharina Gröger von Textverliebt.

Des Weiteren möchte ich für die herzlichen Austausche und (Blog-) Freundschaften, die sich dank des Bloggens ergeben haben, danke sagen! Ohne die lebhaften und engagierten Wortwechsel zu den verschiedensten Tages- und Nachtzeiten wäre mein virtuelles Jahr nur halb so vergnüglich gewesen. Denn jede einzelne Nachricht — ob Zweizeiler als Kommentar oder Kurzgeschichte als E-Mail — war ein Beweis dafür, dass die Liebe zum geschriebenen Wort (über das reine Bloggen hinaus) verbindet. Ein schönes Gefühl!

Außerdem gab es so viele unterhaltsame Bücher, spannende Themen und Erlebnisse wie die Leipziger Buchmesse und Konzertabende, dass ich eine Menge kreatives Schreiben an den Tag legen konnte und durfte. Denn solche Highlights müssen schließlich geteilt werden!

Aus all jenen Beiträgen meine persönlichen Favoriten zu wählen, ist ein nahezu unmögliches Unterfangen, versteht sich. Dennoch möchte ich (neben den oben bereits verlinkten) ein paar Artikel benennen, die mir aus verschiedensten Hinter- und Beweggründen besonders viel Freude bereitet haben. 

Jene Aufzählung steht als würdiger Stellvertreter für all die tollen Dinge, über die ich berichtet habe:

Rezensionen zu Büchern, die ich schlichtweg empfehlen muss:

Aussicht auf Sternschnuppen (Katrin Koppold)
Einfach Freunde (Abdel Sellou)
Der Tintenschnüffler und die Weltenweber (Iris Deitermann)
Lieblingsmomente (Adriana Popescu)
The Fault in Our Stars [Das Schicksal ist ein mieser Verräter] (John Green)
Wunder muss man selber machen (Sina Trinkwalder)

Live-Erlebnisse, die Eindruck hinterlassen haben:

Leipziger Buchmesse 2013
Tim Bendzkos "Mission Waldbühne"
Tom Beck macht auf seiner "To The Roots Tour" Halt in Berlin


Und um diesen Jahresrückblick gebührend abzurunden, möchte ich euch natürlich auch die Top 10 der Publikumslieblinge unter den Blogposts nicht vorenthalten. Denn sie zeigen, wie sehr IHR als Leser (m)einen Blog zu dem macht, was er ist. 

Welche Posts wurden nun also von EUCH in diesem Jahr am häufigsten aufgerufen?

Seht ihr, ich sag doch, ihr seid klasse Leser und beweist das ganze Jahr über echt Geschmack. Sehr schön bunt gemischte Beiträge haben in eurer Gunst ganz weit oben gelegen. Ich bin begeistert!


Mit einem herzlichen Dankeschön an euch alle versehen, die ihr Creativity First mit zu einer Herzensangelegenheit macht, möchte ich euch ein funkensprühendes Silvester sowie ein glückliches, gesundes und buchstabenreiches Jahr 2014 wünschen! Wir lesen uns bestimmt.


Montag, 18. November 2013

[Rezension] {♫♫} Americanized Tour 2013 (Tom Beck)

Tom Beck: Americanized Tour 2013 

Die Musik Tom Becks ist für mich schon lange kein Geheimtipp mehr. Dies sei nur einmal dem Folgenden vorangestellt:

Doch nachdem das neu erschienene Live-Album von Tom Beck nun sozusagen den endgültigen Ausschlag gegeben hat, seinem Berlin-Konzert der aktuellen "To the Roots Tour" beizuwohnen, meinten die Köpfe hinter der sehr engagierten Fanseite Tom Beck Support - BeckPort, ich dürfe es mir jetzt nicht nehmen lassen, ebenfalls ein paar Worte zu jenem auf CD gebrannten musikalischen Schlüsselerlebnis zu schreiben. Okay, in Ordnung. Wenn ihr meint, aber ihr seid echt verrückt ... 

Daher nun hier die Premiere der Rezension eines Musikalbums. Ein Musikalbum, das zeitweise in arg strapazierter Dauerschleife läuft und damit ein sehr besonderes Flair in mein Wohnzimmer bringt ... und immer bringen wird. Unbezahlbar gut!


~ Rezension ~

Musik als pures Lebensgefühl

Ein Musikalbum, das eine Geschichte erzählt. Die Geschichte eines Konzertabends, bei dem der charismatische Tom Beck mit seiner Band, den formidabel spielenden Horny Honks, nicht nur die Bühne stürmt und diese für sich einnimmt, sondern eine gesamte Location elektrifiziert und die Herzen eines mitgerissenen Publikums für sich gewinnt. Ein Doppelalbum, dessen 20 Tracks mit einer exquisiten und live mitgeschnittenen Mischung aus rasant interpretierter, sehr tanzbarer Musik und hingebungsvoll eingesungenen sanften Tönen, die durchaus für Gänsehaut sorgen, aufwartet. Stimme, Emotionen, instrumentale Untermalung und schlichtweg das gewisse Etwas.

Mit seinem im Oktober 2013 erschienen Doppelalbum Americanized Tour 2013 konservierte Tom Beck die Erinnerungen an die gleichnamige Live-Tour in perfekter Ausführung und bringt damit nun ein echtes Lebensgefühl in die heimischen vier Wände.

Das Album serviert den perfekten Cocktail aus unmissverständlich nach Rock klingenden Tracks, taktvollem Countryflair und samtweichen Balladen mit Hintergrund auf dem Silbertablett.

Getragen werden die Interpretationen, an deren Entstehung der Singer/Songwriter Beck zum überwiegenden Teil selbst mitwirkte, natürlich von der wandelbaren Stimme des Sängers. Seine Klangfarbe reicht hierbei von intensiver Rauheit über einnehmende Rauchigkeit bis hin zu einem weichen Schmelz. Ganz nach Belieben spielt Tom Beck mit seiner Stimme und verleiht seinen Liedern damit eine Lebendigkeit, die sich nicht nur gut anhört, sondern eben auch gut anfühlt.

Volle Unterstützung erfährt der Gesang dank einer breit aufgestellten und mit spürbarem Enthusiasmus in Erscheinung tretenden Band. Die Horny Honks ziehen an (E-) Gitarren, Schlagzeug, Bass, Keyboard und Akkordeon sämtliche Register, sodass für ein Feuerwerk an instrumentaler Stimmigkeit gesorgt ist. Eine passende Atmosphäre wird somit entsprechend dem Grundtenor eines jeden Liedes kreiert.

Da es sich um einen Livemitschnitt handelt, transportiert das Album zusätzlich den Bonus des tatsächlichen Konzertbesuchs. Denn sowohl Tom Becks unterhaltsam-humorvolle "Pausenfüller" als auch das Mitwirken und die verdiente Reaktion des Publikums werden dem Hörer nicht vorenthalten. 

Wenn Musik dieses Etwas hat, das sich nicht unbedingt in Worte fassen lässt, von dem aber jeder sofort weiß, was gemeint ist, wenn man es ansatzweise versucht zu beschreiben, dann muss ich bedingungslos mehr davon haben. 
Ebendies trifft auf Tom Becks Arbeit hinterm Mikrofon, an den Instrumenten und mit Stift und Papier in der Hand beim Texten zu: Seine Lieder erzählen von der Ironie des Lebens und dem Sich-selbst-treu-Bleibens, von (un)erfüllten Männerträumen und gebrochenen Herzen. Mal verschmitzt, mal sehnsuchtsvoll, mal entschlossen  auch diesbezüglich stimmt die Mischung.

Insgesamt ein Album, dessen Cover zwar in minimalistischem Schwarzweiß gehalten ist, dessen Inhalt allerdings alles andere als überschaubar daherkommt. Vielmehr kommt eine musikalische Mannigfaltigkeit zum Vorschein, die manch einen verblüffen, viele andere vollends erfüllen mag. 

FZIT: Unverfälscht. Intensiv. Unterhaltend. 





P.S.: 
Für all diejenigen, die eine Kostprobe auf die Ohren bekommen möchten,
gibt's hier Nice Guys zu hören.






Montag, 28. Oktober 2013

[Live-Erlebnis] Brodelnd (heiß) wie ein Vulkan

Handgemachte Musik, die nach "mehr" klingt, ist etwas Grandioses! Und eben so etwas Grandioses schafft Tom Beck mit seinen Liedern, in denen das Herzblut förmlich pulsiert.

Dass ich nun in einem ausgelassenen Publikum Teil seiner Beck to the Roots Tour sein konnte, mit der er, seine Band, die Horny Honks, und vielversprechende Vorbands im Oktober und November 2013 durch Deutschland touren, war ein riesiges Erlebnis!

Ich mag Tom Becks Musik schon eine ziemliche Weile. Doch den Ausschlag für den Konzertbesuch gab letzten Endes sein Live-Album Americanized Tour 2013, das vor ein paar Wochen erschienen ist. 

Ein Fingerzeig, der mir die heißeste Nacht des Jahres bescheren sollte. Denn in der Berliner Location kochte es am vergangenen Wochenende. Gefühlte 300°C im Saal (das ist kein bisschen übertrieben!) UND eine ausgezeichnete Show auf der Bühne sollten, wie es Tom Beck lautstark und folgerichtig nach den ersten drei Stücken anmerkte, den Schweiß von der Decke tropfen lassen.

Für die entsprechende Einstimmung in den Abend sorgten Lisa-Marie Fischer begleitet von sanften Country-Folk-Klängen und Lauter Leben mit ausgeflippten Berliner Charme. Und dann begann die Show, die ebenso als Sauna Deluxe hätte in die Geschichte eingehen können.

Mit einer unglaublichen Vielfalt aus waschechtem Nashville-Flair, Twistnummern, Elvis-Akustik, Jazznuancen, zwirbelnden Klängen der E-Gitarren und unter die Haut gehenden Balladen glänzte Tom Beck samt Band an diesem Abend. 

Ein Vulkan brach auf der Bühne aus!!!

Die Mannigfaltigkeit der immens wandlungsfähigen Stimme des Sängers und die damit einhergehenden Interpretationsvariationen der Stücke wurden durch eine breite Klaviatur an instrumentalen Begleitern bestens untermalt. Bewiesen durch einen fliegenden Wechsel an bedienten Instrumenten. 

Das Sahnehäubchen auf dem dahinschmelzenden Eis war dann noch die unglaublich sympathische Persönlichkeit des Sängers selbst. Im Minutentakt lieferte er vor, während und nach den Liedern humorvolle Anekdoten und ein famoses Mienenspiel, ließ sich — auch dank der "chaotischen Kindsköpfe" seiner Band — zu den ulkigsten Improvisationen hinreißen und schüttelte das Miteinander mit dem Publikum aus dem Ärmel — pardon, aus der Hüfte. Schlichtweg genial! 

Bleibt festzuhalten, dass ein Auftritt von Tom Beck ein erinnerungsträchtiges Erlebnis ist. 
Ein Künstler, dessen Herz für lebensechte Musik schlägt. Ein Gefühl, dessen Funken im Handumdrehen auf das Publikum überspringen und einen Flächenbrand entfachenen, der nicht gelöscht werden will. 
Ein Abend, der als bester Beweis dafür gelten kann, wie viel Spektakuläres auch auf einer kleinen Bühne geschaffen werden kann.

Kurzum: Eine Empfehlung allererster Güte für jeden, der sich sagt: "I'm going with the flow and I'm doing what I want, I'll work hard tomorrow", denn "life's too short to pretend to be someone else when you look in the mirror". ... Ein unvergesslicher Abend! "Love[d] [it] with my eyes closed!"