"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Montag, 15. Oktober 2012

[Rezension] Jake Djones und die Hüter der Zeit (Damian Dibben)


Damian Dibben: Jake Djones und die Hüter der Zeit 

Die Teilnahme an einer LovelyBooks-Leserunde bescherte mir das Fantasyabenteuer rund um Jake Djones und die glänzende Schar außergewöhnlicher Agenten.
Ich lese richtig gern Bücher des Genres Fantasy und auch das Zeitreisen ist eine Thematik, die mich größtenteils sehr anspricht. Daher weckte dieses Buch direkt mein Interesse. Als ich es schließlich in den Händen hielt, war ich aufgrund des herrlich prägnanten Covers gleich noch begeisterter. Schon nach wenigen Seiten hatte mich auch die Geschichte, die vor jugendlichem Abenteuersinn und historischen Akzenten sprüht, überzeugt. Wahrlich voller juveniler Verve!


~ Rezension ~

Wenn die Vergangenheit zur Gegenwart wird …

Nie im Leben hätte Jake Djones damit gerechnet, dass seine liebenswert chaotischen Eltern ihm ein unvergleichlich großes Geheimnis vorenthalten würden. Doch als sie plötzlich verschwunden sind und eine Gruppe extravaganter Agenten ihm erklärt, er müsse mit ihnen durch die Zeit reisen, blickt Jake einem allübertreffenden Abenteuer entgegen.
Schnellstmöglich muss er jegliche Scheu und Skepsis ablegen, um gemeinsam mit seinen neu gewonnen Freunden ins Italien des 16. Jahrhunderts zu reisen, denn der Wettlauf um die Bewahrung der Geschichte hat unerbittlich begonnen.

Damian Dibben legt mit Jake Djones und die Hüter der Zeit den Grundstein einer fantasievollen, intelligenten und ausgesprochen rasanten Abenteuerserie. 
Äußerst ausgeklügelt verknüpft der Autor dabei Fantasy mit präzise recherchierten historischen Nuancen. Ein Fakt, der das ganze Werk in meinen Augen sehr anspruchsvoll und unterhaltend wirken lässt.

Die vielfältig ausgestalteten Charaktere sind mir unmittelbar ans Herz gewachsen. Ihre Individualität, die sich durch Wagemut, Verschrobenheit und Witz hervorhebt, kristallisiert sich mit zunehmendem Spannungsbogen vorzüglich heraus. Durch sein Charisma bleibt mir dabei Nathan besonders in Erinnerung, dessen sehr spezielle Art über die Zeiten hinweg für Kopfschütteln und klopfende Herzen sorgt.

Die Kulisse der Handlung – das Europa der verschiedensten Epochen – ist eine Komposition aus filigraner Detailschärfe, eisiger Dunkelheit und flackerndem Prunk.
Im Laufe der Reise werden Geheimnisse enthüllt, Hoffnungen geschürt und schlimmste Befürchtungen nehmen Form an. Für den Leser ist die wachsende Präsenz an Unausweichlichkeit genauso gegenwärtig wie für die (jugendlichen) Protagonisten selbst.

Gerade weil mich bereits der erste Teil der Abenteuer des Jake Djones restlos überzeugt hat, sehe ich in den nachfolgenden Werken absolutes Potential, noch weiter in die Tiefe zu gehen. Das offene Ende samt der zahlreichen ungeklärten Fragen verspricht jetzt schon ein Kribbeln, noch bevor die nächste Mission in Auftrag gegeben wurde.

Für mich zweifelsohne ein leuchtender Stern am weiten Bücherhimmel und für Freunde der Fantasy wärmstens zu empfehlen.

F★ZITEinnehmend. Ideenvoll. Wirbelnd.




Den dazugehörigen Buchtrailer gibt's in diesem Falle natürlich ebenso gleich mitgeliefert ...

 

Sonntag, 14. Oktober 2012

[Sonntagsbrunch] Am 14. Oktober 2012


Ein guter Moment für nette Gastfreundschaft ...


~ eingefangen im Abel Tasman National Park (Neuseeland) ~


Samstag, 13. Oktober 2012

[Buchpost] Irgendwie magisch & zuckersüß

In den zurückliegenden Tagen erreichte mich echt goldige (Buch-) Post, mit der ich so noch vor ein, zwei Wochen nicht gerechnet hätte. Es bewahrheitet sich demnach wieder einmal, dass spontan ergebende Gelegenheiten bzw. Überraschungen auch nicht von schlechten Eltern sind.

Vor einiger Zeit stieß ich eher zufällig auf den Blog der deutschen Allroundtexterin Heike Abidi, die im letzten Mai ihren ersten Roman, der den wohlklingenden Titel Zimtzuckerherz trägt, veröffentlichte. 
Auf ihrem Blog verloste Heike Abidi unter allen Lesern, die einen zuckerzimtigen Kommentar zu diesem Gewinnspiel hinterließen, drei signierte Werke ihres Debüts.
Klar, mich sprachen Titel, Gestaltung und Handlung dieses Buches sofort an, sodass ich mir diese Gelegenheit nicht nehmen ließ. Doch bei all den eifrigen Teilnehmern, die augenscheinlich ähnlich dachten, setzte ich eine realistische Gewinnchance eher im unteren Drittel an. Doch ... siehe da, in der letzten Woche erreiche mich eine E-Mail von Heike Abidi, in der sie mir fröhlich verkündete: (...) herzlichen Glückwunsch, du hast bei meiner Zimtzuckerherz-Verlosung gewonnen! (...) 
Ehrlich, wie überraschend toll ist das denn?! ... Wenige Tage später durfte ich nun das wundervolle Zimtzuckeherz im Empfang nehmen und freue mich riesig auf quirlig gute  und vollmundig prickelnde Lesestunden. Lieben Dank!

Des Weiteren flatterte mir ein Brief mit drei signierten Lesezeichen zu ... und der Preis ist dein Leben, einer hinreißend brillanten Trilogie, deren Beginn ich vor Kurzem gelesen habe, ins Haus. Denn die sympathische Autorin C. M. Singer selbst initiierte für all ihre der-Buchmesse-aus-welchem-Grund-auch-immer-fernbleibenden-Fans eine überaus nette Aktion. Als kleines Trostpflaster gibt's nämlich druckfrische ... und der Preis ist dein Leben-Lesezeichen. Dass ich gleich drei davon erhalten würde, hätte ich nicht erwartet und das freut mich natürlich umso mehr. Danke schön!

Diese Post hat meiner Buch-Woche schlichtweg auf klein wenig magische Weise ein süßes Häubchen aufgesetzt. Ich bin noch immer ganz begeistert.


Freitag, 12. Oktober 2012

[Challenge] Was die Buchwoche so brachte

Wie doch die Zeit verfliegt: Schon wieder liegt eine Woche, die hoffentlich für jeden eine Menge fabelhafter Leseeindrücke mit sich brachte, hinter uns. Für diejenigen, für die sich ein Besuch der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr nicht einrichten lässt, bietet die wöchentliche Buch-Challenge auf Solitay's Bücherecke dann bestenfalls ein kleines, aber feines Trostpflaster ...


Meine Buch-Woche #4

Die letzte Woche hat für mich lesetechnisch vor allem folgende Genres beinhaltet: Fantasy und zeitgenössichen Esprit.

Für den Monat Oktober habe ich mir Die Sommerfrauen, Hilfe, ich habe Teenitus! sowie Jake Djones und die Hüter der Zeit vorgenommen zu lesen.

Die Frankfurter Buchmesse ist für mich ein Paradies für Buchliebhaber, weil dort im nationalen und internationalen Kontext Inspiration und Motivation auf Innovation und Tradition treffen. Alles in allem ist dies hoch komprimierter Stöbergenuss.

Ein Buch in den Händen zu halten bedeutet mir für mich ein Reiseticket der extravaganten Art geliefert zu bekommen, denn jede Stunde des Lesens ist mit einem Kurzurlaub durchaus vergleichbar.

Das Bloggen über meine Buchleidenschaft ist für mich der schriftliche Ausgleich zum Lesen, der die perfekte Verbindung zu allen ähnlich begeisterten Leseratten im Handumdrehen herstellen kann.

Menschen, die gar nicht lesen, denen entgeht nicht gerade wenig Großartiges.

Meine momentane Abendlektüre lautet Jake Djones und die Hüter der Zeit.


Donnerstag, 11. Oktober 2012

[Rezension] Mein lebensgefährliches Leben: Juni und die Zickenmusik (Ann C. Håkans)

Ann C. Håkans: Mein lebensgefährliches Leben – Juni und die Zickenmusik 

Die Kinderbuchlotsen ließen mir dieses hübsche Kinderbuch zukommen, bestens!
Besonders gut hat mir die Moral, die hinter Junis Erlebnissen steckt, gefallen: Trau' dich und bleibe du selbst, denn niemand ist rundum perfekt, ganz klar. 
Für Erstleser definitiv ein sehr zu empfehlender Einstieg in die Welt der Bücher. Denn in übersichtlich gehaltene Kapitel wird die inhaltliche Botschaft entsprechend der angesprochenen Lesergruppe verpackt. Gemeinsam mit den Eltern oder auch älteren Geschwistern Junis Weg zu begleiten, würde den pädagogischen Wert dieser Geschichte dann noch um ein Weiteres unterstreichen.


~ Rezension ~

Juni geht in die zweite Klasse und gibt ehrlich zu, der größte Angsthase auf der großen weiten Welt zu sein. Ihr Herzenswunsch ist es, in die Musikschule zu gehen und dort Querflöte spielen zu lernen – genauso harmonisch und wohlklingend wie es einst ihre Oma konnte.
Doch Juni fürchtet sich vor den Reaktionen ihrer Klassenkameraden. Sie glaubt, ein Instrument spielen zu wollen, wäre uncool und die würde dafür ausgelacht werden.
Eines Tages nimmt Juni jedoch all ihren Mut zusammen und sie kann nicht glauben, was daraufhin geschieht.

Mein lebensgefährliches Leben – Juni und die Zickenmusik ist eine Geschichte, die Kindern beweist, das jeder Mensch Stärken und Schwächen hat. Und nur, weil man etwas nicht perfekt beherrscht, sollte man sich den Spaß daran keinesfalls verderben lassen. Außerdem ist es nicht angebracht, sich für sogenannte Freunde zu verstellen, stattdessen sollte man sich selbst treu bleiben.

Das Duo Håkans und Nilsson kreierte mit Juni eine liebenswerte kleine Protagonistin, die für ihren größten Traum über den eigenen Schatten springt und ihren Weg geht. 
Juni erzählt die Erlebnisse aus der Ich-Perspektive, was den jungen Lesern einen schnellen Zugang zu den Gedanken und Gefühlen der Figur gewährt. Des Weiteren ergänzen zahlreiche Bilder die für Erstleser geeignete Geschichte.

Insgesamt handelt es sich hierbei um ein Buch, welches betont, dass es vollkommen in Ordnung ist, nicht perfekt zu sein. Niemand ist das. Menschliche Werte und Kompetenzen wie Freundschaft, Ehrgeiz, Motivation und Selbstvertrauen werden geschickt und zielgruppengerecht angesprochen und hervorgehoben. Eine Geschichte, die lehrt, einfach zu sein, wie man ist.

F★ZIT: Freundschaftlich. Ermutigend. Musikalisch.


Mittwoch, 10. Oktober 2012

[TAG] Einfach einmal nachgehakt

Es ist an der Zeit, mich an dieser Stelle einmal einem Tag zu widmen. Nachdem ich ein Weilchen auf der Suche nach einem passenden Tag war, bin ich auf Solitary's Bücherecke fündig geworden. Daher werde ich mich nun den Fragen des sogenannten Readers Tag zuwenden ... Wer möchte, kann selbstverständlich selbst einmal grübeln.

1. Entscheide dich: Würdest Du entweder lieber nur den Anfang oder nur das Ende eines Buches / einer Reihe kennen?

Schwierig, schwierig, doch wenn, dann wohl eher nur das Ende.

2. Entscheide dich: Würdest Du entweder nur Bücher von einem Autor, oder nur jeweils ein Buch je Autor lesen?

Gut, dass das nur eine theoretische Frage ist. Hm, ich lese manche Autoren wahnsinnig gern. Andererseits mag ich auch verschiedenste Genres. Der Vielfalt halber würde ich mich dann spontan für jeweils ein Buch je Autor entscheiden.

3. Welches Buch hast Du am häufigsten gelesen?

Darin besteht nicht der geringste Zweifel: Harry Potter! Alle Bände jeweils die deutschen und die englischen Ausgaben mehrmals. 

4. Würdest Du lieber Mitglied in einer Fraktion (Die Bestimmung von Veronica Roth) oder eines Distrikt (Tribute von Panem von Suzanne Collins) sein?

Da ich bisher weder das Buch noch die Reihe gelesen habe, behalte ich mir die Entscheidung noch vor ...

5. Wenn du in einem Buch deiner Wahl leben könntest, welches wäre es?

Natürlich in der Welt, wo ich in Hogwarts zur Schule gegangen wäre.

6. Würdest Du lieber die Fähigkeit haben unsichtbar zu werden oder fliegen zu können? Warum?

Sehr schwierig. Beides sind geniale Fähigkeiten. Was sich von klein auf hätte können wollen ist das Fliegen.

7. Mit welchem übernatürlichen Wesen hättest Du am liebsten ein Date? Fee, Werwolf, Vampir, Gefallener Engel, Dämon, Hexe, Meerjungfrau etc. …

Vielleicht mit einem Meermann, da ich eine Entdeckungstour mit ortskundiger Begleitung durch die Unterwasserwelt äußerst spannend fände.

8. (optionale Spaßfrage) Wen würdest Du lieber vertreten, den Weihnachtsmann oder den Osterhasen?

Den Osterhasen


Dienstag, 9. Oktober 2012

[Rezension] Durch den Wind (Annika Reich)

Annika Reich: Durch den Wind 

Ein wenig schleierhaft, kantig und auch sanftmütig kommt dieser Roman daher. In mein Bücherregal fand dieses Werk seinen Weg dank einer Leserunde bei LovelyBooks, welche die Autorin selbst begleitet hat.
Für Leser, die sich den Ausmaßen unerfüllter Wünsche und stetiger Rastlosigkeit stellen wollen, hält jenes Buch ein paar Überraschungen und gegebenenfalls einen Fingerzeig parat.


~ Rezension ~

Mitten im Leben und auf der Suche nach sich selbst ...

Alison, Friederike, Yoko und Siri sind vier Freundinnen, deren Lebenswege sich in vielerlei Hinsicht voneinander unterscheiden. Dennoch fühlen sie sich in der Tatsache vereint, dass sie allesamt auf der Suche nach dem wahrhaftigen Sinn, der einen Bestimmung des Lebens sind.
Schuldgefühle, Einsamkeit, Überforderung – das sind nur einige der Gefühle, denen sich die vier ausgesetzt sehen. 
Eine Reise nach Japan öffnet Yoko und Alison die Augen, während Friedericke sich in ihren Traum von einer eigenen Familie im heimatlichen Berlin hineinsteigert und Siri plötzlich mit einem lang gehüteten Familiengeheimnis konfrontiert wird.

Annika Reichs Roman strahlt sowohl schwerelose Leichtigkeit als auch undurchdringliche Schwere aus. Gemeinsam mit den kämpfenden Protagonistinnen begibt sich der Leser auf die Suche nach Antworten auf Fragen, die gänzlich neue Perspektiven eröffnen könnten. 
Eine stete innere Unruhe treibt die Hauptfiguren umher, während gleichzeitig das Verweilen und Reflektieren eine nicht minder wichtige Rolle spielen.

Besonders hat mir die Wortgewandtheit gefallen, mit der die Autorin die facettenreiche Palette an Emotionen sowie die Kulisse der Handlungen beschreibt. 
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Blickwinkeln der vier Hauptfiguren wiedergegeben, wobei der Erzähler ein außenstehender Beobachter ist.

Die Handlung ist geprägt von einem ständigen Auf und Ab der Gefühle, einem Schwelgen in Erinnerungen und dem Hoffen auf eine von Glück erfüllte Zukunft. Messerscharfe Erkenntnisse, brutale Eingeständnisse und zuckersüße Momente setzen das Handlungsmosaik zusammen.
Kulturen prallen aufeinander, psychologische Tiefen werden ergründet, Sehnsüchte werden gestillt – nicht selten sind die Protagonistinnen „Durch den Wind“.

Insgesamt führt uns dieser Roman einen Spiegel der gesellschaftlichen Normen und gar Zwänge vor Augen. Wie wäre es daher, den Absprung zu wagen, um den eigenen Werten mehr Gewicht zu verleihen?

F★ZITNebulös. Schwermütig. Hoffnungsvoll.