"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Dienstag, 14. März 2017

[Rezension] New York Diaries — Sarah (Carrie Price)

Carrie Price: New York Diaries — Sarah 

Was kann ich sagen?

Beim Lesen dieses Romans habe ich mich direkt in eine meine Lieblingsserien versetzt gefühlt, in der sich auch alles rund um die Passion für Musik und deren Tücken dreht. Möchte heißen, Carrie Price gelingt es, ihre Charaktere und deren Entwicklungen mit enormer Plastizität zu versehen, sodass es sich anfühlt, als würde sich das geschrieben Wort bei Umblättern der Seiten in ein Daumenkino aus bewegten Bildern verwandeln. 

Also, was kann ich sagen?

Zugabe. Zugabe!


~ Rezension ~

Welcher ist der (Noten-)Schlüssel, der dein Herz öffnet?

Seit sie in New York angekommen ist, verfolgt Sarah Hawks, deren größte Leidenschaft die Musik ist, nur ein Ziel: Sie möchte ihren Traum, sich als Musikjournalistin zu etablieren, leben. Sie ist stets auf der Suche nach dem ganz besonderen Sound, dessen Hitpotenzial in Hingabe und Aufrichtigkeit zu finden ist. Als sie eines Abends durch einen glücklichen Zufall die Stimme von Will Brown hört, spürt Sarah es sofort: Dieser Mann strahlt auf besonderste Weise, wenn er singt. Doch irgendwie scheint er sich dessen selbst nicht so recht bewusst zu sein. Als Sarah wenig später auf den charismatischen Musikproduzenten Charlie trifft, eröffnet sich ihr die Chance, als Musikscout der Welt Talente wie Will zu präsentieren. Allerdings muss Sarah auch realisieren, dass nicht jeder die Musik fühlt wie sie. Ihr Herz bricht —und das nicht nur aufgrund dieser Erkenntnis.

Mit New York Diaries — Sarah steuert Carrie Price ihren ersten Roman zu einer Buchreihe bei, die mittels Lebendigkeit, Launen und Liebenswürdigkeit zu bestechen weiß. Sarahs Geschichte kommt dabei wie ein Lieblingslied daher, dessen Dauerschleife uns nie langweilig wird.

Die Mischung macht's. Das ist im Leben wie in der Musik so. Da sind die leisen Töne und ehrlichen Worte, die unter die Haut gehen; die frechen Crescendos, die uns gute Laune bescheren; die ziependen Disharmonien, die aus der Reihe tanzen und uns aus dem Tritt bringen. Genau ein solch facettenreiches Arrangement bringt Carrie Price zu Papier, indem sie Sarah, Charlie und Will eine Stimme gibt. Was die drei liebevoll gezeichneten Protagonisten vereint, ist die Musik. Was das Trio sprengt, ist die Musik.

Inmitten des großen New Yorks, in dem auf der einen Seite der Avenue Glanz und Erfolg, auf deren anderen zerschmetterte Träume und gerissenen Gitarrensaiten warten, versuchen die drei Hauptcharaktere zu bestehen. Dabei wollen sie Erwartungen gerecht werden, ihrem Herzen folgen, unter Beweis stellen, dass es sich für das große Ganze zu kämpfen lohnt. Dafür werfen sie —allen voran Sarah— alles in die Waagschale, was sie haben: Leidenschaft, Überzeugung, Leichtsinn. Manchmal ist genau dieser Enthusiasmus unser Anker; manchmal wird er zu Treibsand, in dem wir untergehen.

Ohne aufgesetzt zu wirken, gibt die Autorin mit ihrem Buch gleich mehreren glaubwürdigen Liebesgeschichten eine Bühne. Denn neben den zwischenmenschlichen Beziehungen, die jede auf ihre Art berührt, wären da noch die formidabel herausgestellte Liebe zur Musik und natürlich die durch wundervolle Details zum Leben erweckte Verbundenheit zu New York. Die Absorptionskraft von Carrie Prices Erzählstil, dessen unumstrittener Fan ich bin, ist einmal mehr ein großartiger Hauptact.

Wer diesen Roman liest, wird sich fühlen, als hätte er einen Backstage-Pass für die Welt hinter dem Scheinwerferlicht geschenkt bekommen. Hier lichtet sich der Schleier der Nebelmaschine und es werden Saiten angeschlagen, die echt sind.

F★ZIT: Ausdrucksvoll. Emotional. Charmant.


Montag, 27. Februar 2017

[Neu im Bücherregal] Leserglück³

Es gibt Bücher, an denen komme ich schlichtweg nicht vorbei. Aus überaus triftigen, aber mitunter durchaus verschiedenen Gründen... 

...mag sein, dass es der kuschelige Gemütlichkeitsfaktor ist, nachdem wir besonders während der Wintermonate Ausschau halten, der mich nicht hat zögern lassen, The Little Book of Hygge von Meik Wiking in mein heimisches Bücherregal zu holen. Die liebevollen Buchbeschreibungen einiger meiner geschätzten Bloggerkollegen taten diesbezüglich ihr Übriges. Ich war also leichte Beute.

...mag sein, dass New York Diaries — Sarah aus der Feder von Carrie Price genau diesen Ich-war-noch-niemals-in-New-York "Blues" aufs Schönste zum Klingen bringt, den ich so liebe, sodass ich unmöglich hätte widerstehen können. Bin ich durchschaubar? Macht in diesem speziellen Fall ganz und gar nichts.

...mag sein, dass Uwe Haucks Depression abzugeben eine jener eloquenten, unverfälschten und vor allem inhaltsreichen Lebensgeschichten ist, die uns die Scheuklappen vor dem Krankheitsbild "Depression" nimmt und ich bereits die Leseprobe beeindruckend fand.

Trotz ihrer großen Unterschiedlichkeit wie Tag und Nacht haben diese drei Werke eines gemeinsam: Ich entwickle ihnen gegenüber einen konsequenten Muss-ich-lesen-Drang. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich bin dann mal weg...


Dienstag, 8. Dezember 2015

[Rezension] Make it count: Gefühlsbeben (Carrie Price)

Carrie Price: Make it count: Gefühlsbeben 

Für junge Erwachsene zu schreiben, hat einen besonderen Reiz. So bietet jenes herausfordernde, teils süffisante Vergnügen auch für Carrie Price die Steilvorlage für Funken sprühende Ausführungen. Eine Sprungschanze, welche die Autorin zu nutzen weiß und durch gefühlvolle Loopings ebenso packt wie durch ruppige Flickflacks. 
Die Handlung nimmt alles andere als eine ruhige Fahrt auf. Vielmehr wird das Niveau von Beginn an hoch gehalten. Das Unvermeidbare scheint unausweichlich. Doch manchmal trügt der Schein.

Herzlichen Dank an Carrie für eine Einladung nach Oceanside und Umgebung, die ich um nichts in der Welt hätte ausschlagen wollen! (Ich bin auf den Tag gespannt, an dem die zügellos laufenden Pferde durch die Brandung galoppieren ...). Und auch ein Dankeschön an den Knaur Verlag für ein Exemplar der hübsch neu gestalteten Auflage!

Cover: Knaur


~ Rezension ~

Kopfüber hinein in eine Welt, die dir alles abverlangt.

Während Oceanside auf die meisten anderen wie ein Stück perfektes Idyll wirkt, verbindet Lynn Chase mit ihrem Heimatstädtchen das schmerzhafteste Geheimnis ihres Lebens. Genau diese Scherbe in der Seele hat sie unter dem Image einer mustergültigen und dennoch rebellischen Studentin fernab ihrer Vergangenheit begraben. Als das Leben allerdings Jared, seines Zeichens Barkeeper mit Beschützerinstinkt, in Lynns Fokus katapultiert, beginnt ihre Fassade zu bröckeln. Sie spürt diese unbändige Anziehung und Vertrautheit. In Jared scheint sie endlich wieder den Menschen gefunden zu haben, zu dem sie aufrichtig sein kann. Wäre da nicht die Tatsache, dass die Nähe zu Jared nur in Lynns Kopf existiert. Eine reale Verbindung der beiden scheint absurd. Denn dazu müssten sowohl Lynn als auch Jared über einen Schatten springen, dessen Dunkelheit erstickt.

Gefühlsbeben ist der erste "Make it count"-Roman, mit dem Carrie Price die Aufmerksamkeit zahlreicher Bücherwürmer auf sich zieht. Ein Kopfsprung, der das (junge) Leserpublikum unvermittelt in die Brandung vor Oceanside mitreißt. Das Leben ist, was du daraus machst. Also: Make it count!

Das Protagonistenduo besteht aus der smarten Draufgängerin Lynn Chase und dem attraktiven, jedoch nicht weniger undurchsichtigen Jared Parker. Die beiden werden als Spiegelbild einer dynamischen, aufstrebenden Generation in Szene gesetzt, deren Ecken und Kanten spürbar sind. Lynn und Jared polarisieren auf ihre eigene Art und Weise, wobei das Motto "Harte, gut aussehende Schale – seelisch verwundeter Kern" als zutreffend gilt und für impulsive Ausschläge auf der emotionalen Richterskala sorgt.
Hinzu kommen vielversprechende Figuren, die auf Nebenschauplätzen glänzen. Dabei bedient Carrie Price eine gut abgeschmeckte Bandbreite an markanten Stereotypen, die als Muss eines solchen Romans erachtet werden dürfen.

Die Kulisse, in welche die mit feingliedriger Detailtreue versehene Handlung eingearbeitet worden ist, trifft den bittersüßen Geschmack eines Cocktails aus reizendem Bilderbuchflair und verstörender Rastlosigkeit. Vorzüglich! Oceanside – ein Ort, an dem hochschlagende Wellen die Oberfläche aufwühlen und für immer verändern. In vielerlei Hinsicht.

Bezüglich der Umsetzung des einzigartigen "Make it count"-Erlebnisses wird mir dessen Ausgewogenheit besonders in Erinnerung bleiben. Die Balance zwischen unabdingbarem Knistern einerseits und tiefgründiger Schicksalshaftigkeit andererseits gelingt. Ein Vor und Zurück, das tatsächlich erst auf der auf Zielgeraden entschieden wird. Den Leser erwartet ein knirschendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Herz und Verstand. 

Darüber hinaus ist die Erzählweise der Autorin als "in bestechender Wettkampfform befindlich" zu bezeichnen. Während sie stilistisch eine klare Linie aus schillernder Bildsprache und zackigem Jargon fährt, entscheidet sie sich inhaltlich für eine Route, deren Umwege sehr gern in Kauf genommen werden. Durchweg angenehm zu lesen!

Im Draufblick ein Roman, der die klassischen Elemente erfrischend brenzliger Lektüre für junge Erwachsene aufgreift und diese mit realem inneren und äußeren Konfliktpotential garniert. Kopfkinogarantie im XXL-Format inklusive!

F★ZIT: Brodelnd. Ergreifend. Unbändig.


Dienstag, 1. Dezember 2015

[Buchpost] Gefühlsbeben im Paradies

Einmal mehr, und das auch noch in der wunderbaren Adventszeit, erreichte ich brillante Buchpost. Allein die beiden Titel versprechen einiges an aufbrausenden Wogen, Drama, Rebellion und Herzklopfen eingebettet in eine Kulisse mit dem gewissen Etwas!

Make it count: Gefühlsbeben von Carrie Price erscheint nach dem Erfolg im Selbstverlag nun in Neuauflage und mit Rüschchen versehen bei Knaur. Ich könnte mich nicht mehr über diese gedruckte Tatsache freuen!!! 

Und auch Chelsey Philpots Ein anderes Paradies passt nicht weniger in meine stetig wachsende Sammlung an Jugendbüchern, deren Ecken und Kanten Profil geben. Ich bin gespannt.

Falls ihr mich sucht: Ich sitze dann also mit meiner Lektüre draußen am Pier. Ist schließlich das perfekte Plätzchen ...


Donnerstag, 28. August 2014

[Rezension] Make it count: Sommersturm (Carrie Price)

Carrie Price: Make it count: Sommersturm

Es ist, wie es ist. Ich kann es nicht anders sagen: Die Geschichten, die Carrie Price (Adriana Popescu) erzählt, sprühen nur so vor Persönlichkeit. Ihr gelingt es immer wieder, einer Reise, deren Ziel offensichtlich scheint, eine Route zu verleihen, die mit einer Vielzahl an liebevollen Details ausgeschmückt ist. Es ist beinahe so, als würde sich entlang besagter Route ein Souvenirlädchen am anderen befinden. Zwischen Oceanside und Clearwater Bay gibt's da nicht nur Segeltuch und Muschelketten, sondern Schmuckkästchen voller Emotionen und Poesiealben voller Erinnerungen und Träume ... 
Ein Dankeschön an dieser Stelle an Carrie Price für die allumfassende Einladung zu diesem Herzschlag-Segeltörn!

Cover: ad.


~ Rezension ~

Eine Sturmflut an brausenden Emotionen

Sie könnten unterschiedlicher kaum sein: Sie, Jennifer Main, die Tochter aus angesehenem Hause, die ihre Rolle perfektioniert hat und jegliche Rebellion herunterschluckt. Er, Patrick Steel, der saisonal eingestellte Mitarbeiter, mit dem ramponierten Image, der nur das eine Ziel fest vor Augen hat. Doch in Oceanside prallen Jen und Patricks Welten aufeinander ... und scheinen überraschend gut miteinander zu harmonieren. Wären da nicht die emotionalen Altlasten der Vergangenheit, die eine gemeinsame Zukunft vergiften! Ein gefundenes Fressen für das verletzte Ego Kevin Bennetts, Sohn aus feinem Haus, der seine Ehre angekratzt sieht. Ein Machtspiel mit ungleichen Mitteln, das Herzen zu brechen droht, beginnt, während sich ein dunkler Sturm über dem Küstenstädtchen zusammenbraut.

Make it count: Sommersturm ist ein neuerlicher Love Stories Roman, den Autorin Carrie Price verfasst hat. Eine Geschichte, die abermals dem Drehbuch für ein lebhaft ausstaffiertes Kopfkino gleicht.

Die Rolle des Erzählers teilen sich die beiden Protagonisten Jen und Patrick. Ein Duo, das sich trotz oberflächlicher Unterschiede unglaublich ähnlich ist. Denn, obgleich sie selbst zwischen magnetischen Anziehungskraft und offenkundigem Klischeedenken hin- und hergerissen sind, verbindet sie dieser eine Sommer fortan für immer. Jen kennt die vielen Gesichter Patricks und die Geschichten hinter seinen Narben, Pat den Herzenswunsch der Frau mit den traurigen Augen. Dennoch spricht eines klar gegen eine gemeinsame Zweisamkeit: die Logik.
Ergänzt wird das Ensemble durch eine gute Handvoll markanter Figuren, die das Gespür, zwischen Freund und Feind unterscheiden zu können, fordert. Hinzu kommen "Gastauftritte" einiger etablierter MIC-Charaktere. Das Gefühl, inmitten einer dynamischen Dramaserie zu stecken, wird damit umso authentischer.

Die Geschichte um die Ja-Nein-Vielleicht-Liebe zwischen Jen und Patrick entwickelt sich binnen weniger Seite zu einem Pageturner. Denn geschickt eingestreute Andeutungen und nebulöse Erinnerungsfetzen schieben die Handlung voran und türmen sie zu einer bedrohlich grollenden Sturmfront auf. Darüber hinaus empfand ich vor allem die emotionalen Nebenschauplätze als äußerst bereichernd. Ist es möglich, gleichzeitig festzuhalten und dabei loszulassen?

Das Thema der selbstbestimmten Freiheit ist einer der Anker dieses Romans. Ein Schwerpunkt, der trotz der teilweisen "Leichtigkeit des Genres" einen nur allzu lebensnahen Kurs einschlägt. Im Allgemeinen finde ich es bemerkenswert, wie es Carrie Price gelingt, sowohl die Rolle der Unterhaltungskünstlerin als auch die der Botschafterin einzunehmen. 

Bestechend gut kommt ebenso der Erzählstil der Autorin zur Geltung. Wie die große Schiffsglocke zieht er die Aufmerksamkeit auf sich: Nicht selten trifft sie mit wenigen Worten beides, den richtigen Ton und ins Herz. Die Sprache ist, dem Genre entsprechend, überschaubar und jugendlich frisch gehalten. Für die Ausformulierung der Dialoge gilt: "In der Kürze liegt die Würze". Eine Tatsache, die der fulminanten Bildhaftigkeit allerdings nicht den kleinsten Abbruch tut. Denn ob knisterndes Miteinander oder handfeste Auseinandersetzung, innere Zerrissenheit oder vehemente Entschlossenheit — Carrie Price hat alle Taue stets fest im Griff.

In der Summe ein Roman, der trotz der genreeigenen Charakteristika ein eigenständiges Profil entwickelt. Maximaler Detailreichtum und ehrliche Gefühle teilen sich eine Kajüte mit stilechten Stereotypen und filmreifen Akzenten. Ob Kreuzfahrt ins Glück oder Schiffbruch auf hoher See? Die Kompassnadel rotiert ...

F★ZIT: Anziehend. Suchend. Tosend.


Freitag, 22. August 2014

[Kreativplausch] Ein Duo, das seinen Lesern sagt: "Make it count!"

Sie sind für nicht wenige Leser das deutsche Autorinnen-Doppel im Bereich Love Stories. Weshalb? Weil, wenn sie zusammen an einem Projekt, an einer Idee arbeiten, nur extravagant Originelles herauskommen kann. Von ihren Lesern werden sie das A-Team genannt. Sie sind die Gründerinnen der (fiktiven) Küstenstadt Oceanside an der US-Ostküste. Dort weht nicht nur eine frische Brise Seeluft, sondern vor allem ein gehöriges Lüftchen Drama. 


Sie sind Ally Taylor (Anne Freytag) und Carrie Price (Adriana Popescu). 



Nachdem im letzten Frühjahr ihre ersten beiden "Make it count"-Romane, Gefühlsgewitter und Gefühlsbeben, großen Anklang gefunden haben, folgt nun der zweite Streich. Im August 2014 ist es also so weit: Der Rummelplatz am Pier lädt erneut zu einer Fahrt entlang der Gefühlsachterbahn ein. Wer ist mit von der Partie?

Mit Dreisam von Ally Taylor und Sommersturm aus der Feder von Carrie Price, erscheinen zwei brandneue, nicht weniger intensive Romane. Diese reißen die Protagonisten und die Leser abermals in einen Strudel aus großen Gefühlen, handfesten Konflikten und Entscheidungen, die Courage verlangen. 
Wie die Weißer-Gartenzaun-gepflegter-Pool-und-getrimmter-Rasen-Idylle des beschaulichen Ocensides doch täuschen kann? Dahin ist die Sonne-Strand-Surfboard-Atmosphäre. Sogar der hiesige Radiosender, OSCB, warnt offiziell und inständig vor dem aufziehenden Sturm. Es sieht gar nicht gut aus. Am besten ihr schnappt euch die Romane, sucht euch ein gemütlich(er)es Plätzchen und taucht ab, bis sich das Unwetter gelegt hat ...

Mir war nun die Freude vergönnt, mit den beiden Autorinnen, erneut ins Gespräch zu kommen. Danke schön dafür! Welch Vergnügen es doch wieder war. 
Ally und Carrie, die bekanntlich nicht auf den Mund gefallen sind, brauchten nichts weiter zu tun, als ein paar Aussagen zu vervollständigen. Was dabei herausgekommen ist ... Seht selbst!




Hi lovelies!

We can't wait to meet you in Oceanside this summer.

We hope you're gonna have a crazily awesome holiday at the sea.

Don't forget to pop in at Joe's Burger or at the Café de Paris. We love it there.

Ally & Carrie

xxx


☆☆☆



Liebe Anne alias Ally, liebe Adriana alias Carrie,

danke für die Einladung ins Shell Shack nach Clearwater Bay! Wohl eines der nettesten und vor allem appetitlichsten Plätzchen für einen neuen kleinen Kreativplausch mit euch.

Dieses Mal gibt’s keine Fragen für euch, sondern zu komplettierenden Aussagen. Auf geht’s! Was fällt euch zu Folgendem ein?

☆

Der Titel meines Buchs …

... lautet „Dreisam“ und soll in ein kleines bisschen in die Irre führen und Fragen aufwerfen. Wenn er das tut, dann freue ich mich. Es geht um drei Menschen und um Beziehungen. Und sie sind einsam. Oder doch dreisam?

... lautet „Sommersturm“ ist könnte wohl kaum passender sein. Also die Schwimmwesten bitte nicht vergessen.

☆

Ohne Carrie wäre ...

... mein Leben viel weniger bunt, lustig, laut. Wir mussten uns finden. Freundschaftlich gesehen ist sie mein Deckel. Oder mein Topf. Wie auch immer. Das gilt übrigens auch oder erst recht für Adriana.

Ohne Ally wäre …

... nicht nur Oceanside verdammt öde, sondern auch mein Leben außerhalb der Buchseiten. Sie ist mehr als nur meine Schreibpartnerin. Es wäre wie Oceanside ohne Sonne, ohne Pier, ohne Strand, ohne gutes Essen und ohne das Lachen. Unvorstellbar!

☆

Musikalische Begleitung, die ich während meiner Aufenthalte in Oceanside nicht missen wollte, …

... "Fleur Blanche" von Orsten, "First Light" von My Morning Jacket und "A September Song – Original Remix" von Simon Herron. Bei diesen Liedern habe ich mich regelrecht in den Rausch geschrieben. Zumindest sind das drei davon. Ich hatte eine Playlist und die kann man am Ende des Buches genauer unter die Lupe nehmen.

... war der Song "The River" von Sam Garrett. Ich kann nicht mal sagen wieso, aber ich fand dieses Lied so herrlich motivierend, da flogen die Finger nur so über die Tasten und es lief wie am Schnürchen.

☆

Das Schreiben dieses Buchs hat mich gelehrt, …

... dass das Schreiben manchmal wirklich ein hartes Stück Arbeit ist. Ich habe noch nie so kämpfen müssen. Aber das Gefühl, dass es fertig ist, lässt mich jetzt auf Wolken gehen.

... dass man manchmal durchhalten muss. So wie Patrick und auch Jen. Aufgeben ist keine Option, weil man nie wissen kann, wie nah man am Ziel war. Immer weitermachen, auch wenn alles wehtut.

☆

Meine Protagonisten in drei Worten:

Hin- und hergerissen

Verletzlich, mutig, hoffnungsvoll.

☆

Mein persönliches Lieblingsplätzchen in Oceanside und Umgebung ist …

... Puh, das ist schier unmöglich. Ich liebe KTs Dach, ich liebe das Bootshaus. Aber auch das Pier und die Angestelltenunterkünfte im Pinienwald... Von Clearwater Bays Attraktionen ganz zu schweigen...

... Ich mag nach wie vor den Pier unheimlich gerne. Wobei ich mich jetzt auch gerne am Yachthafen aufhalte - zumindest in meinem Kopf. In Clearwater Bay ist es, ohne Zweifel, das Shell Shack.

☆

Ein gewaltiger Sommersturm fegt für ein Wochenende über das Küstenstädtchen hinweg. Es herrscht Katastrophenalarm. Dreisam würde ich in einer solchen Ausnahmesituation vorzugsweise mit ...

... Carrie und Adriana ausharren, weil sie immer weiß, was zu tun ist, wenn ich es nicht tue und umgekehrt. Außerdem würden wir so lachen, dass wir den Sturm gar nicht wirklich mitbekommen würden ... 

... Ally und Anne ausharren, weil es dann auf jeden Fall sehr lustig wird und kein Sturm der Welt kann uns die Laune verhageln.

☆

Die Herausforderung an immer neuen Liebesgeschichten ist für mich, ...

... dass es nicht endlose Wiederholungen sind. Dass jede wirklich eine eigene Handlung hat und kein trauriger Abklatsch des Vorgängers ist. Ich möchte, dass die Protagonisten echt sind. Ich will, dass man die Liebe spürt. Das ist nicht einfach, aber es ist grandios, wenn es dann klappt.

... jeder neuen Figur ihre ganz eigene Liebesgeschichte zu schenken. Jede Figur ist anders, also würde jede Figur auch anders reagieren. Würde sich Jen auch in Jared verlieben können? Ich glaube nicht. Lynn würde vermutlich auch nicht Patricks Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ich denke, das ist die größte Herausforderung für mich. Jedem Charakter die passende und für ihn richtige Liebesgeschichte zu finden und zu schreiben.

☆

Mein idealer Tag in Oceanside ... 

... beginnt mit einem Sprung in den Pool, gefolgt von einem frischen Butter-Croissant im Café de Paris in Clearwater Bay und wird abgerundet durch einen tollen Film beim Kino am Pier mit Freunden, ein paar Pizzen und eiskaltem Bier.

... beginnt mit einem Spaziergang am Strand, wenn die Sonne gerade aufgeht, gefolgt von einem Kaffee am Pier, dann Lunch bei Joe’s Burger und wird abgerundet mit einem Tanz mit Patrick am Yachthafen. The usual eben.

☆

In ein Goody Bag voller Souvenirs aus Oceanside gehören zweifelsohne ...

... eine der vielen Postkarten, etwas Sand und ein paar Muscheln. Aber Oceanside muss man erleben. Man muss eintauchen. Einen Sea-Breeze trinken, im La Mer essen oder auf einen Snack zu Joe’s Burger (die Süßkartoffel-Pommes sind fantastisch). Man muss den Sonnenuntergang sehen und den Duft der Pinienwälder einatmen. Man muss sich verzaubern lassen...

... die Postkarten, die es am Pier zu kaufen gibt, das Welcome to Oceanceside-Shirt und einige Muscheln, die man am Strand finden kann. Ganz uneigennützig würde ich Gefühlsbeben und Sommersturm noch dazu legen.

☆

Der finale Satz meines Buchs …

... Zumindest der erste davon.

... Und in genau diesem Moment ist es das auch.

☆


Allerbesten Dank für diese illustren und stilechten Einblicke, ihr beiden! Wenn wir jetzt mal nicht noch neugieriger auf die neuen Gesichter in Oceanside und ihr emotionales Wildwasser-Rafting geworden sind?!

In diesem Sinne: Ahoi Ally! Ahoi Carrie!


Mittwoch, 28. Mai 2014

[Erster Eindruck] Make it count (Ally Taylor & Carrie Price)

Ally Taylor & Carrie Price: Make it count

Nachdem Ally Taylor und Carrie Price bereits mit Gefühlsgewitter und Gefühlsbeben eine rege New-Adult-Fangemeinde für sich gewinnen konnten, starten die beiden Autorinnen im kommenden Sommer erneut durch. Ihre Leserschaft wird es mehr als freuen, zurück an den Pier nach Oceanside kommen zu dürfen!

Die LoveLetter Convention 2014 nahmen die zwei nun zum Anlass, um die druckfrischen und signierten Leseproben — oder Sneak Peeks wie es im Sprachgebrauch der Autorinnen stilecht heißt — zu den demnächst erscheinenden Romanen an ihre Leser weiterzugeben.

Darin gelingt Ally Taylor binnen weniger Zeilen ein recht dramatischer Einstieg in die Geschichte rund um ihre Protagonisten Julie Ortega und Jake Baker. Unmittelbar werden Ängste geschürt, Fassaden geraten ins Waken und Fragen rotieren. Kurzum: packende Atmosphäre wird geschaffen. Des Weiteren vergehen keine fünf Sätze und schon wird der bestechend einnehmende Stil Allys deutlich. 

Carrie Price beginnt ihren Roman ebenso mit einer Szene, in der das kühle Nass, welches symbolisch für Oceanside steht, zur Kulisse wird. Die erste Begegnung von Jen Main und Patrick Steel gestaltet sich ... andeutungsvoll. Jedoch macht die Autorin keinen Hehl daraus, dass es mindestens einen Gegenspieler geben wird, der für Furore sorgen kann und vermutlich auch wird. Die sich anbahnenden Differenzen verheißen Zündstoff.

Es zeichnet sich der Eindruck ab, dass es Ally Taylor und Carrie Price auch in den unabhängigen Fortsetzungen ihrer Romanreihe mit behänder Stilistik und zeitgenössischem Spannungsbogen gelingen kann, sowohl an die beliebten Make-it-count-Stereotype anzuknüpfen als auch neue Pfade einzuschlagen. Ob und wie genau dies tatsächlich der Fall sein wird, darauf dürfen Leser der Serie nun mit Vorfreude wetten ...

F★ZIT: Oceanside ist im Sommer der Ort, an dem die Wellen hoch schlagen werden. Emotionale Sturmwarnung am Yachthafen inklusive. 



Montag, 26. Mai 2014

[Live-Erlebnis] Dort, wo Lieblingsmomente gesammelt werden ...



passend zum heiteren Frühsommerwetter hast du am 24./25. Mai 2014 nun inzwischen zum dritten Mal in Berlin stattgefunden. 

Ein Zusammentreffen, das erneut Autoren, Leser und Verleger von (primär) Liebesromanen zusammenbrachte. Viele schreibende Größen der Branche folgten auch in diesem Jahr deiner Einladung, die ein lockeres und persönliches Miteinander auf Augenhöhe versprach. Allen voran Leserlieblinge wie Abbi Glines, Samantha Young sowie Emily Bold.

Und ich mitten im Spektakel. Zugegeben, ich mag Romantik in Büchern absolut gern. Bin allerdings nicht der ultimativ-inbrünstigste Liebesromanleser, der nicht bis über beide Ohren in der Materie steckt. Das mag daran liegen, dass ich eine gewisse Subtilität bevorzuge, die manchmal eben besonders in Romanen mitschwingt, die keine expliziten Liebesgeschichten sind. Aber das ist nur mein individueller Geschmack. 
Nichtsdestotrotz gab es mehrere gute Gründe für mich, einmal persönlich vorbeizuschauen. Zwei der triftigsten waren zweifelsohne Adriana Popescu und Anne Freytag. Denn diese beiden gehören zu meinen Lieblingsautorinnen, was wohl mittlerweile ein ebenso offenes Geheimnis ist wie die New-Adult-Pseudonyme der zwei: Carrie Price und Ally Taylor.

Noch bevor du zu um 8 Uhr mit dem Einlass begonnen hast, hatte sich vor deinen Türen eine Warteschlange begeisterter Besucher(innen) gebildet. Was vielerorts kreischende Teenies bei den Konzerten ihrer Lieblingsboyband sind, waren hier mit reichlich Büchern zum Signieren, Kameras und unermüdlichem Elan ausgestattete Leser(innen) von Literatur, die Herz(schmerz) auszeichnet.  

Deine Vielzahl von Workshops, Panels, stilechten Blind Dates, Lesungen, Signierstunden, netten Meet & Greets und mit Schokoladenglasur verzierten Donuts erwarteten die Besucher. Kurzum: ein Schlaraffenland für jeden Bücherwurm, indem gleichfalls ein Romantiker steckt. 
Die Themenvielfalt der einzelnen Veranstaltungen bot einiges. Verlage gewährten Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen, Indie-Autoren sprachen übers Self-Publishing, Blogger wurden mit neuen Ideen ausgestattet. Außerdem standen die national und international beliebten Autorinnen plus Christoph Lode/Daniel Wolf als einziger männlicher Vertreter der schreibenden Zunft nicht nur gern Rede und Antwort, sondern auch Modell für unzählige Fotos. Ein wirklich angenehmes Miteinander.

Mein absolutes Highlight war, wie bereits angedeutet, das große Hallo mit Adriana Popescu und Anne Freytag. Wer bereits ihre Bücher und Blogeinträge gelesen hat und mag, kann sich wohl ein ungefähres Bild der beiden machen. Und ja, dieses entspricht so ziemlich der Realität. Denn Adriana und Anne sind nicht nur ultimativ redegewandt und unterhaltsam wenn sie schreiben, sondern auch wenn sie direkt vor einem stehen. Für mich zwei Autorinnen, deren bodenständige und aufgeschlossene Persönlichkeit einfach Freude bereitet. Ferner war es ein Vergnügen, das lebhafte Team Underdog einmal live in Aktion zu erleben. (Von Adrianas im Vorfeld befürchtetem Inkognito-Auftritt nicht der kleinste Hauch einer Spur. Im Gegenteil.)
Ähnlich bestechend übrigens auch Britta Sabbag, die sowohl erfrischend schreibt als auch völlig ungezwungen aus dem Nähkästchen ihres Schaffens und ihres Lebens plaudert. 

Insgesamt hast du also einmal mehr mit einem hochkarätig und mannigfaltig ausgestalteten Programm gelockt, das für gute Laune, Selfies en masse und fröhliche Gesichter, so weit der Campus der GLS Sprachenschule reichte, gesorgt hat — bei eifrigen Liebesromanlesern allemal.

Dir nun einen flirrenden Countdown für eine vierte Auflage der LoveLetter Convention im kommenden Jahr!

Resümierende Grüße an dich!


Montag, 17. März 2014

[Kreativplausch] Mit Ally und Carrie am Pier von Oceanside

Dass das Schreiben von Büchern längst nicht mehr nur im stillen Kämmerlein erfolgt, beweist das Autorenduo Ally Taylor und Carrie Price in absolut bestechender Art und Weise. 

Zwei Frauen, die der "Szene" bisher zweifelsohne gefehlt haben. Zwei starke Persönlichkeiten, die einen Hang zu Kaffeespezialitäten haben. Zwei Schriftstellerinnen, die den meisten von uns bisher (noch) besser bekannt sein dürften als Anne Freytag und Adriana Popescu. 

Beide werden zu Recht jeweils für ihre eloquente Gegenwartslektüre geschätzt und haben mit ihren bisherigen Werken die Gunst der Leser nahezu spielerisch für sich gewinnen können. 
Sowohl Adriana Popescu als auch Anne Freytag haben ihre Leserschar, die stetig wächst, bis dato durch Romane überzeugen können, deren Kombination aus markigen Charakteren, Charisma und Geschichten voller Ausdruckskraft überaus bezeichnend ist.


         
Anne Freytag aka Ally Taylor

+

Adriana Popescu aka Carrie Price
                                       __________________________________________________________________________________

= make it count

                                                                             
Kürzlich, genauer gesagt zu Jahresbeginn, gaben die beiden nun ihren nächsten Coup bekannt und entfachten damit einen wahren (Begeisterungs-) Sturm auf ihren Fanseiten: Als Ally Taylor und Carrie Price würden sie sich einem gemeinsamen Projekt widmen. 
Dieses steht unter dem bedeutungsvollen Titel Make It Count (kurz mic) und umfasst separat voneinander erzählte Geschichten der heranwachsenden Generation im einladenden Oceanside an der amerikanischen Westküste. Dass Liebe und Leid dabei wie Pech und Schwefel aneinanderkleben, gilt als unverzichtbare Voraussetzung, nicht wahr?!

Bei den ersten Auskopplungen handelt es sich nun um Gefühlsgewitter (Ally Taylor) und Gefühlsbeben (Carrie Price). Diese leben von Charakteren, die zum einen vom konsequenten Erwachsensein noch ein Stück weit entfernt sind und zum anderen aufgrund persönlicher Schicksale teilweise viel zu schnell erwachsen werden mussten. Konfliktpotential ist demnach für Katie und Dillen sowie Lynn und Jared auf ganzer Linie vorprogrammiert.

Ally und Carrie kreieren mit mic nicht nur eine Achterbahn der Gefühle, sondern einen allumfassenden Rummelplatz inmitten des Oceanside-Stadions, der uns Leser willkommen heißt. 
Bildlich gesprochen erwartet die Figuren wie auch die Leser: Traute Zweisamkeit im Riesenrad und aufbrausende Fahrten in der Wildwasserbahn, Vertrauensbeweise am Free Fall Tower und Krawalle an der Schießbude ... 



© Freytag Literatur

(Hat Freytag Literatur mit diesem exklusiven Design nicht ganze Arbeit geleistet? 
Großartig, oder?!)


Und jetzt kommt schnell mit!

Seht die folgende Notiz als stilechte Einladung:


Hi y'all!

Let's meet down by the waterfront. We'll bring some coffee and snacks.

Don't miss out on this Oceanside experience! 
We'll count on you!


A & C
xx



Nicht's wie los, Anne und Adriana samt Alter Egos erwarten uns (so ultimativ kurz vor der Veröffentlichung ihrer Romane) mit Popcorn, Hot Dog und Zuckerwatte am Pier zu einem netten Gespräch! Es wird quirlig ... 


☆


~ Kreativplausch ~

Liebe Adriana, liebe Anne,

viele bis so ziemlich alle eure Fans dürften seit Anfang des Jahres noch einmal mächtig die Ohren gespitzt haben. Denn da habt ihr bekannt gegeben, euch als Autorinnen ein brandneues, nicht weniger bequemes Gewand überzuwerfen. Kurzum: anderes Genre, neue Namen, erweiterte Zielgruppe, neue Dramen.
Dass ihr euch mitten im absoluten Endspurt – und das ist partout keine Übertreibung (!) – eures gemeinsamen Projekts Make It Count (mic) jetzt sofort die Zeit für einen exklusiven Kreativplausch nehmt, ist fabelhaft und mit Sicherheit ein riesiges Geschenk an eure Leser. Danke schön!

☆

Dass ihr Romane schreibt, die es in sich haben und die den Fans im Nu ans Herz wachsen, dafür seid ihr bekannt – um nicht zu sagen berühmt berüchtigt. Das Genre New Adult Literatur ist nun allerdings bewusst gewähltes Neuland für euch. Wie Kolumbus habt ihr den amerikanischen Kontinent für euch entdeckt. Dort steht New Adult längst hoch im Kurs. Was macht für euch persönlich den besonderen Reiz aus, sich in diesem Genre auszuprobieren? Welche eurer (bisher vielleicht) verborgenen Seiten erwarten uns?

Adriana: Wer meine Bücher kennt, der weiß wohl wie ich mich in Stuttgart fühle und wie gerne ich meine Figuren in meiner Wahlheimat ins turbulente Gefühlschaos schubse. Allerdings sind mir da natürlich Grenzen gesteckt. Ich weiß, was man in Stuttgart erleben kann, was im Bereich des Möglichen ist. In Oceanside haben wir diese Grenzen nicht. Wir können uns etwas weiter in die Fiktion trauen, die Stadt und ihre Möglichkeiten unserer Fantasie anpassen. Das bietet eine sehr große Spielwiese auf der wir uns austoben können. Das empfand ich zur Abwechslung als sehr befreiend. Das Genre lässt ebenfalls mehr Luft für große Gefühle, das Kribbeln. Einfach mal ein bisschen larger than life. Die Jungs können ein bisschen perfekter sein, die Mädchen ein bisschen hübscher, die Abenteuer ein bisschen aufregender sein.

Anne: Ganz genauso sehe ich es auch. Mehr Freiheiten und neue Perspektiven. Und ich liiiiebe es einfach, knisternde Geschichten zu schreiben. Vor allem, wenn die Erotik dabei etwas bedeutet. Also, wenn es zum Beispiel die erste Liebe ist, oder dieser EINE Mensch, der einen besser macht, der einen besser versteht als alle anderen. Zu dem man sich nicht nur körperlich hingezogen fühlt, sondern zu dessen gesamtem Wesen, seinen Gedanken, den Blicken, der Art, wie er spricht und sich bewegt. Ich glaube, das ist besonders einfach, wenn man über junge Menschen schreibt, weil da alles so absolut ist. Der Glaube an die eine wahre große Liebe und dass die wahre Liebe alles überwinden kann. Vielleicht, weil man ihnen noch nicht wehgetan hat. Na jedenfalls, bedeutet der Sex etwas. Er ist mal schüchtern und mal fordernd, aber er ist nie leer. Das gefällt mir bei New Adult Literatur ganz besonders. Die USA als Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Heimat der cineastischen und schönsten Liebesgeschichten schien dabei der perfekte Schauplatz für die MIC-Romane.

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Mit Ally Taylor (Anne Freytag) und Carrie Price (Adriana Popescu) erscheinen zwei neue, sehr US-amerikanische Autorinnen auf der Bühne der New Adult Schriftsteller. Pseudonyme, die unter anderem für Authentizität stehen. Dabei spielt ihr unverblümt mit Klischeehaftigkeiten. Welches sind wohl die größten Stereotype, die die beiden in ihren Charakteren vereinen?

Adriana: Ich stelle mir Carrie wie eine junge Sarah Jessica Parker vor. Vermutlich lebt sie in NY und schreibt auf ihrem Laptop im Starbucks am Times Square oder so. Sie trinkt Crazy Candy Choca Mocha decaf extra large mit doppelt Schaum mit Schikane und Beleuchtung und liebt ihre Marc Jacobs Tasche mehr als ihr Leben. Schaut gerne Serien auf DVD und ist verliebt in Joe Bennett aus Lipstick Jungle. Komisch, so unähnlich sind wir uns wohl doch nicht.

Anne: Ally ist natürlich Carries allerbeste Freundin. Sie arbeitet bei einem angesagten Magazin und scheucht Praktikanten durch die Gegend. Sie hat Stil und eine eigene Meinung, trägt immer Nagellack und steht totaaaal auf Kenzo-Stoffe. Gerade hat sie sich wieder drei Kissenbezüge daraus machen lassen. Am liebsten mag sie Unikate und für die gibt sie gut und gerne auch einige Dollar aus. Sie liebt Filme und Serien, trinkt ihren Espresso schwarz und bitter (so wie das Leben ;-) ) und ist mit einem Kerl zusammen, der ihre gepflegten Füße liebt und jeden Abend massiert. Sarkasmus ist ihr zweiter Name und Klischees sind nur Teil ihrer fiktionalen Welt.

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Wer sind für euch Persönlichkeiten aus Literatur, Film und/oder Fernsehen, die ihr mit der amerikanischen Unterhaltungskultur unmittelbar in Verbindung bringt? Was macht sie für euch zu den Glanzlichtern der Branche?

Adriana: Ich war und bin ein großer TV-Junkie, wie alle wissen dürften. Ich habe von den großen 80er-Jahre-Soaps bis zu den aktuellen Serien wohl alles gesehen. Joan Collins im Denver Clan als Alexis ist die wohl schillerndste Figur der TV-Ära. Ich habe es geliebt, sie als Biest in stylischen Klamotten erleben zu dürfen. Natürlich habe ich alle Folgen gesehen, habe Charaktere verflucht, andere geliebt und war traurig, als alles vorbei war. Später dann Beverly Hills 90210, das Traumpaar Dylan und Brenda, die West Beverly High, das Peach Pit. Ich mag sowas ja ausgesprochen gerne. Sex and the City, Carrie Bradshaw, die natürlich aus als Namenspatin für mein Pseudonym herhalten musste. Lipstick Jungle, der großartige Joe Bennett ... die Liste ist endlos! Wenn ich mich aber für eine Figur entscheiden müsste: es wäre Aaron Spelling, der so viele wunderbare TV-Serien geprägt hat. Vielleicht hätten wir ihn zu einer Serie von Make it count überreden können.

Anne: Puh. Ich liebe Filme und Serien und bin keine Leseratte – was viele komisch finden, da ich gerne scheibe. Aber meine Leseliste 2013 umfasste vielleicht 5 Bücher. Ich nutze meine Zeit lieber zum Schreiben. Die Liste meiner Lieblingsfilme ist dafür echt laaaaaang. Zu lang. Bei Serien ist es nicht viel besser. Sex and the City. Damages. 24. Game of Thrones. Aber auch Beverly Hills 90210, Grey’s Anatomy und Vampire Diaries. Breaking Bad. Homeland...UND UND UND. Ich bin den Drehbuchautoren und den Schauspielern unheimlich dankbar. Aber die ersteren kenne ich oft gar nicht. Sie bleiben im Verborgenen. Meine Helden sind tatsächlich andere... (Ich liebe ja Georg Schramm, aber das ist ein anderes Thema. ;-) )

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Die Titel eurer Romane lassen mit Gefühlsgewitter und Gefühlsbeben bereits im Vorfeld einige Schlüsse zu. Doch neben emotionalen Höhen und Untiefen der heranwachsenden Generation spiegelt sich auch die entschlossene Botschaft Make It Count in den Handlungen wider. Worin bestand für euch die größte Herausforderung, den Spagat zwischen juvenilem Erfahrungsschatz und der Nuance an Lebensweisheit zu vollführen?

Adriana: Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass vor allem junge und junggebliebene Leser auf solche Lebensweisheiten stehen. Wenn man jung ist, fällt es leichter ein „Carpe Diem“ oder „Make it count“ aufzunehmen. Ich mag mich irren, aber mein Ordner in der Schule war vollgekritzelt mit solchen Zitaten, die mich angespornt und motiviert haben. Make it count sollte natürlich für alle Generationen gelten, weil es sich immer lohnt einen Lieblingsmoment einzufangen. Ich glaube nicht, dass man ein jüngeres Zielpublikum anders behandeln sollte, damit begeht man den großen Fehler und unterschätzt die Leser. Mein 17-jähriges Ich hätte sich den Spruch Make it count auf jeden Fall in den Ordner geschrieben.

Anne: Ja, meines auch. Und ich denke, dass die Grundprobleme des Lebens dieselben bleiben. Die Inhalte sind nur anders. Ich denke, das was uns Menschen bewegt, sind immer dieselben Dinge: Liebe, Familie, Freundschaft, Zweifel, Angst..... die Liste ist endlos. Bei den Jüngeren ist das vielleicht ‚naiver’ oder ‚absoluter’, weil alles schwarz oder weiß ist, aber Liebe bleibt Liebe, Verletzungen tun weh und Missverständnisse zerstören Dinge, die hätten klappen können, wenn nicht Angst und Stolz im Weg gestanden hätten. Das alles ist doch altersunabhängig. Und wer erinnert sich nicht an die großen Gefühle, die erste Liebe? Gefühle sind eine Sprache, die Menschen instinktiv verstehen. Tränen, den Knoten im Magen, den Kloß im Hals. Außerdem bekomme ich oft die weisesten Einsichten durch meine beiden Nichten (4 und 6), weil die ungefiltert zeigen, was sie empfinden. Ich denke nicht wirklich, dass Erwachsensein und Lebensweisheit immer Hand in Hand gehen. Zumindest nicht zwangsläufig.

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Mit Oceanside kreiert ihr eine fiktive Kulisse, die euren Geschichten den wohl idealen Rahmen gibt: eine beschauliche Nachbarschaft nebst rauer See und vor allem nicht wenige knisternde Geheimnisse. Wie müssen wir uns den Aufbau dieses Städtchens vorstellen, wenn sozusagen zwei Bürgermeisterinnen das Zepter in der Hand halten? Worauf seid ihr hinsichtlich der geschaffenen Szenerie besonders stolz?

Adriana: Ich hoffe Ally stimmt mir zu, wenn ich sage der Pier bildet das Herzstück des Städtchens. Ich könnte Stunden dort verbringen, auf den Ozean schauen und träumen. Ich mag auch die schönen Herrenhäuser, die an Südstaaten-Sagen erinnern. Das Stadion ist ebenfalls unser großer Stolz. Obwohl Oceanside beschaulich ist, gibt es auch Viertel, die nicht so schön sind. Wir sammeln Spenden um diese aufzubessern ... ;)

Anne: Da stimme ich Carrie unumwunden zu. Wir teilen das Zepter gerne, teilen die ganze Verantwortung und feiern jeden Erfolg gemeinsam mit einem frischen Eistee am Pier. Wir versuchen wirklich alles, um den weniger gut gestellten Mitgliedern unserer Gemeinde zu helfen, aber die Mittel sind begrenzt. Alles, was in unserer Macht steht geschieht. Aber diese Korruption... ;-) Ich jogge morgens am Strand und genieße das Rauschen der Wellen. Am liebsten bin ich am Steg meines Herrenhauses oder gehe auf meinem Anwesen spazieren. Diese Ruhe fernab der Hektik und des Alltags ist unbezahlbar. Abends betrachte ich gerne den schier endlosen Horizont. Aber am meisten bewegt es mich in Oceanside die Sommergewitter anrollen zu sehen. Dieser Anblick ist gigantisch. Wie ein Beben, das meinen Körper erschüttert.

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Die Make-It-Count-Reihe erinnert (mich) in manchen Zügen an die guten alten TV-Zeiten von Dawson’s Creek, O.C. California & Co. Wie sehr prägte euch das Bild solcher Kultserien zu ihren damaligen Spitzenzeiten? Und nehmen wir an, eure Romane würden verfilmt werden. Unter uns, welcher Cast an Schauspielern würde euer Herz erwärmen?

Adriana: Ich glaube meine Teenie-Zeit war sehr von eben solchen Serien geprägt. Beverly Hills 90210, Party of five, Willkommen im Leben, Dawson’s Creek ... ich habe sie alle geliebt! Wenn ich meine beiden Figuren besetzen dürfte: es wäre wohl der junge Jared Leto, allerdings mit einem Kurzhaarschnitt. Lynn könnte ich mir eine junge Natalie Portman vorstellen – natürlich weiß ich, dass sie nie in Serien mitgespielt hat. Aber man darf ja träumen!

Anne: O ja, diese Kultserien habe ich auch alle angesehen und geliebt. Schon ne Weile her. Hm. Was den Cast angeht, das ist fast albern. Es sind tatsächlich die beiden, die auf meinem Cover zu sehen sind. Anna hat mir das Bild gezeigt und da war es klar. DAS sind die beiden. Und ich habe keine Ahnung wer sie sind. In meiner Welt sind es Katie und Dillen.

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Stellt euch vor, ihr hättet als Teenie und junger Erwachsener in einem Ort wie Oceanside gelebt. Welche Rolle hättet ihr wohl in der Gemeinschaft eingenommen? Ambitionierte Cheerleaderin, ehrgeizige Schülersprecherin, toughe Surferin, … Wir sind ganz Ohr!

Adriana: Ich wäre in Oceanside vermutlich die Ulknudel gewesen. So wie auch während meiner Schulzeit in Speyer. Natürlich hätte ich einen schöneren Teint vom ganzen Rumhängen am Strand und am Pier. In der Schule wäre ich der Klassenclown. Cheerleader? Ich? Niemals!

Anne: Ich denke ich wäre eine Mischung aus Misfit und Ms. Sarcasm gewesen. Immer einen Spruch auf den Lippen, heimlich (und unsterblich) verliebt in den intelligenten Jungen mit dem undurchdringlichen Blick. Viel zu uncool, um echt cool zu sein, aber auch zu aufgedreht für die Mauerblümchen-Rolle. So eine Midi-Rebellin? Eine Lynn vielleicht?

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Was ich äußerst beeindruckend finde, ist das eng gesteckte Zeitfenster, in dem ihr an den Romanen gearbeitet habt. Das zeugt von äußerster Disziplin, immenser Motivation und einem enormen Input an Ideen auf Abruf. Worin liegen für euch in einem derartigen Hochleistungsschreiben die ärgsten Knackpunkte? Welche Variablen sind dabei die verlässlichsten Konstanten, welche die unberechenbaren Unsicherheiten?

Adriana: Wir hatten schon etwas früher mit dem Grundgerüst begonnen, haben ein paar Infos, Ideen und Charaktere gesammelt. Somit ist die Zeit, mit der wir uns mit Make it count beschäftigen gar nicht so kurz, wie man vermuten könnte. Dennoch war klar, wir müssen am Ball bleiben. Ally – ich meine Anne – war mir eine große Hilfe, meine Konstante, hat mich motiviert nicht vom Pier ins Meer zu hüpfen, sondern Lynn und Jared ihre Geschichte zu schenken. Ein Geschichte, die auch qualitativ auf einem guten Niveau liegt. Das war uns beiden wichtig. Wir wollten nicht einfach etwas hinschmieren, es war immer Zeit für Überarbeitungen, Testleser und Lektorat. Das war uns wichtig.
Und die unberechenbaren Unsicherheiten waren meine Figuren. Oft wollten sie nicht so wie ich, haben sich quer gestellt und manchmal musste ich mit dem Teppichmesser drohen! Aber es ist ja zum Glück alles gut gegangen!

Anne: Außerdem darf man nicht vergessen, dass es zu zweit echt viel einfacher ist/ sein kann, weil wir beide drin sind, beide wissen, worum es geht, wie wir und gegenseitig helfen und motivieren können. Wir konnten gegenseitig lesen (und das schon während des Schreibens). Wir haben stundenlang (und damit meine ich wirklich ganz echt STUNDENLANG) telefoniert und geplottet und gegrübelt. Aber mit zwei Hirnen denkt es sich eben besser. Carrie hatte oft den zündenden Gedanken, der mich dann wieder zurück auf in die Bahn geworfen hat. Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Unberechenbare Unsicherheiten? Viele neue Ideen für viele weitere MIC-Plots, die so spannend waren, dass ich immer mal wieder dachte: ‚Mensch, ich will jetzt mit der neuen Geschichte anfangen...’ (Habe ich aber nicht. Mayors Ally und Carrie haben es unter Strafe gestellt. Und mit denen ist nicht zu spaßen...) Alles in allem muss ich sagen, dass Ally sich in Oceanside und im New Adult Genre tatsächlich sehr sehr wohlfühlt... Sex & Drama en masse. Was will man mehr? :-)

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Ihr seid beide Autorinnen, die eine unheimlich starke Präsenz zeigen. Ihr mischt euch sozusagen direkt unter eure Leser. Schon im laufenden Schreibprozess wendet ihr euch mit Vorschauen, Nachfragen und Beiträgen an die Fans. Ihr kommuniziert sehr sympathisch auf Augenhöhe. Was bedeutet euch jener unmittelbare Austausch mit euren Lesern? Bestätigt er? Erhöht er den Druck? Bringt er gar neue Ideen?

Adriana: Es erhöht den Druck. Und spornt enorm an. Der rege Austausch mit den Lesern zeigt mir ziemlich deutlich, was gut ankam, wo man vielleicht noch etwas verbessern kann. Aber man will sie natürlich nicht enttäuschen. Natürlich kenne ich nicht alle Leser persönlich, aber manchmal fühlt es sich so an. Deswegen würde ich nichts abgeben, nichts veröffentlichen hinter dem ich nicht stehe. Und wann immer ich gedacht habe: Das packst du nie! war zum Glück immer Ally da.

Anne: Das ging mir ganz genauso. Wenn Carrie geschrieben hat: Die neue Stelle ist klasse, dann ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Wir haben einander bestätigt und kritisiert, an Texten gefeilt und einander geholfen. Was die Leser angeht: Ich bin immer wieder baff, wie viel Rückmeldung kommt. Es ist so toll, wenn man nicht in einen leeren Raum schreit, sondern, wenn ein Echo kommt. Und wenn das Echo dann auch noch gut ist, dann ist das wie... hm... wie ein Drogentrip? (So stelle ich mir das zumindest vor, ich bin da der Anti-Experte. Ich finde Apfelmost schon ziemlich stark.) Auf jeden Fall ist es genauso wie Adriana/Carrie sagt. Es ist herrlich und man möchte auf keinen Fall enttäuschen.

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Euer beider Schreibstil ist von filigraner Leichtigkeit und einem beeindruckenden Gewicht an Bildhaftigkeit gekennzeichnet. Wie leicht oder schwer fiel euch die Zeitreise zurück ins Erwachsenwerden? Mit welchem Hintergedanken seid ihr ans Werk gegangen: Habt ihr euch einen lang gehegten Traum erfüllt? Wart ihr auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? Handelte es sich um die Verkettung glücklicher Blitzideen? Lasst hören!

Adriana: Ich denke Anne und ich haben sehr viel miteinander gesprochen, wir haben Ideen ausgetauscht, über Figuren gesprochen und haben schnell gemerkt, dass wir auf der gleichen Welle surfen. Und da wir junggeblieben sind – wie man wohl auch bei unseren zahlreichen Posts merkt – war der Schritt zurück ans College oder die Highschool gar nicht so schrecklich schwer. Ich muss schließlich immer noch meinen Ausweis vorzeigen, wenn ich Alkohol kaufe. Der einzige Hintergedanke für mich war: dann schreiben wir zusammen mal was!

Anne: HAHAHAHAHA. Ja, so auch hier. Ich denke, wir haben etwas ziemlich Alters- und Zeitloses in uns. Bei Renate Hoffmann hat ein Leser in einer Rezension geschrieben, dass er vermutet, dass es sich um viele autobiografische Elemente handelt. Ein anderer meinte, ich wäre alt. Und auch bei 434 Tage vermutete manch ein Leser Parallelen zum eigenen Leben. Aber ich versichere, das ist alles nur Fantasie. Ich hatte noch nie den Wunsch zu sterben, noch war ich verheiratet, und habe folglich auch nie meinen Mann betrogen (nein, auch nicht den Freund!!). Ich würde sagen, es ist (einer der wunderbarsten) Bestandteile unseres Berufs, abdriften zu können... in neue Welten. Und das Driften zu Katie und Dillen war nicht allzu schwierig. Die Chemie hat gestimmt. Und Carrie und ich sind ja jung(geblieben).

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Wenngleich wir dieses Gespräch liebend gern noch auf eine unbestimmte Anzahl an Fragen ausdehnen könnten, nun vorerst eine letzte: Unabhängig voneinander schreibt ihr Romane, die im mic-Kosmos spielen. Ein Gedanke der mir dabei sofort in den Sinn kam, als ich davon hörte, ist der des Crossovers. Wie steht ihr dieser Option – vollkommen unverbindlich natürlich – gegenüber?

Adriana: Du meinst, dass ihre Charaktere auch mal bei mir vorkommen und vice versa? Ausgeschlossen ist nichts. Aber Ally kennt ihre Figuren so viel besser als ich das tun könnte. Es soll kein Mischmasch werden, die Figuren sollen sich treu bleiben. In Szenen als Nebenfiguren aufzutauchen ist aber gewünscht, geplant und bereits geschehen. Make it count bietet sich für ein Crossover ja geradezu an!

Anne: Und manche unserer Nebenfiguren werden vielleicht einmal zu Hauptfiguren und die sind mit Figuren der anderen Geschichten befreundet. Wie im Leben eben. Da steht bei Facebook ja auch: 3 gemeinsame Freunde. Make it count und die Charaktere sind aus dem Leben gegriffen. Gut, sie leben in den USA und sie sind nicht real. Zumindest im herkömmlichen Sinne. Denn in unseren Köpfen wurden sie lebendig.

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Ihr glaubt gar nicht, was es für ein Vergnügen war, mit euch zu plaudern. Es hat mich ungemein gefreut, dass ihr mir und damit uns allen Rede und Antwort zu ein paar brennenden – seien wir ehrlich: ein paar essentiellen – Fragen gestanden habt. Ein großes Dankeschön dafür!

Bleibt mir an dieser Stelle nur noch, euch für euer New Adult Debüt alles Gute zu wünschen. Ally & Carrie, make it count!!!