"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Donnerstag, 2. Juli 2015

[Rezension] Heart. Beat. Love. (James Patterson & Emily Raymond)

James Patterson & Emily Raymond: Heart. Beat. Love. 

Um es ohne lange Umschweife auf den Punkt zu bringen: Dies ist eines jener Bücher, die ich unbedingt lesen wollte. Und dank der liebe Hannah von Wonderworld of Books war mir dieses Buchglück schneller vergönnt als gedacht. Danke schön!!!

Inzwischen dürfte es sich herumgesprochen haben, dass ich ein echter Fan von "Roadmovielektüre" bin. Eben daher konnte ich es nicht erwarten, mich kopfüber in dieses im dtv Verlag erschienene Abenteuer zu stürzen.
Was soll ich sagen? ... Ich fühlte mich, als würde ich Axi und Robinson auf dem Sozius begleiten.


~ Rezension ~

Herzschlagmomente, in denen du dich unsterblich fühlst.

Axi, das brave Mädchen von nebenan, fasst einen Entschluss: Sie muss raus. Raus aus Klamath Falls, ihrer Heimatstadt, in der sie nichts mehr hält. Kurz vor den Abschlussprüfungen weiht sie ihren besten Freund Robinson in ihn Vorhaben ein. Ohne lange zu zögern, stimmt er zu, Axi auf ihrem Roadtrip quer durch die USA zu begleiten. Ehe es sich Axi versieht, sitzt sie, an Robinson geklammert, auf einer gestohlenen Harley und die beiden steuern einem Abenteuer mit unbestimmtem Ausgang entgegen. Denn wenngleich Axi endlich das Gefühl von Freiheit verspürt, weiß sie auch, dass es gewisse Schicksalsfügungen gibt, denen sie auf Dauer einfach nicht entkommen kann. Diese bittere Erkenntnis hat sie das Leben schon zu oft gelehrt.

Heart. Beat. Love. von James Patterson und Emily Rayond ist ein Jugendbuch in bestem Roadmovie-Stil, das Herzklopfen, (Über-) Mut und Entschlossenheit auf überzeugende Weise vereint.

Axi und Robinson begeben sich auf die Reise ihres Lebens. Sie sind zwei Teenager, die für einen Sommer der Realität entfliehen wollen. Sie sind beste Freunde, Verbündete und nicht zuletzt Seelenverwandte. Doch manchmal ist selbst all dies nicht genug. Axi und Robinson wollen sich und der Welt das Gegenteil beweisen. Humorvoll, wortgewandt und spontan einerseits; rührend, ernsthaft und endlich andererseits. 

Neben dem umwerfenden Abenteuer des ungewissen Roadtrips ist den beiden Protagonisten das kribbelnde Gefühl der ersten großen Liebe vergönnt. Eine herrlich warmherzige Komponente, die dem Roman weiteren Auftrieb verleiht. Ohnehin ist das Miteinander von Axi und Robinson geprägt von Empathie, Originalität und Authentizität. Eine, wie ich finde, von James Patterson und Emily Raymond wundervoll porträtierte Freundschaft, Loyalität, Liebe. 

Während im ersten Teil des Buches noch die Überschwänglichkeit der Abenteuerlust die Oberhand gewinnt, bricht im zweiten Teil eine spürbare Tiefgründigkeit an die Oberfläche. Stürmische Unbefangenheit und lähmende Hilflosigkeit gehen — wie Axi und Robinson — Hand in Hand nebeneinander her. Ein Grundtenor, der mich persönlich wirklich begeistert.

Temporeich, lässig und damit vollends dem Inhalt angepasst schreitet die Reise voran und inspiriert ganz nebenbei, sich selbst einmal mit Haut und Haar und Herz auf einen Roadtrip einzulassen. Großartig! Das vielleicht hier und da fehlende letzte Quäntchen allumfassende Tiefenschärfe wird durch das unnachahmliche Miteinander der beiden Protagonisten absolut wettgemacht. Hinzu kommt eine beachtliche Kollektion an Fotoaufnahmen, die Zeugnis jener einmaligen Reise sind. Ein feiner und im wahrsten Sinne des Wortes bildhafter Bonus.

Die Botschaft "Lebe und liebe mit jedem Herzschlag!" ist obendrein wohl das wertvollste Souvenir dieses Abenteuers.

Insgesamt ein Jugendbuch, das einem erfrischenden, ergreifenden und erlebnisreichen Ticket für eine kleine Portion grenzenlosen Glücks gleichkommt.

FZIT: Einladend. Berührend. Verwegen.


Donnerstag, 28. Mai 2015

[Buchpost] Auf zum Roadtrip mit Herzklopfen!

Eine aus meiner Sicht superduper Postsendung erreichte mich vor gar nicht allzu langer Zeit. Dabei handelte es sich um ein Buch. Natürlich. Was wohl sonst? Genauer gesagt um das Jugendbuch Heart. Beat. Love. von James Patterson.

Zum einen lese ich Bücher aus der Feder James Pattersons überaus gerne. Zum anderen bin ich ein ausgesprochener Fan von Büchern im Roadmoviestil. (Jedem das Seine.) Kein Wunder also, dass ich genau jenes Buch ziemlich weit oben auf meiner Lesewunschliste platzierte.

Als die liebe Hannah von Wonderworld of Books auf ihrem, wie ich finde, sehr feinen Blog zum Welttag des Buches nun, wie es der Zufall wollte, Heart. Beat. Love. verloste, musste ich mein Glück versuchen ... Dass das Los dann tatsächlich auf mich fiel, konnte ich kaum fassen. Zu genial! Herzlichen Dank, liebe Hannah! Meine Vorfreude ist nach wie vor ungebremst. In diesem Sinne: Auf die Harley, fertig, los!


Mittwoch, 7. Mai 2014

[Rezension] Weil ich Layken liebe (Colleen Hoover)

Colleen Hoover: Weil ich Layken liebe 

Für die nachdenklichen, abwägenden und auch traurigen Töne bin ich immer zu haben. Und irgendwie stecke ich momentan auch etwas tiefer in einer gewissen Jugendbuchlesephase. Ideale Voraussetzungen demnach für Colleen Hoovers Überraschungserfolg, der sich mittlerweile zu einem echten Muss des Genres entwickelt hat.
Als überhaupt nicht kitschig, dafür umso einnehmender empfand ich die bittersüßen Wege Layken und Wills, die das Schicksal sich kreuzen ließ, um kurz darauf mit einem "Betreten verboten"-Schild aufzulauern.


~ Rezension ~

Wenn du auf der einen Seite stehst und das Leben auf der anderen ...

Mit dem plötzlichen Tod ihres Dads verliert Layken nicht nur einen wichtigen Halt in ihrem Leben, sondern auch ihr Zuhause. Denn gemeinsam mit ihrer Mom und ihrem kleinen Bruder zieht der Teenager von Texas nach Michigan. Doch sosehr Layken ihr neues Leben auch verabscheuen möchte, eine Variable hindert sie daran: Will. Er wohnt mit seinem Bruder auf der anderen Straßenseite und ist Laykens größter Hoffnungsschimmer. Für drei Tage erleben die beiden tatsächlich so etwas wie ein unverhofftes Glück im Unglück. Bis sie eine Erkenntnis wie ein Vorschlaghammer trifft und ihnen jegliche Perspektive rücksichtslos wegsprengt.

Colleen Hoovers Weil ich Layken liebe erzählt den vielversprechenden Beginn und gleichzeitig das jähe Ende einer besonderen Seelenverwandtschaft, deren Stern hätte hell leuchten können und sollen, hätte das Schicksal nicht ein solch lausiges Timing.

Mit einem unglaublich tiefsinnigen, verantwortungsbewussten und den Leser berührenden Protagonistenduo trumpft Colleen Hoover auf, sodass es ein Leichtes ist, mit den beiden zu lachen und zu leiden. Besonders Letzteres dürfte bei der Vielzahl an schicksalsbehafteten Fingerzeigen, mit denen der Weg der zwei ausstaffiert ist, nicht schwerfallen. 
Hinzu kommt ein Rollenensemble, welches das Gesamtbild einer den Ungerechtigkeiten des Lebens trotzenden Figurenkonstellation bestens komplettiert.

Die Autorin verwebt schwerwiegende und gleichermaßen lebensechte Szenarien miteinander. Sie legt diese in den Kontext einer Liebesgeschichte, die es in sich hat. Wobei das Verhältnis deutlich zugunsten der Tragik, die das Leben schreibt, tendiert. Für mich persönlich ein Mischungsverhältnis, dessen Stimmigkeit überzeugte. Gerade weil jener Grundtenor die Persönlichkeiten der Charaktere sowie die Komplexität der ganzen Geschichte exzellent unterstreicht. 

Facettenreiche Gefühle, existentielle Gewissensfragen und überlebensgroßes Vertrauen sind wohl die Komponenten, die dieses Jugendbuch ausmachen. Dass es ein allumfassendes Happy End selten gibt, bringt die Autorin von Kapitel zu Kapitel neu zum Ausdruck. Nichtsdestotrotz ist es dem Leser nicht zu verübeln, sich ein solches zu wünschen. Vielleicht auch, weil die sympathischen Figuren wirklich real und damit wie gewonnene Freunde erscheinen, denen eine Glückssträhne zu gönnen wäre.

Darüber hinaus ist es besonders auch die Erzählweise samt deren Botschaft, die dieses Buch trotz der vielen ernsthaften Nuancen zu einem Lesevergnügen macht. Ein Füllhorn aus klugen Lebensweisheiten und unbeschwertem, mitunter makaber wirkendem (Galgen-) Humor brachte die Autorin in ihren Roman ein.
Des Weiteren widmete Colleen Hoover der Lyrik im Gewand des modernen Poetry Slams einen Ehrenplatz in ihren Zeilen. Damit kreierte sie nicht nur den Rahmen für einzelne Schlüsselszenen, sondern gleichzeitig eine Atmosphäre, deren Intensität und Wahrheit beeindruckend akzentuiert einfangen.

Insgesamt ein clever geschriebenes Jugendbuch, das generationsübergreifend anspricht, weil es nicht nur die Liebe zwischen zwei jungen Menschen fokussiert, sondern vielmehr eine Hommage an die Einmaligkeit der Institution Familie und an ein reueloses Leben ist.

FZIT: Fordernd. Poetisch. Festhaltend. 



Freitag, 14. Dezember 2012

[Leseprobe] Nach dem Schnee (Sophie. D. Crockett)

Sophie D. Crockett: Nach dem Schnee 

Der dtv publiziert diesen Thriller von Sophie D. Crockett, der dem Leser das Blut gefrieren lässt. Der Überlebenskampf des jungen Willo wird auf fesselnde Weise an den Leser herangetragen.
Eine eiskalte Kulisse - weiß wie Schnee - und unfassbare Wahrheiten - rot wie Blut - beißen sich fest wie Wölfe im Fleisch ihrer Beute.

Schon nach wenigen Zeilen kann man sich als Leser jenem beängstigenden Gefühl des Herzrasens nicht entziehen. Der markante Schreibstil und die Eigentümlichkeit der Situation, welcher der Protagonist ausgesetzt ist, sprechen einen Thrillerliebhaber ohne Frage an.

FZIT: Eisiger Frost knistert zwischen den Seiten und sorgt für stockenden Atem.