"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Dienstag, 14. Mai 2013

[Ich schreibe] "Abenteuer Südhalbkugel" (Teil 4)

Rückblende zum dritten Teil

Abenteuer Südhalbkugel (4)

 Ole –

Im ersten Sekundenbruchteil dachte ich, ich halluzinierte. Vor lauter positivem Schreck fiel mit beinahe das Stativ aus der Hand. Aus vier Metern Entfernung strahlte mich dieses unverkennbare Lächeln an, das mich schon bei der ersten Begegnung vereinnahmt hatte. Obleich ich jedoch gestehen muss, Helena schaute mir sehr verdutzt entgegen. Das verlieh dem Ganzen eine offensichtliche Komik. Aber Hand aufs Herz, ich blickte wahrscheinlich nicht intelligenter drein.
Ehrlich, diese Überraschung war gelungen. Sogar mehr als ich es mir hätte ausmalen können. Peng!

 Helena –

Wer hätte das geahnt? Ich traute meinen Augen kaum und meinen Ohren noch weniger, als ich mich selbst sagen hörte: „Ach herrje, jetzt hab ich gar nicht genügend Tomatensaft im Haus.“ Ehrlich, welch Begrüßung. Zu meiner Entschuldigung darf ich allerdings einwerfen, dass ich wahrlich überrumpelt war. Im gänzlich positiven Sinne. Peng!

Muss ich anfügen, dass uns an diesem Abend der komplette Vorrat an Tomatensaft meines Lieblingsitalieners gerade wie gerufen kam? Zur Feier des Tages stießen wir auf die wundervollste und zugleich kurioseste Verstrickung unseres Lebens dieses Mal mit Bloody Marys an.
Ich meine, Asterix und Obelix schwören auf ihren Zaubertrank, meine Oma Hermine ist von der Magie ihrer Honigmilch überzeugt und wir pochen seit unserer ersten prägenden Begegnung umso mehr auf die positive Wirkung von Tomatensaft. Immerhin stand dieser am Beginn einer fabelhaften Freundschaft, einmaligen Seelenverwandtschaft und starken Partnerschaft. Gibt es ein schlagkräftigeres Argument?


© Kora Kutschbach

Montag, 13. Mai 2013

[Ich schreibe] "Abenteuer Südhalbkugel" (Teil 3)



Abenteuer Südhalbkugel (3)

– Helena –

Als ich nach spektakulären acht Wochen voller atemberaubender Erlebnisse und herzlichster Gastfreundschaft zurückkam, vermisste ich das Kiwiland schon bevor ich überhaupt den Wohnungsschlüssel aus der Tasche gekramt hatte. Außerdem fühlte ich mich nach diesem Langstreckenflug wie gerädert, hatte mich doch eines dieser modernen Luxuspaare mit langwierigen Gesprächen über Glitzerhalsbänder für Hunde und Gurken-Joghurt-Gesichtsmasken vom Schlafen abgehalten. Ach ja, kein Vergleich zu der Unterhaltsamkeit und dem Humor in Oles Anekdoten.
Während ich meine angesammelte Post überflog, fielen mir augenblicklich die zahlreichen bunten Postkarten auf, die den Haufen aus größtenteils eintönig wirkenden Briefumschlägen belebten.
Oh mein Gott, ich mochte es kaum glauben. Ole hatte mir mehr als zwanzig Postkarten geschickt, auf denen er schrieb, dass er Wale beobachtet hatte; dass es sich während eines enormen Regengusses pitschnass in den nächst besten Unterschlupf geflüchtet hatte; dass er einen dreiviertel Cheesecake mit einem Mal ganz allein verdrückt hatte und glaubte, nun danach süchtig zu sein. Herrlich. Ich ließ alles stehen und liegen, schwang mich auf mein Bett und vertiefte mich in seinen Urlaubserinnerungen. Das alles kam mir gleichermaßen surreal als auch wunderbar vertraut vor. Beinahe als wären es gemeinsame Erinnerungen.

– Ole –

Nachdem ich das Aussteigerleben und die totale Freiheit im Land der langen weißen Wolke für drei Monate unheimlich genossen hatte, fühlte ich mich zurück in Schwerin ein wenig wie Falschgeld. Diese Hektik, diese Akkuratesse, diese Zugeknöpftheit. Nun, es nutzte alles nichts, denn irgendwie musste ich schließlich meine Brötchen als Werbefotograf verdienen. Daher nahm ich ohne langes Zögern gleich den Auftrag an, einen erkrankten Kollegen zu vertreten.
Dafür sollte ich für ein verlängertes Wochenende nach Erfurt fahren, wo ich für ein Hochglanz-Lifestyle-Magazin Fotos schießen würde. Nichts Aufregendes aber durchaus passabel. Fotos – mein täglich Brot. Erfurt – Moment mal. Wenn ich mich in letzter Zeit einer Stadt verschrieben hatte (im wahrsten Sinne des Wortes), dann doch wohl Erfurt. Immerhin hatte ich rund zwei Dutzend Postkarten in die thüringische Landeshauptstadt geschickt.
Super, ich würde dann vor Ort einfach schauen, wie sich das alles arrangieren ließ und spontan bei Helena an die Tür klopfen.

– Helena –

Einer meiner Kunden war über die von mir entworfene Innenausstattung seines Wohnzimmers derart ins Schwärmen geraten, dass eines dieser hippen Fühl-dich-rundum-wohl-Magazine eine komplette Dokumentation samt Fotoserie und Interview mit mir plante. Ich muss gestehen, das hatte schon etwas.
Ein wenig angespannt, dennoch voller positiver Vorfreude begab ich mich also an diesem Freitagmorgen in mein gemütliches Büro im Hinterhof einer kleinen Gasse. Ich bekomme zwar immer wieder zu hören, dass Büro und Gemütlichkeit so viel gemeinsam hätten wie Golfspielen und Naturschutz; ich wiederum denke, als Raumdesignerin wäre ich wohl unbrauchbar, wenn ich mein eigenes Büro nicht mit einem gewissen Touch gemütlichen Flairs versehen könnte.
Ich schüttelte gerade die letzten Kissen in den Korbstühlen in rechte Positur, als die dreiköpfige Abordnung des Magazins eintraf. Der engagierte Fotograf würde innerhalb der nächsten fünf Minuten eintreffen. Gar kein Problem.
Als es wenig später an der Bürotür klopfte und ein großer Mann mit professioneller Fotoausrüstung im Rahmen stand, fiel mir die Kinnlade komplett herunter.


 Fortsetzung folgt 
© Kora Kutschbach

Samstag, 11. Mai 2013

[Ich schreibe] "Abenteuer Südhalbkugel" (Teil 2)

Rückblende zu Teil 1

Abenteuer Südhalbkugel (2)

 Helena –

Herrje, ich wusste gar nicht mehr wie wunderbar es sich anfühlte, sich nach Herzenslust zu verquatschen. Schon hatte sich Ole vom Wildfremden mit den markanten Kulleraugen, dem verwegenen Haarschnitt und der sympathischen Stimme zu so etwas wie einem Freund entwickelt. Hätte nicht geglaubt, derart schnell Freundschaften zu schließen. Vielleicht bin ich manchmal schlicht zu vertrauensselig, vielleicht lag es am veränderten Luftdruck. Auf jeden Fall plauderten wir ununterbrochen und keiner von uns schien dessen müde zu werden. Ich denke, ich hatte bis dato nur selten solch unterhaltsame Gespräche geführt, ehrlich. Normalerweise bin ich diejenige, die den Dialog voranbringt. Was gelegentlich wahrlich ermüdend sein kann. Mag man mir das nun glauben oder nicht. Doch in diesem Fall waren zwei ebenbürtige Wortakrobaten aufeinander getroffen. Daher genoss ich es zunehmend, einfach nur Oles lebhaften Erzählungen zu lauschen.
Ehe wir es uns versahen, landeten wir zum Zwischenstopp in Singapur. Dabei hätte ich schwören können, wir hätten gerade einmal die Strecke Frankfurt (Main) – Rom zurückgelegt. Auf der zweiten Hälfte des Fluges bis nach Sydney fanden wir ebenfalls kaum in den Schlaf. Ich bemerkte mit einem Mal diese eigenartig belebende Elektrizität, die durch meine Adern zu pulsieren begann. Aus diesem Grund hätte ich schwerlich überhaupt ein Auge zubekommen. Inzwischen hatte ich Ole von meinem halben Leben erzählt und er berichtete mir ebenfalls von sich als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Hm, Vertrauensseligkeit oder Vertrautheit?

 Ole –

Glücklicherweise hatten wir denselben Anschlussflug von Sydney nach Auckland gebucht. Zufälle gibt’s. Irgendwie gelang es uns auch die Plätze so hin- und herzutauschen, dass wir für die verbleibenden drei Stunden nebeneinander sitzen konnten. Darauf einen Tomatensaft!
Mein anfänglicher Unmut hinsichtlich ausschweifender Gespräche hatte sich in Luft aufgelöst und ich genoss das ungezwungene, beinahe befreite Gefühl des Redens und Zuhörens. Hätte mir jemand vor Reiseantritt versichert, ich würde bei Ankunft in Neuseeland eine Freundschaft fürs Leben geschlossen haben, hätte ich jene Chance für äußerst belächelnswert gehalten. Klar, der übliche Plausch wäre mit Sicherheit drin gewesen, aber eine alles verändernde Schicksalsbegegnung wohl eher nicht.
In Auckland wurde mir dann doch leicht wehmütig ums Herz, hieß es jetzt Abschied nehmen von Helena. Sie flog weiter nach Wellington, während ich mich per Rad in den Norden begab. Schon schade. Vorher tauschten wir jedoch noch hektisch unsere Heimatadressen aus, sodass wir nach unserer Rückkehr einen Kontakt wieder aufnehmen konnten.
Irgendwie wusste ich jetzt bereits, was ich auf dem Rückflug vermissen würde.
Bis dahin schrieb ich Helena jedenfalls von meinen unzähligen Reisestationen eine Postkarte. Immerhin konnte sie sich annähernd vorstellen, von welchen überwältigenden Eindrücken ich sprach. Wieder eine Gemeinsamkeit …

 Fortsetzung folgt 
© Kora Kutschbach

Freitag, 10. Mai 2013

[Ich schreibe] "Abenteuer Südhalbkugel" (Teil 1)

Eine kurze Notiz vorausgeschickt: Bei der nun folgenden Kurzgeschichte handelt es sich um ein Fundstück aus meinem wohl gehüteten Nähkästchen kleinerer Episoden kreativer Blitzeinschläge. Nichts Vollkommenes, dafür etwas mit Herz und spontaner Inspiration Gespicktes. 
Gute Lese-Reise euch!

Abenteuer Südhalbkugel

– Helena –

Niemals hätte ich geglaubt, dass mich ausgerechnet meine zugegebenermaßen etwas spezielle Vorliebe für Tomatensaft an genau den einen Richtigen geraten lässt. 
Um ehrlich zu sein, kann ich, was diesen Punkt betrifft, getrost für uns beide sprechen. Auch Ole ist bis heute verblüfft und schwört seither auf die Magie des Tomatensaftes. … Es ist in Ordnung, runzeln Sie ruhig die Stirn, rümpfen Sie die Nase. Jene höflichen, dennoch bestimmten Grimassen sind überaus übliche Reaktionen, aber auf irgendein Geheimrezept, das Würze in unser Leben bringt, schwört schließlich jeder, oder? Nun, unsere Schwäche oder Stärke – je nach entsprechendem Blickwinkel – ist eben der Tomatensaft. Sei es wie es ist.

Okay, zurück auf Anfang. 

Für mich begann das große Abenteuer mit dem Gewinn einer Reise ans andere Ende der Welt: nach Neuseeland. Einen solchen Traumgewinn einzustreichen, ist allein schon ein unglaubliches Ding. Doch damit nicht genug, denn alles sollte noch viel verrückter werden.
Für mich kam damals, zum Jahreswechsel vor sieben Jahren, dieser Abstecher nach Neuseeland gerade recht. Ich arbeitete übermäßig hart, schlief wenig, aß ungesünder als es auf Dauer empfehlenswert gewesen wäre. Dafür war ich erfolgreich und zufrieden mit dem Erreichten. Nichtsdestotrotz war ich ebenfalls unglaublich müde. Das Leben als selbstständige Raumdesignerin zeigte mir eindeutig meine eigenen Grenzen auf. Punkt.
Aus diesem Grunde hatten meine besten Freunde in meinem Namen an diesem Gewinnspiel mit dem verheißungsvollen Titel Abenteuer Südhalbkugel teilgenommen. Vollkommen baff und wie paralysiert war ich dann, als ich tatsächlich eine achtwöchige Reise durch Neuseeland gewann. Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn! Von der Überraschung erholt schwebten mir eine Menge traumhafter Gedanken vor. Diese Auszeit kam wie gelegen … und schien ein Wink des Schicksals zu sein. Ich brauchte eine Veränderung. Oder, um es in meinem von der üblichen Berufskrankheit durchzogenen Jargon zu sagen, einen Tapetenwechsel.
Gott, war ich hibbelig, als ich in den großen Flieger in Frankfurt (Main) stieg. Ich nahm meinen Fensterplatz ein, zog meine Stiefel aus und wartete – gespannt wie der sprichwörtliche Flitzebogen – auf den Start.

– Ole –

Den Flieger nach Neuseeland betrat ich mit wahnsinniger Vorfreude auf das unglaublich Ungewisse im Gepäck.
Unmittelbar nach der traurigen Trennung von meiner Freundin fünf Wochen zuvor hatte ich beschlossen, einen unübersehbaren Schlussstrich zwischen meinem alten und meinem neuen Lebensabschnitt zu ziehen. Um diesen zu manifestieren, entschied ich mich für eine Radtour quer durch das Land der Kiwis. Spontan buchte ich mir einen Flug. Fernab von allem Vertrauten und umgeben von paradiesischer Kulisse würde ich ohne weiteres einen klaren Kopf bekommen können.
Als ich mich durch die Sitzreihen kämmte und schließlich meinen Platz erreichte, nickte mir eine junge Frau mit einem strahlenden, durchaus ansteckenden Lächeln freundlich zu. Ich grüßte zurück und stellte mich meiner Sitznachbarin vor. Ehrlich gesagt verspürte ich nicht sonderlich den Drang nach Smalltalk. Anderseits stand uns ein irrsinnig langer Flug bevor und wer weiß, vielleicht würde mich ein nettes Gespräch auf andere Gedanken bringen.
Wer hätte gedacht, dass uns dann ausgerechnet unser beider Vorliebe für Tomatensaft ins Gespräch bringen würde? Unglaublich. Denn Helena versicherte mir, sie liebe Tomatensaft und trinke diesen  nicht nur im Flugzeug hoch über den Wolken wie der Großteil der anderen Passagiere  für ihr Leben gern.
Im Nu waren wir beim Du und vertieften uns in die seltsamsten Gesprächsinhalte. Mein lieber Schwan, Helena hatte aber augenscheinlich auch einen Redebedarf. Allerdings erging es mir plötzlich ähnlich. Wir ergänzten uns einfach ziemlich ideal. Daher wunderte es mich nicht, dass wir uns von unseren Erwartungen an das gemeinsame Reiseziel Neuseeland über Helenas Schwäche für kunterbunt gepunktete Socken und meine total unüberhörbare Unmusikalität bis hin zur Analyse der Steven-King-Romane in jeglichem nur erdenklichen Thema verfingen. Dabei orderten wir einen Tomatensaft nach dem anderen und wurden nach dem achten oder neunten Glas leicht merkwürdig angesehen. Hey, das sollte uns nicht stören.

 Fortsetzung folgt 
© Kora Kutschbach

Sonntag, 5. Mai 2013

[Auslosung] Geschenkte Lesefreude (Klappe, die Zweite!)

Ding-dang-dong ... Achtung, Achtung, eine Eilmeldung! 

Für einen kurzen Moment bitte ich um eure Aufmerksamkeit, denn das literarische Ticket nach Neuseeland in Form von Mein Leben im Kreise der Kiwis wird an dieser Stelle neu verlost. Auf dieses Weise kann einem eifrigen Teilnehmer vielleicht noch etwas nachträglich Lesefreude im Rahmen der Aktion Blogger schenken Lesefreude gemacht werden. 

Nun dann, alle Anwärter, die sich an der Welttag-des-Buches-Verlosung beteiligt hatten, hüpfen erneut in den Lostopf, um unter sich denjenigen auszumachen, der die Möglichkeit hat, mit an Bord zu gehen.

Mittels random.org wurde der glückliche Gewinner ermittelt.
[Dabei entspricht die Nummerierung der Kommentarreihenfolge unter dem Originalblogartikel.]


Jetzt heißt es: Rien ne va plus



Herzlichen Glückwunsch "Charlyne"!

Auf dass hiermit nun ein wenig Faszination und Begeisterung
für das Land am anderen Ende der Erde bei dir einziehen möge!


Du hast nun bis einschließlich zum 08. Mai 2013 Gelegenheit, auf diese Bekanntgabe zu reagieren und mir per E-Mail an mail.at.creativity.first@gmail.com deine Adresse zukommen zu lassen, sodass sich dein Gewinn ganz demnächst auf die Reise begeben kann. 

[Im Falle einer ausstehenden Rückmeldung deinerseits findet eine Neuauslosung statt.]


Mittwoch, 1. Mai 2013

[Auslosung] Geschenkte Lesefreude

Nachdem wir, die wir uns ganzjährig von Lesebegeisterung heimgesucht fühlen, am vergangenen Dienstag der vergangenen Woche den Welttag des Buches zelebrieren konnten, möchte ich nun zur feierlichen Auslosung schreiten, der ich im Zuge der phänomenalen Aktion Blogger schenken Lesefreude als Schenker beiwohnen durfte. 

Zuerst möchte ich allerdings noch kundtun, dass ich von der Welle des Engagements und der gelebten Lesefreude seitens der Initiatoren, aller sich beteiligenden Blogs sowie natürlich der in die Lostöpfe gehüpften Teilnehmer mehr als angetan bin. Eine Aktion, die beweist, wie sehr das Medium gedrucktes Wort in Form des Buches ein nicht zu missen wollender Bestandteil unseres Lebens ist. Vielen Dank dafür!

Nun zurück zu meinem ursprünglichen Anliegen: Ich habe mich ehrlich riesig gefreut, dass mein Beitrag zu diesem großen Event für derartig positive Resonanz gesorgt und zur Beteiligung angespornt hat. Großartig!

Meine Frage auf eure Assoziation zu NEUSEELAND förderte so manche Mosaiksteinchen zutage, die aneinandergereiht einen schönen Querschnitt des Kiwilandes hervorgebracht haben. Wie sehr manch einer meine eigene Verbundenheit zu diesem Land nachvollziehen kann und teilt wurde ebenso deutlich wie der Wunsch des einen oder anderen, unbedingt einmal in den fernen Süden aufbrechen zu wollen, was ich absolut empfehlen kann. 


Hier nun einmal ein paar Auszüge, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

... "unberührte Natur, die Weite, schöne Strände, Lebensfreude" ...

..."ich muss da unbedingt mal hin"...

..."da träum ich immer von Herr der Ringe und tollen Landschaften"...

..."Schafe und die Neuseelandtrilogien von Sarah Lark"...

..."lange Strecken der Abgeschiedenheit, vollkommene Natur und Menschen die sehr 
herzlich sind und die Farben die wirklich so klar sind wie man sie auf Postkarten kennt"...

..."da habe ich mir meinen Lebenstraum verwirklicht"...


Nur einen Gewinner auslosen zu können, ist beinahe sehr schmerzlich, aber das sind die Spielregeln. Daher möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei jedem Einzelnen herzlich bedanken, der Interesse an Mein Leben im Kreise der Kiwis gezeigt hat! Und sollte es hier und jetzt nicht geklappt haben, findet das Buch vielleicht auf andere Weise seinen Weg zu euch. 

Nun gut, lange Rede, kurzer Sinn: Mittels random.org wurde der strahlende Gewinner ermittelt [hierbei entspricht die Nummerierung der Kommentarreihenfolge unter dem Originalblogartikel].


Ich bitte um Trommelwirbel & Fanfare!



Herzlichen Glückwunsch "Tagebuch einer Pinselschwingerin"!

Auf dass ein Stückchen Neuseeland in deinen vier Wänden für das entsprechend 
ausgelassene und faszinierende Flair sorgen möge!


Du hast nun bis einschließlich zum 04. Mai 2013 Zeit, auf diese Bekanntgabe zu reagieren und mir via E-Mail an mail.at.creativity.first@gmail.com deine Adresse zukommen zu lassen, sodass sich dein Gewinn ganz demnächst auf die Reise begeben kann. 

[Im Falle einer ausstehenden Rückmeldung deinerseits findet eine Neuauslosung statt.]


Dienstag, 23. April 2013

[Aktion] Geschenkte Lesefreude zum Welttag des Buches

Nun ist er da, also lasst ihn uns gebührend begehen, den Welttag des Buches 2013

Ein Grund zum Jubilieren und mit einem guten Buch - ob dicker Wälzer oder federleicht unterhaltende Lektüre - im Arm eine flotte Sohle aufs Parkett zu legen.

Diesen grandiosen Tag haben sich viele Blogger zum Anlass genommen, um sich an der famosen Aktion Blogger schenken Lesefreude zu beteiligen.

Wie es sich für ein rauschendes Jahrestagsfest gehört, gibt es natürlich auch Geschenke. Von wem? Von uns Bloggern! Denn viele von uns möchten diesen Tag nutzen, um ihre Begeisterung fürs Lesen zu teilen. Denn geteilte Freude ist nach wie vor doppelte Freude! Achtet ab heute für die kommende Woche einfach einmal darauf und ich wette, euch schwirren so einige verlockende Bücher über den Weg, die ihr gewinnen könnt.

Auch ich lass es mir nicht nehmen und möchte herzlich gern ein Exemplar meines Mein Leben im Kreise der Kiwis einem meiner Blogleser bzw. Postkommentatoren zukommen lassen. Zum einen als Beitrag zu dieser gigantisch ins Rollen gekommenen Aktion; zum anderen, weil ich es liebe meine eigene Begeisterung für Neuseeland weiterzugeben.

Seid ihr ebenso reiselustig und/ oder lesebegeistert wie ich, dann fühlt ihr euch jetzt vielleicht angesprochen. Sollte dies der Fall sein, habt ihr bis einschließlich zum 30. April 2013 Zeit, euch mit einem Kommentar unter diesem Post die Chance auf die von mir geschriebenen Zeilen zu sichern. Anschließend wird ausgelost. 

Welche Assoziation habt ihr sofort im Kopf, wenn ihr "Neuseeland" hört? 
Ich bin neugierig.



Habt einen schönen und buchstabengefüllten Welttag des Buches und viel Glück sowie heiteres Stöbern den teilnehmenden Buchliebhabern unter euch!



Zu den Teilnahmebedingungen:

Mitmachen kann jeder mit Wohnsitz in Deutschland. Außerdem müsst ihr entweder mindestens 18 Jahre alt sein oder eine Erlaubnisbestätigung der Eltern schriftlich an mail.at.creativity.first[at]gmail.com senden. 

Eure im Fall des Gewinns angegebene Adresse wird ausschließlich für dieses Gewinnspiel verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, bei Verlust der Sendung übernehme ich keine Haftung und es besteht auch keinerlei Anspruch auf Ersatz des Gewinns. Eine Barauszahlung anstelle des Buches ist ebenso ausgeschlossen.


Samstag, 22. Dezember 2012

[Solange ich schreibe] Weihnachten, das Fest der Familie

Da das Fest der Feste nun nahezu unmittelbar vor der Tür steht, was bedeutet, dass der Baumschmuck auf Hochglanz poliert wird, die Menüfolge für das Weihnachtsessen dem zweiten und dritten Check standgehalten hat und die lieben Kleinen nun doch zu durch und durch braven Engelchen werden, habe ich mir folgendes überlegt: 

Ich stell euch - sozusagen als weihnachtliches Knallbonbon - ein Kapitel meines Romans Solange ich schreibe, in dem das Familienfest im Mittelpunkt steht, vor. Auch wenn die Geschichte einen bittersüßen Beigeschmack hat, so rückt sie in dieser Passage für mich doch einen der wesentlichen Gedanken der Weihnachtsfeiertage in den Fokus.

In diesem Sinne: Fröhliches Lesen sowie illustre Last-Minute-Vorbereitungen! Zweimal werden wir noch wach ...

[...]

~ ♥ ~ - 18 - ~ ♥ ~

Dem ersten Weihnachtsfest nach dem einschneidenden Verlust meiner Familie sah ich mit einem äußerst mulmigen und beklemmenden Gefühl entgegen. Keine Spur von gespannter Vorfreude. Die Geburtstage meiner Lieben waren schon schwer genug zu ertragen gewesen,  aber das Familienfest schlechthin ohne eigenen Eltern und Schwester zu verbringen, schien mir schlichtweg unmöglich zu sein.
Bevor Finn und ich nach Toronto flogen, schleiften mich Isa und Mickey über den duftenden Weihnachtsmarkt und durch leuchtende Geschäfte. Aber eine ausgelassene Adventsstimmung wollte sich dennoch nicht einstellen. Ich musste mich vielmehr sehr zusammenreißen, eine in mir brodelnde Übelkeit zu ignorieren. Noch vor 12 Monaten hatte ich mich hier mit Em um die größte Zuckerwatte gekabbelt.
Erst in Kanada, umgeben von einer schneeweißen Pracht, frostiger Kälte und der heißen Zimtschokolade meiner Granny, fühlte ich den Geist der Weihnacht langsam erwachen. In meinem Tagebuch hielt ich sowohl mein Unbehagen als auch meine Freude über die Rückkehr nach Kanada fest. Wir hatten uns entschieden, die Feiertage in der Blockhütte in abgeschiedener Wildnis zu verbringen, da Finn und ich schon als kleine Kinder die unberührte Weite geliebt hatten. Ich genoss diese einmalige und ganz besondere Freiheit, die ich problemlos durch stundenlange Spaziergänge oder durch das Eisangeln mit Gramps sofort zu spüren begann. Früher sah ich Kanadas gewaltige Vielfalt als riesigen Abenteuerspielplatz an. Nun gab mir jene fantastische Szenerie die Gelegenheit, meinen Kopf frei zu bekommen und mich einfach nur treiben zu lassen. Die glitzernden Schneemassen, die bitterkalten Temperaturen und die klare Luft begeistern mich schlicht und ergreifend. Sie schienen auch damals meinen Schmerz wenigstens zeitweise zu betäuben, einzufrieren. Einerseits gaben mir die Ferien im klirrenden Winter Inspiration und neue Ideen, andererseits wurde mir die Einsamkeit, die ein Mensch empfinden kann, nochmals richtig bewusst.
Auch wenn ich mich am liebsten in den Tiefen meines warmen Bettes vergraben hätte, bereute ich es letzten Endes nicht, am Weihnachtsmorgen gemeinsam mit Finn, Granny und Gramps die Geschenke ausgepackt zu haben. Der süße Duft der Anissterne und Lebkuchen tat das Übrige. Weihnachten blieb trotz meiner inneren Konflikte das Fest der Liebe und Geborgenheit. Und wer, wenn nicht Finn und meine Großeltern, hatte mir während des vergangenen Jahres mehr Liebe, Halt und Verständnis entgegengebracht?
Das herzliche Beisammensein, das wir jetzt erlebten, war das Ergebnis unseres fantastischen Zusammenhalts. Ich konnte außergewöhnlich stolz auf meine Lieben sein!
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtete ich die Weihnachtssocken über dem Kamin. Denn auch für Emily, Mum und Daddy hatte Santa einen gefüllt. Ich wünschte mir so sehr, die drei könnten mich genau in diesem Moment umarmen. Und dank eben dieses unbändigen Wunsches fühlte ich die Anwesenheit meiner gesamten Familie an diesem Weihnachtstag sogar. Es gibt immer Wege, die Zeit und Raum überwinden und die gleichzeitig für den reinen Analytiker unergründlich bleiben. 

[...]

© Kora Kutschbach