"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Dienstag, 9. Oktober 2012

[Rezension] Durch den Wind (Annika Reich)

Annika Reich: Durch den Wind 

Ein wenig schleierhaft, kantig und auch sanftmütig kommt dieser Roman daher. In mein Bücherregal fand dieses Werk seinen Weg dank einer Leserunde bei LovelyBooks, welche die Autorin selbst begleitet hat.
Für Leser, die sich den Ausmaßen unerfüllter Wünsche und stetiger Rastlosigkeit stellen wollen, hält jenes Buch ein paar Überraschungen und gegebenenfalls einen Fingerzeig parat.


~ Rezension ~

Mitten im Leben und auf der Suche nach sich selbst ...

Alison, Friederike, Yoko und Siri sind vier Freundinnen, deren Lebenswege sich in vielerlei Hinsicht voneinander unterscheiden. Dennoch fühlen sie sich in der Tatsache vereint, dass sie allesamt auf der Suche nach dem wahrhaftigen Sinn, der einen Bestimmung des Lebens sind.
Schuldgefühle, Einsamkeit, Überforderung – das sind nur einige der Gefühle, denen sich die vier ausgesetzt sehen. 
Eine Reise nach Japan öffnet Yoko und Alison die Augen, während Friedericke sich in ihren Traum von einer eigenen Familie im heimatlichen Berlin hineinsteigert und Siri plötzlich mit einem lang gehüteten Familiengeheimnis konfrontiert wird.

Annika Reichs Roman strahlt sowohl schwerelose Leichtigkeit als auch undurchdringliche Schwere aus. Gemeinsam mit den kämpfenden Protagonistinnen begibt sich der Leser auf die Suche nach Antworten auf Fragen, die gänzlich neue Perspektiven eröffnen könnten. 
Eine stete innere Unruhe treibt die Hauptfiguren umher, während gleichzeitig das Verweilen und Reflektieren eine nicht minder wichtige Rolle spielen.

Besonders hat mir die Wortgewandtheit gefallen, mit der die Autorin die facettenreiche Palette an Emotionen sowie die Kulisse der Handlungen beschreibt. 
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Blickwinkeln der vier Hauptfiguren wiedergegeben, wobei der Erzähler ein außenstehender Beobachter ist.

Die Handlung ist geprägt von einem ständigen Auf und Ab der Gefühle, einem Schwelgen in Erinnerungen und dem Hoffen auf eine von Glück erfüllte Zukunft. Messerscharfe Erkenntnisse, brutale Eingeständnisse und zuckersüße Momente setzen das Handlungsmosaik zusammen.
Kulturen prallen aufeinander, psychologische Tiefen werden ergründet, Sehnsüchte werden gestillt – nicht selten sind die Protagonistinnen „Durch den Wind“.

Insgesamt führt uns dieser Roman einen Spiegel der gesellschaftlichen Normen und gar Zwänge vor Augen. Wie wäre es daher, den Absprung zu wagen, um den eigenen Werten mehr Gewicht zu verleihen?

F★ZITNebulös. Schwermütig. Hoffnungsvoll.


Donnerstag, 27. September 2012

[Buchpost] Auf dem Karussell des Lebens

Jetzt erreichte mich der Roman Durch den Wind von Annika Reich, zu dem ich an einer von LovelyBooks durchgeführten Leserunde teilnehmen darf. 

Da die Autorin genauso auf die Leserunde hinfiebert wie wir Leser, wird sie diese auch aktiv begleiten. Was immer ein besonders Schmankerl ist. Im Zuge dessen bekamen wir, denen das Losglück hold war, nicht nur einfach das Werk, nein, es wird durch eine Widmung und Signatur zusätzlich aufgewertet. Ist das nicht schön? 

Der Roman selbst verspricht ein tiefsinniges Stück Lebensweisheit zu vermitteln und dabei warmherzigen Charme zu versprühen. Ich lasse mich überraschen. Doch allein schon das Titelbild gefällt mir richtig gut und ich finde, es spiegelt das heitere Auf und wolkige Ab, welches sowohl uns Lesern als auch den vier Protagonistinnen offenbart wird, auf den Punkt gebracht wider. Wenn das kein gutes Omen ist?