"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Montag, 11. November 2013

[Rezension] Das Versprechen (Nadine Ahr)

Nadine Ahr: Das Versprechen

Das Leben schreibt Geschichten, von denen wir uns manchmal wünschen, sie unendlich lang festhalten zu können. Es schreibt jedoch auch Geschichten, die sich wie ein Alptraum anfühlen, aus dem wir augenblicklich erwachen wollen. 
Nadine Ahr, ZEIT-Autorin, schrieb in ihrem Anfang November 2013 erschienenen Buch, das sie ihrem Fels in der Brandung, ihrem Großvater Edwin gewidmet hat, die Geschichte ihrer Großeltern nieder, die eben sowohl das größte Glück auf Erden als auch das Scherbenmeer aus zerbrochenen Lebensträumen zum Ausdruck bringt. Zeilen, die unter die Haut gehen, weil sie ehrlich, energisch und echt sind.
Vielen Dank an Droemer für das angebotene Rezensionsexemplar!

[Bildquelle: Droemer]


~ Rezension ~

Wenn das Vergessen sich zwischen zwei Menschen stellt.

Der Sommer 1945 soll für Ria und Edwin alles verändern. Ihr gesamtes Leben. Denn in diesen Monaten, kurz nach dem Kriegsende, entflammt zwischen den beiden eine Seelenverwandtschaft, die Halt, Kraft und Liebe gibt. Doch Edwin hat das Eheversprechen vor seinem Kriegsdienst einer anderen gegeben und kann sein Wort nicht brechen. Jahre der Sehnsucht, des Schmerzes und der Reue beginnen  für Edwin und für Ria. Dann, Dekaden später, führt sie das Schicksal erneut zusammen. Dieses Mal gibt Edwin seinem Mädchen sein Versprechen, sie niemals mehr zu verlassen. Ihr Glück scheint vollkommen. Bis Ria an Demenz erkrankt. Eine Diagnose, die sich als schleichendes Gift herausstellt und die Verbindung zwischen ihr und Edwin bis an einen Abgrund drängt, dessen Tiefen verbittert, kalt und unergründlich sind.

In Das Versprechen erzählt die Journalistin Nadine Ahr die ergreifende Lebensgeschichte ihrer geliebten Großeltern. Dabei sprechen aus den Zeilen neben unendlicher Zuneigung und tiefem Ehrgefühl auch bittere Tragik und eine qualvolle Endlichkeit. 

Mit großem Einfühlungsvermögen und imposanter Persönlichkeit fasste die Autorin wertvolle Erinnerungen und Erkenntnisse, die auf ewig verändern, in Worte. Dabei stehen die Erzählungen und Erlebnisse Edwins, die er mit seiner Enkelin seit jeher teilte, im Mittelpunkt. Eine Lebensgeschichte, die voller Entschlossenheit und Beklommenheit zugleich steckt. Hinzu kommen Nadine Ahrs eigene Erinnerungen an die glücklichen Momente, die ihr von ihren Großeltern geschenkt wurden, sowie ehrliche aufwühlende Gedanken über das Leben, die Liebe und das Vergessen.

Allein die schicksalsträchtige Lebensgeschichte bewegt. Doch eine unüberhörbare Botschafterfunktion erhält das Buch durch seine aufrichtige, schonungslos-mutige Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild Demenz
Eine Krankheit, die Ria, Edwin und ihre Angehörigen wie ein kalter Schauer erfasst, das Miteinander zu einer messerscharfen Zerreißprobe macht und mit unumgänglichen Gewissensfragen konfrontiert. 
Damit nimmt diese Erzählung von Nadine Ahr eine wichtige Stellvertreterrolle inmitten unserer Gesellschaft ein. Denn die geschilderte Hilflosigkeit, Verzweiflung und Willenskraft, von der man nach und nach erkennen muss, dass sie wie von Treibsand verschluckt wird, sind Empfindungen, die jedem, der direkt oder indirekt von dieser Diagnose betroffen ist, aus der Seele sprechen.

Zweifellos, die von Höhen und Tiefen geprägte Liebes- und Lebensgeschichte berührt. Doch der Schicksalsschlag, denen sich Ria und Edwin an ihrem Lebensabend stellen müssen, verursachte einen Kloß in meinem Hals, den ich einfach nicht runterschlucken konnte. 
Dass am Ende einer endlich wiedergefundenen Liebe längst kein Happy End à la Hollywood stehen muss, unterstreicht dieses Buch. Unberechenbar spielt das wahre Leben. Was jedoch bleibt, ist das Bild zweier Menschen, die — solange es in ihrer Macht stand — füreinander gekämpft haben.

Eine Geschichte, die persönlicher kaum sein könnte, deren Aussage unermesslichen Symbolcharakter hat, deren Autorin eine Hommage an das Leben zweier außergewöhnlich starker Menschen geschaffen hat. 

FZIT: Mutig. Wegweisend. Zerbrechlich.


Mittwoch, 6. November 2013

[Buchpost] V wie Versprechen. V wie vergessen.

Mit Das Versprechen von Nadine Ahr veröffentlicht Droemer eine bewegende Lebensgeschichte, in der die unwiderruflichen Diagnose Demenz eine einschneidende Rolle spielt. Ein Krankheitsbild, das nicht nur den Betroffenen selbst, sondern gleichermaßen seine gesamtes soziales Umfeld verändert. Fordert. Allen voran die engsten Vertrauten, die einem heute so nah sind und morgen vielleicht schon wie Fremde erscheinen mögen. 

Ein Buch, das durchaus eine Botschafterfunktion innerhalb unserer Gesellschaft erfüllt und daher gelesen werden sollte. Letzteres werde ich mit großer Aufmerksamkeit tun.



Montag, 4. November 2013

[Rezension] Wunder muss man selber machen (Sina Trinkwalder)

Sina Trinkwalder: Wunder muss man selber machen 

Als ich zum ersten Mal von Sina Trinkwalders "manomama" und ihrem Buch "Wunder muss man selber machen" gelesen habe, war mir eines SOFORT klar: Ein MUSS für mich!!! 
Wir leben in Zeiten, in denen der Begriff der Nachhaltigkeit zwar in aller Munde ist, dennoch oftmals nur als Trend gesehen wird, auf dessen fahrenden Zug man aufspringen muss, weil es zum guten Ton gehört. Doch Nachhaltigkeit ist viel mehr als ein Aushängeschild für das grüne Image und das gute Gewissen. Sie ist eine allumfassende Lebenseinstellung, die tiefer wurzelt. Sie ist eine Dringlichkeit, die uns alle betrifft. Sie ist der Motor, für uns, unsere Kinder und Kindeskinder eine (Um-) Welt zu schaffen und zu erhalten, die Perspektiven bietet, Suffizienz wieder salonfähig macht und Raum für das Ursprüngliche lässt. 
Wie oft ich mich in den Zeilen Sina Trinkwalders wiedergefunden habe, vermag ich kaum zu zählen. Möchte ich auch gar nicht. Denn sie sprach mir schlicht und ergreifend aus dem Herzen. Danke!
Ebenso geht ein Dankeschön an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar des Buchs!

[Bild: Doemer Knaur]


~ Rezension ~

Ein gemeinsamer Griff in die Wundertüte der Wirtschaft

Sie hat eine Vision, mit der sie zu einer Mission aufbricht, die verblüfft, inspiriert und vor allem verändert! Sina Trinkwalder war über Jahre hinweg in der Werbebranche tätig. Hat Ideen verwirklicht und verkauft. Doch tief in ihrem Herzen wusste sie, das ist nicht das, womit ihr das gelingen kann, was sie möchte: Etwas bewegen  mit Verstand, Know-how und dem Wunsch, die Welt für die Generationen von heute und morgen ein kleines bisschen besser zu gestalten.
Mit großer Ambition, riesigem Ehrgeiz, der nötigen Risikobereitschaft gelingt es Sina Trinkwalder ein Unternehmen förmlich aus dem Boden zu stampfen, dessen Existenz Spuren hinterlassen sollte. Denn manomama ist längst keine kleine Textilmanufaktur mehr, die beweist, dass Qualität, Fairness und Engagement in allen Bereichen der Nachhaltigkeit im Haifischbecken der Wirtschaft tatsächlich möglich sind. manomama nimmt mittlerweile die Rolle eines waschechten Vorreiters ein. Doch dass dieser Weg alles andere als ein gerader Schnitt war und es zahlreiche Nähte an allen Ecken und Enden zu flicken gab, davon erzählt die Autorin in ihrem Buch.

Wunder muss man selber machen von und mit Sina Trinkwalder ist ein Buch, das zeigt, dass es sich lohnt, den eigenen Werten und Zielen konsequent treu zu bleiben. Eine (Erfolgs-) Geschichte, deren Finesse mit der eines guten Krimis locker mithalten kann und deren Botschaft eine sehr ähnliche ist: "Nicht in eine (Schock-) Starre verfallen, sondern handeln!"

Die Geschichte, die Sina Trinkwalder zu erzählen hat, liest sich mit großer Faszination: In einer Welt, in der Wachstum, Globalisierung und Monopolisierung unser Denken und Handeln prägen, scheint manomama als Textilunternehmen, das auf Nähe zum Menschen und seiner gesunden Umwelt setzt, entweder ein schillernder Paradiesvogel oder aber eine explosive Dynamitstange zu sein. Beides ist gut. Beides ist richtig. Beides ist absolut nötig.

Die Autorin beschreibt auf sehr unterhaltsame, eingängige und durchweg nachvollziehbare Weise die Geschichte ihres Unternehmens, das sich — allen kritischen, stirnrunzelnden und achselzuckenden Stimmen zum Trotz — auf dem deutschen Textilmarkt etabliert hat. Dabei wird der Leser magnetisch hineingezogen in die Erzählungen Sina Trinkwalders. Denn es bewahrheitet sich die Devise "Das Leben schreibt die besten Geschichten." Spannender und emotional aufwühlender, Grenzen überschreitender und Perspektiven setzender könnte kein fiktiv erdachter Roman sein.

Abgesehen von der Tatsache, dass ich mit Feuereifer hinter solchen — wie es im Fachjargon heißt — Best-Practice-Beispielen aus dem realen Leben stehe, begeistert mich (nach wie vor) die energiegeladene, sympathische und bis ans Limit gehende Vehemenz, mit der Sina Trinkwalder ihren Traum einer sozial verantwortbaren, ökologisch vertretbaren und ökonomisch rentablen Unternehmensstruktur verwirklicht.

Die Erlebnisse der vergangenen Jahre schildert die Autorin mit beeindruckend nahbarer Authentizität. Die rosarote Brille wird gegen einen fokussierenden Röntgenblick getauscht. Während der Sinn für (Galgen-) Humor die beschriebenen Extremsituationen in der Gründungs- und Aufbauphase manomamas verfeinert, wird das ernsthafte Anliegen, das für Sina Trinkwalder und ihre Mitarbeiter und Fürsprecher eine Herzensangelegenheit darstellt, stets in den Mittelpunkt gerückt.

Das Buch strahlt eine Lebhaftigkeit aus, die ansteckend ist. Ich als Leser hatte unvermittelt das Gefühl, ja, das Bedürfnis, auch etwas bewegen zu wollen. Kurzum, eine wertvollere Handlungsanleitung, die uns zeigt, dass wir mit einem Mit- und Füreinander weitaus mehr erreichen als mit einem ständigen Gegeneinander, das eher zu einem Durcheinander führt, hätte uns die Autorin nicht an die Hand geben können.

Eine Erzählung, die unterstreicht, dass ein Wertewandel nicht nur nötig, sondern auch möglich ist. Ein Buch, dass zum Nach- und Mitdenken anregt. Ein Erfahrungsbericht, voller Intelligenz, Akzente und Dynamik. Ein Katalysator zwischen zwei Buchdeckeln. 

FZIT: Inspirierend. Motivierend. Wertschätzend.


Mittwoch, 23. Oktober 2013

[Buchpost] Zwei auf einen Streich

Ein Buch, das mich, als ich darauf gestoßen bin, sofort angesprochen hat, ist Wunder muss man selber machen von Sina Trinkwalder. Dabei handelt es sich keinesfalls um einen wohlklingenden Roman, sondern um den ehrlichen Erfahrungsbericht einer Frau, die mit ihren Idealen und viel Energie ein Unternehmen, Manomama, führt, das in Zeiten der Nachhaltigkeitsdebatte eine echte Vorreiterrolle einnimmt. Ein Gesamtpaket, für das mein Herz schlägt und auf das ich sehr gespannt bin.

Neben dem oben genannten trudelte ein zweites Buch aus dem Droemer Knaur Verlag bei mir ein. Und zwar das neuste Werk von Tommy Krappweiss, welches er in Zusammenarbeit mit Heinz J. Bründl geschrieben hat. Ganz im Stile der Autoren ahne ich, dass Vier Fäuste für ein blaues Auge wieder einmal ein Erfahrungsbericht der etwas anderen, sprich der ulkigen und mit dem entsprechenden Schalk versehenen Art wird. Und irgendwie werde ich die Assoziation zu Vier Fäuste für ein Halleluja nicht los ...


Freitag, 4. Oktober 2013

[Rezension] Nachts sind alle Schafe schwarz (Heike Abidi)

Heike Abidi: Nachts sind alle Schafe schwarz 

Weil sie mit ihren Büchern meinen Geschmack eines illustren Humors absolut trifft, bin ich großer Fan von Heike Abidi und ihrem Talent, für schallende Lacher zu sorgen.
Als mir zu Ohren kam, dass sie im Herbst 2013 ihr neustes Werk veröffentlichen würde, war die Freude groß. Noch begeisterter war ich dann, als mir ebenjenes Buch, das von Droemer Knaur publiziert wird, vor Kurzem ins Haus flatterte. Was für eine Überraschung! Famos! Herzlichen Dank.
Dass mich meine Vorahnung nicht enttäuschen sollte, davon konnte ich mich somit umgehend überzeugen. Denn wenn Heike Abidis neuster Paukenschlag alles ist, ein schwarzes Schaf in der Reihe ihrer bisherigen Veröffentlichungen ist es mit Sicherheit nicht.


~ Rezension ~

Ein urkomisches Gleichgewicht

Greta, Caro und Becky sind beste Freundinnen und jede von ihnen hat einen eigenen großen Traum, der jedoch in diesem Leben unerreichbar scheint. Bis zu diesem einen Abend. Ein Abend, an dem sie das eine oder andere Glas Hugo in beste Feierlaune bringt. Ein Abend, an dem sie einander ihre Wünsche offenbaren und aus der Sektlaune heraus einen Entschluss fassen: Sie glauben an sich und ihre Träume! Und mithilfe der animalistischen Balance, einem just zwischen Würfelbecher und Knabberzeug aus dem Boden gestampften Zweig der Esoterik, soll es ihnen möglich sein, für finanzielle Absicherung beim Griff nach der Sternen zu sorgen. Die drei Frauen ahnen nicht, dass sie damit eine Lawine ins Rollen bringen, der sie nur mit staunendem Blick begegnen können. Nie im Leben hätten sie mit einem derart durchschlagenden Erfolg gerechnet. Doch kann sich eine Geschäftsidee, der Überschwang und Ahnungslosigkeit zugrunde liegen, dauerhaft auf dem Markt etablieren? Ist es nicht nur eine Frage der Zeit, bis die drei Freundinnen als Hochstaplerinnen enttarnt werden? "Nachtigall, ick hör dir trapsen."

Wieder einmal gelingt es Heike Abidi, die für ihre frohlockenden Unterhaltungsromane bekannt ist, in ihrer Paradedisziplin, dem humorvollen Schwank aus dem Leben, zu überzeugen.

Nachts sind alle Schafe schwarz ist ein Roman, der zeigt, dass auch aus der kleinsten Idee etwas Großes erwachsen kann – sei jener Geistesblitz noch so absurd. Im Grunde lautet die Devise wohl „je grotesker, umso besser“.

Mit ihren Protagonistinnen, drei lebenslustigen Mittdreißigerinnen, die auf der Suche nach der Erfüllung ihrer Herzenswünsche bisher eher im Schneckentempo unterwegs waren, dann allerdings auf die Überholspur abbiegen, kreierte Heike Abidi Charaktere, die Identifikationspotential bieten. 
Sie, die zeitlebens unterschätzte Tochter, die hingebungsvolle Ehefrau und die alleinerziehende Mutter, verkörpern zum einen auf herrlich ungezwungene Weise ein paar treffende Klischees der modernen Frau von heute, zum anderen beweisen sie, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben. Ferner stimmt eine ganze Reihe markiger Nebenrollen in das ulkige Schauspiel mit ein, die dem Spektakel den finalen Glanz verleiht.

Die animalistische Balance staffiert die Autorin mit einem (Adler-) Auge fürs Detail aus, wobei die betonten Übertreibungen in einer schillernden Bildhaftigkeit daherkommen, die das Lesen zu einem Genuss machen.

Was mir besonders gefallen hat, ist der gelungene Spagat zwischen den Szenen, die schlichtweg zum Wiehern komisch sind – um der tierisch guten Metaphorik treu zu bleiben – und denen, die vielmehr leise und aufrichtige Töne der Selbstreflexion anklingen lassen. Denn neben dem hohen Unterhaltungswert und aller Leichtfüßigkeit in Eso-Flip-Flops behaupten sich vor allem die zwischenmenschlichen Werte in diesem Werk sehr.

Insgesamt ein wahres Gute-Laune-Buch mit diversen Optionen auf Fortsetzung, dessen lebhaft erzählte Geschichte für heitere Lesestunden sorgt und uns gleichermaßen zeigt, dass Sinnhaftigkeit und Losgelöstheit von jeglichen Sinn oft nur einen Katzensprung entfernt voneinander liegen.

F★ZIT: Drollig. Perfektioniert. Originell.


Montag, 30. September 2013

[Rezension] Der Nachtwandler (Sebastian Fitzek)

Sebastian Fitzek: Der Nachtwandler 

Da mir ein gepflegter (Psycho-) Thriller von Zeit zu Zeit recht willkommen ist und ich bisher schon einiges (verstörend) Gutes über die Werke, mit denen Sebastian Fitzek seine Lesergemeinde zu überzeugen weiß, gehört habe, schlug nun mein Stündchen. Wenn schon, denn schon. Ich überlegte es mir daher nicht zweimal, als sich kürzlich die Gelegenheit ergab, "Der Nachtwandler"  (aus dem Hause Droemer Knaur) von ihm zu lesen.
Ein Buch, das es zweifelsohne in sich hat und eine Atmosphäre heraufbeschwört, welche selbst manche Grenze einer dunklen Fantasie zu überschreiten vermag. Ein Thriller, der den wachen Zustand seiner Leser empfiehlt ... 


~ Rezension ~

Wenn der Albtraum zur Realität und damit die Realität zum Albtraum wird.

Als ihn seine Frau Natalie überstürzt und vor allem gezeichnet von den brutalen Spuren ungezügelter Gewalteinwirkung verlässt, bricht für Leon eine Welt zusammen. Denn er ist vollkommen ahnungslos, wie es so weit kommen konnte. Doch ein grauenvoller Verdacht lässt ihn schaudern: Gerät sein nachtwandelndes Ich, das ihn seit seiner Kindheit im Schlaf unberechenbar macht, zusehends außer Kontrolle? Leon braucht Gewissheit. Dafür entschließt er sich zu einem mutigen Schritt, der ihm alles abverlangt und ihn in eine Welt katapultiert, die tiefste Abgründe zutage fördert. Leon ist fassungslos. Er droht den Verstand zu verlieren, als er erkennt, dass er allein mit sich und seinem schlafenden Ich ist. Ein Zustand, bei dem mit einem Schlag seine gesamte Existenz auf Messers Schneide steht und es um Leben und Tod geht.

Sebastian Fitzek ist für seine Psychothriller bekannt. In Der Nachtwandler seziert er förmlich die Düsternis, welche die menschliche Seele wie schwerer Teer, der einem die Luft zum Atmen nimmt, umhüllt.

Mit hoher Präzision und ohne ausufernde Umschweife kreiert Sebastian Fitzek eine unglaublich beängstigende Grundatmosphäre, der nicht nur der Hauptcharakter Leon wie betäubt ausgeliefert ist, sondern die im gleichen Maße den Leser fordert.

Die Kulisse – ein augenscheinlich gewöhnliches Mehrfamilienhaus – entpuppt sich rasch als gemauerte Hölle, deren Feuer heiß lodert. Zwielichtige Bewohner, eine unfassbar groteske Architektur und schauderliche Geheimnisse des Verborgenen bilden die Schlinge, welche sich immer enger um den Hals des erschütterten Protagonisten zieht.

Mithilfe der Thematik des Schlafwandelns baut der Autor auf einem Fundament auf, das die Grenzen zwischen real und abstrakt, plausibel und unerklärlich, gut und böse aufs Höchste verschwimmen lässt. Eine Tatsache, die in diesem Thriller zu einem markanten Stilmittel wird, das den Zündstoff für das zwischen den Zeilen explodierende Feuerwerk an Unglaublichkeiten liefert. Bis zum bitteren Ende (und darüber hinaus) erhält Sebastian Fitzek jenen Spannungsbogen, der sich durch Schmerz, Sehnsucht und Selbstinszenierung charakterisiert.

Für mich war während des Lesens vor allem die allumfassende Akribie, mit welcher der Autor die Konstante der Ungewissheit schildert, beeindruckend. Der damit am Leben erhaltene pulsierende Schwebezustand des schlafwandelnden Leons überträgt sich somit unmittelbar auf den Leser.

Ein Thriller, der ohne Zweifel alles andere als verschlafen daherkommt. Vielmehr werden menschliche Grundfeste erschüttert, Grenzen irreversibel überschritten und Grauzonen einer Schattenwelt geschaffen. Eine Lektüre, die dem Sprichwort „Licht ins Dunkel bringen“ einen herben Beigeschmack gibt.

F★ZIT: Akribisch. Erschreckend. Manipulativ.


Freitag, 27. September 2013

[Buchpost] Schwarz und weiß auf pink

Nicht schlecht staunte ich, als ich jetzt ein vollkommen überraschend in meinem Briefkasten gelandetes Päckchen mit dem Absender Droemer Knaur in Empfang nehmen durfte. Nanu? Aber hey, dagegen hab ich natürlich nichts einzuwenden! Ganz klar. DANKE!

Das Buch, das ich anschließend in Begleitung eines netten Pressebriefes zutage förderte, zauberte mir umgehend ein Lächeln ins Gesicht. Denn dabei handelt es sich tatsächlich den am 01.10.2013 erscheinenden Roman Nachts sind alle Schafe schwarz von Heike Abidi, deren bezaubernd quirligen und unkomplizierten Werke mich bisher stets um den Finger wickeln konnten. Dass ich nun umso gespannter bin, ahnt ihr vielleicht.


Freitag, 5. Juli 2013

[Rezension] Das Vorzelt zur Hölle (Tommy Krappweis)

Tommy Krappweis: Das Vorzelt zur Hölle 

Nachdem ich ein Interview mit Tommy Krappweis gesehen hatte, in dem er von seinem Buch berichtet hat, kam mir die glasklare Erleuchtung: Das würde ich lesen müssen!

Der Humor dieser in buntes Zelttuch gepackten Zeitkapsel – das ist die Assoziation, welche ich mit dem Buch sofort verbinde entspricht genau meinem Geschmack. Nicht weniger tun dies die skurrilen Anekdoten aus Sicht eines Kindes, das nichts lieber täte, als die Sommerferien abseits von Schotterpisten, den so genannten Bergstraßen, und der tosenden Brandung des Meeres im brütend heißen VW-Bus der Familie zu verbringen. Wahrhaft erfrischend!


~ Rezension ~

Urig – ein dehnbarer Begriff

Der kleine Tommy ist begeisterter Stubenhocker. Ihm genügen ein paar Bücher und seine Sammlung Legosteine. Alles könnte so herrlich unbeschwert sein, wenn, ja, wenn er nicht der Spross zweier Eltern wäre, die mit größter aller Leidenschaften die gesamte Familie jedes Jahr in ein neues Campingabenteuer stürzen würden. Besonders Vater Krappweis verblüffte seinen Sohn stets durch einen Tatendrang, der den Junior nicht selten in Schrecken versetzte. Jeglicher Widrigkeit – ob einer drohenden Gasexplosion an Bord des VW-Busses oder einem von Seeigel akupunktierten Fuß – wurde mit breiter und Sonnenbrand versehener Brust getrotzt: Das entsprach sozusagen Tommys Freifahrtschein in das Vorzelt zur Hölle.

Tommy Krappweis, der vielseitig engagierte Erfinder von Bernd das Brot, hat in Zusammenarbeit mit seinem Vater Werner Krappweis ein Stück Literatur geschaffen, das zu einer überaus humorigen Zeitreise in die 1970er Jahre einlädt.

Mit einer gehörigen Portion Witz schildert Tommy Krappweis die einprägsamsten Kuriositäten seiner Kindheit in einer campingverrückten Familie. Die Anekdoten allein sind einer Erwähnung wert und unterhalten, doch in Kombination mit einer humorvollen, (selbst-) ironischen und pointierten Rhetorik entsteht eine Finesse, die zum Kopfschütteln, Augenrollen oder wahlweise Schenkelklopfen animiert.

Dass während jener Expeditionen zu den urigsten Campingplätzen Europas die Welten von Vater und Sohn aufeinander prallten, erzählt der Autor eindrucksvoll bildhaft und spritzig. Dabei wird er stolz von seinem Vater unterstützt, der seine Erinnerungen ebenfalls gewieft zum Besten gibt. Dadurch entsteht ein nostalgisches Potpourri einzigartiger Familiengeschichten gespickt von allerhand Merkwürdigem.

Während des Lesens entstanden vor meinem geistigen Auge die drolligsten Bilder, die das Maschinengewehr der Eloquenz im Seitentakt abschoss. Als besonders angenehm empfand ich die Nähe zum Leserpublikum, mittels welcher Tommy Krappweis auf unkomplizierte, direkte und reflektierende Weise seine (durch manch einen Sonnenstich verklärten) Erinnerungen aus dem Reisetagebuch zutage förderte.

Bei Das Vorzelt zur Hölle handelt es sich um eine ultimativ leichtfüßige Urlaubslektüre, die sowohl Campingfreunde als auch desillusionierte Zeltstangenstolperer anspricht und mit einem unübersehbaren Augenzwinkern die Mission „Familienurlaub“ unter die Lupe nimmt.

F★ZIT: Entschlossen. Humorvoll. Erkenntnisreich.


Dienstag, 19. Februar 2013

[Rezension] Wahrheit wird völlig überbewertet (Heike Abidi)

Heike Abidi: Wahrheit wird völlig überbewertet

Dank des Droemer Knaur Verlags flatterte mir dieses neuste Werk aus der Feder Heike Abidis via Überraschungspost ins Haus. Da ich bereits mit dem Buch als Dringend-zu-lesendes-Exemplar geliebäugelt hatte, konnte ich mein Glück kaum fassen! 
Jenes Glücksgefühl potenzierte sich während des Lesens, wobei mich sowohl die geniale Ideenvielfalt der Autorin begeisterte als auch die sympathische Risikobereitschaft (wahlweise als Dreistigkeit zu bezeichnen) der Protagonistin zum schmunzelnden Kopfschütteln brachte. Aus diesem Grund sprengt der Unterhaltungswert dieses Romans die konventionelle Zehnerskala um Längen! Schließlich ist auch die Geschichte alles andere als konventionell gestrickt. 


~ Rezension ~

Ich mach' mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt ...

Alles beginnt mit einem kleinen Missverständnis an Tag 326 vor ihrem 40. Geburtstag: Friederike Engelbrecht - ihres Zeichens eine engagierte Mitarbeiterin bei Feronia-Versicherung und bekennendes Leckermäulchen - kommt durch unerwartete Umstände in andere Umstände. Und das nur, weil ihre Statur eher der eines Schokokusses als der einer Selleriestange gleicht. Sich allerdings mit dieser unverfroren angedichteten Schwangerschaft konfrontiert sehend, läuft Friederike zur Höchstform auf und spielt ihre Rolle erschreckend perfekt. Doch wie lange kann sie auf dem Drahtseil zwischen Wahrheit und Lüge balancieren? Schließlich dauert eine solche Schwangerschaft nicht endlos an! Da kommt Friederike eine neue Idee ...

Heike Abidi kreierte mit ihrer warmherzigen und dennoch abgedrehten Hauptfigur das wunderbare weibliche Pendant zu Baron Münchhausen. Denn für beide steht glasklar fest:  Wahrheit wird völlig überbewertet

Ich bin selten einer solch unterhaltsamen, brillanten und charmant ausgeklügelten Lügengeschichte begegnet wie in diesem Roman. Wie schnell sich aus einer kleinen Zufälligkeit ein Selbstläufer an (Lügen-) Geschichte wird, lässt uns Heike Abidi mit ihrem neusten Werk wissen. Unglaublich behände und witzig spinnt sie ein Netz aus Notlügen und unkommentierten Annahmen, vage ausgelegten Interpretationen und berechnend riskierenden Einsätzen. 

Die Protagonistin Friederike wird als ambitioniert und einfallsreich, aber ebenso als sehnsuchtsvoll und liebenswürdig präsentiert, sodass ihrer Lügengeschichte beizuwohnen ein höllisches Vergnügen ist. Obgleich der Showdown sich mit jeder neuen Verstrickung zuspitzt und die fingierte Babybombe in jedem Kapitel neu zu detonieren droht, so sieht man als Leser bei derartig amüsant aufgetischten Unwahrheiten nur allzu gern über die Moral der Wahrheit hinweg.

Seit ich das Buch in Händen hielt, war ich gespannt darauf, welche Hintertür die Autorin ihrer Figur gewähren würde, um dem eigens gedrehten Strick zu entkommen. Ein Geheimnis, welches sich erst kurz vor Schluss lüften sollte - wiederum ausgelöst durch eine Banalität.

Das Komplettpaket dieses humorvollen Romans ist durchweg stimmig. Uns allen vertraute Alltäglichkeiten werden durch flotte Eingebungen und niedliche Absurditäten ergänzt und sorgen somit für beste Laune. Hinzu kommen ein hitziges Potpourri aus eigenwilligen Figuren, ein Hauch romantischen Flairs, ausgelebtes Mutterglück und wie Zahnrädchen eines Uhrwerks ineinander greifende Zufälle, deren Bandbreite von drollig bis grotesk reicht.

Die offene, ehrliche und von knalligen Klischees durchsetzte Erzählung der Autorin verleiht dem Roman das erquickende Etwas. Ganz zu schweigen von der herrlich naiven, aber wirkungsvollen Logik, die Heike Abidi ihrer Hauptfigur zugedacht hat. Wundervoll vergnüglich!

Ein Roman, der definitiv anregt, den Alltag fantasievoller und experimentierfeudiger anzugehen und der kleine Notlügen durchaus legitimiert. Doch Vorsicht: Suchtgefahr nicht ausgeschlossen!

FZIT: Beflügelnd. Liebenswert. Verschlagen. 


Montag, 28. Januar 2013

[Buchpost] Wahrhaftig aus heiterem Himmel ...

Eine Buchsendung mit dem Prädikat "vollkommen und durch und durch überraschend" erreichte mich kürzlich. Der Absender lautete Droemer Knaur Verlagsgruppe, was mich zum Staunen einerseits und zum Grübeln andererseits brachte. Denn ich erwartete überhaupt keine Post aus dem Hause Droemer Knaur. Versteht mich nicht falsch: Ich freue mich immer über solch wunderbare Knalleffekte, doch ein wenig verdattert war ich dennoch. 

Lange Rede, kurzer Sinn - ich machte mich rasch ans Auspacken und als sich mir der Inhalt offenbarte, staunte ich gleich noch mehr. Handelte es sich hierbei um den druckfrischen Roman Wahrheit wird völlig überbewertet von Heike Abidi. WOW! Wie wurde mir diese Ehre nur zuteil? ...  

Dann - langsam, aber sicher - machte es klick und ich kam des Rätsels Lösung auf die Spur. Vor Monaten hatte ich mich bei Droemer Knaur als bloggende Leseeule registrieren lassen. Und nun hatte mir die verlagsinterne Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tatsächlich ein brandneues Buch aus dem erquickenden Repertoire der Verlagsgruppe sozusagen zum Teststöbern noch vor dessen offiziellen Erscheinungstermin am 01. Februar 2013 zukommen lassen. Echt klasse, oder? Ich bin begeistert! Noch dazu ist Heike Abidi eine Autorin, die mir bisher vor allem durch Esprit und Witz aufgefallen ist. Eine Mischung, die sich mit Sicherheit auch in ihrem neusten Werk widerspiegeln wird. Ein Rezept, mit dem es sich die Herzen der Leser erobern lässt. 

Ich möchte mich daher jetzt bereits herzlich bei Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar  dieser Amüsement versprechenden Neuerscheinung sowie bei der Autorin für ihre quicklebendige Geschichte der Friederike bedanken!


Mittwoch, 3. Oktober 2012

[News] Unerwartete Nachricht von neobooks

Gestern Abend, als ich in mein E-Mail-Postfach schaute, entdeckte ich eine E-Mail vom neobooks-Team. Damit hatte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet. Aber nun alles auf Anfang ...

Vor einigen Wochen stieß ich auf eine Aktion, die mich als schreibfreudiges Persönchen sofort ansprach. Dabei handelte es sich um einen Schreibwettbewerb, der durch eine Kooperation von neobooks und LovelyBooks ins Leben gerufen und begleitet wurde. Es sollten dabei Kurzgeschichten (bis maximal 20.000 Zeichen) entstehen, die das Leben auf dem Land ins richtige - und zwar in ein modern-sympathisches - Licht rücken.

Schreiben ist immer gut! Hinzu kam die Tatsache, dass ich zu der vorgegebenen Thematik,  "Stadt, Land ... Frau", auch gleich einen Bezug sowie eine Idee hatte, was sich als durchaus praktisch erwies.

Also tippte ich fröhlich drauf los und schickte meinen durch Geistesblitze verzierten Beitrag, Lady in Red, einfach aus Spaß an der Freude und ohne ernsthafte Ambitionen ein. Denn, seien wir realistisch, es gibt wahrlich viele talentierte (Hobby-) Autoren.

Nun, ein paar Wochen später, bekam ich dann doch tatsächlich eine wunderbar überraschende Nachricht von neobooks: Ich habe wirklich etwas gewonnen! ... Ui, klasse!
Ich darf mir nun aus dem Hause Droemer Knaur/neobooks ein buntes Potpourri an eBooks im Wert von 50 Euro auswählen. Genial, oder? Für mich als Leseratte auf jeden Fall!
Herzlichen Dank für diese überraschend brillante Prämierung! Ich bin noch immer begeistert! Jetzt werde ich mich also vergnüglich durch das Repertoire an reichhaltiger eBook-Kost forsten und stehe abermals vor der Qual der Wahl ... Ach, ich freue mich!

Was die Lady in Red betrifft kann ich euch sagen, dass ich die Kurzgeschichte demnächst in voller Länge mit euch teilen werde. Bis dahin könnt ihr euch gern Gedanken zu einem möglichen Verlauf der Geschichte machen. 
Bei den Protagonistinnen handelt es sich hierbei um Ineke Äppelboom, zufriedene Besitzerin eines Bio-Geschäfts, und Minka van Bommel, ehrgeizig aufstrebendes Moderationstalent. 
Einen kleinen Vorgeschmack lass ich schon einmal hier. Bin ja nicht so ... Übrigens, diese Lady in Red ist nicht zwangsläufig musikalisch veranlagt. 

[...] Wenig später, Minka hatte sich gerade von der Begegnung der etwas anderen Art erholt, kam Ineke mit zwei Prachtexemplaren an Zucchini im Arm in den Verkaufsraum geeilt. Ihre Wangen in ein gesundes rosé gefärbt und ein paar widerspenstige Haarsträhnen ins Gesicht fallend. ‚Ach Gottchen, aber auf jeden Fall ein Hingucker’, dachte Minka spitz. ‚Sieh an, sieh an’, sagte sich Heiko in Gedanken und nickte zur Begrüßung positiv angetan.
„Entschuldigen Sie, bitte“, Ineke streifte sich die Hände an ihrer olivegrünen Latzhose ab und begrüßte die beiden dann guter Dinge.
„Keine Ursache, wirklich nicht“, offerierte Heiko rasch.
„Das ist doch nicht tragisch“, ergänzte Minka, „die Gurkenernte geht schließlich vor. Sie züchten wohl besonders gigantische Exemplare? Irgendein Geheimrezept? Vielleicht die gute Landluft?“
„Danke, aber das sind Zucchini, keine Gurken. Die hervorragende Landluft kommt uns wahrscheinlich dennoch zugute“, überspielte Ineke gekonnt den Fauxpas der Moderatorin und
strahlte willkommen heißend. [...]