"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Donnerstag, 8. Januar 2015

[Kreativplausch] Schneeweißchen & Rosenrot schreiben jetzt selbst

Zu sehen und zu erleben, wie es Indie-Autoren gelingt, mit ihren Werken zu begeistern, ist für mich stets eine besondere Freude. Denn sie sind sozusagen der lebende Beweis dafür, dass pfiffige Ideen und/oder feinste Wortakrobatik und/oder liebgewonnene Publikumsnähe nicht einzig von einem den Rücken stärkenden Verlag abhängen.

Dieses Mal habe ich Rose Snow zu einem Kreativplausch ins Boot holen können. Gemeinsam schipperten wir also ein wenig über den Teich der blühenden Fantasie. Doch bevor ich euch unseren Dialog wiedergeben möchte, erst noch ein paar Worte zur Autorin. 

Rose Snow ist das Alter Ego der aus Österreich stammenden Freundinnen Carmen und Ulli, die ihre Passion fürs Schreiben seit jeher miteinander teilen. Schon während der gemeinsamen Schulzeit schlummerte die bunte Vorstellung, die Schriftstellerei für sich zu erobern, in den beiden.

Nun hat sich ein lang gehegter Traum für die zwei wahrhaftig erfüllt: Als Indie-Autorin(nen) veröffentlichten sie im vergangenen Sommer ihren Debütroman, Was sich liebt, das rächt sich nicht, dessen Fortsetzung, Racheengel küsst man nicht, bereits Ende 2014 auf dem Fuß folgte. Und das soll erst der Anfang gewesen sein. Chapeau!


Cover: © Rose Snow

Rose Snows Werke sind ihres Zeichens Liebesromane, die Kuriosität, etwaige emotionale Schräglagen und schillernde Charaktere miteinander in Einklang bringen. Hört sich nach einem spannenden Unterfangen, oder? Und überhaupt: Wie sieht das kreative Schaffen Rose Snows hinter den Kulissen aus? Hmmm, da muss ich doch gleich einmal etwas genauer nachhaken ...

Viel Spaß beim Eintauchen in die ulkigste und sympathischste Rachehölle, die das Bücherregal momentan zu bieten hat! 




~ Kreativplausch ~


Hallo liebe Rose Snow,

herzlich willkommen zum heutigen Kreativplausch sage ich! Ebenso wie ein Danke für die sofortige Zusage, mit von der Partie zu sein. Große Freude meinerseits. Das sei festgehalten.

Liebe Kora, wir sagen danke und freuen uns riesig, hier zu sein. 




Rose Snow ist ein durchaus märchenhaft klingendes Pseudonym, das den Einfallsreichtum gleich zweier sich seit der Kindheit kennender Autorinnen miteinander verknüpft. Mich erinnerte der Name von Beginn an ein wenig an die Mischung aus Schneewittchen und Schneeweißchen und Rosenrot. Ist diese (naheliegende) Assoziation zur Welt der Gebrüder Grimm bei der Namenswahl tatsächlich beabsichtigt gewesen oder hattet ihr jene Anlehnung eher überhaupt nicht im Sinn?

Oh doch, die Anlehnung ist durchaus beabsichtigt!  Allerdings würden wir uns mit fremden Federn schmücken, wenn wir behaupteten, die Idee stamme von uns. Die Wahrheit ist, dass uns zwei Teilnehmerinnen eines Autoren-Workshops unabhängig voneinander als „Schneeweißchen und Rosenrot“ betitelt haben – was sicherlich dem Umstand geschuldet war, dass Ulli an dem Tag eine weiße Bluse und Carmen ein rotes Oberteil trug. Das passte wie die Faust aufs Auge und wir fanden die Bezeichnung so sympathisch und treffend, dass daraus wenig später unser Pseudonym entstand.




Apropos Märchen, für welche zwei Märchenfiguren, schließlich seid ihr zu zweit, schlägt Rose Snows Herz besonders – ganz gleich ob dem Volksmärchen oder Disney entspringend?

Als hoffnungslose Romantikerinnen lieben wir beide Cinderella und freuen uns schon wie die kleinen Kinder auf die diesjährige Neuverfilmung von Disney. Passend zum „Schnee“ in unserem Namen haben wir aber auch Eiskönigin Elsa und ihre Schwester Anna in unser Herz geschlossen ... nicht nur weil Elsa ein paar wirklich coole Zaubertricks auf Lager hat, sondern weil sie beide liebenswerte und starke junge Frauen sind – so wie wir uns selbst auch gerne sehen würden. 




Wer die Rose-Snow-Romane kennt, weiß, dass sie sich wie aus einem Guss modelliert lesen. Wie gelingt jene Nahtlosigkeit, obwohl die Geschichte nicht einmal kapitelweise aus der Perspektive verschiedener Charaktere erzählt wird? (Was die Arbeitsaufteilung vermutlich erleichtern würde.) Wie dürfen wir uns das gemeinsame Feilen an einem Buch vorstellen?

Erstmal freut es uns sehr, dass wir die angesprochene Nahtlosigkeit anscheinend gut hinbekommen. Das liegt sicherlich an unserer inneren Einstellung: In den Jahren unserer Zusammenarbeit haben wir gelernt, unsere ... nennen wir es mal „Eitelkeiten“ gegenüber einem von uns geschriebenen Text komplett über Bord zu werfen. In unseren Köpfen gibt es nicht mehr „deinen Teil“ und „meinen Teil“ – alles was wir schreiben wird zu „unserer Geschichte“.
Viele Schriftsteller empfinden es ja so, dass die meiste Arbeit am Schreiben in die Überarbeitung fließt. Und dem können wir durchaus zustimmen.  Am Anfang wird gemeinsam geplottet, das macht Spaß, hier werden Ideen geboren und verworfen, Charaktere ersonnen und viele, viele Wendungen in den Handlungsbogen eingebaut. Sobald der Plot steht, gehen wir tiefer in die Szenen, erstellen eine Szenenliste, umreißen grob, was darin vorkommen soll – und dann geht es schon los. Jeder schreibt die Szenen, zu denen er sich am meisten hingezogen fühlt – und hierbei haben wir echt Glück. Wir sind uns schon wegen so mancher Dinge in die Haare gekommen, aber wir haben uns noch nie um eine Szene gestritten.  In der Überarbeitungsphase wird dann alles endgültig miteinander „vermanscht“ wie man in Österreich so schön sagt. Spätestens dann können wir selbst kaum noch sagen, welcher Satz vom wem stammt. Was zu dem schönen Ergebnis führt, dass wir ganz am Ende beide die Mami vom selben Kind sind. 




Nachdem Was sich liebt, das rächt sich nicht im Sommer 2014 mit viel Wohlwollen von den Lesern aufgenommen wurde, erschien – ebenfalls im Selbstverlag – nur wenige Monate später Racheengel küsst man nicht. Wer die Protagonisten für diesen zweiten Roman werden würden, entschieden die Leser. Mit wie viel Spannung, Erwartung und Vorahnung habt ihr dem Voting entgegengesehen? Immerhin hat Rose Snow an dieser nicht unbedeutenden Stelle, das Zepter aus der Hand gegeben.

Es war irre spannend. Natürlich war dieser Schritt gründlich überlegt, und wir hätten es nicht gemacht, wenn wir uns nicht sicher gewesen wären, dass wir mit JEDEM Ergebnis leben (und arbeiten) können. Die Geschichte von Maya und Holger bot noch so viel Potential, ebenso wie das weitere Leben jedes unserer Nebendarsteller. Allerdings hatten wir die kleine Hoffnung, mit Gérard und Rachel weitermachen zu dürfen. Und aus irgendeinem verrückten Grund ging es der Mehrheit unserer Leser offenbar ähnlich. 
Im dritten Band der Reihe wollen wir nun genau da weiterschreiben, wo wir in Band 2 aufgehört haben - zusätzlich aber auch die Charaktere von Band 1 wieder ins Boot holen. Schon allein darüber nachzudenken erfüllt uns mit einer prickelnden Vorfreude. 




Weil wir schon einmal beim Thema sind: Wie viel bedeutet euch der direkte Austausch mit und Kontakt zu euren Lesern? Gibt es vielleicht sogar so etwas wie einen Rose-Snow-und-ihre-Leser-Moment, der auf ewig ins Autoren-Poesiealbum gehört?

Ja, den gibt es. Oder besser gesagt: Ja, DIE gibt es. Oft merken die Leser ja gar nicht, dass sie uns so einen besonderen Moment geschenkt haben, weil sie nicht sehen können, wie wir mit glänzenden Augen und einem dümmlichen Dauergrinsen vor dem Laptop sitzen. Eine Leserin hat sich mal so unbändig über ihre Teilnahme an unserer Leserunde gefreut, dass wir ihre E-Mail gleich mehrmals hintereinander lesen mussten. Eine andere Leserin (sie ist ein Fan der allerersten Stunde und kannte schon unseren Racheplan-Blog als wir noch nicht mal Rose Snow hießen) nahm gemeinsam mit ihrer Freundin eine 6-stündige Busfahrt quer durch Deutschland auf sich, nur um uns auf der Frankfurter Buchmesse zu treffen. Das sind Momente, die einfach unbezahlbar sind. Und die wir uns nie hätten träumen lassen.




Das polarisierende Motto, unter dem eure (momentan erschienen) Werke stehen, lautet Rache trifft Liebe. Dies im Hinterkopf habend, was ist die skurrilste Racheengel-Mission, auf die ihr (während der Recherche zu den Büchern) bisher gestoßen seid?

Da fallen uns spontan gleich drei Missionen ein. Die skurrilste davon ist so verrückt, dass sie uns keiner glauben will, wenn wir sie erzählen. Dabei spielt einen Packung Pralinen eine tragende Rolle. Die rachsüchtige Person verkochte die gekaufte Schokolade mit allerlei Widerwärtigkeiten (wie bspw. faulen Eiern, ranzigem Fisch, Schamhaaren und Zehennägeln – um nur einige zu nennen), füllte die Kreation des Grauens in Pralinenförmchen, arrangierte die abgekühlten Pralinen wieder hübsch in der Verpackung, ließ das ganze neu verschweißen und schickte es an die verhasste Person. Wir bezweifeln, dass irgendjemand so eine Behandlung verdient hat, aber Rachel wäre von der kriminellen Kreativität definitiv beeindruckt.




Herzensangelegenheiten, wenn auch nicht in reinstem Rosarot, sind ganz euer Metier. Wenn nun die Möglichkeit bestünde, Racheengel küsst man nicht mit einem Titellied zu versehen, welches würdet ihr aus welchem Grund wählen?

Hach, wir wissen genau, was Gérard sagen würde, wenn wir ihn das nun fragen würden: Eindeutig Elvis Presley – „Devil in Disguise“. Rachel sieht aus wie ein Engel, bewegt sich wie ein Engel, spricht wie ein Engel – aber wer sie näher kennenlernt, weiß: Sie kann ganz schön teuflisch sein 




Wenn ihr selbst die Chance hättet, in die Rolle eines Buch- oder Filmcharakters zu schlüpfen, welche Figur wäre das?

Puh, das ist eine ganz schön knifflige Frage. Die meisten Charaktere aus Buch und Film haben ja ein ziemlich aufreibendes Leben, das meist von großem Herzschmerz, wendungsreicher Dramatik oder lebensbedrohender Gefahr begleitet wird. Da gefällt uns unser „langweiliges“ Autorenleben bisher eigentlich ganz gut.  Zeitreisen in die eigene Vergangenheit wären allerdings sicher cool (wie aus dem Film: „Alles eine Frage der Zeit“), und sei es nur, um endlich mal so schlagfertig zu sein, wie unsere eigenen Charaktere. *g* Und was uns auch richtig gut gefallen würde: die Macht über unsere eigenen Träume zu haben (wie Liv aus „Silber“ von Kerstin Gier).




Was macht das Schreiben für euch so spannend? Was brachte euch letztlich dazu, nicht mehr nur für euch selbst, sondern als Rose Snow für ein breites öffentliches Publikum Ideen in Romane zu verwandeln?

Wenn wir so nachdenken, haben wir das letzte Mal während des Chemieunterrichts in der Schule „nur für uns“ geschrieben, um der Langeweile zu entgehen. Seit wir erwachsen sind und uns gegenseitig mit der Idee ein Buch zu schreiben infiziert haben, treibt uns der Wunsch an, gelesen zu werden. Einer unserer schönsten Tagträume sieht so aus: Wir sitzen im Park oder im Bus und neben uns liest jemand eines UNSERER Bücher, versunken in einer Welt, die wir erschaffen haben. Andere Menschen mit unseren Gedanken zu erreichen, sie zum Lachen oder zum Weinen zu bringen, dass ist es, was wir wollen und was uns glücklich macht.




Ihr stammt beide aus Österreich. Wohin und mit welchem originellen Rahmenprogramm versehen würdet ihr am liebsten einmal zu einer Lesung in eure Heimat einladen?

Unseren ersten schriftstellerischen Erfolg durften wir 2010 in München feiern: Damals wurde unsere Kurzgeschichte „Frauenfußball“ (übrigens die Grundlage für unseren ersten Roman) bei der Münchner Menülesung prämiert und von dem Sprecher und Schauspieler Johannes Steck gelesen. Untermalt wurde das ganze mit lateinamerikanischer Musik von der Band „Cesar’s Salad“ - und war insgesamt eine ziemlich coole Angelegenheit. Unsere Traumlesung sollte ebenfalls all das beinhalten, was wir an dem Abend so toll fanden: Gutes Essen, tolle Musik, ein Johannes Steck als Gérard gemeinsam mit uns auf der Bühne. Wenn dann noch Kerstin Gier als Überraschungsgast dazukäme, wäre es perfekt – und dürfte von uns aus gerne an jedem Ort der Welt stattfinden.




Stellt euch vor, ihr bekämt die Aufgabe, eine Zeitkapsel zu füllen. Welche drei Dinge dürften keinesfalls fehlen, weil ihr euch wünscht, dass sie auch, nachdem Jahrzehnte verstrichen sind, noch immer mehr als eine bloße Erinnerung sind?

Hmmm ... also ganz sicher einpacken würden wir einen USB-Stick mit ganz vielen Fotos und Videos unserer Familien. Und natürlich unser allerallererstes Manuskript (ein noch unveröffentlichter Fantasyroman, in dem sehr viel Herzblut von uns beiden drinsteckt), das uns immer daran erinnern wird, woher wir kommen und wie alles begonnen hat. Als dritten und letzten Teil vielleicht noch einen Brief an uns selbst, in dem wir festhalten, wie wir uns heute fühlen, wofür wir dankbar sind und welche Ziele wir im Leben noch erreichen wollen. Da gibt es noch so viele Träume ... es wäre sicher spannend zu sehen, welche davon in Erfüllung gegangen sind, wohin sie uns geführt haben und welche wir noch als wichtig erachten nach all der langen Zeit.




Danke schön für das Lüften des einen oder anderen Rose-Snow-Geheimnisses! Es war mir ein Vergnügen. Für all eure kommenden Projekte wünsche ich euch eine große Portion Schaffenskraft und Freude!

Wir wünschen Dir dasselbe, liebe Kora und danken Dir herzlich für die tollen Fragen!





Ich hoffe, euch hat diese kleine Stippvisite in Rose Snows Kreativeschmiede ebenso viel Spaß gemacht wie mir. Die Liebe zum Wort verbindet. Ich glaube, das wurde einmal mehr deutlich. Was meint ihr?


Mittwoch, 9. April 2014

[Blogtour] {"Lieblingsgefühle" von Adriana Popescu} Interview mit Tristan

Willkommen allerseits zur dritten Etappe unserer Lieblingsgefühle-Blogtour

Es ist mir eine große Freude nachfolgend ein paar ziemlich tolle und in diesem Umfang 
vorher noch nicht dagewesene Eindrücke direkt von einem unserer Lieblingscharaktere persönlich mit euch teilen zu dürfen.



Er ist vieles: 

Musiker mit Herz. Fahrradkurier. Charmant. Kellner. Stuttgarter. Verlassen worden. VW-Minibusfahrer. Mitfühlend. Begeisterter Surfer. Türsteher. Weltenbummler. Verletzt. Fan von Wunderkerzen. Loyal. Bester Freund. Sammler von Lieblingsmomenten und Lieblingsgefühlen. Seelenverwandter. Entschlossen. Lebenskünstler.

Er ist Tristan Wolf. Er spielt die männliche Hauptrolle in Adriana Popescus erstklassig geschriebenen Romanen Lieblingsmomente und Lieblingsgefühle. Er ist eine jener Figuren, die man sich als Leser gut und gerne im realen Leben als Schulter zum Anlehnen, Patenonkel oder Gitarrenlehrer wünscht.

(Bildquelle: Tristan Wolf - Lieblingsmomente/Lieblingsgefühle)


Wer Tristan kennengelernt hat, weiß, wovon ich spreche. Wer ihm bisher noch nicht über den Weg gelaufen ist, sollte dies schleunigst nachholen! Es wäre ein Frevel, ihn und Layla Desio nicht ins heimische Bücherregal eingeladen zu haben.

Ich hatte nun das große Vergnügen, Tristan im Rahmen unserer Blogtour vor einem seiner Auftritte in der Stuttgarter Caffè-Bar zu treffen. Die Fragen, die mir unter den Nägeln brannten, hat er mir sehr gern und entgegenkommend beantwortet. Im Namen von uns allen sage ich DANKE SCHÖN!

Lehnt ihr euch nun gemütlich zurück und werft einen Blick auf das, was Tristan Wolf zu erzählen hat!





Hallo lieber Tristan,

es ist gar nicht mehr lang hin, bist Layla und du wieder für reichlich spannende Lesestunden sorgen werdet. Im vergangenen Sommer eroberte der Beginn eurer Geschichte in Form von Lieblingsmomente bereits die Herzen der Leser im Sturm. Da es jedoch noch einige Kapitel mehr zu erzählen gibt, hat Adriana Popescu mit Lieblingsgefühle eine Fortsetzung verfasst, die passend zum Frühling erscheint. Dabei spielen große Träume und Charakterstärken ebenso wichtige Rollen wie Unwegsamkeiten und alles verändernde Entscheidungen. Wir als Leser sind mächtig gespannt, wie du dir sicher vorstellen kannst.
Dich – und damit einen der Protagonisten – im Rahmen der tollen Lieblingsgefühle-Blogtour nun für ein exklusives Interview gewonnen zu haben, ist, wie du vielleicht ahnst, mehr als eine kleine Freude. Danke, dass du dir zwischen Kurierdienst und Live-Gig die Zeit genommen hast!


In Lieblingsgefühle dürfen die Leser gemeinsam mit dir und Layla erneut auf eine Städtetour durch Stuttgart gehen. Ein Stopp dabei ist unter anderem das Tasty Donuts in der Silberburgstraße. Welches sind deine persönlichen Donut-Favoriten?

Am Tasty Donut kommt man als Stuttgarter einfach nicht vorbei. Inzwischen hat eine zweite Filiale in der Kronprinzstraße, in Stuttgart Mitte eröffnet. Man erwischt sich dabei einen Umweg zu laufen oder zu fahren um dort noch einen Donut abzugreifen. Mein absoluter Favorit ist dabei der „Lemon & Cake“. Ich glaube die Jungs und Mädels kennen mich inzwischen so gut, da heißt es „Ah, einmal wie immer?“ Den Classic mit der Zuckerglasur muss man auch lieben. Die anderen sind auch alle lecker, aber ich mag keine gefüllten Donuts. Da saue ich mich sowieso immer ein.


Während Layla auf Weltreise war, hast du Europa erkundet. Auch nicht zu verachten! Welches waren deine drei liebsten Orte, von denen du dich nur schwer wieder loseisen konntest? Was macht(e) diese Kulissen für dich so erlebens- und genießenswert?

Ohne Layla war mir Stuttgart zu leer und gleichzeitig zu voll mit Erinnerungen, deswegen musste ich mal durchschnaufen. Ich habe so viele Städte gesehen und viele haben einen festen Eindruck hinterlassen. Aus unterschiedlichen Gründen.

Es waren auch Klassiker dabei wie Hossegor, wo es für den Normalotourist außer einigen Outlets und viel Strand wenig zu erkunden gibt. Für mich ist es das Surfparadies schlechthin. Kein Wunder also, machen auch die Profisurfer auf ihrer ASP World Tour hier halt. Leider ist das Lineup oft voll, weil es eben kein Geheimtipp mehr ist. Aber die Wellen lohnen sich. Wenn man ein Stückchen fährt, findet man auch nette kleine Ecken wo es im Wasser nicht zu voll ist und man mit anderen Surfern leicht ins Gespräch kommt. Mir gefällt die entspannte Atmosphäre, die Einstellung, dass die nächste gute Welle bestimmt kommt. Da könnte ich ewig bleiben.

Lissabon natürlich! Weil die Stadt so viele verschiedene Gesichter und Ecken hat. Eine packende Stadt, die an jeder Ecke mit neuen Überraschungen aufwartet. Man denkt man kennt die Stadt, aber plötzlich ist da eine kleine Gasse, die man noch nie gesehen hat, der man eine kleine Weile folgt und dabei wunderschöne Cafés entdeckt, die man sonst verpasst hätte. Portugal fasziniert mich seit Jahren. An den Rand Europas gedrückt hat das alte Seefahrervolk etwas melancholisches, etwas raues. Ich kann mich auch mit dem typischen Fado sehr gut identifizieren. Das Gefühl von saudade ist mir sehr vetraut. Über Peniche und die Surfspots dort will ich nicht schon wieder anfangen.

Im Osten hat mich Bukarest sehr beeindruckt. Ich war das erste Mal dort und die Stadt hat einen sehr guten Puls. Man trifft auf viel Geschichte, die Wunden der Revolution sind noch zu sehen, die Menschen versuchen ihren Platz zwischen Ost und West zu finden und gerade die neue, junge Generation blickt hoffnungsvoll nach Westen. Eine Stadt, die ich auf jeden Fall wieder besuchen will. Die vielen und großen Parks sind beeindruckend, mitten in der Stadt taucht man total aus dem Großstadttrubel ab. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt. Die Clubszene ist auch ziemlich genial. Abends kann man viel erleben.


In eurer Geschichte spielt die Verbundenheit zur Kunst – Fotografie, Schriftstellerei, Musik – eine nicht unwesentliche Rolle. Und besonders durch deine eigene Musikalität und durch eure Begegnungen mit Thomas Pegram wird eben die Musik in einen nennenswerten Fokus gerückt. Welches sind Live-Konzerte, die dir selbst als Lieblingsmomente in Erinnerung geblieben sind? Und welchen Künstler würdest du unbedingt einmal live erleben wollen?

Welchen Künstler ich immer live sehen wollte und die Chance leider verpasst habe, ist Gary Moore. Er ist vor einiger Zeit sehr unerwartet gestorben und damit hat ein großartiger Musiker die Bühne für immer verlassen. Der Gitarrensound bei „Parisian Walkways“ bleibt unvergessen und jagt mir noch immer eine Gänsehaut über den Rücken. Zu schade, dass ich diesen Virtuosen an den Saiten nie live erleben konnte.
Eric Clapton hingegen habe ich live erlebt und gerate jedes Mal aufs Neue ins Schwärmen. Ein Mann, der nur einen Barhocker, eine Gitarre und ein Mikrofon braucht um die Menschen zu erreichen. Layla habe ich bestimmt in über zwanzig verschiedenen Versionen von ihm gehört und sie sind alle unterschiedlich, haben unterschiedliche Energien und sind einfach unglaublich gut. Bei ihm sieht es so leicht aus und dennoch weiß man, wie viel Arbeit dahinter steckt. Oft sind es die kleinen Dinge, die am meisten Arbeit kosten.
Sting! Ohne Worte. Einfach unfassbar. Ja, kein Gitarrist sondern ein Bassist, ich weiß. Aber er ist ein so begnadeter Musiker. Seine Stimme hört man aus Hunderten raus. Das fehlt mir bei vielen aktuellen Musiker. Aber Sting live auf der Bühne, das ist eine Erfahrung, die man nicht so leicht vergisst. Wirklich. Wenn man die Chance hat, unbedingt zuschlagen.
Mando Diao, Kings of Leon, Ben Howard, Iwan Rheon oder Placebo sind aktuell meine Lieblingskünstler, die ich alle auf Festivals erleben durfte. Wenn danach die Jeans bis zum Knie mit Dreck verschmutzt sind und die Stimme weg ist, hat man alles richtig gemacht. Bei den Songs der Bands muss man einfach mitsingen. Das geht gar nicht anders.


Was glaubst du, woran liegt es, dass deutschsprachige Musik seit den letzten Jahren wieder solch spürbare Wellen schlägt? Welche deutschsprachigen Musiker sollte es bei Gelegenheit in eure Stuttgarter Clubs verschlagen?

Ich glaube nach wie vor, dass die deutsche Sprache eine wunderschöne Sprache ist und sie gesungen viel von ihrer angeblichen Härte verliert. Ich mag es in meiner Muttersprache zu singen und wenn man dadurch die Leute berühren kann, hat man alles richtig gemacht. Thomas Pegram hat es ja bewiesen. Obwohl immer wieder Leute nach englischen Titeln verlangt haben, ist er der deutschen Sprache treu geblieben und hat damit, meiner Meinung nach, alles richtig gemacht. Wie oft singen die Kids von heute Lieder von amerikanischen oder englischen Künstlern mit ohne zu wissen, was sie da eigentlich singen. Sie verstehen die Message dahinter kaum und eben dieses Problem gibt es bei deutschen Texten nicht. Bands wie „Wir sind Helden“ haben es sehr gut vorgemacht und mit ihren intelligenten Texten bewiesen, dass deutsche Musik der Konkurrenz aus Übersee im Nichts nachsteht.
Als Stuttgarter muss ich natürlich Musiker wie Max Herre oder Philipp Poisel loben. Gerade Letzter ist ein Phänomen, das ich bewundere. Eine untypische Singstimme und Texte die direkt ins Herz zielen und es nie verfehlen – dazu seine große Authentizität, Hut ab!
Wenn ich mir einen deutschen Musiker in der Kesselstadt wünschen kann, dann Johannes Strate. Ob nun mit seiner Band Revolverheld oder als Solokünstler, das ist egal. Einige Leser sehen ja starke Parallelen zwischen ihm und mir. Ihn würde ich auch gerne mal kennenlernen.
Und, wenn ich noch ein paar Wünsche offen habe: Clueso, Fayzen, Casper oder Kraftklub. Unbedingt!


Apropos Wellen schlagen, auch zum Surfen, eine deiner Lieblingssportarten, bedarf es der perfekten Welle und einer Menge Feingefühl. Bisher kam mir von jedem, der Surfen lernen wollte bzw. es gelernt hat, zu Ohren, dass dies so gar kein leichtes Unterfangen sei. Was macht es aus deiner Sicht dennoch lohnenswert, am Ball – also, auf dem Board – zu bleiben? Wo surfst du am liebsten?

Surfen als Sport wird unterschätzt. Das liegt auch am Hype, den die Sportart in letzter Zeit wieder erfährt. Seitdem das Riversurfen gerade im Süden Deutschlands zugenommen hat, trauen sich immer mehr Leute aufs Brett. Das finde ich grundsätzlich gut. Aber es ist mehr als eine angesagte Trendsportart, die man einen Sommer lang ausprobiert. Nicht jeder, der Surfen gut findet, kann zum Beispiel auch darüber schreiben. Nur mal eben so einem Buchcharakter ein Surfbrett unter den Arm zu klemmen und ihn als durchtrainierten Surferdude zu präsentieren, erzählt noch lange nicht die Geschichte eines Surfers.
Surfen ist, für mich und viele andere, ein Lebensgefühl. Es ist Liebe. Ich habe sehr früh damit angefangen. Ich war acht oder neun, als ich zum Windsurfen kam, dann später Wellenreiten. Und seitdem immer auf der Suche nach der perfekten Welle.
Wenn man es versuchen will, rate ich unbedingt zu einem anständigen Surfkurs. Es gibt viele Tücken und Gefahren, die man umschiffen kann, wenn man sie kennt. Wir brauchen ganz sicher nicht noch mehr Kids, die als Hasardeure dem Sport eher schaden.
Wenn man es einmal probiert hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich auf ewig verliebt hat, sehr groß. Das Leben ist wie der Ozean. Wie eine Welle. Man kann natürlich versuchen dagegen anzuschwimmen, oder man kann lernen die Welle zu surfen. Man kann sich die perfekte Welle auch nicht herwünschen. Der Ozean entscheidet, wie auch das Leben oder die Liebe, wann es soweit ist. Viele Aspekte des Surfens lassen sich auf das Leben übertragen. Surfen hat viel mit Geduld, mit Warten, mit Nachdenken zu tun. Wenn man dann aber auf dem Brett steht und die Welle – mag sie noch so klein sein – perfekt surft, dann schießt das Adrenalin nur so durch den Körper und man fühlt sich wie der König der Welt. Dafür muss man nicht Kelly Slater sein.
Wenn man früh morgens, wenn die anderen noch schlafen, alleine im Lineup auf das erste Set wartet und die perfekte Welle dabei ist, während die Sonne aufgeht ... das ist ein absolutes Lieblingsgefühl.


Etwas anderes, das neben dem Rausch des Meeres recht unter die Haut geht, sind Tattoos. Du hast dir einige davon stechen lassen. Die tiefere, im Grunde doch poetische und wegweisende Bedeutung dieser wird uns in eurer Geschichte erläutert. Doch es gibt auch Menschen, deren Körperkunst einen (für Außenstehende) nicht ganz so tiefsinnigen Anschein macht. Was sind die skurrilsten Tattoos, die du bisher gesehen hast?

Ich glaube mit Tattoos ist es auch wie mit dem Surfen. Wenn man sich dazu entscheidet sich eines stechen zu lassen, sollte man sich im Klaren sein, dass es für immer ist. Man sollte es nicht für den Trend oder den Hype machen. Nicht um cool zu sein, nicht um tough zu sein. Sondern weil man einen Teil seiner Geschichte auf der Haut tragen will. Meine Tattoos, auch mein Neues, haben sehr tiefe Bedeutungen für mich, das mögen andere anders sehen. Ich sehe keinen Sinn darin mit meinen halben Oberkörper mit einem Tribal-Tattoo zutätowieren zu lassen, nur weil es cool aussehen könnte. Gerade Tribal-Tattoos haben in verschiedenen Völkern starke Bedeutungen, die wie eine Art Ehrung zu sehen ist. Deswegen finde ich es respektlos mir ein solches Tattoo, das eine für bestimmte Kulturen besondere Bedeutung hat und das man sich erarbeiten muss, einfach so stechen zu lassen.
Skurril finde ich es, wenn man Tattoos mit Rechtschreibfehlern hat. Oder chinesische Schriftzeichen, die Liebe bedeuten sollen und in Wahrheit Frühstücksflocken bedeuten. Das wäre mir zu heikel. Ich würde mir auch nie einen Namen tätowieren lassen. Plakative Tattoos sind nicht so nach meinem Geschmack. Die Bedeutung dahinter muss, so finde ich, nicht für die Welt, sondern für einen selbst sichtbar sein.


Eure Geschichte wird aus Laylas Perspektive wiedergegeben. Viele eurer Momente würdest du wahrscheinlich ähnlich beschreiben, immerhin habt ihr eine gemeinsame Wellenlänge. Doch es ist kein Geheimnis, dass die weibliche und die männliche Sicht der Dinge gelegentlich differiert. Hand aufs Herz, wie würde sich Lieblingsgefühle vermutlich lesen, wärst du in diesem Falle zum schriftstellerischen Zuge gekommen wärst?

Ich glaube, Lieblingsgefühle wäre um einiges anders geworden. Das liegt vor allem daran wie unterschiedlich wir Personen wahrnehmen. Layla sieht Stella ganz sicher nicht so, wie ich es tue. Ich sehe David bestimmt anders als sie. Manche meiner Reaktionen wären für den Leser bestimmt besser nachzuvollziehen. Layla kann ja nicht in meinem Kopf schauen, auch wenn sie ein sehr gutes Gespür dafür hat, was ich so denke. Wir Männer sehen manche Dinge klarer als die Damenwelt, auch wenn Layla mir widersprechen würde. Ich glaube, manche Szenen, Dialoge, Gesten habe ich ganz anders wahrgenommen als sie. Ich sage nicht, dass ich sie „besser“ oder „richtig“ wahrgenommen habe. Aber anders. Vielleicht steht mir Eifersucht nicht besonders gut, aber manchmal musste ich mich sehr zusammenreißen ...


Ohne allzu viel vorwegzunehmen, kann allerdings gesagt werden, dass es in der Fortsetzung eurer Geschichte – wie bereits in Lieblingsmomente – erneut sehr emotional zugeht. Eben Layla und Tristan wie die Leser sie kennen und mögen. Klar, Zweisamkeit ist vorprogrammiert. Doch gleichermaßen brenzlig wird’s. Wie denkst du, sollten wir im Leben allgemein mit jenen verletzenden Kurzschlussreaktionen, die meist zwar nur ein Ventil sind, deshalb jedoch nicht weniger schmerzen, umgehen? Vergeben, vergessen? Nachtragen? Revanchieren?

Geschickt wäre es natürlich, wenn es gar nicht erst zu solchen Kurzschlussreaktionen kommen würde. Ich weiß, auf welche Szene du anspielst ...
Vielleicht muss man früher offen und ehrlich über Gefühle sprechen und versuchen solches Aufstauen von Emotionen zu vermeiden. Aber das ist immer so leicht gesagt. Ich bin natürlich für das Verzeihen, nicht das Vergessen. Denn auch jeder Streit sagt immer etwas aus. Aus solchen Situationen lernt man für die Zukunft, weiß womit man seinen Partner verletzt hat und kann das in der Zukunft vermeiden. Manchmal denkt man eben doch mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf, dann passiert sowas leichter. Wenn man nicht vorher überlegt, sondern einfach macht. Das kann gut oder echt mies ausgehen. Nachtragen oder revanchieren ist Unsinn. Wenn man sich für das Verzeihen entscheidet, dann muss man auch verzeihen. Dann gibt es kein Mittelding, in dem man dem anderen immer wieder Dinge vorwirft. Klar, wenn ich das jetzt so sage, klingt das irre einfach. Wir alle wissen, so leicht ist das nicht. Leider.


Wie sehr dich Layla von Beginn an beeindruckt hat, dürfen wir in Tristans Moment lesen. Welches sind deine drei Lieblingsattribute, die sie wohl am besten beschreiben?

Das ist gar nicht so einfach, weil Layla für mich immer ein Gesamtkunstwerk bleiben wird. Egal was passiert. Ihre Unsicherheit macht sie eben so anziehend wie ihre Stärke und ihr Talent. Ich glaube es ist die Mischung, der ich mich nicht entziehen kann. Manchmal scheint sie wirklich nicht zu wissen wie gut, wie schön, wie beeindruckend sie als Mensch ist. Das sind nur kleine Momente, wenn sie zweifelt und am liebsten wegrennen will. Dann will ich am meisten für sie da sein, ihr den Rücken stärken und sie mit einem Blick wissen lassen, dass sie besser ist als so viele andere. Und gleichzeitig ist sie tough und stark, steigt in den Flieger zieht einfach los. Ohne zu wissen wie das endet und was am Ende passiert. Es ist ihre Liebe zur Fotografie und ihr Talent Dinge zu sehen. Wirklich zu sehen. So wie sie im ersten Band wirklich gesehen hat, was ich so lange mit mir rumgeschleppt habe. Es hat sich damals so angefühlt, als ob sie es versteht, ohne dass ich es aussprechen muss. Dafür bin ich ihr noch immer dankbar. Layla ist die Art Frau, die auf ihre unperfekte Weise perfekt ist. Es gibt nicht viele Frauen wie sie, aber sie können Herzen erobern oder brechen.


Ihr seid dem Leserpublikum über viele Seiten hinweg sehr ans Herz gewachsen. Wir dürfen mit euch lachen, träumen und bangen. Eure Präsenz und Energie geht dabei über die Romane hinaus. Es gibt mittlerweile eine ganze und stets wachsende Lieblingsmomente/Lieblingsgefühle-Kollektion an Artikeln, die Fans nicht mehr missen möchten. Wie fühlt es sich an, mit eurer Geschichte, die Adriana besser nicht hätte einfangen können, derart zu berühren und in ein solch nachgefragtes öffentliches Leserinteresse gerutscht zu sein?

Es ist ein bisschen verrückt. Auch ein bisschen absurd. Aber verdammt cool. Manche Mails, die mich erreichen, könnte man wohl als „Fanbrief“ durchgehen lassen. Dabei bin ich doch nur ein Fahrradkurier und sicher kein Celebrity. Das hätte ich mir niemals träumen lassen. Ich habe mal zwei Mädchen gesehen, die sich vor dem VW-Bus fotografiert haben. Das wurde dann echt abgefahren, aber irgendwie auch sehr süß. Wenn unsere Geschichten, unsere Charaktere die Leser da draußen auf irgendeine Art und Weise berühren konnten, dann macht mich das stolz. Ich kann Adriana nur gratulieren, sie hat die Geschichte so echt wirken lassen, dass wir aus den Buchseiten in die Realität gewachsen sind. Das gelingt sicher auch nicht jedem Autor. Ich hoffe, dass uns manche Leser auch nach dem zweiten Band nicht so schnell vergessen werden.



Danke schön für deine Antworten, Tristan, und dem damit offiziellen aktiven Engagement für die Blogtour zu Lieblingsgefühle! Es ist wahrscheinlich alles andere als vermessen im Namen aller Leser und Fans zu sprechen, wenn ich sage: Es war ein Vergnügen! Viele Grüße an dich und Layla!




Blogtour- Gewinnspiel*

Keine Blogtour ohne Gewinnspiel.

Dank der freundlichen Unterstützung von Adriana Popescu und des Piper Verlages dürfen wir fünf kleine und einen großen Gewinn unter euch verlosen.


"Kleines Gewinnspiel"

Jeder der teilnehmenden Blogs verlost während der Blogtour ein nigelnagelneues Exemplar von Lieblingsgefühle. Um in den Lostopf zu gelangen, müsst ihr am jeweiligen Tag einfach einen Kommentar unter dem entsprechenden Beitrag hinterlassen. Ihr könnt gerne und selbstverständlich nicht nur heute hier ein paar Zeilen hinterlassen, sondern auf jedem Blog kommentieren und so eure Gewinnchancen erhöhen (1 Kommentar = 1 Los), jedoch nur ein Exemplar gewinnen, wenn die Losfee euren Namen zieht. 

Eure Kommentare für das "kleine Gewinnspiel" könnt ihr bis einschließlich 20.04.14 um 24 Uhr auf den Blogs hinterlassen. Sorgt bitte dafür, dass wir als Blogbetreiber, eure E-Mail-Adresse erhalten, damit wir euch im Gewinnfall direkt benachrichtigen können  entweder im Kommentar selbst oder per E-Mail an den jeweiligen Blog mit dem Betreff Gewinnspiel Lieblingsgefühle und eurem Namen, unter dem dem ihr den Kommentar hinterlassen habt, damit wir euch eindeutig zuordnen können. 


"Großes Gewinnspiel"

Am Samstag, den 12.04.2014 startet auf allen teilnehmenden Blogs noch ein "großes Gewinnspiel". Nähere Infos erhaltet ihr an diesem Tag auf den oben genannten Blogs. Stay tuned!


Sichert euch nun die einmalig umwerfende Chance auf eines von fünf brandneuen Exemplaren von Lieblingsgefühle, indem ihr im Kommentarfeld unter dem Blogbeitrag bis einschließlich zum 20.04.2014 eine Nachricht hinterlasst. 
Gerne dürft ihr dabei auch ein paar Worte an Tristan richten (Teilt ihr vielleicht einen ähnlichen Musikgeschmack?), euer Feedback zur Blogtour kundtun oder eure Vorfreude auf das Buch beschreiben.

Viel Spaß und Erfolg wünschen wir allen Teilnehmenden!




Als Empfehlung zum Abschluss hier noch die Einladung, die Beiträge der gesamten Blogtour zu verfolgen. Ehrlich, lasst euch NICHTS entgehen!

Hier die Links zu den Gastgebern im Überblick für euch:

07.04. 
Bookwives

08.04. 
 Creativity First

10.04. 

Griinsekatzes Leseecke

12.04. 
Großes Finale auf allen Blogs




* Kleingedrucktes:

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner/die Gewinnerin wird nach dem 20.04.2014 per E-Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Eure erfragte Adresse wird zu keinem anderen Zweck verwendet als dem Versand des Gewinns. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben. Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein, um an der Verlosung teilnehmen zu können, andernfalls benötige ich eine Einverständniserklärung eurer Eltern per E-Mail. Gewinne werden ausschließlich an Adressen in Deutschland , Österreich und der Schweiz verschickt. Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, ist es nicht Voraussetzung, Abonnent meines Blogs zu sein, jedoch wünsche ich mir ein ehrliches Interesse an dem Buch.


Montag, 3. März 2014

[Kreativplausch] Die süße Wahrheit der tanzenden Königin aus der Pfalz

Als sie im Mai 2012 ihren Debütroman Zimtzuckerherz veröffentlichte, war dies kein vorsichtiges Vortasten. Und schon gar keine Eintagsfliege. Denn seither hat sie, die Werbetexterin mit dem Schriftstellergen, Fuß gefasst in der Branche. Ihre possierlichen Geschichten werden von ihren Fans nur so verschlungen. Kein Wunder, denn sie weiß, zu servieren. 

Die Rede ist von Heike Abidi, der schreibenden Frohnatur aus der Pfalz. Liest man ihre Werke, bekommt man zweifellos den Eindruck, die Rolle der Autorin ist ihr auf den Leib geschrieben. Namhafte Verlage haben ihr Talent gleichermaßen erkannt wie die stets wachsende Leserschaft.

Heike Abidi schreibt Geschichten mit Charakter. Dabei sticht insbesondere ihr ansteckend unbeschwerter Erzählstil heraus, mit dem sie ihren Handlungen Charme, Drolligkeit und bisweilen pure Absurdität verleiht. 
Während sie in Wahrheit wird völlig überbewertet gar meisterhaft das Netz einer Lügengeschichte spinnt, kreierte sie mit Close-Up! ein munteres Jugendbuch und für alle musikalischen Nostalgieliebhaber greift Heike Abidi (in Zusammenarbeit mit ihrer Kollegin Tanja Janz) in Dancing Queens — Alle Wege führen nach Waterloo (erscheint im April 2014) das Phänomen der Band ABBA auf unterhaltsamste Weise auf.

Mit einem quirligen Potpourri an Figuren, Irrungen und Wirrungen sowie Pointen, die sitzen, wartet Heike Abidi stets auf. Und das Pulver ist noch lang nicht verschossen. Im Gegenteil! 

Bis wir allerdings erneut Zeugen von Heike Abidis bestechend guter Laune und ihren lebhaften Geschichten werden können, sollten wir die Zeit nicht einfach so verstreichen lassen. Daher freut es mich ungemein, die Autorin für einen Kreativplausch gewonnen zu haben. Was sie zu berichten hatte, ist mit Sicherheit nicht weniger aufschlussreich als jeder ihrer Romane. Aber schaut selbst!

Plus: Im Anschluss an den Kreativplausch wird noch eine weitere Kleinigkeit aufgetischt. Für diejenigen unter euch, die einem Dessert nicht abgeneigt sind.



~ Kreativplausch ~


Liebe Heike,

mit dir als Autorin voller Ideen, die stets bombastisch gut einschlagen, heute hier einen Kreativplausch zu führen, ist ein wirkliches Vergnügen für mich. Danke, dass du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst! Immerhin steckst du inmitten einer Reihe bunter Buchprojekte, die dich gut beschäftigen. Die erste Publikation des Jahres kannst du bereits erfolgreich für dich verbuchen, weitere werden 2014 noch folgen. Spannender geht’s doch kaum!

Wie schön, liebe Kora, für einen netten Kreativplausch bin ich doch gerne zu haben!


Seit deiner Kindheit hat dich das Leben als Autorin gelockt. Diese Faszination blieb über Jahre hinweg ungebrochen und heute steckst du mitten in dieser Wunscherfüllung. Wie fühlt sich das an? Und was ist der vermutlich größte Unterschied zwischen einer Heike Abidi, die heute die Leserherzen allen Alters für sich gewinnt, und einer Heike Abidi, die vor zwanzig Jahren schon Romane verfassen wollte?

Als ich noch davon träumte, Autorin zu werden, endete dieses Gedankenspiel an der Stelle, an der sich endlich ein Verlag für eine meiner Ideen begeistert und mir einen Vertrag anbietet. Daran, wie es danach weitergeht, dachte ich damals überhaupt nicht. In meiner Fantasie war „einen Buchvertrag bekommen“ sozusagen das Happy End – heute dagegen ist es die erste Phase eines Projektes. Abgabetermine, Lektoratsrunden, Fahnenkorrekturen und viele weitere Arbeitsschritte haben den einstigen Wunschtraum zu einem völlig normalen Job gemacht. Wobei – nein, das stimmt nicht. Es ist der schönste Job der Welt!


Trotz einer persönlichen Weiterentwicklung dank der verschiedensten Lebenserfahrungen und -phasen hat das kreative Schreiben an sich für dich nach wie vor welche ursprüngliche Bedeutung behalten?

Mir Geschichten auszudenken, war schon immer das, was ich am liebsten mache – weil ich es am besten kann. Dass auch andere Menschen meine Geschichten lieben, ist eine ganz neue Erfahrung für mich gewesen, als ich die ersten Rückmeldungen zu meinem Debütroman bekam. Die Vorstellung, dass meine Bücher bei wildfremden Menschen auf dem Nachttisch liegen, im Regal stehen oder in den Urlaubskoffer gepackt werden, hat meine Perspektive verändert: Ich schreibe nicht mehr nur, weil es mir Spaß macht, sondern damit die Leser Spaß haben.


Der Unterhaltungswert deiner Bücher steht für dich an erster Stelle. Das betonst du nachdrücklich. Dass es dir gelingt, für amüsante Lesestunden zu sorgen, bestätige ich gern. Seit deinem Debüt Zimtzuckerherz, das vor zwei Jahren erschienen ist, gehören deine Geschichten einfach in mein Bücherregal. Welches sind deiner Meinung nach wohl die typischen Symptome eines Menschen, dem es offenbar an guter Unterhaltung mangelt?

Interessant, dass du genau diese Frage stellst, denn in gerade in letzter Zeit denke ich oft darüber nach, warum gute Geschichten offenbar ein menschliches Grundbefürfnis sind.
Wenn ich sage, dass ich vor allem unterhalten will, meine ich damit, dass ich niemanden belehren und auch nicht die Welt verändern, sondern den Lesern ein paar Stunden Lesevergnügen verschaffen will. Zu unterhalten ist also meine Motivation.
Erzählende Literatur bringt aber mehr als nur Spaß: Wer Geschichten liest, trainiert dabei zugleich, sich in andere Menschen, ihre Gedanken, Gefühle hineinzuversetzen, ihre Beweggründe und Reaktionen zu verstehen. Man schaut quasi über den Tellerrand des eigenen Erfahrungshorizontes hinaus.
Um deine Frage zu beantworten: Ich glaube, dass Menschen, denen es an Unterhaltung mangelt, weniger empathisch und auch weniger tolerant sind. Ihre Gedanken kreisen mehr um ihr eigenes Dasein. Dinge, die sie nicht selbst erleben, bleiben für sie vorstellbar.


Womit kann man dich persönlich am wirkungsvollsten unterhalten?

Mit Geschichten, die nicht vorhersehbar sind, sondern allerhand unerwartete Wendungen zu bieten haben. Ob spannend oder humorvoll – ich mag beides. Aber eben mit Überraschungseffekt.


Du bist eine Autorin, deren Werke wahrlich nicht in eine einzige Schublade zu stecken sind. Mal der witzige Roman voller Kuriositäten, mal das Jugendbuch mit Pfiff, mal der Krimi mit Profil. Welches dieser Genres fordert dich als kreativer Kopf weshalb am meisten?

Das kann ich, ehrlich gesagt, gar nicht gewichten. Natürlich ist ein Krimi-Plot komplizierter zu entwickeln, weil die Ebene der chronologischen Ereignisse nur die Basis der Story ist. Erzählt wird eine andere. Es werden Andeutungen gemacht, es gibt Hinweise, die dem Leser einen Wissensvorsprung gegenüber dem Ermittler verschaffen, und umgekehrt. Daraus entsteht die Spannung. Dabei muss man als Autor extrem aufpassen, dass die Sache logisch bleibt.
Aber zu sagen, dass ein Krimi einen deshalb mehr fordert als andere Genres? Nein. Auch humorvolle Bücher sind nicht ohne, denn Menschen zum Lachen zu bringen, ist ein schwieriges Handwerk. Und bei Jugendbüchern besteht die Herausforderung darin, sich in ihre Gedankenwelt zu versetzen und sich auch sprachlich der Zielgruppe anzupassen. Das heißt nicht, dass man sich bei den jungen Lesern mit soganannter Jugendsprache anbiedert, denn das wirkt aufgesetzt und lächerlich. Aber ein Buch für Erwachsene erfordert nun mal einen anderen Stil als ein Bilderbuch. Es gilt jeweils, eine interessante Geschichte auf packende Weise zu erzählen. Auf dreihundert Seiten – oder eben auf zwölf.


So gern sich die Leser unterhalten fühlen, ebenso unterschätzen viele die gehörige Kleinstarbeit, die eben in einer derartigen Leichtfüßigkeit steckt. Welches Gleichnis würdest du all jenen Lesern mit auf den Weg geben, sodass sie sich ein Bild vom Wirken hinter den Kulissen machen können?

Mit dem Stichwort „Kulissen“ lieferst du mir schon das richtige Stichwort: In einem Theater sieht man als Zuschauer auch nur das Endergebniss – die Show auf der Bühne ist Resultat wochenlanger Proben und anderer Arbeiten. Da sind Kostümbildner gefragt, Dramaturgen, Perückenmacher, Visagisten, Beleuchter etc. So ähnlich ist es auch beim Schreiben. Bis ein Buch im Regal steht, sind viele kleine Schritte zu gehen, und daran sind viele Spezialisten beteiligt: Agenten, Lektoren, Korrektoren, Coverdesigner, Setzer, Drucker, Marketingleute, Vertreter, Buchhändler und viele mehr. Auch für mich als Autorin ist die Arbeit nicht vorbei, wenn ich das Wort „Ende“ unter ein Manuskript gesetzt habe.


In deinen Büchern gelingt es dir immer wieder aufs Neue, Klischeehaftigkeiten unseres Lebens in ein herrlich treffendes Licht zu rücken. Welches sind die typischen Klischees gegenüber Schriftstellern, denen du bisher begegnet bist? Welches davon erfüllst du selbst nur zu gut und von welchem bist du eher meilenweit entfernt?

Es gibt typische Schriftsteller-Klischees? Nie davon gehört …
Aber Scherz beiseite: Ich nehme an, du spielst auf Dinge wie Scheibblockaden an, denen man mit Bergen von Schokolade zu Leibe rückt, auf immer wieder überschrittene Abgabetermine und eine gewisse vergeistigte Ausstrahlung. Diese Klischees treffen auf mich eher nicht zu. Ich plane meine Projekte gut durch, sodass es zu Situationen, in denen ich selbst nicht weiß, wie die Geschichte weitergehen soll, gar nicht kommen kann. Außerdem rechne ich mir auch immer genau aus, wie viele Tage ich bis zu einem Abgabetermin habe und wie viele Seiten ich durchschnittlich am Tag schreiben muss, damit ich das schaffe. Bisher war ich immer vor dem Termin fertig.
Was dagegen voll auf mich zutrifft, ist das Klischee der ewigen Unsicherheit, ob das Geschriebene auch wirklich gut ist. Das liegt einfach daran, dass ich ja beim Schreiben schon weiß, wie es ausgehen wird und was als Nächstes kommt. Ob eine Wendung die Leser überrascht, ob etwas spannend ist bis zum Schluss und ob eine Szene wirklich komisch wirkt, kann ich selbst am allerwenigsten beurteilen. Deshalb bin ich immer voller Zweifel, bis das Feedback meiner Testleser kommt.


In deinem Krimi Süß ist der Tod, den du im Übrigen unter dem Pseudonym Emma Conrad geschrieben hast, ist die Verbundenheit zur Pfalz nicht zu verkennen. Worin steckt der größte Charme dieser Region? Welche Unternehmung, welches Ausflugsziel und/oder welche Delikatesse kann die Reiseleiterin Heike Abidi Auswärtigen uneingeschränkt empfehlen?

Die meisten Leute assoziieren mit „Pfalz“ vor allem die Weinstraße oder den Pfälzerwald. Ich persönlich mag eher das raue Hügelland der Nordwestpfalz, so wie ich es auch in meinem Krimi beschreibe. Ich liebe die weite Sicht auf den Flickenteppich aus Wiesen, Feldern und rötlichem Ackerboden.
Ausflugsziele gibt es so viele, dass ich gar nicht weiß, wo anfangen. Vielleicht mit einem eher überraschenden Tipp: Mitten in Kaiserslautern liegt der größte japanische Garten Europas.
Bei der Frage nach den Delikatessen fällt die Antwort natürlich umso leichter: Pfälzer Wein wird zu Recht immer beliebter.


Die Nähe zu deinen Lesern hältst du stets aufrecht. Sei es mithilfe von virtuell durchgeführten Leserunden, für die du bereitstehst, oder Lesungen vor und mit Livepublikum. Was zeichnet diese Kontakte für dich aus? Hast du eine Traumkulisse für eine Buchlesung? Wohin würde es für dich und deine Fans gehen?

Wie gesagt: Ich schreibe nicht, um mich irgendwie selbst zu verwirklichen, sondern um die Leser zu unterhalten. Ob mir das gelingt, erfahre ich natürlich nur von den Lesern selbst. Ich finde Leserunden eine tolle Sache, weil man dabei ganz intensiv mit den Lesern diskutiert und im Detail erfährt, was sie mögen und was weniger. Ich lerne dabei, was ihre Liebligsstellen sind und warum, welche Figuren sie mögen und welche nicht, ob sie gelacht oder mitgefiebert haben.
Zwar geben auch meine Agentin, die Lektorinnen und meine Testleser Rückmeldungen, aber trotzdem fühlen sich die Leserunden an wie ein erster Schwimmversuch im Tiefen ohne Schwimmflügel … Gleichzeitig motiviert mich das Feedback der Leser, wenn es – wie das bisher meistens der Fall war – positiv ausfällt. Auch der Applaus des Publikums bei Lesungen und das angeregte Gespräch mit den Zuhörern ist immer wieder eine tolle Erfahrung. Eine Traumkulisse dafür habe ich eigentlich nicht. Es kommt gar nicht so sehr auf den Ort an, sondern vielmehr auf die Atmosphäre.


Als Werbetexterin hast du einen Blick und ein Gespür für das, was die Aufmerksamkeit und das Interesse der Menschen einfängt. Was, denkst du, sind wirklich gelungene Initiativen und Instrumente, die in der Zeit einer medialen Reizüberflutung dazu anhalten, zu einem Buch zu greifen?

Wenn ich die ultimative Methode kennen würde, wie man ein Buch so bewirbt, dass es alle haben wollen, dann hätte ich längst einen Bestseller gelandet ... Ob sich ein Buch gut verkauft, hat mit vielen Dingen zu tun. Nicht nur damit, dass es gut geschrieben ist, sondern auch mit ganz praktischen Faktoren, zum Beispiel der Frage, ob es im Buchhandel zu finden ist und wie es dort platziert wird. Auch ein interessanter Titel und ein attraktives Cover sind wichtig.
Als Autorin kann ich nur ganz begrenzt zum Verkaufserfolg eines Buches beitragen, etwa durch meine Website und meinen Facebook-Auftritt, Lesungen oder Kontakt zu Multiplikatoren. Natürlich ist die Erfahrung aus meinem Job als Werbetexterin da nicht gerade hinderlich. Noch mehr hilft sie mir aber beim Schreiben. Denn durch das Werbetexten bin ich es gewohnt, nicht für mich sondern für eine Zielgruppe zu schreiben, die Leser also immer im Hinterkopf zu haben, und so zu formulieren, dass sie meine Texte gerne lesen.
Eine gewisse Reizüberflutung erlebe ich vor allem auf der Buchmesse, wenn man die Unmengen von Neuerscheinungen sieht und sich selbst mit seinen Büchern auf einmal ganz klein fühlt ...


Jetzt stell dir vor, du recherchierst für dein nächstes Buch. Und zwar undercover. Welchen Deckmantel würdest du am liebsten einmal überwerfen und wohin würde es dich damit verschlagen?

Für das nächste Buch, das erscheint, hätte ich am liebsten in Stockholm recherchiert – und zwar in einem schrill-bunten ABBA-Outfit. Leider hat die Zeit für eine Recherchereise nicht gereicht, meine Hälfte des Manuskripts von „Dancing Queens – Alle Wege führen nach Waterloo“ entstand ohne Schweden-Trip.
Wenn so ein Deckmäntelchen mich wirklich überall hinbringen könnte, wo ich hinwill, dürfte es mich für das nächste Schreibprojekt sehr gerne ins Berlin der goldenen Zwanziger bringen.


Wenn du schließlich von deiner vielversprechenden Geheimmission zurückgekehrt bist, wie sieht die perfekte Belohnung nach all der Aufregung rund um diesen Einsatz auf? Wobei schaltest du unwillkürlich in den Entspannungsmodus?

Beim Lesen! Ich würde mir ein langes Lesewochenende gönnen. Das ist für mich Entspannung pur. Im Urlaub lese ich auch immer mehrere Bücher und schreibe wirklich kein Wort, nicht mal einen Einkaufszettel. Der einzige Nachteil, den mal als Autor hat, ist der, dass einem zu wenig Lesezeit bleibt. Denn schreiben und lesen, das funktioniert leider nicht gleichzeitig.


Mission Kreativplausch erfolgreich beendet. Mir bleibt jetzt nur noch, herzlich danke zu sagen für diesen fabelhaften Austausch mit dir! Das war beste Unterhaltung à la Heike Abidi. Es hat mich gefreut. Und sei gewiss, wir werden alle die Augen offen halten, denn dein nächster Coup lässt schließlich nicht mehr lang auf sich warten – bei dem Elan, den du an den Tag legst. Wir bleiben gespannt!

Ich danke dir – für die Einladung und die interessanten Fragen!




~ Gewinnspiel ~


Als besonderes Schmankerl gibt es nun im Rahmens des Kreativplauschs mit 
Heike Abidi ein Exemplar ihres aktuellen Krimis Süß ist der Tod zu gewinnen*.





Um euch euren Platz im Lostopf zu sichern, beantwortet bis einschließlich zum 
09. März 2014 folgende kleine Frage im Kommentarfeld unter dem Blogbeitrag:

Für Heike Abidi sind Weinspezialitäten unmittelbar mit der Pfalz verbunden. 

Welche Delikatesse eurer Heimatregion bzw. welches Hausmannsrezept 
hat es euch besonders angetan?

Der Gewinner wird nach der Auslosung hier auf dem Blog bekanntgegeben 
und hat anschließend eine Woche Zeit, sich samt Anschrift bei
mail.at.creativity.first@gmail.com zu melden.

(Sollte dies nicht geschehen, erfolgt eine Neuauslosung.)

Herzlichen Dank auch dem Gmeiner Verlag für die Unterstützung dieser Verlosung!


Viel Erfolg jedem Teilnehmenden!




* Kleingedrucktes:

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner/die Gewinnerin wird offiziell hier auf dem Blog bekanntgegeben und hat im Anschluss sieben Tage Zeit, sich zu melden. Sollte diese Frist überschritten werden, erfolgt eine Neuauslosung. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Eure Adresse wird zu keinem anderen Zweck verwendet als dem Versand des Gewinns. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben. Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein, um an der Verlosung teilnehmen zu können, andernfalls benötige ich eine Einverständniserklärung eurer Eltern per E-Mail. Gewinne werden ausschließlich an Adressen in Deutschland, Österreich und die Schweiz verschickt. Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr nicht zwangsläufig Abonnenten meines Blogs sein, jedoch wünsche ich mir ein ehrliches Interesse an dem Buch.