"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
Posts mit dem Label Coppenrath Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Coppenrath Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 12. April 2016

[Rezension] Dancing Girls, Band 1 (Heike Abidi)

Heike Abidi: Dancing Girls — Charlotte hat den Dreh raus (Band 1) 

Da ich bekanntermaßen nicht nur Fan des Tanzsports bin, sondern auch immer wieder gern in die Geschichten von Heike Abidi eintauche, war ich natürlich gespannt darauf, welchen Ton sie in ihrem neusten Coup anschlagen würde. Wie groß wird wohl der Schritt von den Dancing Girls zu den Dancing Queens sein? 

Wenn das Buchcover einen Vorgeschmack auf die Erzählung im Inneren gibt, dann dürfte uns Leser eine quietschfidele und durchaus niedliche Geschichte bei bester Laune halten...

Ein Dankeschön an den Coppenrath Verlag für die Zustellung dieser vergnüglichen Überraschungspost!

Cover: Coppenrath Verlag


~ Rezension ~

Mach das Leben zu deiner Bühne!

Charlotte liebt das Tanzen. Ein Leben ohne ihre klackernden Steppschuhe kann sie sich gar nicht mehr vorstellen. Daher freut sie sich unbändig auf die Projektwoche vor den Sommerferien. Denn in dem von ihr gewählten Tanzworkshop wird sie von früh bis abends ihrer Leidenschaft nachkommen können. Aber kaum trifft Charlotte am Montagmorgen auf die anderen tanzbegeisterten Teilnehmerinnen und Frau Siegfried, die Tanzlehrerin, trübt sich die große Freude schlagartig. Es gibt da nämlich eine Herausforderung, mit der Charlotte nicht im Traum gerechnet hätte. Und als wäre das nicht genug, hängt auch noch dieser blöde Streit mit ihrer besten Freundin Fiona bedrohlich in der Luft.

Dancing Girls — Charlotte hat den Dreh raus von Heike Abidi ist der Auftakt einer quirligen Kinderbuchreihe, die mit der Verbundenheit zum Tanzen zu begeistern weiß.

Charlotte, Emily, Ida und Yasmin verkörpern vier Charaktere, die auf den ersten Blick durchaus recht verschieden sind. Genauso wie ihre bevorzugten Tanzstile: Stepptanz, Hip-Hop, Ballett und Bauchtanz. Aber Heike Abidi lädt ihre jungen Leser dazu ein, sich während der Projektwoche der Mädchen auf ein kleines Experiment einzulassen, das unter ebenjene Oberfläche blickt. Lassen sich anfängliche Skepsis und Ernüchterung in puren Elan und ein gemeinsames Ziel verwandeln?

Für Leser(innen) ab 8 Jahren hat die Autorin eine liebenswerte Geschichte kreiert, deren innere Werte überzeugen. Entschlossenheit, Ideenreichtum und Loyalität werden großgeschrieben. Nichtsdestotrotz schaffen typische Unpässlichkeiten, die durch Kinderaugen betrachtet werden, einen Gegenpol, der Identifikation bietet. Damit tritt Heike Abidi perfekt als verständnisvolle Unterhalterin auf.

Die feine und mit kleinen Pirouetten angereicherte Handlung wird durch die Illustrationen Lisa Hänschs zudem auf anschauliche Weise hübsch aufgelockert. Genau richtig für das junge Leserpublikum.

Applaus für eine aufgeweckte Geschichte, die den Teamgeist kitzelt und mit ihrer Euphorie fürs Tanzen ansteckt. Auf den Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen den Dancing Girls und ihren lesenden Fans!

F★ZIT: Dynamisch. Vertraut. Ehrlich.


Dienstag, 23. Februar 2016

[Buchpost] Rockende Steppschuhe im Rampenlicht

So unterschiedlich mein neuster literarischer Nachschub auch sein mag — Kinderbuch versus Jugendbuch, aus der Feder einer erfahrenen Autorin stammend versus Debütroman, deutschsprachig versus englische Originalausgabe —, so verbindet Heike Abidis Dancing Girls (Band 1) und Pop  Girl von Tallia Storm doch ganz offensichtlich ein wesentlicher Baustein: die Liebe der aufgeweckten, talentierten Protagonistinnen zur Bühne.

Ich bin, auch abseits der Buchdeckel, Fan von guter Musik UND des Tanzens. Denn beide Elemente transportieren schlicht und ergreifend Bedeutungsvolles und Berührendes. Zwei absolut perfekte Gründe von so einigen, mich nun schon bald Pirouetten drehend und Karaoke singend meiner neusten Lektüre zu widmen.


Dienstag, 25. November 2014

[Rezenison] Und immer wieder Weihnachten (Heike Abidi)

Heike Abidi: Und immer wieder Weihnachten 

Gerade in der Zeit vor Weihnachten ist der Wunsch, die Welt noch einmal mit Kinderaugen zu sehen, gar nicht so ungewöhnlich. Autorin Heike Abidi bietet mit ihrem ersten (und alle Generationen ansprechenden) Kinderbuch nun sozusagen eine ideale Steilvorlage für diesen Punkt auf dem Wunschzettel. 

Einen herzlichen Dank möchte ich dem Coppenrath Verlag aussprechen, der mir dieses Buch samt Marzipanpraline als vorweihnachtliche Überraschung zugeschickt hat.

Cover: Coppenrath Verlag


~ Rezension ~

Der kleine große Zauber der Weihnacht

Noelle ist voller Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres: das Weihnachtsfest. Gebackene Plätzchen, Tannenduft und gute Laune beim Spieleabend mit der ganzen Familie verheißen festliche Stimmung. Doch statt Jubel, Trubel, Heiterkeit herrscht angespannte Hektik und dicke Luft im Hause Engel. Niemandem scheint ein fröhliches Weihnachten so am Herzen zu liegen wie Noelle. Als Niclas dann auch noch vergessen hat, das Geschenk für Mama und Papa zu besorgen, ist das Unheil perfekt. Dann trifft Noelle auf dem Weihnachtsmarkt allerdings einen freundlichen Bettler, der ihr im Gegenzug zu ihrer Aufmerksamkeit ein sehr besonderes Geschenk macht. Als Noelle am nächsten Tag aufwacht, traut sie ihren Augen kaum ...

Mit ihrem Kinderbuch Und immer wieder Weihnachten teilt Heike Abidi weihnachtliche Vorfreuden und vermittelt dabei nicht minder eine aufrichtige menschliche Wertigkeit.

Mithilfe von Noelle, der aufgeweckten Protagonistin dieser Geschichte, gelingt es der Autorin die wahren kleinen (und großen) Freuden der Weihnachtszeit mit Kinderaugen zu sehen. Eine Sichtweise, die zum einen entzückt, zum anderen auch die den Kinderschuhen Entwachsenen daran erinnert, dass uns Pflichtgefühl und eng gefasste Grenzen nicht immer guttun.

Heike Abidi hat eine niedliche Zeitschleifen-Geschichte verfasst, die neben den irdischen Charakteren einen ganz eigene Geist der Weihnacht, in Gestalt des Bettlers Balthasar, zum Leben erweckt. Den (jungen) Lesern wird an der Seite von Noelle auf diese Weise gezeigt, wie wichtig Einfühlungsvermögen, Wohltätigkeit und Fantasie, die von Herzen kommen, sind. 
Der zwischen den Zeilen mitschwingende kindliche Unmut über eine Welt voller Muss- und Soll-Intentionen regt dabei zum Innehalten und Überdenken eigener Prioritäten an. Eine bedeutsame Botschaft und eine durchaus berechtigte Aufforderung, welche hübsch verpackt an uns herangetragen werden. Ein Grundtenor, den ich als überaus positiv erachte. Darüber hinaus glitzert nicht nur das Cover, sondern ebenso eine liebevoll eingestreute Originalität zwischen den Buchdeckeln. Allein die Namensgebung der Figuren lässt erahnen, wie sehr Familie Engel dem Fest der Feste verbunden ist.

Noelles Geschichte wird in einer altersgerechten Verständlichkeit beschwingt erzählt und eignet sich daher nicht nur zum Vorlesen, sondern gleichermaßen zum Selbstlesen für Kinder ab acht Jahren.
Ergänzt werden die Zeilen Heike Abidis durch eine Reihe farbenfroher, an Cartoons erinnernde Illustrationen, die Stefanie Jeschke gestaltet hat. 

Insgesamt eine warmherzige Weihnachtsgeschichte für die ganze Familie, die unterstreicht, dass Zwischenmenschlichkeit und Zeit nach wie vor und vor allem im Zeitalter materieller Großzügigkeit die weitaus wertvolleren Geschenke sind.

F★ZIT: Fein. Schlicht. Wundersam.


Montag, 14. Juli 2014

[Rezension] Marrakesh Nights (Heike Abidi)

Heike Abidi: Marrakesh Nights 

Allein das markante Cover des neusten Buchs von Heike Abidi zieht die Blicke magisch an und lädt unverzüglich zu einem kühlen Glas Granatapfellimonade ein. Ein Hingucker reinster Prägung.
Die Ornamente und Sterne des Buchdeckels werden dann auch adäquat und im übertragenen Sinne in den Zeilen dieses Jugendbuchs aufgegriffen und verzieren Momente, die es durchaus in sich haben. 

Ein Dankeschön an Heike Abidi sowie den Coppenrath Verlag für das Zusenden eines Rezensionsexemplars!


~ Rezension ~

Ein Sommer im Gewand von 1001 Nacht

Die Sommerferien stehen vor der Tür und versprechen für Leonie einiges in petto zu haben. Denn unverhofft wird sie von ihrem Schwarm Daniel gefragt, ob sie mit nach Spanien reisen möchte. Ein Traum so nah. Doch dann machen ihre Eltern Leonie einen gehörigen Strich durch die Rechnung, indem sie jene ausgemachte Partysause nicht dulden. Warum kann sie nicht nur schon volljährig sein? Es kommt allerdings noch schlimmer. Denn als Alternative bieten sie Leonie einen Flug nach Marokko, wo sie die liebe Verwandtschaft besuchen darf. Ein Albtraum. Dann springt jedoch Leonies beste Freundin Maja als begeisterte Reisebegleitung ein. Wenigstens eine kleine Besänftigung. Bis, ja, bis die Mädchen bei ihrer Ankunft im zauberhaften Marokko ausgerechnet von Jamil, Leonies streitlustigem Cousin, in Empfang genommen werden.

Heike Abidis Marrakesh Nights ist die wohlklingende Einladung, sich in ein eigenes modernes Aladdin-Outfit zu hüllen und auf diese Weise ein paar vergnügliche Lesestunden zu verbringen. Ein Jugendbuch wie eine Wunderlampe — es macht neugierig.

Die Kulisse für eine Geschichte, die voller Bilderbuchdetails steckt, hätte nicht hübscher gewählt sein können: Marokko. Eine Reiseziel, das fasziniert und ebenso desillusioniert. Protagonistin Leonie darf genau dies erleben. Und mit ihr die (vorwiegend jungen) Leser.

Die Figuren, welche die Autorin auf Reisen nach Nordafrika schickt, stecken voller Lebhaftigkeit und Kontraste. Eine total verliebte und in vielen Lebenslagen äußerst rosarot bebrillt wirkende Leonie, eine geerdete und liebenswerte Maja oder ein zielstrebiger Alleswisser Jamil treffen hierbei aufeinander. Nicht zu vergessen Daniel, der Beau der Schule und Leonies Traumprinz. Eine Konstellation, die sowohl für geheimnisvolles Knistern als auch für dunkles Donnergrollen sorgt.

Wenngleich der Handlungsverlauf in gewisser Weise abzuschätzen ist und vor allem Leonies Naivität in meinen Augen manchmal schon überdurchschnittlich heraussticht, bleiben ein, zwei Überraschungsmomente nicht aus.

Als besonderes Highlight überzeugte mich während des Lesens die von A wie Atlasgebirge bis Z wie Zimtgebäck stimmig ausgefeilten Accessoires, mit denen Heike Abidi ihre Geschichte reichhaltig und authentisch ausgeschmückt hat. Immer wieder zaubert die Autorin damit  eine hübsche Wunderlampen-Atmosphäre und bleibt ihrem bildhaften Erzählstil treu.
Auch gefiel mir die stete Gegenüberstellung von Weltbildern, welche die arabische Welt vermittelt. Auf der einen Seite wird mit Charme bestochen, auf der anderen Seite werden Augen geöffnet — und all das im Kontext eines Jugendbuchs, dessen Ferienstimmung einnimmt.

Im Gesamtblick ein Werk, das mal unbeschwert und quirlig bunt, mal realistisch rau daherkommt. Darüber hinaus führt Heike Abidi als Reiseleiterin ihre Leser an Orte, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Marrakesch als Perle des Südens erwartet uns.

F★ZIT: Unterhaltend. Aufgeweckt. Schimmernd.


Montag, 30. Juni 2014

[Buchpost] Unterwegs gen Marrakesh

Kürzlich erreichte mich aus dem Hause Coppenrath eine leuchtende Lese-Einladung à la 1001 Nacht. Denn die Autorin Heike Abidi, deren Werke mich bisher stets für sich gewinnen konnten, hat ihr neustes Jugendbuch veröffentlicht. 

Mit der Nase in Marrakesh Nights geht's für mich nun also Richtung Marokko, wo ein Sommer voll von Zauber und Überraschung wartet. Bessere Argumente braucht es gar nicht. Mit der Wunderlampe unterm Arm lass ich mir das nicht zweimal sagen. Bin dabei!