"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}
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Dienstag, 10. März 2015

[Buchpost] Wenn schon Göre, dann Lesegöre.

In den vergangenen Tagen erreichte mich hübsch bunte Buchpost aus zweierlei Richtungen. Ich bin entzückt und möchte DANKE sagen!

Zum einen hat mit Autorin Constanze Budde eines ihrer Werke, nämlich Streetex — Nach vorn, zukommen lassen. An das Buch angelehnte Goodies inklusive. Ich bin gespannt auf jugendliche Schicksalshaftigkeit und eine Menge Musik.

Zum anderen flatterte mir ein Briefumschlag von text & argumente ins Haus, in dem sich Jungbloggerin Emely von den Lesegören (aus der Feder Bianka Minte-Königs) an mich wendet und mir das quirlig-pfiffige Lesegören Magazin ans Herz legt. Fröhliche Lektüre, die besonders gemacht ist für alle aufgeweckten, das Leben und ihre Talente entdeckenden "Lesegören" ab 10 Jahren. Leseproben, DIY-Ideen und Rezepte zum Ausprobieren sorgen für Abwechslung und gute Laune. Definitiv ein Schmankerl für Mädchen, die vieles erleben und dabei eine Portion Spaß haben wollen.


Freitag, 25. Januar 2013

[Rezension] Die Chroniken der Seelenträger (1) (E. Snyder)

E. Snyder: Die Chroniken der Seelenträger (Band 1): Der Wächter 

Spätestens seit "Harry Potter" bin ich immenser Fan magischer Fantasyerzählungen. Da trifft es sich doch bestens, dass die deutsche Autorin E. Snyder im Jahr 2012 ihr Debüt genau in jenem Genre gab. Ihr könnt euch nun vielleicht vorstellen, wie sehr es mich gefreut hat, als sie mir auf meine Anfrage nach einem Rezensionsexemplar umgehend eine richtig nette Zusage gemacht hat. Genial!
Ich hatte nur eine sehr geringe Ahnung, was mich erwarten könnte, sodass ich mich voller Kribbeln dem Lesen dieses Buches widmete. Die Geschichte umgibt, wie bereits durch das Cover angedeutet, eine sehr eigene wohlige Aura. Dieses Resümee kann ich vorab schon einmal kundtun.
Vielen Dank, liebe E. Snyder, für ein leuchtendes und beflügelndes Leseerlebnis!


~ Rezension ~

Eine Welt aus Licht und Schatten

Als Teenager ist das Leben nicht immer ein Zuckerschlecken, das spürt Jenny am eigenen Leib. Auch wenn sie aufgeschlossen und quirlig ist, so machen ihr ein vorlautes Mundwerk sowie eine verzehrende Sehnsucht nach ihrem Schwarm Rene nicht selten einen Strich durch die Rechnung. Immer wieder gerät sie mit Mitschülern, Lehrern und sogar ihrer eigenen Familie aneinander. Doch als ob diese Bürde nicht genug wäre, leidet sie neuerdings unter hämmernden Kopfschmerzen, beängstigend realistischen Träumen und merkwürdigen Sinnestäuschungen. Das ist weder gesund noch plausibel. Als Jenny eines Tages Konrad, der neu an der Schule ist, über den Weg läuft, beginnt ihr Weltbild zu bröckeln und eine ungeahnte atemberaubende Metamorphose nimmt ihren Lauf.

Mit der Publikation von Die Chroniken der Seelenträger: Der Wächter gelingt der Autorin E. Snyder ein Debüt im Genre der Fantasyliteratur, das sich zum einen mehr als sehen lassen kann und zum anderen die Neugier auf eine pompöse Reihe schürt.

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Stück Lektüre, das wie für (jugendliche) Fantasyfans gemacht ist. Denn sowohl der Handlungsverlauf, der stimmig Irdisches mit übersinnlichen Fähigkeiten verbindet, als auch die Gestaltung der Charaktere und die Rhetorik des Buches sind, so habe ich es durchweg empfunden, besonders auf junge Leser zugeschnitten.

E. Snyder verknüpft klassische Elemente des Fantasievollen mit einer erfrischenden Individualität und komplexen Ideen. Sie schafft damit eine eigene schillernde Inszenierung. Dabei treffen himmlisches Jauchzen auf ernste Beklommenheit, jugendliche Naivität auf erwachsene Ernsthaftigkeit und hauchzarte Magie auf gefährliche Explosivität.

Die Charaktere zeigen sich in vielen Facetten, bei denen die Eindeutigkeit zwischen Gut und Böse verschwimmt. Liebevoll gestaltet E. Snyder ihr ungewöhnliches Ensemble an Figuren aus, wobei Gefühle ebenso eine Rolle spielen wie Rationalität und Mysterium.
Die Protagonistin wird als clevere, aber ebenso ungestüme Persönlichkeit gezeigt, deren Entwicklung eine Wandlung vollzieht, die für die Fortsetzung der Reihe einiges erwarten lassen kann. Und trotz dem oder gerade weil ich mich ihr (noch) nicht gänzlich verbunden fühle, bin ich auf Jennys zukünftige Abenteuer und den damit einhergehenden Werdegang mehr als gespannt.

Die von der Autorin kreierte Welt der auserwählten Seelenträger kombiniert das Fingerspitzengefühl für (zwischen-) menschliche Emotionen mit einem messerscharfen Kampf, dessen Ausgang Ungewissheit und Hoffnung miteinander vereint.

Mit zunehmender Handlung fühlte ich mich dem Buch immer stärker zugewandt, sodass das offene und verhältnismäßig flott herbeigeführte Ende für Neugier und Spannung sorgt sowie den idealen Ansatzpunkt für eine Weiterführung gibt.

Mittels eines rasch erfassbaren und ebenso schnell einnehmenden Erzählstils findet der Leser ohne Probleme den Zugang zur Geschichte. Dabei wechseln sich knifflige und fortgeschrittene Beschreibungen mit schlaksiger Jugendsprache ab. Nur eines der Stilmittel, die für reichlich Zündstoff sorgen.

Als besonders gelungen empfand ich die präsentierten Kontraste: das Federleichte, das Unglaubliche, das Verletzliche auf der einen Seite; das Impulsive, das Unberechenbare, das Effektvolle auf der anderen Seite.

Der Wächter gibt ohne Zweifel die Steilvorlage für eine tosende Fantasyreihe, die neue strahlende Welten voller magischer Momente, starker Seelenverbundenheit und knirschender Katastrophen offeriert.


F★ZIT: Ereignisreich. Verheißungsvoll. Flirrend.

 

Dienstag, 8. Januar 2013

[Rezension] ... und der Preis ist dein Leben (III) (C.M. Singer)

C. M. Singer: … und der Preis ist dein Leben (Band 3): Dunkle Bestimmung 

Nach Teil 1 und Teil 2 der "... und der Preis ist dein Leben"-Reihe MUSSTE ich natürlich auch den alles entscheidenden dritten Band lesen. Und das ziemlich bald! Allerdings war mit der Vorfreude auch ein wenig Wehmut verbunden. Nicht, weil ich an der Überzeugungskraft des letzten Teils zweifelte, nein, ganz und gar nicht, sondern weil es eben vorerst der letzte Teil sein würde, der mich auf magische Weise nach London einladen sollte.
Mein Resümee fällt daher noch einmal trommelwirbelnd großartig aus! Eben derart fabelhaft, dass ich mit gutem Gewissen feststellen kann, dass diese Trilogie sich direkt hinter meinem Maß aller Dinge "Harry Potter" einreihen darf. 
C. M. Singer hat es geschafft, mich in Windeseile zu beGEISTERn. Dies vor allem mit ihrer wunderbar sensiblen und dennoch messerscharf brisanten Art Geschichten zu erzählen.  Ein Vermögen, das bei Weitem nicht allen Autoren in dieser Prägnanz vergönnt ist. Absolut und ohne Zweifel meine zweitliebste Buchreihe aller Zeiten!!! DANKESCH❤N dafür!


~ Rezension ~

Rien ne va plus?!

Nachdem Liz sich – ihrem berstenden Herzen zum Trotz – entschieden hat, Danny gehen zu lassen, sind das Entsetzen und die Enttäuschung seitens ihrer Freunde riesig. Ihre Wege scheinen sich zu trennen.
Doch dann kommt es zu einer unerwarteten Wendung, die niemand für möglich gehalten hat. Die mysteriöse Mordserie rückt in ein vollkommen ungeahntes Licht, als sich durch einen Zufall der gesamte Komplott in einem neuen skrupellosen Gewand offenbart. Wieder trifft Liz, die zwischen blanker Verzweiflung und irrationaler Hoffnung schwankt, eine Entscheidung, die eine endgültige Konsequenz in sich birgt.

Dieser Teil, … und der Preis ist dein Leben: Dunkle Bestimmung (in der Neuauflage als Soulbound), setzt der einzigartigen Trilogie C.M. Singers die Krone auf. Den Leser erwartet ein Showdown, dessen Spannungsbogen und Überraschungsmoment kaum nachzuahmen sind.

„Aller guten Dinge sind drei“ heißt es so schön. Doch im Falle dieses Werkes wird dieser schlichten Aussage wahre Konsistenz verliehen.
Besonders begeisterte mich erneut sie unsagbar starke und mannigfaltige Woge an Emotionen, die sich dem Leser offenbart. Der Autorin gelingt es scheinbar spielerisch, die Bandbreite der tiefsten Tränentäler auf der einen Seite sowie die himmlischsten Höhen auf der anderen Seite miteinander zu verflechten. Die zwischen den Zeilen pulsierende Intensität an Wortgewandtheit, Detailtreue und Gefühlstiefe überträgt sich wie von Geisterhand auf den Leser. Danny muss demnach seine Finger im Spiel haben!

Auf dem Weg zum großen Finale bewahrheiten sich frühere Andeutungen gleichermaßen wie sich komplett überraschende Tendenzen eröffnen. Auf diese Weise festigten sich zum einen gewisse Vorahnungen meinerseits, zum anderen brachte mich der Fortgang der Handlung zum Staunen.

Für meinen Geschmack verbindet C. M. Singer menschliche Wünsche und Rationalität perfekt mit überirdischen Impulsen und Überschwang. Das Ensemble an ausgestalteten Charakteren – vom personifizierten Besessenen bis zum loyalen Freund über den Tod hinaus – unterstreicht ebendieses Miteinander mehr als anschaulich. Ein willkommenes Augenmerk liegt in diesem Band auch auf den sympathischen Nebenfiguren, welche sich als starke Helden im Hintergrund zeigen.

Hinzu kommt die bildhafte Eloquenz, die das gesamte Geschehen zu mehr als einen guten Roman macht. Sowohl seichtes Plätschern als auch tosende Böen tragen ihren Teil zum Feuerwerk der Worte bei.
Auch rückt das Paranormale mehr in Mittelpunkt denn je, wodurch ein Schleier aus überliefertem Brauchtum und sprühender Fantasie seitens der Autorin die Seiten des Buches einhüllen.

Dass Leidenschaft auch Leiden schafft und dennoch Ketten sprengen kann, beweisen Liz und Danny. Eine klassische Liebe-auf-den-zweiten-Blick-Geschichte erstrahlt in einem magischen Licht, das erahnen lässt, wie viel Unbegreifliches es zwischen Himmel und Erde geben mag.  
Das große Finale dieser grandiosen Reihe entspricht einer exquisiten Komposition aus Tragischem und Hoffnungsvollem, aus Möglichem und Unmöglichem, aus Hauchzartem und Bärenstarkem. 

Um es auf den Punkt zu bringen: Ein intensiver Paukenschlag, dessen Flirren noch sehr lange nachhallt und schlicht und ergreifend nach mehr verlangt!!!

F★ZIT: Außergewöhnlich. Fesselnd. Entwaffnend.