"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Freitag, 14. Juni 2013

100 (Jugend-) Bücher, die man gelesen haben sollte

Seit einiger Zeit unterhält eine dieser kunterbunten "Must-Read"-Listen, der ich mich nun ebenso wenig entziehen konnte,  uns Buchblogger. Dabei handelt es sich um die Empfehlung der 100 Jugendbücher, die man gelesen haben sollte. Da Jugendliteratur ein Genre ist, dem ich mich sehr zugetan fühle und ich es spannend und darüber hinaus sinnvoll finde, uns (heranwachsenden) Bücherwürmern auf diese Weise zu demonstrieren, wie vielseitig und unendlich die Welt der Literatur ist, konnte ich mich jener Aufzählung keinesfalls erwehren. Punkt. Ausrufezeichen!

Es folgen nun die unbedingt und dringendst zu lesenden Kandidaten [dabei entspricht die Reihenfolge von 1 bis 100 der allgemeinen Lesepriorität]. Dabei habe ich diejenigen, die ich bereits gelesen hab, mit einem hypnotisierend-zweifarbigen Herz - entsprechend dem Bann, in den sie mich gezogen haben - und jene, die ich in (naher) Zukunft noch für mich entdecken möchte, mit einem Schlüsselloch-Herzen - ich möchte sie sozusagen noch für mich erschließen - versehen. 



100 Jugendbücher, die man gelesen haben sollte:









Wie steht's um euch? Welches sind eure bisherigen Favoriten und welche Werke laden euch jetzt vielleicht erst recht ein, nun doch euer Bücherherz zu erobern?


Mittwoch, 12. Juni 2013

[Rezension] Abzählen (Tamta Melaschwili)

Tamta Melaschwili: Abzählen

Als mir seitens des Unionsverlages freundlicherweise angeboten wurde, dieses Buch zu lesen - vielen Dank dafür -, überlegte ich nicht lange. Denn ich war der Meinung, dass ein Roman mit derart viel Bewusstsein fürs reale Leben absolut einen bleibenden Eindruck hinterlassen könne. 
Mit dem Wissen im Hinterkopf, wie nah die Autorin selbst dem im Buch geschilderten Schicksal gekommen ist, wirken die Leseeindrücke umso intensiver. Das ist unbestreitbar!


~ Rezension ~

Furchtlos in der Zeit der Furcht

Es herrscht Krieg in Georgien. Hilflosigkeit, Resignation und Leid umgeben die Freundinnen Zknapi und Ninzo. Doch inmitten all des Elends trotzen die beiden Teenager mutig den Widrigkeiten, stehen für das Wohl ihrer Familien ein und riskieren dabei nicht wenig. Längst fühlen sich die Mädchen nicht mehr als Kinder. Umgeben von Mittelllosigkeit, Krankheit und eiskalten Waffen beweisen sie, dass Einfallsreichtum und Tapferkeit nicht nur den Männern vorbehalten ist. Teils gewieft, teils übermütig stellen sich Zknapi und Ninzo nicht nur dem traurigen Verdruss des Krieges, sondern gleichermaßen den ganz alltäglichen Konflikten des Erwachsenwerdens.

Für ihren intensiven Debütroman Abzählen wurde Tamta Melaschwili in ihrer Heimat mehrfach ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine bittersüße Geschichte, die von autobiographischen Erfahrungen geprägt wurde.

Die Autorin beweist Fingerspitzengefühl und gibt den filigranen Facetten einer vom Schicksal gebeutelten Gesellschaft zwei besondere Gesichter. Exemplarisch für das Kriegsleben unzähliger Familien wird die Geschichte der 13-jährigen Zknapi und Ninzo erzählt.
Als beste Freundinnen, die vieles verbindet und dennoch einiges unterscheidet, rebellieren die Protagonistinnen mit Kraft, (Galgen-) Humor und Gerissenheit gegen eine gesellschaftliche Tragik und kämpfen für das Wohl ihrer Liebsten. Dabei bleibt es nicht aus, dass jugendlicher Leichtsinn ihrem Einsatz Flügel verleiht.

Obgleich Tamta Melaschwili den Leser nur für drei Tage an die Seite der Charaktere holt, fächert sie eine Bandbreite an Emotionalität auf, die stets einem Balanceakt zwischen offenkundiger Brutalität und Überlebenskampf sowie dem Drang nach unbeschwertem Jugendlichsein entspricht. 
Ebenjene Jugendlichkeit wird vor allem auch in der unverblümt direkten Rhetorik aufgegriffen. Einzig der durchgehende, ohne Absätze versehene Blocktext sowie die bewusst nicht in Anführungszeichen gesetzte wörtliche Rede erleichtern den Einstieg in die Geschichte nicht unbedingt. Doch dann wiederum kann gesagt werden, dass dieses Stilmittel die schwere, undurchdringliche und alles andere als einfach zu ertragende Situation innerhalb des Romans reflektiert.

Die Präzision, mit der es die Autorin schafft, die haarscharfe Grenze zwischen Freud und Leid zu skizzieren und dabei eine Eindringlichkeit zu vermitteln, empfand ich als durchaus bemerkenswert. Der laute Appell an die Menschlichkeit schallt über die gellenden Sirenen des Krieges hinaus.

Die niedergeschriebene Stimme der Tamta Melaschwili ist eine, die es zu lesen gilt. Generationsübergreifend, publikumsnah und ehrlich werden wir Leser mit realen Konflikten konfrontiert, welche einer schnellen und nachdrücklichen Lösung bedürfen.


F★ZITMenschlich. Unerschrocken. Messerscharf.


Dienstag, 11. Juni 2013

[Rezension] Ghostbound - Love is Stronger than Death (C. M. Singer)

C. M. Singer: Ghostbound - Love is Stronger than Death

When I heard that one of my favourite books would also be translated into an Engish version I was delighted. When the author C. M. Singer herself asked me if I'd like to read Ghostbound as one of her beta readers I was completely thrilled. Wow, what an honour! Thank you so much!!!
This sort of "new reading experience" was a true joy (even though I felt a different responsibility compared to reading books that have already been published) because the author and her team did such a fabulous job to please the readers 
Apart from the touching plot the light-hearted language is a huge plus. Ghostbound is a book capturing dedication: Passion for writing. Passion for enchanting every single reader. Passion for life in general. Go for it!


~ Book Review ~

When two fates become one

Elizabeth Parker is an ambitious journalist working for the London Star which isn’t exactly the most reputable paper in town but at least a stepping stone to her career. Especially since her boss wants Elizabeth to write about the devastating teenage killings that have happened recently. But, instead of doing her researches as usual things take a more than surprising and incredible twist. 
Elizabeth is thunderstruck. She is a person who has never ever neither believed in life after death nor in the existence of ghosts until she meets Daniel Mason who is not only a dedicated and handsome detective but also the person she has fallen for head over heels. Unfortunately Daniel is killed before they come to know each other better – a catastrophe Elizabeth is struggling with. Until Daniel reappears as a ghost only the young woman can see, hear and actually feel. A very special but complicated relationship and murder investigation take their course …

Ghostbound – Love is Stronger than Death written by German author C.M. Singer is a book with a tremendous storyline combining an extraordinary romantic bond, elements of a detective novel and paranormal phenomena.

C. M. Singer has created an intense story full of wit and love, tragic and dark secrets. The reader can truly feel this certain buzz of magic between the lines.

The components that make this book utterly unputdownable are unique characters that are both loveable and/or wrapped in mystery, a plot riddled with lots of charming details, and the author’s magnificently figurative and catchy style of writing.

There is such a lively atmosphere perfectly noticeable while reading the book. That’s what I absolutely loved because C. M. Singer is a master of breathing life into her characters.
The dialogues are bubbling over with honest authenticity and gallows humour. Furthermore, the mix of spiritual kinship and elusiveness, determination and separation anxiety provides tension from page one to the end and beyond.

At a first glance Ghostbound seems to be a love story with a difference (which it is, no doubt). At a second glance the reader will recognise and, of course, cherish a wonderfully sparkling reading experience highlighting strong friendships, rogue intrigues, exceptional gifts, and the finding and loss of a kindred spirit.

A page turner that delivers a glorious overall package due to its succeeded combination of the best of different genres, sophisticated plotlines and loads of emotions. Reading this story is like going on a spectacular journey which makes your heart race before you lose it. Besides, you will possibly be left behind kind of broken-hearted afterwards too. In a nutshell: It’s an electrifying story which I wanted to last forever!


IMPRESSI★NEclectic. Vivid. Fanciful.

 

Montag, 10. Juni 2013

[Rezension] Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt (Ulrike Sterblich)

Ulrike Sterblich: Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt 

Die Jahre des geteilten Deutschlands bieten einfach reichhaltigen Stoff für gute Bücher. Die Variation an Eindrücken und Erinnerungen ist schließlich kaum einzugrenzen - im Gegenteil zum Leben in der früheren DDR bzw. dem in ihr liegenden West-Berlin. Nahezu jede Familie verbindet Emotionen und Geschichten mit der Ost-West-Trennung. Da ergänzt dieses Buch von Ulrike Sterblich dieses Repertoire sehr zutreffend.
Für mich war der Abstecher in die Vergangenheit an der Seite der jugendlichen Ulrike und ihrer Freunde eine (Lese-) Erfahrung der besonderen Art. Eine Erfahrung, deren Quintessenz es ist, dass es - egal, ob Ost oder West - wert ist, den Nostalgiegedanken durchaus aufrecht zu erhalten. Immerhin macht uns diese Vergangenheit ein Stück weit aus!


~ Rezension ~

Eine unterhaltsame Zeitreise ins längst vergangene Berlin

Ulrike Sterblich, Schriftstellerin und Rundfunkmoderatorin, verbrachte ihre Kindheit und Jugend vor der deutschen Wiedervereinigung in West-Berlin. Dort gab es – dem politischen Regime zum Trotz – eine Menge lebendiger, unvergesslich bunter und kurioser Eigenheiten zu erleben, die der Autorin in bester Erinnerung geblieben sind. Und ebendiese bringt Sterblich in diesem Werk auf den Punkt. Schildert sie in erfrischendem Stil unter anderem die illustren Nachmittage mit Freunden, das Abenteuer S-Bahn-Fahren und ihren Plan, als Austauschschülerin in die USA zu gehen.

Die Autorin katapultiert den Leser in eine Zeit der Gegensätze. Dabei vermischen sich wahre Begebenheiten mit flippiger Fantasie und ergeben einen unterhaltsamen Cocktail aus Historie, Charme und Nostalgie.

Der Leser darf sich einer Stadtführung der besonderen Art anschließen. Sind doch die einzelnen Kapitel überschrieben mit markanten Punkten und Sehenswürdigkeiten der Stadt und unterlegt mit einem Auszug aus dem Stadtplan. Des Weiteren begegnen einem Berliner Originale, die dem Esprit der Stadt und der wohl bekannten Berliner Mundart à la jottwede (j.w.d. = janz weit draußen) alle Ehre erweisen. Hinzu kommen die von der Autorin eingefügten interessanten und nicht selten witzigen Informationen und Fakten zur Stadt, ihrer Geschichte und ihren Menschen.

Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt – Eine Kindheit in Berlin (West) kann meines Erachtens nach als Ode an eine Stadt, die so heute nicht mehr existiert, verstanden werden. Mich haben sowohl die von der Ulrike Sterblich kreativ und ausführlich beschriebene Lebensfreude als auch der jugendliche Leichtsinn mancher Situation direkt erreicht. Die überspitzte Darstellung der einen oder anderen Begebenheit machte die Geschichte für mich nur noch spritziger. Allerdings hat es ein wenig gedauert, bis ich mich in den Schwung der Handlung eingefunden hatte, was zumeist der geballten Anhäufung von Straßennamen, S-Bahn-Linien und sehenswerten Haltepunkten geschuldet war.

Wer gern einmal in die eigene Vergangenheit abhauchen möchte oder ein Berlin, welches er in dieser Art nie wahrgenommen hat, kennen lernen möchte, der kann guten Gewissens zu diesem Erfahrungsbericht inklusive Augenzwinkerns greifen. Ohne die Widrigkeiten des geteilten Deutschlands infrage zu stellen, entführt Ulrike Sterblich auf unbeschwerte Weise in das turbulente (Jugend-) Leben West-Berlins.

F★ZITÜbermütig. Gewandt. Historisch.


Sonntag, 9. Juni 2013

[Sonntagsbrunch] Am 09. Juni 2013


Das perfekte Eckchen für eine ruhige Rast


~ eingefangen fernab des Trubels (Neuseeland) ~


Sonntag, 2. Juni 2013

[Sonntagsbrunch] Am 02. Juni 2013


Es grünt und blüht - eine eindeutigere Einladung, den Tag zu genießen, gibt es kaum.


~ eingefangen im Frühlingsgarten (Deutschland) ~


Samstag, 1. Juni 2013

[Buchpost] Vierbeiner schlagen Alarm

Da staunte ich nicht schlecht, denn eine unglaublich famose Überraschung erreichte mich jetzt per Post: 

Die zielstrebige und beliebte Autorin E.Snyder [wer kennt ihr fantasievolles Debüt Die Chroniken der Seelenträger: Der Wächter nicht?] hat mir doch wahrhaftig ihr neustes Buch zukommen lassen, für dessen Geschichte ihre eigenen vier kleinen Vierbeiner Vorbild für die tierischen Hauptrollen standen.

Nun herrscht also auch bei mir Katzenalarm und ich bin nach wie vor etwas baff, denn nie hätte ich damit gerechnet, dass ich so lieb mit einem entzückend signierten Exemplar von diesem druckfrischen Buch bedacht werden würde. Äußerst gelungen, liebe E.Snyder!