"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Freitag, 13. Dezember 2013

[Buchpost] Worte, die (etwas) bewegen ...

Eine der neusten Veröffentlichungen aus dem Hause Oetinger trägt den verheißungsvollen Titel Die Worte der weißen Königin und wurde von Antonia Michaelis geschrieben.

Was gegebenenfalls etwas märchenhaft anmutet, trägt jedoch eine noch viel bedeutsamere Botschaft in sich. Denn die Geschichte, deren räumliche Kulisse von der Ostsee bis nach Berlin reicht, — beides Orte, zu denen mir persönliche Anekdoten einfallen —, erzählt wortgewaltig eine dramatische Familiengeschichte.

Ein Stück Jugendliteratur, das mich also unmittelbar aufhorchen lässt ...



Mittwoch, 11. Dezember 2013

[Schreibzeugkiste] Ansteckungsgefahr der willkommenen Art

Wer kennt dieses Gefühl, diesen ersten Eindruck nicht? Ganz gleich, ob es sich um ein Buch, Musik oder eben einen Blog handelt — jenes gewisse Etwas à la "Mir fehlen die Worte, ich habe die Worte nicht",  mit dem wir als Leser oder Hörer in Windeseile um den Finger gewickelt und bei allerbester Laune gehalten werden, ist deutlich spürbar. 

Jeder hat wohl bei der Wahl eines Buchhighlights des Jahres, eines Lieblingsliedes oder eines mit einem selbstverständlichen Klick abonnierten Blogs seine recht individuellen Anwandlungen und Vorlieben. 
Mich kann man beispielsweise mit ausgeklügelten Wortspielereien und ironischem Humor, Konsistenz und bildhaftem Detailreichtum überzeugen. Hm, klingt im ersten Augenblick wenig schwierig, bedarf beim genaueren Hinsehen jedoch schon ein wenig Fingerspitzengefühl und vor allem Persönlichkeit. 

Dies führt mich zu den Fragen Was macht einen Blog, ein Buch, ein Lied (für uns persönlich) zu etwas Besonderem? und Wie wird man als Schreibender ebenjenen "Erwartungen" dauerhaft gerecht?

Jeder, der mehr oder weniger regelmäßig schreibt, wird von dieser oder ähnlichen Fragestellungen ein Lied singen können.

Ich denke, solange man etwas mit Freude, Engagement und Herzblut tut, kann ein Projekt nur ein Erfolg werden. Damit ist nicht zwangsläufig der sofortige Bestseller, ein Blog mit 100+ neuen Abonnenten pro Monat oder gar Woche oder ein "Hey, dich kenne ich doch!" auf der Straße von wildfremden Menschen gemeint. Denn solange man sich etwas mit Erfüllung, der eigenen Erfüllung, widmet, spürt dies das Publikum. Ein Gefühl, das sehr kostbar ist, allerdings in einer materiell orientierten Wertvorstellung oftmals unter den Teppich gekehrt wird. Schade eigentlich!

Klar, wem würde es nicht gefallen, zu den Top-Bloggern der Szene oder den angesagtesten Autoren der Branche zu gehören? Doch dann stellt sich wiederum die Frage: Wer bestimmt denn, wer zur Elite gehört? Die Geschmäcker sind so zahlreich wie es Leser, Hörer, Zuschauer gibt. Daher sollten wir, neben aller Liebe zu nachdrücklichen Empfehlungen, auf unsere eigene Überzeugung hören. Immerhin gibt es auch Newcomer, Indie-Autoren, kleine Blogs und augenscheinliche Exoten, die begeistern und bei denen man sich wundert, weshalb bin ich bisher noch nicht auf den- oder diejenige gestoßen?

Doch wem gelingt es nun wie genau, längerfristig zu überzeugen? Ein Patentrezept gibt es sicher nicht. Allerdings ist neben einem Handwerkszeug, das solide beherrscht wird, eine authentische Persönlichkeit von Nutzen.
Einen Blog vollkommen unpersönlich zu führen, würde vermutlich zu einem ähnlich aussichtslosen Unterfangen wie der Bau der Flughafens BER führen. Doch genauso wenig muss jedes Detail des eigenen Lebens auf dem Silbertablett serviert werden. Die Dosierung macht's.
Was (meiner Meinung nach) hingegen in hohen Dosen zum Einsatz kommen darf, ist die spürbare, ja, die erlebbare Verbundenheit eines Bloggers mit seinem Blog, eines Autoren mit seinem Werk, eines Songwriters mit seinen Texten. Dem kann nichts das Wasser reichen. Weder eine übertrieben hohe Frequenz an Blogposts oder Tweets, nur weil ich irgendetwas sagen muss. Noch verlockende Gewinnausschreibungen, nur um mehr und mehr Leser "zu ködern". Natürlich, das ist alles zulässig und vollkommen legitim. Nur ist es eben auch eine Frage des (guten) Geschmacks. 

Letzten Endes kommt es, wie ich finde, auf den Herzschlag eines Projektes an. Ich bin dankbar für jeden Blogger, Autor und musikalischen Künstler, der mich durch die Aufrichtigkeit dem eigenen Wirken gegenüber bisher mitreißen konnte. Denn was gibt es Schöneres, als sich vom Enthusiasmus und der Hingabe anderer anstecken zu lassen?


Montag, 9. Dezember 2013

[Rezension] {♫♫} Am seidenen Faden — Unter die Haut (Tim Bendzko)

Tim Bendzko: Am seidenen Faden — Unter die Haut 

Was richtig gute Musik konkret ausmacht, davon hat vermutlich jeder so seine eigene Auffassung, die er mehr oder weniger vehement verteidigt. 
Für mich macht ebenjene in häufigen Fällen vor allem eine tiefgründige Textlastigkeit, die dennoch wenig aufdringlich wirkt, aus. Wen wundert es daher, dass auch die neuste Veröffentlichung aus der Hitschmiede Bendzko auf Anhieb meine allumfassende Zustimmung erfährt? 
Ob in sich ruhend, aufgewühlt oder wild entschlossen — für mich stimmen nicht nur die Intentionen dieses Künstlers, sondern auch die Art, mit welcher er sie zu vermitteln weiß. Ohne enormes Getöse, dafür umso eindringlicher. In CD-Format UND live auf der Bühne.


~ Rezension ~

Musikalische Präzision, die poetisch daherkommt

Es gibt Lieder, die erzählen Geschichten. Geschichten, die das Leben schreibt. Geschichten, die gleichermaßen individuell wie universell anmuten und genau dadurch berühren, innehalten oder sich dankbar fühlen lassen. Ebenjene zeitlose und ausdrucksvolle Melange an mit Herz und Verstand versehenen Emotionen ist der Trumpf dieses Doppelalbums Tim Bendzkos, das uns, wenn wir es zulassen, in einen Spiegel schauen lässt. Hinhören ist das eine. Doch viel wertgebender ist das Reflektieren. Träume, die sich erfüllen. Träume, die zerschellen. Jeder kennt diese Momente. Allerdings bringen wohl die wenigsten sie derart feinsinnig, unmissverständlich und nichtsdestotrotz vielfältig deutbar auf den Punkt wie der Berliner Singer-Songwriter.

Mit Am seidenen Faden — Unter die Haut beweist Tim Bendzko einmal mehr, dass das Leben die besten Geschichten schreibt. Denn in den insgesamt 26 Tracks der beiden CDs überzeugt er durch ehrliche Persönlichkeit, die er in einen Mantel aus Allgemeingültigkeit kleidet. Wohl jeder Hörer wird sich in der einen oder anderen Passage der Musik wiederfinden und Parallelen zu eigenen Beobachtungen, Erfahrungen, Prämissen ziehen können. 

In gewohnter Manier setzt Tim Bendzko mit seinen klaren Texten Akzente, die tatsächlich unter die Haut gehen. Es gelingt ihm, Erkenntnisse und Emotionen wie ein Damokles Schwert am seidenen Faden über einem kreisen zu lassen.

Es bedarf keiner großartigen Schnörkel und Applikationen, um sich Gehör zu verschaffen. Für mich ist es, im Gegenteil, sehr beeindruckend, wie es dem Sänger stets aufs Neue gelingt, Botschaft und Mehrwert mit derartiger Präzision zu versehen. Die Worte, die er wählt, sitzen und treffen ins Schwarze. Ob er nun von kreisenden Geiern, dem Schmerz verblassender Erinnerungen oder der einsamen Zweisamkeit singt, nachdrückliche Bilder im Kopf entstehen unwillkürlich.

Während Tim Bendzko auf CD 1 als reiner Solokünstler nicht mehr still steht, beinhaltet die zweite Hälfte des Albums eine Reihe von Duetten mit namhaften Künstlern. Allen voran die gleichnamige Single Unter die Haut, die in Zusammenarbeit mit der großen Stimme Cassandra Steen entstand.

Die eingängigen instrumentalen Arrangements des Doppelalbums schlagen die unterschiedlichsten Töne an. Filigrane Streicher kommen ebenso zum Einsatz wie das Piano oder Gitarre und E-Gitarre. Markant an dieser Zusammenstellung ist, dass hierbei den charakteristischen seichten Klängen nicht selten ein zackiger Beat beigemischt wurde, der dem Stimmungsbild einen etwas extravaganteren Anstrich gibt.

Wie gewohnt verleiht Tim Bendzko, aller persönlichen Bodenständigkeit zum Trotz, Worten und Emotionen Flügel. Dabei spielen Nachdenklichkeit und Melancholie eine ähnlich imposante Rolle wie das Hoffnungsvolle eines Perspektivenreichtums. Ein Kaleidoskop aus zu Herzen gehenden (zwischen-) menschlichen Werten, Stärken und Schwächen wird musikalisch aufs Feinste aufbereitet.

In der Summe ein Album, das ein doppeltes Ausrufezeichen hinter die Textakrobatik, die Musikalität und das Gespür für gelebten Scharfsinn seines Interpreten setzt. Sozusagen ein gesungenes Dankeschön an die Gefühlsachterbahn des Lebens und die Chancen, welche diese bietet.

F★ZIT: Intensiv. Real. Wegweisend.


Sonntag, 8. Dezember 2013

Mittwoch, 4. Dezember 2013

[Blogtour] Auf die Freundschaft!

In diesem Jahr gelang es Annika Bühnemann mit Auf die Freundschaft, ihrem lebhaften Debütroman, auf Anhieb, einer Vielzahl von Leser(innen) ein paar quietschfidele Lesestunden zu bereiten. Ein Senkrechtstart, der den früheren Ambitionen der Autorin, Popstar zu werden, recht nahe kommt.

Und wie es sich für einen schreibenden Popstar nun einmal gehört, gebührt ihm ebenso eine zünftige Tour, richtig? Richtig!

So kam es, dass ihr als Leser in den vergangenen Tagen bereits Teil einer BLOGTOUR werden konntet. Annika Bühnemann hat uns allen bereits einen kunterbunten Einblick in ihre Freude am Schreiben gegeben und uns exklusiv hinter die Kulissen von Auf die Freundschaft schauen lassen. 


Hier nun ein Blick auf die Protagonistinnen, mit denen sich Annika Bühnemann während ihrer Arbeitszeit als Autorin vergnügen durfte:

Wer sind die vier Frauen, deren Leben mit Claudias Umzug nach Deutschland vollends auf den Kopf gestellt wird?

Da wäre zum einen eben Claudia: Mutter eines Sohnes im besten Teenageralter und Ehefrau eines (offensichtlich) chronischen Fremdgängers. Zu gern hätte sie an das perfekte Familienglück geglaubt, sieht jetzt allerdings eine Chance im Neustart ohne Ehemann. Doch so gänzlich ohne Mann an ihrer Seite fühlt sich Claudia dann auch nicht rundum behaglich ...

Claudia zur Seite stehen ihre besten Freundinnen: Hannah — resolute Anwältin, kein Kind von Traurigkeit, was die Suche nach ihren Partnern betrifft, und mit einer gehörigen Portion Zynismus ausgestattet. Karin — stets auf Harmonie bedachte Mutter einer ganzen Rasselbande, eher konservativer Natur und kein großer Fan von Hannahs Lebensphilosophie. Maria — eine herzliche Südländerin, glücklich verheiratet und vom vehementen Wunsch einer eigenen Familie, der sich einfach nicht erfüllen will, beinahe in die Verzweiflung getrieben.

Doch nun wird es Zeit, dass die Hauptfiguren des viel besprochenen Romans einmal selbst zu Wort kommen, meint ihr nicht?

Aus genau diesem Grund gibt es jetzt für euch ein paar verbale Schmankerln aus dem reichlich mit humorigen Anekdoten und triftigen Lebensweisheiten befüllten Nähkästchen Claudias und ihrer Mädels. 

Fühlt euch nun herzlich eingeladen in Erinnerungen an die Reise der vier Frauen zu schwelgen oder anderseits so richtig neugierig zu werden auf dieses herrlich herzliche Quartett! Denn wenn etwas versprochen werden kann, dann eine Achterbahnfahrt an Gefühlen, die ein Anschnallen ratsam macht.


☆


Auf die Freundschaft à la Claudia & Hannah, Karin & Maria

Ein Auszug aus dem Tagebuch der Freundinnen könnte sich wie folgt lesen ...


Am Anfang stand die berechtigte Frage:

„Habt ihr überhaupt keine Selbstachtung?“ 

(Karin, S. 23)


Natürlich, doch Frau ist durchaus gewillt, Opfer zu bringen:

"Ich atmete ein letztes Mal für diesen Abend tief ein, sog allen Sauerstoff der Umgebung in meine Lungen, hielt kurz inne und pustete alle Luft wieder hinaus aus meinem Körper. Als meine Lungen leer waren, konnte ich den Reißver schluss schließen. Dr. Wantisek würde einen Winkelschlei fer brauchen, wenn er nachher mein Kleid wieder öffnen wollte."

(Claudia, S. 27)


Denn:

"Ich konnte mir Dr. Wantisek auch gut als Bürgermeis ter vorstellen. Oder als Bundeskanzler. Oder als Weltpräsident. Ein Weltpräsident mit einer adretten Frau in einem en gen roten Kleid, in dem man nicht atmen konnte."

(Claudia, S. 35)


Wie kam es allerdings, dass dieser Einsatz mit einem Anblick wie dem Folgenden "belohnt" wurde?

"Der Direktor des Gymnasiums stand in einer roten Unterhose vor mir, mit einer Weihnachtsmütze als Auswölbung. Außerdem trug er einen roten Weihnachtsmannmantel und auf dem Kopf eine entsprechende Mütze." 

(Claudia, S. 61)


Tja, ...

"Auf der „Haben“-Seite stand definitiv, dass er ein toller Mann war, der meinen Musikgeschmack teilte und genug erlebt hatte, um nicht zu viel von einer Frau zu erwarten, aber noch nicht genug, um ein Leben lang verbittert zu sein." 

(Claudia, S. 72)


Nun dann, ...

"Natürlich wusste ich im Prinzip genau, was mir fehlte, aber ich wollte es nicht wahr haben: Ein bisschen mehr Twilight und weniger Brockhaus. Ich wollte Funken sprü hen sehen, sich verzehrende Körper in ekstatischen Bewe gungen, Abenteuer, Liebe." 

(Claudia, S. 72)


Doch es stimmte wohl, ...

„Liebe macht immer alles kompliziert.“ 

(Hannah, S. 24)


Und ...

„Wenn es Liebe ist, dann weißt du es. Du spürst diese Verbindung zwischen dir und ihm wie ein unsichtbares Band, das euch verbindet, egal, wie weit ihr voneinander entfernt seid. Du würdest alles aufgeben für ihn, mit der Gewissheit, dass er für dich das Gleiche tun würde und du hast das Gefühl, nicht ohne ihn leben zu können. Er ist die Luft, die du atmest und der Grund, warum du existierst.“ 

(Maria, S. 65)


Unter uns, es fühlte sich gut an und ich sah es förmlich vor mir:

„Zehn!“
Nächstes Jahr würde sich viel ändern.
„Neun!“
Ich würde eine öffentliche, feste Beziehung mit Lutz führen.
„Acht!“
Vielleicht könnten wir im Laufe des Jahres bei ihm ein ziehen.
„Sieben!“
Und wenn das klappte, vielleicht würden wir uns ein ei genes Haus kaufen.
„Sechs!“
Ein Haus mit Kamin und Garten.
„Fünf!“
Ein Haus mit Kamin und kleinem Garten, dafür aber ei ner großen Terrasse für mich und die Mädels für die lauen Sommernächten bei einem Glas Hugo.
„Vier!“
Es würde ein gutes Jahr werden.
„Drei!“
Maria würde bestimmt schwanger werden.
„Zwei!“
Hannah und Karin würden ihr Leben vermutlich genau wie jetzt aussehen lassen.
„Eins!“
Und ich würde einen tollen Mann an meiner Seite ha ben und einen neuen Lebensabschnitt beginnen.
„Frohes neues Jahr!“

(Claudia, S. 71)



So weit, so gut. Doch mal ehrlich, ...


"Ob Mutter Teresa auch mal eine Midlife-Crisis gehabt hatte? Hatte sie auch mal einer Freundin zugeraunt: 'Stell dir vor, was gewesen wäre, wenn ich damals mit diesem Mann aus gegangen wäre?"

(Claudia, S. 142)


Wie dem auch sei. Meine Gedanken kreisten in diesem Moment nur um diese eine Frage:

"Wie viel bekam man eigentlich für Mord und galt ich in meinem Zustand als zurechnungsfähig? Vielleicht sollte ich Hannah mal fragen." 

(Claudia, S. 162)


Man mochte es kaum glauben, doch ...

"Es klang wie in einem schlechten Film, in dem man der Protagonistin zurufen will: Tu es nicht, er ist es nicht wert! Aber mir rief niemand etwas zu." 

(Claudia, S. 91)


(M)eine Welt brach zusammen:

"Dort, wo mein Herz noch vor ein paar Stunden gewesen war, klaffte ein schwarzes, schmerzendes Loch, das ich mit Kaffee zu füllen versuchte."

(Claudia, S. 173/174)


Jetzt galt es einen kühlen Kopf zu bewahren und Pläne der Revanche zu schmieden. Eindeutig zweideutig, wie wir Mädels es liebten:

„Der Burger wird gebraten“, schrieb ich als Rundmail und grinste breit.
„Ich mag mein Fleisch am liebsten blutig“, antwortete Hannah.“

(S. 182)


Aber "psst", denn ...

„Du musst den Menschen nur sagen, dass es ein Ge heimnis ist. Dann verraten sie es auf jeden Fall jeman dem.“

(S. 195)


Doch uns gelang es, das durchzuziehen, was wir uns vorgenommen hatten. 
Wir konnten eben aufeinander zählen! Denn wir wussten es alle:

„Freundschaft ist so etwas wie Liebe mit Verstand. Von Sabine Sauer.“

„Auf die Freundschaft!“

(S. 210)



☆


Mehr Wissenswertes und Amüsantes zu Auf die Freundschaft gibt es natürlich auch bei den anderen Gastgebern dieser BLOGTOUR rund um Annika Bühnemanns Debüt. Schaut doch einfach einmal vorbei bei:

Kerstin — Gastgeberin vom 01.12.12

Nina — Gastgeberin am 02.12.12

Liesa — Gastgeberin vom 03.12.12 



          



Gewinnspiel*

Solltet ihr euch nun angesprochen fühlen, mit den vier liebenswert chaotischen Freundinnen unbedingt ein paar Stunden verbringen zu wollen, dann habt ihr JETZT die Möglichkeit in den Lostopf für EINES von vier Exemplaren des Buches, welche die Autorin spendiert, zu hüpfen.


                       


Kommentiert dazu unter diesem Blogbeitrag einfach die folgende Frage (und vergesst bitte nicht, eine Kontaktmöglichkeit zu hinterlassen, sodass ihr im Gewinnfall benachrichtigt werden könnt):

Was ist für euch und euren Freundeskreis eine typische Gepflogenheit, eine nicht mehr zu missen wollende Tradition, ein Muss, bei euren Zusammenkünften? 

Die im Anschluss an die BLOGTOUR ausgelosten Gewinner werden von Annika Bühnemann via Videobotschaft auf ihrer Facebook-Seite bekanntgegeben.


In diesem Sinne: 

Auf die Freundschaft & euch viel Glück für die Teilnahme am Gewinnspiel!





* Kleingedrucktes:

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Versand des Buches erfolgt durch die Autorin Annika Bühnemann. Der Gewinner/die Gewinnerin wird offiziell in einer Videobotschaft der Autorin auf Facebook bekanntgegeben und wird über die im Blogkommentar hinterlegte Kontaktadresse benachrichtigt. Eure Adresse, die ich in Erfahrung bringe und anschließend an Annika Bühnemann weiterleiten werde, wird zu keinem anderen Zweck verwendet als dem Versand des gewonnenen Buches. Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein, um an der Verlosung teilnehmen zu können, andernfalls benötige ich eine Einverständniserklärung eurer Eltern per E-Mail. Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, müsst ihr nicht zwangsläufig Leser meines Blogs sein, allerdings ist ein ehrliches Interesse an dem Buch sehr wünschenswert.


[Bildrechte: Annika Bühnemann]


Montag, 2. Dezember 2013

[Rezension] Nothing Is Impossibe (Dynamo)

Dynamo: Nothing Is Impossible 

Neben der Welt der Bücher übt die unergründliche Welt der Magie schon lange eine UNEINGESCHRÄNKTE FASZINATION auf mich aus. Ich liebe Illusionen und das präzise Handwerk, mit welchem diese ausgeübt werden. Ich lasse mich gern überraschen, verblüffen, begeistern — ohne Wenn und Aber.
Einer der für mich ganz Großen ist Dynamo, dessen Serie "Magician Impossible" im britischen Fernsehen sämtliche Normen gesprengt und vollkommen neue Maßstäbe gesetzt hat. Talent, Leistung und der Faktor des Unfassbaren Dynamos sind kaum in passende Worte zu fassen. Er und seine Kunst der Unterhaltung sind einzigartig. 
Ihr solltet es euch NICHT nehmen lassen, Dynamo einmal bei YouTube anzuschauen!


~ Rezension ~

Die Magie des Lebens macht es möglich

Es ist nicht schwer zu erkennen, dass Steven Frayne nicht die unbeschwerteste Kindheit hatte. Er nahm in seinem Umfeld schnell eine Außenseiterrolle ein. Er wurde Opfer von Mobbingübergriffen in der Schule. Er musste sich mit der Diagnose einer sein Leben verändernden Krankheit auseinandersetzen. Dennoch verlor Steven nie endgültig den Mut. Er entdeckte dank seines Gramps eines Tages eine Leidenschaft, die ihn vollkommen vereinnahmte, mental stärkte und weit über die Grenzen Großbritanniens hinaus bekannt machen sollte: Steven wurde Magier. Inzwischen gehört er als Dynamo zu der absoluten A-Liga seiner Zunft. Der Weg dorthin war gepflastert von Widrigkeiten und Rückschlägen, doch wann immer Dynamo als Straßenmagier sein Publikum verblüffen kann, weiß er, wofür es sich lohnt, zu kämpfen.

Jede einzelne Faser seines Körpers, viele tausende Stunden des Trainings, all seine Kraft steckt Steven Frayne, den die meisten heute nur als Magician Impossible kennen, in die Zauberei. In Nothing Is Impossible beschreibt Dynamo mit großer Hingabe seinen Weg vom Kind unterer sozialer Schicht zu einem der talentiertesten und bekanntesten Magier der Gegenwart.

Dynamo macht es möglich: das Zeitreisen. Mit diesem Buch fasst er den Leser bei der Hand und nimmt ihn mit zu den Anfängen seiner Liebe zur Zauberei, von wo aus der steinige Pfad begann. Diese Reise machte ihn schließlich zu dem Mann, der über die Themse lief, der die Ergebnisse der Fußballeuropameisterschaft 2012 vorhersagte und der das Times Gebäude in L.A. hinunterlief.

Doch neben all diesen fulminanten Beweisen seines Könnens hinterlässt Dynamo vor allem auch durch seine Illusionen, mit denen er Passanten auf der Straße sprichwörtlich die Schuhe auszieht, Eindruck. Er liebt die Reaktionen der Menschen auf seine Vorführungen mehr als alles andere. Das betont er immer wieder und man glaubt es ihm aufs Wort. Denn Dynamo ist ein Mensch, der seinem Publikum ein Stück Glauben an die Möglichkeit des Unmöglichen schenken möchte. Ebenso wie die Magie ihn aufgefangen hat, als er am Boden lag.

In den Kapiteln seines Buches, das er seinem Gramps, der Inspiration seines Wirkens, gewidmet hat, greift der Autor einzelne schicksalsbehaftete Momente, Begegnungen und Entscheidungen seines Lebens auf. Dabei erzählt er von Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit gleichermaßen wie von Glückseligkeit, Wundern und dem verbissenen Streben nach Perfektion.

Obwohl Dynamo der Mann ist, der vor den Augen seines Publikums in die Luft abhebt, hat er andererseits niemals die Bodenhaftung verloren. Er, und das liest sich besonders sympathisch, ist jemand, der dem Leben und dem Sein als Magier und Lebenskünstler eine große Portion Dankbarkeit und Demut entgegenbringt. Etwas zu kreieren, das unglaublich scheint, ist für ihn ein absolutes Privileg und Lebenselexir zugleich.

Auch der Erzählstil des Buches spiegelt dies wider. Dynamo schreibt für dich und mich. Er stellt nicht sich, sondern eine unnachahmliche Hingabe dar. Er erläutert, seine Intention des Einzigartigen ebenso wie die Tatsache, das Magie ohne Netz und doppelten Boden sehr wohl keine Garantie für ein Gelingen einschließt. Wer sein Buch liest, wird dazu eingeladen, die Welt mit etwas anderen Augen zu sehen, wenngleich man glaubt, diesen nicht zu trauen. Verblüffend!

Auf ganzer Linie ein Buch mit enorm viel Persönlichkeit, das beweist, wohin Entschlossenheit, Talent und Wertschätzung führen können. Ob kleine Illusion oder große Magie – ein Zauberkasten zwischen zwei Buchdeckeln, der Fans jener Kunst zweifelsohne in einen Bann zieht.

F★ZIT: Inspirierend. (Be-) Staunenswert. Zauberhaft.


Sonntag, 1. Dezember 2013

[Sonntagsbrunch] Am 01. Dezember 2013


Manchmal steht die Welt wunderbar auf dem Kopf.


~ eingefangen im Abel Tasman Nationalpark (Neuseeland) ~