"Wer bereits als Kind die Welt zwischen den Zeilen für sich entdeckt, geht auch später gern als Abenteurer durchs Leben." {Creativity First}

Donnerstag, 14. Februar 2013

[Buchmesse] Vorfreude, schönste Freude! (Teil 2)

Für Bücherwürmer und Leseratten gibt's im ersten Quartal 2013 ein  Highlight , dem hibbelig entgegenfiebert wird. Dabei handelt es sich selbstredend um die Leipziger Buchmesse, die in diesem Jahr vom 14. bis 17. März nationales und internationales Publikum anziehen wird wie der sprichwörtliche Speck die Mäuse. Vielerorts werden keine Kosten und Mühen gescheut, um dieser famosen Veranstaltung beiwohnen zu können. Und, seid ihr schon aufgeregt? 

Am Freitag, den 14. März 2013, wird im Rahmen der Messe übrigens der populäre Preis der Leipziger Buchmesse in drei Kategorien - Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung - verliehen. In der Kategorie Belletristik läuft bis zum 07. März 2013 das Publikumsvoting. Mit der Abgabe eurer Stimme und der Unterstützung eures Favoriten sichert ihr euch gleichzeitig die Chance auf den Gewinn von Buchpaketen und Eintrittskarten für die Messe. Wenn das kein Schmankerl ist?

Habt ihr im Zuge eurer Vorbereitungen auf dieses Event schon eure Lieblinge unter den Ausstellern ausfindig gemacht? Die Auswahl ist wieder einmal riesig und nun bleibt die Frage, ob man sich gewappnet und mit ausgearbeiteter Strategie ins Getummel stürzt oder ob spontane Eingebung und Inspiration vor Ort einem Kompass auf dem Messegelände gleichkommen?
So oder so, Begeisterung, Staunen und Überraschungsmomente werden sich während der vier Tage garantiert die Klinke in die Hand geben! 


Mittwoch, 13. Februar 2013

[Award] Hansdampf in allen Gassen

Zurzeit finden gerade wieder zahlreiche Preiverleihungen statt, bei denen wir Glitzer, Glamour und ganz großes Kino vermittelt bekommen: von der Goldenen Kamera über die Grammys bis hin zu den Oscars. Alles unerreichbar für einen kleinen Blogger? 
Hm, nicht ganz, denn - ehe ich mich's versah - wurde ich selbst Teil einer derartigen Preisverleihung. Okay, okay, zugegebenermaßen handelt es sich hierbei um die kleine, aber von Herzen kommende Auszeichnung mit dem Versatile Blogger Award. 


Wörtlich übersetzt wurde Creativity First somit von der lieben Vampir_Addict für die repräsentierte Vielseitigkeit ausgezeichnet. Was für eine gelungene Überraschung! Denn durch Diversität zu punkten, macht mich schon ein wenig stolz. Ist immerhin so etwas wie die erfolgreiche Teilnahme an der nordischen Kombination, an einem Triathlon oder gar am Zehnkampf, wenn wir's jetzt tatsächlich sportlich sehen. Vielen lieben Dank, dass deine Wahl unter anderem auf meinen mit Freude geführten Blog fiel!

Nun ist es jedem Award-Gewinner selbst überlassen, wiederum gern bis zu fünf Blogs auszuzeichnen, die durch Liebe zum Detail und Originalität brillieren, und dennoch bisher weniger als 200 regelmäßige Leser (Follower) haben.


Prima! 
Die Nominierten sind übrigens auch gleichzeitig die Preisträger.

Meine Wahl fällt aus den oben genannten Gründen nun auf:




Das Stöbern auf euren Blogs bereitet mir stets großes Vergnügen, weiter so!


[Schreibzeugkiste] Was hast du auf dem Kopf?

Heute möchte ich euch von einer kleinen, aber feinen Beobachtung berichten, die ich in letzter Zeit gemacht habe. Jene Beobachtung richtet ihre völlige Aufmerksamkeit auf die Covergestaltung von Büchern. Immerhin stehen Cover zumeist für den allerersten Eindruck, den wir von einem Buch bekommen. Sie sind nicht selten mit verantwortlich für unsere Leseentscheidung. Also, Top oder Flop?

Daher stelle ich gleich einmal die Frage in die Runde 
"Was haben die nachfolgenden Cover allesamt gemein?"


  

                     

Bildquelle für Bild 1 - 7: www.thalia.de


Nun? War gar nicht allzu schwer, oder? Jedes einzelne Cover fokussiert einen Charakter mit roten Haaren. Ich weiß nicht genau weshalb, aber ich habe in letzter Zeit verstärkt das Gefühl, dass Rothaarige immer häufiger die Cover von Büchern schmücken. Warum auch nicht? Das Zeug dazu haben sie! 
Ich kann nun nicht sagen, ob es sich hierbei um subjektives Empfinden, puren Zufall oder einen tatsächlichen Trend handelt. Doch da die oben aufgeführten Bücher nur exemplarisch für eine ganze Reihe solcher Titelgestaltungen stehen, ist eine gewisse Affinität nicht von der Hand zu weisen. Sei es, wie es ist: dem einen gefällt's, dem anderen weniger und einem wiederum anderen ist bisher noch gar nicht aufgefallen.

Mindestens ein rothaariger Charakter begleitet die meisten von uns mehr oder weniger seit Kindertagen: Pippi Langstrumpf aus der Villa Kunterbunt. Und spätestens seitdem die Weasleys im Schlepptau von Harry Potter unsere Herzen erobert haben, hat das Rothaarigsein doch glatt etwas erfrischend Salonfähiges bekommen. Ganz zu schweigen vom drolligen Sams und dem schalkhaften Pumuckl, deren Schopf gleich im flammendem Rot erstrahlt.

Wieso, weshalb, warum nun viele Gesichter umrahmt von einer fuchsroten Haarpracht momentan verstärkt die Cover von Büchern zieren, kann ich nicht erklären, aber das Markante, das Wiedererkennende und das Einfangende einer derartigen Coverbesetzung ist wohl nicht ganz abwegig. 
Was für den einen ein Makel, ist für die anderen ein Alleinstellungsmerkmal. Besonders in Büchern, in denen Charaktere aussagekräftig und auf den Punkt gebracht beschrieben werden sollten, kommt einem Autor ein solches Merkmal, das sich ideal in die Handlung einbetten lässt, sehr zugute. Denn nicht selten werden Rotschöpfe hier mit ihrer Haarfarbe aufgezogen oder sie umgibt eine nicht zu erklärende Mystik, sie verkörpern starke Amazonen und natürlich sind sie die Idealbesetzung für Hexen.

Aus welchem Grund auch immer "Füchse" uns nun von den Titelbildern entgegenstrahlen, ein publikumswirksamer optischer Cliffhanger sind sie allemal. 

Ach ja, wieso ich mich gerade auf die roten Haare eingeschossen habe? Nun, das ist zur Abwechslung einmal eine einfache Frage. ... Antwort: Ich spreche aus eigener Erfahrung. Also nicht, was das Coverfoto angeht, aber das, was die Haarfarbe an sich betrifft. Aus diesem loyalen und stolzen Grund, musste ich meinen Eindruck einmal mit euch teilen. Das musste einfach sein. ... Was beobachtet ihr denn so? Kennt ihr diesen individuellen und subjektiv begründeten Eindruck wenn's um Trendforschung geht? ... Jedem das Seine! Habt ihr auch einen solchen Riecher und diesen (unbeabsichtigten) intuitiven Spürsinn fürs Besondere?


Montag, 11. Februar 2013

[Buchpost] Die Welt mit Kinderaugen zu sehen, ...

... ist eine Gabe, die uns Erwachsenen viel zu häufig abhanden gekommen ist. Sehr bedauerlich! Einer Fähigkeit, die als Knirps nichts Außerordentliches, als Teenager völlig uncool und als Erwachsener oft Mangelware ist, der allerdings und glücklicherweise hier und da auf die Sprünge geholfen werden kann. Denn es gibt diese netten Menschen mit drolligen Ideen, die sich entschließen Kinderbücher zu schreiben, um Klein und Groß, Jung und Alt zu begeistern. Ufff, Glück gehabt.

Ich muss sagen, dass ich liebend gern in diesen weniger textlastigen und dafür mit umso mehr schaumkussfluffigen Überraschungen gespickten Büchern blättere. Sie sind perfekt, um sich ein Stück Kindlichkeit zu bewahren und die Seele baumeln zu lassen - beides ist absolut nichts Verwerfliches!

Gut, nun aber zu meiner genialen Buchpost vom letzten Wochenende: Mich erreichte der hübsche, obgleich spukende Gewinn, den mir meine Glücksfee aus dem Bücherkaffee zugedacht hatte. 
Als ich erfuhr, dass ich in der Verlosung um das Buch Gespensterfenster von Christoph Marzi und Monika Parciak sozusagen den Jackpot geknackt hatte, freute ich mich wirklich wie Bolle. Der kindliche Überschwang hatte mich ergriffen. Einfach so! Es fühlte sich herrlich und vor allem auch richtig an!

Nun kann ich es kaum erwarten - neben all der tiefgreifenden Lektüre, die uns bedenkenlos zugestanden wird - wieder einmal die Welt mit Kinderaugen zu sehen. Das darf, sollte und könnte sich ruhig jeder Leser jenseits der 16 Jahre gelegentlich wieder gönnen! 

Noch einmal schicke ich ein herzliches Dankeschön in Richtung meines liebsten Bücherkaffees, das die liebe Alexandra und die liebe Aygen mit so viel herzlicher Gastfreundschaft zum Strahlen bringen! Wie schön, dass ich mich nun gemeinsam mit Mia und Jonah von einer bunten Welt der Außergewöhnlichkeiten überraschen lassen darf!


Sonntag, 10. Februar 2013

[Sonntagsbrunch] Am 10. Februar 2013


Von den Wellen lassen wir uns in die Ferne tragen ...


~ eingefangen bei Auckland (Neuseeland) ~


Samstag, 9. Februar 2013

[Rezension] Die Zufälle des Herzens (Juliette Fay)

Juliette Fay: Die Zufälle des Herzens 

Ein wunderbares Buch mit einem Cover, das mich von Beginn an entzückt hat. Ich mag solche Kulissen im Vintage-Stil total gern. Und in gewisser Hinsicht deutet das Cover an, was die Handlung des Romans unterstreicht: unter der obersten Lackschicht - dem schönen Schein - verbirgt sich die wirkliche Persönlichkeit - verletzlich, Schutz suchend, rebellisch - ganz wie es einem beliebt. Denn abgesehen davon, dass ich mich hervorragend unterhalten gefühlt habe, vermittelt die Geschichte auch echte und absolut greifbare Werte der (Zwischen-) Menschlichkeit, in die ich vieles mir Bekannte einordnen konnte.
Mein Dank geht an LovelyBooks und den Goldmann Verlag, für die Möglichkeit dieses Buch im Rahmen einer Leserunde entdecken zu dürfen!


~ Rezension ~

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen ...

... dieses Motto tritt vollends auf die neue Lebenssituation der Dana Stellgarten zu. Frisch geschieden und nun alleinerziehende Mutter zweier unter der Trennung leidender Kinder; ohne feste Arbeit, aber dafür engagiert in der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe; eine Obhut gebend für ihre flügge werdende Nichte, obwohl sie somit den Groll ihrer Schwester heraufbeschwört. Dana weiß nicht, wo ihr der Kopf steht, denn eine Hiobsbotschaft löst die andere ab. Und dann wäre da noch diese sich anbahnende Romanze, die ihre Gefühle gänzlich Roulett spielen lässt. Zukunftsängste und Selbstzweifel umzingeln Dana, doch dann kommt ein Zufall zum anderen und sie wird allmählich mutig.

So dezent der Die Zufälle des Herzens auf den ersten Blick daherkommen mag, so sehr hat der Roman es dann in sich. Juliette Fay gelingt es die Momentaufnahmen des Lebens - ob schwarz oder weiß - einzufangen und mithilfe einer sehr besonderen Familie lebendig werden zu lassen.

Die Geschichte, die durch Facettenreichtum glänzt, holt ihre Leser mit ins Boot. Alles andere als aufgesetzt präsentiert die Autorin menschliche Schwächen und Stärken, Irrtümer und Eingebungen. Der bittersüße Beigeschmack entsteht vor allem durch das aus den Fugen geratene Seelenleben der Kinder. Ihre Art mit Kummer und Schmerz umzugehen, beschreibt die Autorin lebensecht und unter die Haut gehend. Dabei nimmt sie sich Problematiken wie Essstörung, Verlustangst und dem stummen Ruf nach Aufmerksamkeit an.

Das Potpourri der Charaktere zieht einen als Leser förmlich mit in den Sog der Handlung hinein. Der ganz normale Alltag einer liebenswert-chaotischen Familie wird in den Mittelpunkt gerückt, wobei diese herrliche Alltäglichkeit keinesfalls verstaubt daherkommt, sondern vielmehr vor Lebendigkeit, Aufbegehren und Aha-Momenten flirrt. Echte Sympathieträger waren für mich vor allem Nichte Alder und ihre neue beste Freundin Jet, zwei Teenager auf Abwegen, aber geführt von ihren Herzen aus Gold. 

Zu einer echten Perle macht dieses Buch in meinen Augen die Mischung aus Fingerspitzengefühl und Gesellschaftskritik, Zurückhaltung und Wagemut, Eingeständnis und Neuanfang. Juliette Fay zeigt, dass auch Bilderbücher einen Riss bekommen können. Wird die Seite geklebt, ist sie nicht mehr wie neu, allerdings nicht weniger liebenswert. Eine Moral, die zwischen den Zeilen mitschwingt, während die humorvolle und von filigranen Eigenheiten gespickte Geschichte in erster Linie eines tut, den Leser köstlich zu unterhalten.

F★ZIT: Berührend. Familiär. Bestärkend.


Freitag, 8. Februar 2013

[Buchpost] Auf die DRACHEN, fertig, los!

Ich habe wieder einmal das Glück, an einer Leserunde ausgerichtet von Solitary's Bücherecke teilnehmen zu dürfen. Wouhou! Wie im ersten erfolgreichen Durchgang wird sich auch jetzt gemeinsam einem Werk der gebürtigen Berlinerin Angela Planert gewidmet. 

Kürzlich erreichte mich dann Drachenseele, das Buch, um das sich alles drehen wird. Als ich das Buch zum ersten Mal aufschlug, empfing mich gleich eine persönliche Widmung der Autorin, deren leichter Schimmer das Geheimnisvolle der Geschichte bereits vor dem ersten Satz aufgreift. Allein jene Worte wären einen Rahmen wert! 

Nun bin ich mächtig gespannt, da ich Angela Planerts Vorliebe für das Kombinieren von plausibler Wirklichkeit und verblüffender Fantasie mittlerweile ein wenig kenne. Dass darauf auch in Drachenseele nicht verzichtet werden muss, das erahne ich sehr stark. 

Außerdem möchte ich gleich noch auf das Cover des Buches hinweisen, das mir auf Anhieb richtig gut gefallen hat. Die Mischung aus Schlichtheit und Fabelhaftem im Zusammenspiel mit der (für mein Verständnis) gut nachempfundenen und einladenden Märchenbuchoptik unterstreicht meine "Erwartung" an die Geschichte, in eine Welt aus Licht und Schatten, Hoffnung und Gabe, Lug und Trug abzutauchen.

Ein Dankeschön an Soli und Angela für die Möglichkeit, Teil dieser zweiten Leserunde in dieser vielversprechenden Konstellation - die Sterne stehen günstig - sein zu können!